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    FEUERFUNKEN

    Prasselnd‘ Nass vom Himmel her,
    durchdringt die kalten Wände,
    doch Klammheit spür' ich nimmermehr,
    die Suche lockt ihr Ende.

    Flachsblonde Strähnen teil’n ihr Haar,
    wie güld’ne Gerst‘ im Weizen,
    wie lange war ich schon der Narr,
    ließ meine Blicke geizen.

    Tief‘ Gefühl schoss gar empor,
    entsprang dem Quell des Herzen,
    so legt ich ihr drei Wort‘ ins Ohr,
    so frei von Seel‘ und Schmerzen.

    „Die Liebe ists, die ich empfinde,
    heißbrennend und entfacht,
    werd‘ mich auf ewig an dich binden,
    gebe auf dich Acht.“

    Sie tränelte und haucht zu mir,
    das Glück sei mit ihr nun,
    die Zeit stand still im Jetzt und Hier,
    die Blicke aufeinander ruh’n.

    Es ward ein festes Band aus Durst,
    blau und nuss verschmolzen,
    wie du in meinen Armen schnurrst,
    gespickt mit Liebesbolzen.

    Hand in Hand auf ewig jetzt,
    ich soll dir gehörig sein,
    selbst der Tod, der Waffen wetzt,
    bekommt uns nicht, denn du bist mein.

    Der erste Kuss, ich weiß es noch,
    werde mich ewig sehnen,
    weiß noch, wie sie nach Liebe
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    „Auf deine Ernennung zum Ersten Mädchen!“ Allans Bierhumpen klirrte geräuschvoll gegen Blanches erhobenes Weinglas, die das Gesicht verzog bei dem lauten Ton. „Vorsichtig, Allan“, mahnte sie ihn. „Wir sind hier nicht bei deinen Nornfreunden in Hoelbrak, wo direkt aus dem Holzfass getrunken wird. Das ist ein götterfelser Billigprodukt und sehr zerbrechlich.“ Sie stieß mit Ghabriel an, dem sie ob seines kleinen Lachens einen langen Blick zuwarf, und grunzte hoheitlich. „Mir gefällt die Bezeichnung Madame. Erstes Mädchen klingt, als würde ich nach Feierabend auf Victors Schoß landen, und von dieser Offenbarung kann er lange träumen.“
    „Darauf ein Prosit.“ Allan nahm einen tiefen Zug von seinem Löwenbräu und wischte sich mit dem Handrücken über die Kinnpartie. „Aber jetzt erzähl mal: nun, da du die Befugnisse dazu hast, was sind die ersten Ziele, die du mit den Frauen und Männern in Angriff nehmen willst?“
    Blanche angelte sich ein paar geröstete Erdnüsse und schob sie sich mit der… [Weiterlesen]
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    Diese vertrauten, hölzernen Wände kamen Fraja nur sehr gelegen. Nicht nur weil auch sie ausnahmsweise Ruhe nach einer harten Wanderung brauchte, sondern weil es schon wieder viel zu lange her war, als sie der Halle des Raben beiwohnte. Die Erleichterung war ihr ins Gesicht geschrieben. Aber nicht lange sah sie sich um. Sie hatte Gefährten bei sich, die auf die Hilfe der Halle angewiesen waren. Schnell führte sie ihre Begleiter zum rechten Flügel. Einige Felle waren auf hölzernen Bettgestellen bereit gelegt. Jeder von ihnen erhielt sein eigenes. Jeder von ihnen hatte die Ruhe nötig. Geborgen unter den schützenden Schwingen des Raben, sollte ein jeder seinen ruhigen Traum finden. Nur für die Schamanin war noch nicht an Ruhe zu denken. Es galt noch über eine geschundene Seele zu blicken. Jene des Asuras, dessen Körper von seinem eigenen Anzug fast zerfressen wurde. In den Händen der Norn wirkt es fast schon als trage sie ein schlafendes Kind in ihren Armen. Langsam legte… [Weiterlesen]
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    1315 n.E.

    Sie saß auf ihren Knien und starrte auf ihre Hände hinab. Sie zitterten. Ihr Gesicht brannte unter rinnenden Tränen. Sie tropften auf ihren Busen. Tief sog sie Luft ein, hob den Blick der den des Schamanen traf. Er saß ihr gegenüber, sah sie mit schweigendem Ernst an.

    Ihre Stimme, sonst so kräftig und von Fröhlichkeit durchdrungen, war brüchig und leise. „Niemals?“ Die Finger zogen sich über den Stoff der Hose höher, bis sie auf dem Bauch lagen. Er nickte. „Niemals.“ Sie schluchzte auf.

    Eine weitere Stimme ertönte. Wie von sehr weit entfernt. „Wie meinst du das, Schamane?“ Die beiden Männer sahen sich an. „Sie wird niemals ein Kind austragen. Nicht von dir. Nicht von Anderen.“ Damit stand der Schamane auf. Er neigte das Haupt und verließ die Stätte.

    Das Paar blieb zurück. Sie schluchzte. Er ballte die Fäuste. Lange schwiegen sie sich an.

    Als er sich nach einer Ewigkeit in den Stand drückte, sah er nicht zu ihr hinab. „Du wirst einen finden.“ Auf eine Antwort wartete er… [Weiterlesen]
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    Leben, oder Leben lassen?

    Ein logisch denkender Geist, hätte das Leben gewählt, hätte es bejaht, befürwortet.
    Doch sie hätte sich anders entschieden, ohne großes zögern. Ein Leben konnte grausam sein. Ein Leben konnte Gefangenschaft und Ketten bedeuten, doch das Leben, leben zu lassen, bedeutete soviel mehr, nahm man sich die Zeit, darüber zu sinnieren.
    Es ratschte leise, als das kühle Metall seine Arbeit tat und ein Teil von ihr zu Boden fiel.

    Geld oder Gesundheit?

    Sie hätte das Geld gewählt, sehr lange Zeit. Nicht aus Raffgier, nicht weil sie es schätzte; Aber das eigene Wohl, besaß noch weniger Wert. Ihre Herrin wusste warum und obwohl sie glaubte, Lyssa würde es nicht gut heißen, redete sie sich ein, dass sie es doch verstand und vielleicht, nur vielleicht auch Nachsicht zeigte.
    Geld war einfach gestrickt. Geld war nützlich. Geld betrog dich nicht, Geld wollte nicht gepflegt werden und Geld tat nicht weh, wenn es langsam schwand.
    Geld, war der einfachere Weg.

    Vergänglichkeit,[Weiterlesen]

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