Artikel 2.025

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    Der Schmerz brach explosionsartig über ihren Verstand herein und war doch so flüchtig wie der Wind selbst, der sie und Andra zuvor noch drohte, von der hohen Brücke zu fegen.

    Sie spürte die Klauen in der Brust, das ziehen und zerren, wo der natürliche Widerstand ihres Körpers mit Leichtigkeit überwunden wurde und der Dschinn sich nahm, was er eingefordert hatte.
    Es war ein schmerzvoller, aber gnädigerweise schneller Tod den sie vor sich sah, manifestiert in schattenhafter Gestalt eines alten Urwesens, dem sie die Tür zur Zelle geöffnet hatte. Sie glaubte ihn sogar lächeln zu sehen, dann explodierte wirklich irgendwas um sie herum.
    Schrillend pfeifte es in ihren Ohren, während die Sicht vom schillernden Kristallnebel behindert wurde.
    Der Schmerz? War dem drückenden Gefühl in den Lungen gewichen, wo der feine Staub sich bei jedem Atemzug ablagerte und zum husten animierte.
    Leza blinzelte, als irgendwo in der unendlichen Ferne ihr Name erklang.
    Lag da Dringlichkeit im Klang?
    Allzu… [Weiterlesen]
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    Aus dem Schatten treten

    Hektik herrschte auf der „Baron“, als es endlich hieß „Amnoon in Sicht!“. Alexa bewachte die Maschinen und alles andere auf der Kontrollstation, während Evan das Schiff langsam und mit viel Feingefühl in die Bucht steuerte. Ein freies Plätzchen am Strand hatte er sich wohl rausgesucht, wollte den alten Kahn nicht direkt im Hafen landen. Sie wusste nicht, ob es daran lag, dass sie dort anderen, normalen Segelschiffen in die Quere kamen, oder weil er sich schlicht die Hafengebühren sparen wollte. Jedenfalls kamen sie langsam runter, hatten den Sinkflug schon vor ein paar Minuten eingeleitet. Und dann – Stillstand. Das Schiff hielt in der Luft an und blieb an der auserkorenen Position stehen.

    Nun gab es kein Halten mehr, jeder wollte nur noch runter von dem Schiff. Es regnete sogar Sylvari, die sich bei dem Sprung aus knapp 20 Meter zum Glück nicht sämtliche Blättchen brachen. Nach der ersten Freude kam dann aber die Ernüchterung auf – wie kommt man aus… [Weiterlesen]
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    Man kann in Tyria sein und doch auch nicht, wie das gehen soll? In dem man träumt. In Träumen muss man nicht in der bekannten Welt sein. In Träumen verlieren sich die Gedanken und man kann sein, was das Unterbewusste einen sein lässt. Mal ist man die Geliebte in Armen voller Zukunft, lächelnd und genießend, dann wieder ist man die Heldin einer Geschichte und eines Lebens, verbringt Taten an denen man gemessen werden wird. Sie, sie war gerade die einfache Tochter, ihre Rührungen bringen sie an die Tür im Rurikviertel, lassen die Finger den Schlüssel ziehen und diese öffnen. Schritte, rasch und trippelnd die Treppen herab klingen in ihren Ohren und kaum sind die Arme geöffnet wird man schon umarmt. Eine dieser Umarmungen wo auch eine Fingerspitze der Berührung reicht, weil man sie alle beim besten Willen nicht umfassen kann. Da ist die Mutter, die ihr den Schopf küsst mit Tränen in den Augen; der Vater mit der Hand an ihrer Schulter und Stolz im Blick, die Schwester… [Weiterlesen]
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    Ein lauter Raptoraufschrei schweift durch die Nacht, als Vaas dem Tier schnalzend die Zügel hab. Sand stobte unter ihnen auf und 'Arrr' rannte, so schnell wie sie konnte, während Vaas sich, so gut es ging in den Sattel drückte. Der riesige Sandhai vor dem sie gerade die Flucht ergriffen, war in seinem Ausmaß so riesig, dass der Nekromant nicht zurück sehen musste, wo das Ungetüm ist – er hörte es. Er hörte das Schaben des Sandes über die rauen Schuppen, hörte das tiefe Grollen des Haies unter dem Sand hervor – und sie kam näher.
    Sein Raptor sprintete weiter in die Richtung, die Vaas ihr vorgab, auch wenn es für ihn schwer war sich nur im Mondlicht auch nur ansatzweise in dem Meer aus Sand zu orientieren. Im Grunde... hatte er nur eine grobe Ahnung, ob sie richtig waren, denn er wollte erst am folgenden Tage die Route komplett berechnen. 'Arrr' sah sich während dem Rennen immer wieder hektisch um, sah nach hinten, nach links, nach rechts, man merkte ihr an, dass sie nervös war und… [Weiterlesen]
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    Die Frau sah aus wie Claire. Einer der geflochtenen Zöpfe hatte sich gelöst und das lange schwarze Haar freigegeben, das in wirren, dunklen Strähnen in die aufgerissenen Augen und den offen stehenden Mund hing. Ihr Körper auf den nackten Stufen wirkte eigentümlich verdreht: wie der Leib einer Marionette, deren Fäden dem Puppenspieler entglitten waren. Der verrutschte Rock entblößte ihre dürren Unterschenkel und die krummen Knie. Ihr linker Damenschuh lag am Fuß der Treppe. Der andere steckte noch immer an seinem Platz.
    Langsam ging Ghabriel auf ein Knie herab und zog das Leder von den Fingern seiner Rechten. Mit dem Handrücken das Gespinst wild fallender Kohlenfäden von der blassen Haut streifend, presste er die Kuppen an den auf diese Weise freigelegten Hals.
    Ghabriel spürte keinen Puls, keinen Atem auf den blutleeren Lippen, die nicht unter seiner Berührung zurückzuckten.
    Sie war tot.
    Er ließ die Hand sinken. Über ihm krächzte ein Rabe in der beginnenden Morgendämmerung. Der… [Weiterlesen]


  • "Wie....gefiel er dir?"

    Adam befiel mit Übermacht das Bedürfnis, sich noch tiefer in den Sessel zu graben. Aber er tat es nicht, im Gegenteil: Der Baronet setzte sich auf, legte die Unterarme auf den Tisch und die Fingerspitzen locker, aber akkurat aneinander. Wie das gerade wirkte, war ihm klar. Er mochte ein direkter Mensch sein, geradeheraus und praktisch veranlagt - aber Adam Beaufort war auch wieder nicht so simpel gestrickt, die Kniffe und Akzente seiner Stellung nicht ab und an einzusetzen. Zu schade war er sich dafür auch nicht.
    Wie gefiel er dir?
    Eine solche Frage, so hatte Adam gelernt, brachte stets gewichtige Ereignisse mit sich. Sie konnte beste Neuigkeiten oder nichts Gutes zugleich verheißen. Er hatte sie bereits aus den Mündern mehrerer seiner Geschwister gehört, immer dann, wenn sie um Rat oder Erlaubnis bezüglich ihrer Partnerwahl zu ihm gekommen waren. Er mochte diese Gespräche, nicht, weil sie bedeuteten, dass seine Verwandten ihn als Familienoberhaupt
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  • Tage zuvor:

    "...sobald wir die Wächtersteine deaktiviert haben, sperren wir den Dschinn ins neue Gefäß. Alles andere wäre zu gefährlich."
    Wut erwachte in ihr, Unverständnis über die Selbstverständlichkeit, über Freiheit und Gefangenschaft anderer zu bestimmen.
    Wer gab ihnen das Recht hierzu, ausser die Angst?
    Und sollte Angst wirklich ein ausreichender Grund sein dürfen, um einem Wesen die Freiheit zu nehmen, die man selbst sehnte?
    Sah denn niemand diesen Widerspruch, dass Gefangenschaft nichts verbesserte?
    Und ein kleiner Teil von ihr flüsterte im grauen der Gewissheit, dass sie alle einmal Gefangenschaft kennenlernen sollten, um der Freiheit den Wert zusprechen zu können, die sie verdiente- und gleichsam wusste sie, dass nur die Wenigsten, aus dieser Lektion das richtige lernen würden.

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    Leza hatte sich mittlerweile wieder beruhigt, soweit es die Umstände denn zuließen.
    Das Land war nicht gnädig gewesen und die letzten Tage hatten viel Energie gekostet und alles… [Weiterlesen]
  • Die Lehne, des Stuhls, war mit der selben Polsterung bestückt, welche auch die Sitzfläche zu einem gemütlichen Platz machte. Dunkelblauer Samt wurde mit kunstvoll verzierten Nieten in einem Rautenmuster über die Polsterung gespannt und gab dem alten Möbelstück somit eine ganz eigene Art von Eleganz.
    Lucius drückte den Rücken etwas durch und kontrollierte so den Sitz der eigenen Wirbel. Als sich der Rücken gänzlich an die gemütliche Polsterung schmiegte seufzte er in seinem Wohlgefühl leise auf. Neben ihm wurde der Seufzer mit einem leisen Schnarchen quietiert. Er war wohl nicht der Einzige der von diesem Stuhl nicht mehr aufstehen wollte.
    Grüne Augen besahen sich den Raum, in welchen man sicherlich schon vor einigen Stunden gebracht hatte. Die Bitte um ein klein wenig Geduld war längst ausgereizt. Und doch störte es wohl keinen der Männer hier länger warten zu müssen. Wohin hätten sie auch gehen können?
    Die holzbeschlagene Wände trugen ähnliche Schnitzereien, welche man bereits im… [Weiterlesen]
  • Mordremoth ist laut den Paktmitgliedern tot und Vanth, die sich in der ganzen "Kriegszeit" nicht weiter in das Herz von Maguuma getraut hat, als bis zur grasgrünen Schwelle, welche direkt hinter der Silberwüste liegt, hat sich ungefähr eine Woche zuvor auf den Weg dorthin gemacht.
    Inzwischen ist sie wirklich talentiert in der Naturmagie der Sylvari, aber bei der Nekromantie geht es nur schleppend voran und sie hat viele Probleme mit den Zaubern. Sie kann sich zwar in den Todesschleier und den Schleier des Schnitters versetzen aber nicht alle Fähigkeiten ausnutzen und nur für sehr kurze Zeit. Momentan versucht sie ein paar einfache aber später auch wirksame Flüche zu erlernen, um sich besser gegen Gefahren zu verteidigen.
    Sie hat sich auch ein Dunkelstahl-Großschwert schmieden lassen um nicht nur Magie nutzen zu können wenn sie kämpfen muss.
    Dunkelstahl ist zwar nicht so gut wie Deldrimorstahl, aber immerhin für den Anfang leichter.
    Im zentralen Außenposten der grasgrünen Schwelle… [Weiterlesen]