Artikel

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Neu

    Ein weiterer Scheit bricht und ein Teil fällt in die Asche, die Glut verbirgt und noch vor kurzem selbst Feuer war. Jetzt lässt sie sich nicht mehr von der Hitze anstecken, sondern kann nur noch davon zehren anderen nah zu sein. Neue Fragmente alter Bäume, die in der Jugend der Prozedur Flammen fangen und wärme spenden.

    „Ihr habt nicht laut genug geweint,“ entgegnet der Entführer mit provokanter Stimme, kalt wie Asche. Fiona tupft sich nach dem verbalen Schlag mit der Ringfingerkuppe eine übergeschwappte Träne aus den Seelenseen von der hellen, von anhaltender Müdigkeit schattierten Haut um die Lider und Wimpernkränze. Die Sommersprossen haben sich vor dem Winter verborgen und warten wie die wilden Gänse auf das erste Licht des Frühjahres um zurück zu kehren. „Was sollte das bringen?“ fällt es fragend von vibrierenden Lippen. Der Mann vor ihr bleibt hingegen völlig ruhig und antwortet abgeklärt, „nichts, wie auch das leise Jammern, weil ihr nicht zum Tanzen… [Weiterlesen]
  • Neu

    „Ich will wissen, was über diese Artefakte geredet wird, die angeblich aufgetaucht sind.“ Helena stemmte ihre Stiefel ungehobelt gegen die Tischkante und stellte sie dann brav unterhalb des Tisches ab, abwechselnd; immer wenn ihr eine Position langweilig wurde, nahm sie die andere ein. Sie saß in der Küche, ihr gegenüber ein noch junger Mann mit unscheinbarem Aussehen. Hinten an der Anrichte stand Trajan und horchte.
    „Gegenstände aus Elona“, fuhr Helena fort. „Die so unsagbar wertvoll sein sollen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Irgendetwas Uraltes.“
    „Artefakte, die aufgetaucht sin'?“, nuschelte der unauffällige Kerl. Er hatte etwas Kluges in den Augen, das er nicht verstecken konnte. Deshalb war er Helena sofort aufgefallen. „Hatte...glaub' ich, bisher nich' viel von gehört. Ich soll dir also Bescheid geb'n, sobald ich was drüber erfahre?“
    Während der Mann sprach, brachte Trajan ein gefaltetes Leinensäckchen zum Tisch. Er legte es neben die Holzkiste, die dort stand,… [Weiterlesen]
  • Neu

    Sie sitzt am Schreibtisch über den Büchern, die ihr eigentlich etwas beibringen sollen, doch die Feder kratzt nur lieblos Kreise über das Pergament. Ihre Gedanken hängen etwas nach, folgen einer inneren Ahnung und einer Spur, welche sich über Worte legt, denen sie lieber noch folgen will. Kurzentschlossen rücken die Finger die Lehrbücher zur Seite, schließen sie, legen kleine Marker ein damit sie dort weiterlesen konnte, wo sie aufhörte. Ein Stück Pergament wird in die Finger genommen und die ersten Worte finden darauf zueinander. Noch einmal liest sie den ersten Satz und kratzt mit der Federspitze mehrmals darüber um ihn weniger leserlich zu machen. "Denk nach, damit du es los wirst." spricht sich der Verstand hinter hübscher heller Stirn zu und die Feder tupft einmal mehr in dunkle Tinte, folgend auf ein Tuch und dann streicht sie über die Seite.

    Da dachte die Arroganz für sich,
    sie kann davon kommen mit jedwedem Urteil.
    Aufbrausend, tobend und hinterlassend, einsam und allein,
    [Weiterlesen]
  • Neu


    NACHLASS

    Aedan Berlînghan saß in seinem Ohrensessel und las das Götterfelser Tageblatt. Wirtschaft und Tod, das waren seine Themen, und sie waren enger miteinander verzahnt als sich der gemeine Bürger vorstellen konnte. Denn auch wenn in den schwarzen Kästen selten ein Name stand, der ihn ehrlich erquickte - der Graf von Fennmont erfreute sich schließlich bester Gesundheit - so gab es reichlich, aus denen sich Kapital schlagen ließ.

    Hab und Gut blieben stets zurück wenn eine Seele in die Nebel einkehrte und Nachlassverwaltung war den meisten Menschen ein leidiges Thema. Häuser wurden versteigert, Lebenswerke verschleudert; denn niemand zahlte für den ideellen Wert einer Sache.

    Das war traurig... regelrecht deprimierend, aber für Aedan Berlînghan ein großer Gewinn und so markierte er auch heute wieder einen Namen in der Zeitung. Er hatte die alte Dame gekannt, gut gekannt, aber besser noch kannte er ihre Adresse, und nun würde er mit den anderen Aasgeiern darüber kreisen. Die
    [Weiterlesen]
  • Als der Büchsenmacher-Meister Freidruth Saphira heute morgen in die Werkstatt hinunter stapfte, geplagt vom Husten und Krankheit, merkte er sofort, dass etwas anders war. Üblicherweise war seine Tochter Ayleen um die Uhrzeit bereits wach und richtete das Frühstück für die beiden her. Oft war sie auch schon bei der Arbeit und reparierte das erste Gewehr des Tages. Doch heute war niemand da...
    Kein ruß verschmiertes Gesicht welches ihn grinsed mit einem`Guten Morgen`begrüßt, kein lautes grummeln und fluchen, wenn es mal wieder nicht so funktioniert wie sie will und kein...nun...es schien in der Werkstatt keinerlei Leben zu sein.
    Der alte Herr schlurft in seinen Schlappen über den Boden zum Küchentisch, welcher gedeckt war mit einem Teller voll Speck, Spiegeleiern und frischem Brot und einer kleinen Kanne frischen Kaffee. Ein Brief liegt auch dabei und der alte zieht seine Brille auf um diesen lesen zu können...





    An diesem Morgen sah man den Büchsenmacher Saphira aus seinem Haus[Weiterlesen]

Blogs