Artikel von „Ovy“ 44

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  • Fütterung der Bestie

    "Marik, bring' ihr was zu essen...", murmelte seine alte Mutter, stapelte die beiden übrigen Töpfe vom Herd und drückte sie ihm in die Hände.
    Marik nickt zögerlich, dann schmunzelte er seinen vier Kindern zu, die nach dem Abendessen schon auf dem Weg ins Bett waren.
    "Ich...bin gleich zurück!", verkündete er.
    Elena tapste herüber und hielt ihm die Tür auf.
    "Danke Spatz..."
    "Lass dich nicht essen Papsi!!", rief sie ihm kichrig nach. Er schüttelte schwach den Kopf.
    Thom war aufgesprungen und lief zu seinem Papa. "Papsi kann ich mit!"
    Wieder schüttelte er den Kopf.
    "Nein, nein, geh' schlafen, Thomi..."
    Marik trat aus der Tür des Bauernhauses und ging vorsichtig, Schritt für Schritt, die Steintreppe hinunter.
    Es war schon dunkel geworden. Sollte er sich nicht lieber eine Laterne holen...? Es würde schon gehen. Sein Blick fiel auf die älteste Scheune der Hofstelle. Er kannte den Weg doch auswendig. Früher, als sie noch Kühe gehabt hatten, war er dort oft gewesen.
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  • Yejshuka Bahyrafi war eine stolze Soldatin Amnoons, auf einer Selbstmordmission tief im Herzen von Palawa Jokos Wüstenreich. Mit ihren beiden Geschwistern war sie in Jokos Palast eingedrungen und in einen Hinterhalt geraten.„Waaah!“, rief die untote Mumienwache, mit einer Bandage umwickelt war der Kopf.
    „Buuuh, graaah!! Für Joko!!“, plärrte ein anderer, der einen gelb bemalten Raptorschädel auf dem Kopf trug. Ein dritter hatte einen korbartigen Helm auf und wurde von ihren Geschwistern niedergestreckt. Yejshuka drosch mit ihrem Stock auf den Mumienwächter ein.
    Da traf sie ein Stein an der Schulter!
    Es war gemein gewesen einen Stein auf sie zu werfen, aber sie war ja immer fair. Sie fiel auf den Rücken, den Stock schützend vor sich, als die Mumie über sie herfiel. „Gaaahh ich eeesse diiich!“, verkündete er und haute mit seiner Keule nach ihr. Sie kickte ihn in den Bauch und prügelte mit dem Stock in die Seite.
    „Argh...“, ächzte er und rollte leblos von ihr.
    Ihre Geschwister waren schon… [Weiterlesen]
  • Shmayuka Bahyrafi war eine stolze Widerstandskämpferin der 'Speerspitzen' unter Ajahlu Kwasafi, möge er in den Nebeln weiterstreiten. Jahrzehnte hatten sie versucht den Widerstand gegen Palawa Joko zu führen, aber wenn sie noch länger weiterkämpften, würde es sie und ihre Familien gänzlich vernichten. Ständige Angst vor Vergeltung, ein Leben im Untergrund, Verlust von Moral, Verrat aus den eigenen Reihen....das alles hatte Tribut gefordert. Wenn sie am Leben bleiben wollten, mussten sie in den Norden.Sie hatten es fast geschafft, fast König Jokos verfluchtes Wüstenreich hinter sich gelassen...der Scheinangriff auf den Grenzposten im Osten war geglückt, hatte genug untote Truppen abgelenkt, damit die Karawane durch die Schlucht nach Norden schlüpfen konnte.
    Die Menschen und die Yaks, sie waren erschöpft, durstig und hungrig. Sie hatten so viele junge Kämpfer auf ihrem Weg zurückgelassen. Fast nur noch Kinder und Greise in ihrem Tross.

    Yehduk, ihr eigener Sohn, war mit seiner Frau noch… [Weiterlesen]
  • Gefreite Yehkaresh Bahyrafi war eine stolze Soldatin Kournas unter Prophetin Varesh Ossa. Die feigen Sonnenspeere hatten sich hinter den fetten und schwächlichen Fürsten Vaabis versteckt, um der gerechten Rache Kournas zu entfliehen. Die glorreiche kournische Armee hatte von der Festung von Jahai aus die Yahtendischluchten durchquert und waren ins Vethendital vorgedrungen. Es war ein Spaziergang gewesen in Vaabi einzumarschieren. Ihre Kompanie hatte Lager in einer kleinen Ortschaft um ein Anwesen eines Adligen aufgeschlagen, nachdem jeder Widerstand niedergeschlagen worden war.
    Korporal Jakkesh kam angestapft und wedelte mit einem erbeuteten vaabischen Krummsäbel. Er wirkte sehr edel, teuer und so gut wie neu. „Verkaufe fünfhundert vaabische Säbel - Nie benutzt, nur einmal fallengelassen!“, feixte er.
    Die Soldaten am Lagerfeuer lachten.
    „...was sind tausend erhobene Arme?“, fragte Schreiber Thohn.
    „Die vaabische 'Armee'!“, gröhlte Jakkesh.
    Lachen.
    Tatsächlich hatten sich viele der… [Weiterlesen]



  • Elitegardist Onshuk Bahyrafi war ein stolzer Soldat Kournas unter Kriegsherrin Varesh Ossa. Die verräterischen Sonnenspeere hatten die Häfen mit ihren Landungsbooten und den ersten Verteidigungsring Gandaras im Sturm genommen, nun drängten sie ans nächste Tor der Festungsinsel.
    Hinter dem Tor fand sich Onshuk umgeben von seinen Kameraden wieder, in Erwartung auf den Durchbruch der istanischen Feiglinge. Leutnant Kwashuh stand am Ende des zwei Dutzend starken Trupps. Sie würde dafür Sorgen, dass jeder Soldat bis zum letzten Blutstropfen kämpfte.
    Es hämmerte gegen das Tor der Mondfeste. Onshuk schnaubte angespannt unter seinem Helm, den Kupferhammer fest umklammert.
    „Haltet Eure Stellung!“, brüllte Kwashuh. „Gandara wird niemals fallen! Für KOURNA!“
    „KOURNA!!“, stimmte Onshuk lautstark mit seinen Kameraden ein.
    Holz splitterte, ein Streithammersporn brach durch das Tor. „Ihr kournischen Hunde!“, brüllte eine Stimme von der anderen Seite. Gurgeln, als ein Speer ihr durch die… [Weiterlesen]
  • Hanshuka Bahyrafi war ein stolze Soldatin Elonias unter König Turai Ossa, dem Mann dem sie gefolgt war um den Weg zu Erleuchtung und Aufstieg zu finden, eine neue Kolonie in der Kristallwüste zu gründen, die Gunst der Götter zu erlangen. Keiner hatte nach Turais Sieg über Joko und der Vereinigung Elonas daran gezweifelt, dass er von den Fünf zu Größerem auserwählt war. Am allerwenigsten er selbst.
    Vater wäre ihm ohne Zweifel hier her gefolgt, aber er hatte Turai schon sein Leben bei Jahai gegeben. Marshuk der Riesenfäller...
    Um das Andenken ihres Vaters zu würdigen, hatte Hanshuka ihre Familie zurückgelassen und sich Turais Großer Pilgerreise angeschlossen. Die Erfolge blieben aus, die erste Euphorie war verflogen, aber sie ließ sich nicht entmutigen. Die anderen vielleicht, aber nicht sie.

    Sie waren fünf gewesen als sie das Spählager abbrechen mussten. Der Angriff der verfluchten Schlangenbestien hatte Rashaks und Najims Leben gekostet und sie in Flucht in die Dünen der trockenen… [Weiterlesen]
  • Korporal Marshuk Bahyrafi war ein stolzer Soldat Kournas unter Kriegsmarschall Turai Ossa. Seit Tagen kämpften Soldaten aller drei elonischen Provinzen eine letzte verzweifelte Schlacht gegen Palawa Jokos übermächtige untote Armee. Sie waren eingekesselt, jeden Tag wurden sie weniger. Aber sie gaben keinen Fuß breit nach. Der listenreiche Kriegsherr hatte einen Plan, die Geißel zu vernichten. Er würde ihm in die Flanke fallen, aber dazu brauchte er die letzten Reste der kournischen Armee und ihrer Verbündeten. Ossas Befehl war klar: Die Stellung bis zum letzten Soldaten halten. In die Nebel selbst würden sie ihm folgen!
    Sie waren unter Katapultfeuer über das Flussbett vorgestürmt, Palawa selbst starrte siegesicher von der Hängebrücke auf das Schlachtfeld hinab. Es dämmerte zum Abend. Noch bevor es Nacht war, sollte der Krieg entschieden sein, mit dem Tod einer der Kommandeure.

    Die kleine, bunte Einheit unter Leutnant Whenduru stemmte sich mit den Schilden gegen die Horde,… [Weiterlesen]
  • Nehduk Bahyrafi war ein stolzer Soldat unter den altehrwürdigen Königinnen Nahlah und Dahlah. Doch was hier in Farahnur geschah erschütterte ihn bis ins Mark. Die Pest hatte sich mit rasender Geschwindigkeit ausgebreitet, ganz Istan mit einem Schlag gelähmt. Die lebendige Geräuschkulisse der Stadt war einer Kakophonie aus Panik, Schmerz und Grauen gewichen.
    Der blaue Himmel war zerrissen durch schwarze Rauchsäulen, die goldene Sonne getrübt. Die verzweifelten Menschen hatten ihre eigenen Heime dem Feuer übergeben, um die mysteriöse Seuche im Zaum zu halten.
    Nicht jeder wollte freiwillig gehen...und als Soldaten der Königinnen lag es an ihm und seinen verbliebenen Kameraden, Ordnung zu bewahren und durchzusetzen. Die Ordnung, die nach so vielen Jahrhunderten so schnell zusammengebrochen war. Als Nehduk die Bogensehne zurückzog, biss er schnaufend die Zähne zusammen. Seit einem Tag hatte er stärker werdende Schmerzen in Gliedern und Magen. Er verdrängte das offensichtliche, schob… [Weiterlesen]

  • Morgengrauen in Orr

    Ratsch...und ratsch...Ein Klirren und Klappern von links.
    Wo war sie hier gelandet?
    Sie lag auf einer Matte im Sand. Und man hatte sie aus der Rüstung geschält, über ihr ein Zeltdach.
    Sie setzte sich mühsam auf. Als sie sich hinstellen wollte, riss Metall sie schmerzhaft am rechten Handgelenk, sie ließ sich schnaufend wieder zurückfallen. Angekettet am rechten Handknöchel.
    Gefangen!
    Sie begann zu rütteln, als bringe das irgendwas, neben ihr eine Stimme, krächzend: „Scheißeh...ist da wer...?“
    Sie hörte auf, sah nach links. Da lag einer, ein Mensch, mit verbundenem Kopf, nur ein Stück Nase und die Mundpartie waren frei, kräftig. Er ruckte mit dem Kopf herum. „Ich kann nix sehen. Ist da wer?“
    „Ich, hier. ..“, flüsterte sie krächzend wie ein Orrianer. Oh je. Sie räusperte sich.
    „Schwester? Doktor?“, fragte er. Es dämmerte ihr. Sie waren in einem Lazarett. Angekettet!
    Sie krächzte zurück, diesmal lauter. „Nee, ich bin nur...ich lieg hier halt nur-“
    „Ist da wer?“,
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