Angepinnt Priesterschaft der Sechs - Neuigkeiten, Nachrichten und Gerüchte

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    • Seit einigen Tagen sitzt der bleiche Kotzbrocken von Lyssapriesterin nun schon bei den Seraphen und nicht alle Zungen sprechen gut darüber. Manch einer vermutet das sie es sich nun vollends verscherzt hat mit den Rüstungsträgern, andere, das sie einfach aus Prinzip eingesperrt wurde und wieder andere wetten darauf, dass sie seit Tagen ununterbrochen am diskutieren ist mit einigen Wachen- worum auch immer.

      Der Verdacht einer Haft verhärtet sich allerdings jäh, als man sie erst am Abend wütend aus der Dienstube der Seraphen stapfen sah mitsamt einem Körbchen unter dem Arm, gefolgt von der Priesterin Dynmor die ihr sicherlich beim Ausbruch half, nur um dann von einem Soldaten der Kompanie wieder eingefangen und mit 'sanften' Nachdruck zurück zur Aussenstelle gebracht zu werden. Seit dem ist sie wieder mal in den tiefen des Gebäudes verschwunden.

      Wer hat davon gehört:
      Bewohner,Besucher und Passanten der Melandru Hochstraße
      Bewohner des Lyssaschreins
    • Am frühen Morgen hat sich die Zahl der dauerhaften Gäste im Tempel der Sechs um zwei Gestalten erhöt, die im regen Gespräch vertieft, am Rande des Säulengangs ausharren und sich nur selten für ein paar Minuten trennen. Ein Mann mittleren Alters mit einem ausgeprägten Wohlstandsbauch, aber durchaus gutmütigen Ausdruck auf den Zügen und eine junge Frau die sicherlich seine Tochter sein könnte, wenngleich mit deutlich schärfen Zügen als ihre Begleitung und härteren Blick. Auffällig mag wohl sein, dass beide den gleichen Stab mit sich führen in Form und Farbe. Geschwärztes Holz, reich beschnitzt und geprägt mit goldenen Fäden, die sich in einer kleinen Kristallspirale am Kopf des Stabes verlieren.
      Nur den wenigsten Gästen des Tempels sollte auffallen, dass sie jeden Besucher mit wachsamen Blick einmal mustern und hiernach die Stabspitzen kontrollieren, als warten sie auf eine Reaktion die ein jeder Gast hervor rufen könnte. Danach gewähren sie wieder jedem seine stille Andacht und widmen sich ihrem eigenen Gespräch.

      Was Tempeldiener, Priester und Wachen des Tempels wissen:
      Spoiler anzeigen
      Bei den beiden Gestalten handelt es sich um Mesmer, die zur Stärkung der Sicherheit in und um den Tempel angefordert wurden. Wohl Sympathisanten der Lyssaordens, obgleich ohne feste Zugehörigkeit. Dafür wissen beide einem jedem Priester oder Wachmann der genauer nachhakt ein Bittschreiben des Ordens vorzuzeigen, zur Kontrolle der Besucher auf geistige, manipulative Einflüsse und entsprechende Dokumentation dieser Personen, sowie Weitergabe der Daten an den Tempel. Was der genaue Grund für diese Aufstockung und fragwürdige Maßnahme ist, darüber schweigen sich beide aus.
    • Prächtige Spende für Lyssa?

      Was wird erzählt/Was ist passiert?

      Vor etwa zwei Tagen, konnte eine seid längerem vermisste Person innerhalb des Mauern von Götterfels, genau genommen im Tempel der Lyssa gesehen werden.
      Der ehemalige Leutnant des 2. Ministerialen Wachregiments, welcher sich vor vielen Monaten dazu entschied die Geschäfte des Hauses nur noch von Ebonfalke aus zu führen, scheint derzeit sich in Götterfels zu befinden.
      Das erste Ziel des rüstigen Mannes war wohl laut ein paar Augenzeugen aus Rurikstadt die Lyssa Spirale, in welcher der Mann eine recht lange Zeit verbrachte.
      Angeblich soll der als treue Lyssa Anhänger bekannte Canir van Grondal dem Lyssa Tempel eine großzügige Spende im Namen des Hauses überbracht haben.
      Merkwürdiger weise war van Grondal wie er auch damals Götterfels verlassen hatte, alleine unterwegs.
      Man sagt das der treue Gläubige viele Stunden im Tempel verbrachte und sich unter anderem "intensiven Gesprächen" mit Priestern des Klerus widmete.
      Erst gegen späten Abend soll der die Lyssa SPirale im Schutze der Dunkelheit verlassen haben.
      Wo genau sich van Grondal in Götterfels niedergelassen hat ist dabei völlig unklar, da er in den bekannten Gasthäusern nicht gesehen wurde.




      Wer spricht darüber?

      - Anwohner von Götterfels
      - Anwohner von Rurikstadt
      - Besucher der Lyssa Spirale
    • Weihnachtsvorbereitung

      Boten werden an alle erreichbaren und bekannten Priesterschaftszweige gesandt, in und um Götterfels, wie auch Löwenstein.
      Geladen wird zu den Vorbereitungen zum Weihnachtsessen, wie auch zur Teilnahme selbst.
      Die Boten betonen, dass jeder gerne gesehen ist, Hilfe erwünscht und vor allem Anwärter, Novizen und einfache Helfer der einzelnen Priesterschaften sich gerne beteiligen dürfen, sofern die Zeit es zulässt.

      Wer Interesse hat und die nötige Zeit mitbringt, soll sich bei Priesterin Taariq in Götterfels melden.


      Wer hat davon gehört?
      Jeder Passant der einen der Boten zum kurzen Gespräch locken konnte
      Priester, Novizen, Anwärter und Helfer der Priesterschaften, die erreichbar waren/sind
      Besucher des Tempels und der Spirale der Lyssa

      Anmerkung des Autors: Ich habe diesen Thread dafür genutzt, damit es auch wirklich alle Spieler erreicht und jeder für sich entscheiden kann, ob er mitwirken will oder nicht.
    • Rundschreiben

      Ein mit einfachem, aber würdevoll graviertem Plattenrock berüsteter Novize Balthasars marschiert durch die krytanische Hauptstadt und besucht all die großen Plätze der einzelnen Götter, den Schrein der Sechs sowie sonstige Stätten der gläubigen Andacht in Götterfels. Der kahlköpfige Rotgerüstete trägt eine Streitaxt unterm Gurt sowie Hammer, Nagel und einen Stapel Aushänge bei sich.
      Letztere schlägt er all jenen Orten an geeigneten Stellen an, eh er den anderen Glaubensdienern seinen Respekt erweist und weiterzieht. Bei Nachfrage wird man erfahren, dass der Novize im Auftrag des Priesters Dronon unterwegs ist, welcher die Aushänge handschriftlich verfasst hat. Form und Inhalt jener sind überall identisch - strikt abehackte Druckbuchstaben, peinlichst ordentlich gezeichnet, in dunkelroter Tintenfarbe zu Papier gebracht.

      Unter den Zeilen prangt ein reguläres rotes Wachssiegel, in welches das gehörnte Helmsymbol Balthasars als Zeichen seines Klerus eingepresst wurde. Adressiert ist das Schreiben offenbar an jeden Gläubigen, der die Zeit erübrigen kann, sie zu lesen:



      Ehre sei dem Kriegsgott, Brüder und Schwestern, Kinder der Sechs,


      wenngleich der Wintertag naht und viele von Euch sich festlichen Vorbereitungen widmen, muss ich einen jeden treuen Jünger der Götter zu Wachsamkeit und der Bereitschaft für das nahende Dunkel am Horizont aufrufen. Sündhafte Zeiten moralischen Verfalls machen sich abermals breit in der Hauptstadt, und wir alle müssen wehrbereit für das höhere Recht einstehen, mit Stahl zur Hand und Feuer im Herzen.

      Während im fernen Westen die Schlacht gegen den neuen Drachen tobt und die Krone jenes Aufgebot an Truppen gesendet hat, welches an der Heimatfront zu entbehren ist, sehen die böswilligen Scharlatane und gottlosen Taugenichtse unserer Gesellschaft ihre Stunde gekommen.

      Aufrührer und Anarchisten treiben sich umher, ignorant gegenüber jedweder Ordnung und Tradition, höhnend und respektlos. Und unter geistig verwirrten Seelen scheint es mehr und mehr in Mode zu kommen, sich verblendeten, häretischen Schund-Kulten anzuschließen und sich mit dilettantischen, selbstmörderischen Angriffen auf geweihte Orte in einen sinnlosen Tod zu stürzen.

      Damit darf es keine Toleranz geben! Zeigt euch kampfbereit und solidarisch mit den Soldaten Krytas. Meldet verdächtige Aktivitäten der Seraph-Wache und habt ein wachsames, schützendes Auge auf euer Umfeld - der schlimmste aller Feinde ist jener, der von innen erwächst! Wir müssen uns erheben, als Woge reinigenden Feuers, um diese unheiligen Krawalle in unserer Mitte im Keim zu ersticken.


      Möge Balthasars Segen mit uns allen sein, in Stärke und Unbeugsamkeit,
      Priester S. Dronon


      "Wer weder zögert noch zurückweicht, wird belohnt werden."

      - Schriften des Balthasar, 48 V.E.

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    • Irgendwann in den Nachtstunden wird eine vermummte Gestalt den Schrein der Sechs betreten. Diese Gestalt trägt eine Kutte in den Farben der Lyssa, die im Schrein ihre Kaputze abnimmt. Kenner der jungen blonden Frau, deren langen blonden Haare zugebunden sind und die etwas mehr Fülle im Körper hat, werden sie als Meyanna Veleren erkennen, Novizin der Lyssa.

      Diese wird unter der Statue der Zwillingsgöttin ein Pergament hinterlassen, welches aufgefaltet ist und für jeden gut zu lesen, der auf dem Fuß der Statue schaut.


      Lyssa mit euch, Kinder der Sechs und wohlwollende Gäste der Stadt und des Schreins.

      An der letzten Zeremonie der Sechs waren die Worte kühl und rau, wärend einer Zeit, in dem sie das auch nicht ist. Die Wintertage. Doch die Priester des Grenth und des Balthasar, die zwei einzigen Prediger dieser Zeremonie, riefen dazu auf, sich an die gegenwärtige Zeit zu besinnen. An die Zeit des Krieges: Der Krieg gegen die Alt-Drachen, gegen die Zentauren und andere Feinde der Menschen, der großen Niederlagen dieses Jahres und die unermüdliche Weiterführung der Kriege zum Sieg. An die trostlose Kälte dieser Zeit. Jene, die die Wintertage für dekadente Feierlichkeiten nutzen, wärend Soldaten an der Front ihr Leben lassen. Eine kühle und düstere Wahrheit. Doch ist sie das wirklich? Gläubige des eisigen Gottes und des Kriegsgottes fanden vielleicht Zustimmung darauf. Doch Andersgläubige fanden andere Reaktionen gegen dieser Worte. Ihre Reaktionen waren Verständnislosigkeit und einseitig. Worte der Kriegstreibung und der verbitterten Kritik an jene, die in diesem Fest etwas anderes sehen. Ich gehörte unter jene, die verständnislos zu den Worten der Priester sahen.

      Sollen wir so diese Tage sehen? Sollen wir unsere Furcht weiterschürren, die die ungewisse Zeit durch die Alt-Drachen mit sich bringt? Sollen wir unsere Blicke vor jene abwenden, die in Zeiten von vielen Kriegen die größten Opfer sind und deren Wunsch Seelenheil ist? Es fehlten Gegenworte gegen die Worte des eisigen Priesters und des Krieges. Der Tradition entsprechend fehlten Worte der Dwayna. Dwayna, die Göttin des Lebens, die diese Tage als Tage der Wärme und des Schenkens wünscht, gegen Grenth, der an diesen Tagen den eiskalten Winter an den Menschen festhalten will.

      Auch Lyssa lehrt, sich an diese Zeit zu besinnen. Die Herrin von tausenden Masken lehrt uns, unseren Masken zunutze zu machen und ein jeder von uns hat diese Fähigkeit. Ob Bürger, Adeliger, Soldat oder Bettler, wir alle können mit unseren Masken anderen eine Zeit der Schönheit geben. Eine Zeit, abseits des rauen und kalten Alltag des Krieges. Denn der Wunsch nach Schönheit liegt in uns allem. Sie zu nutzen verdeckt Wunden in der Dunkelheit, denn sie sind oftmals traurig und einsam oder im verbitterten Krieg, in dem letzendlich der verzweifelte Wunsch nach Frieden steckt. Es liegt nichts hinter Mauern, wenn diese für einen Abend oder nur einige Momente für Kind oder Soldat sind, sondern glückliche Erfüllung und neuerstärkte Freude, die zur innerer Zufriedenheit und Moral führt. Moral, für eine Zeit des Krieges. Die Herrin von Schönheit und Illusion steht nicht für dekadente Feste und teuren Geschenken, obwohl ihre Geschichte oftmals davon erzählt. Dennoch hatte sie nicht die Feste der Lyss ausgetragen, die es vor Jahrhunderten in Elona gab, sondern die dortigen Menschen, die die Schönheit ihres Landes verehrten und einmal im Jahr feierten. Jene Schönheit, von der sie annahmen, sie stamme von Lyssa. Lyssa selbst jedoch tat nichts, weder formte sie das Land, noch formte sie das Fest. Sie besuchte es oft, doch nicht um mit den Menschen zu feiern, sondern um ihre Kunst und ihre Freude zu beobachten. Lyssa ergötzte sich daran und schenkte jene, die Trauer und Einsamkeit verspürte Schönheit für einige Momente. Und so wie Lyssa Sara belohnte, die selbstlos und ohne Furcht vor den Krankheiten der pestübersähten Frau ihre Hand anbot, so belohnt sie jene, die andere der Schönheit des Mitgefühls und unerwarteten Überraschungen mit innerer Zufriedenheit und Wohlsein. Der Winter ist kalt und die Zeiten voller Kriege und Verzweiflung vor dem schweren Jahr, wie es sie vor allem in Löwenstein war.

      Wäre es nicht kostbar, sie für einen Moment zu vergessen, um sich an Momente des Glücks wiederzuerinnern? Oder ist es kostbarer, sich dauerhaft und weiterhin am fortwährenden Krieg, Verzweiflung, Furcht und Angst zu besinnen, in einer Welt, die uns in den letzten Jahren so oft zeigte, wie ungewiss sie ist?

      Ich sage nicht, dass ich meine Augen vor der Bedrohung der Alt-Drachen verblende. Sie sind real und existent und fieberhaft entgegnen viele Menschen gegen die großen Widersacher. Doch der Mensch ist nicht nur für den Krieg und der eisigen, trostlosen Kälte geschaffen, sondern für noch mehr und ich sage, wer diese nicht kennt, kennt die weiten Ebenen der Menschen und der Welt, die uns geschenkt wurde, nicht.

      Meyanna Veleren, Novizin der Lyssa.


      Dieses offensichtlich kritische Schreiben könnte in absehbarer Zeit entfernt werden.
      Tragödien beruhen immer auf dem, was ungesagt bleibt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lischi ()

    • Ein Brief an den Dwayna-Klerus...

      ...wird am Schrein der Sechs in Götterfels abgegeben. Überbringer ist ein Seraphen-Rekrut der Fünften Kompanie "Silberschwinge". Die Zeilen werden einzig und allein einem Dwayna-Priester übergeben werden, welchem genau scheint dem Rekruten dabei egal zu sein. Der Brief ist mit handelsüblichem Wachs versiegelt, welches den Abdruck einer Römischen Fünf mit einer stilisiert integrierten Schwinge trägt. Bricht man dieses Siegel, kommen einige Zeilen zum Vorschein, die in einer auf schön getrimmten Handschrift zu Papier gebracht wurden, welcher man dennoch die Mühe des Verfassers ansieht, nicht in absolute Sauklaue zu verfallen.

      An die hoch verehrten Priester der Dwayna zu Götterfels,

      ich bitte vorweg um Verzeihung dafür, dass die Angelegenheit, in der ich Euch kontaktiere, bereits über eine Woche zurück liegt. Auf der Wache gibt es viel Arbeit zu verrichten, und der Fall, um den es geht, ist noch nicht gelöst.

      Ich möchte hiermit beim Orden der Dwayna Beschwerde über die geweihte Novizin Chan Greifenherz-Nerundes einlegen. Es liegt durch ihre Person ein Tatbestand der Behinderung der Justiz und des Widerstandes gegen die Ordnungsgewalt in mittelschwerem Maß vor.

      Die Novizin hat sich an einem frischen Tatort in ihrer Funktion als ärztliche Hilfskraft auf äußerst dreiste Weise mehrfach über direkte Seraphen-Order hinweggesetzt und diese sogar zu widerrufen versucht. In Folge wurde sie abgeführt und auf der Dienststube festgehalten, nachdem sie deutlich machte, dass sie dem Tatort im Falle einer Freilassung nicht fernbleiben würde. Auf der Dienststelle versuchte sie außerdem, zu entfliehen und behinderte die Ermittlungen weiter, indem sie brieflich Außenstehende hinzu zog, welche in dem Sachverhalt schlussendlich keine Befugnisse hatten. Sie drohte dabei wiederholt mit fragwürdigen Konsequenzen und betonte dahingehend, sie sei eine fürstliche Prinzessin und Heldin der Silberwüste.

      Natürlich möchte die Seraph-Wache die Anzeige bevorzugt fallen lassen, um den Klerus keiner solchen Schmach auszusetzen. Ich spreche im Namen aller Seraphen, wenn ich sage, dass der heilende Beistand durch die Priester der Dwayna uns stets eine wichtige Stütze ist. Allerdings bitten wir Euch dringlich darum, die Novizin zur Rechenschaft zu ziehen und ihr Vernunft zuzusprechen, da es den Anschein hatte, dass keiner der anderen anwesenden Dwaynakleriker sich berufen fühlte, sie zu zügeln.

      Ein Gespräch mit einem befugten Kleriker ist von unserer Seite her erwünscht, da wir bei einer Wiederholung solcher Verhaltensweisen keine Ausnahme mehr für die Novizin einrichten können.

      Ehre sei den Sechsen und Ihrer Majestät,
      Vectus Hadrick
      Feldwebel
      Fünfte Kompanie "Silberschwinge"


      "Wer weder zögert noch zurückweicht, wird belohnt werden."

      - Schriften des Balthasar, 48 V.E.
    • Nahe des Eingangs der Dienststube wartete eine Brieftaube in reinem, weißen Gefieder auf den nächstbesten Seraphen, der den Eingang in des Wachpostens ansteuerte. Ungeachtet dessen, dass sich das sorgsam gepflegte Tier im weißen Gefieder sowieso von gewöhnlichen Straßentauben abhob und dementsprechend auffiel, hüpfte sie auf die Schulter des Seraphen, um sich die restliche Aufmerksamkeit auch noch restlos zu verschaffen. Würde man das schmale und zusammengerollte Pergament aus dem Besitz der Taube entwenden, erkannte man bereits, was man zuvor vielleicht nur an der weißen Taube vermutet hätte: Das Siegel des Dwayna-Ordens und noch dazu war der Empfänger vermerkt: Feldwebel Hadrick. Würde der Brief seinen Weg in die Hände der Priesterin finden, offenbarte sich folgender Text, offenbar ohne Hektik und in blauer Tinte verfasst:


      "Dwayna mit euch, Feldwebel Hadrick,

      ich schreibe diesen Brief als Vertretung für meinen Glaubensbruder Priester Moldan, der bereits seit längerer Zeit als Mentor der angesprochenen Novizin tätig ist. Er befindet sich derzeit außerhalb der Stadt. Ich bitte für die vorgefallenen Ereignisse um Verzeihung und werde versuchen die nötigen Maßnahmen zu treffen, um künftige Behinderungen durch Mitglieder des Ordens der Dwayna zu verhindern. Das Wissen, welches ihr mir zukommen lasst ist wahrlich erschreckend, doch es ist nicht meine erste negative Erfahrung die ich mit Novizin Nerundes im Zusammenhang mit den Seraphen erfahren musste. Ich kann keine Auskunft darüber geben, wie lange Priester Moldan fort sein wird. Bis Priester Moldan zurückkehrt werde ich allerdings Novizin Nerundes bis auf Weiteres die Bereitstellung von ärztlicher Hilfe bei den Seraphen und anderen Streitkräften Krytas untersagen, um das Risiko unautorisierter Eingriffe in die Arbeit der Seraphen, Ministerialen und der glänzenden Klinge zu minimieren.

      Angesichts ihrer fürstlichen Abstammung und weiterer Titel soll gesagt sein, dass sie als Mitglied des Dwaynaordens nicht mehr und nicht weniger ist als eine bescheidene Dienerin unserer Muttergöttin. Ich halte es für wichtig, euch diese Klarstellung mitzuteilen.

      Desweiteren soll euch gesagt sein, dass meine Autorität und die all anderer Priester zum Scheitern verurteilt ist, wenn man uns kein Gehör schenkt. Ich vertraue den Seraphen dieser Stadt, stets das Richtige zutun und mit der Weisheit Dwaynas als auch mit der Härte Balthasars Entscheidungen zu treffen. Demnach sehe ich keine Schmach für den Orden darin, solltet ihr nötige Konsequenzen treffen müssen, falls Novizin Nerundes meine Anweisungen missachtet.

      Evaleysis Nordstahl
      Priesterschaft der Dwayna"
    • Es dauert nicht lange, bis der nächste Brief postwendend zurückgesandt wird, wieder verfasst in der mühselig im Zaum gehaltenen, eigentlichen Sauklaue des Feldwebels Hadrick:

      Hoch verehrte Priesterin Nordstahl,

      ich danke Euch für die Rückmeldung und das Verständnis. Glücklicherweise kann ich Euch mitteilen, dass Euer besagter Ordensbruder Moldan kurzfristig in Götterfels eingekehrt ist, um sich der Sache anzunehmen. Womöglich fand er noch nicht die Gelegenheit, Euch zu informieren.

      Wir haben uns darauf geeinigt, dass er sich nocheinmal mit der Novizin unterhält und sie in Folge mit der Information über die anberaumte Strafe an die Wache heran tritt. Dennoch halte ich Eure Beschränkung ihrer Einbindung bis auf Weiteres auch gesondert davon für sehr sinnvoll.

      Ehre Balthasar, Dwayna und Ihrer Majestät,
      Vectus Hadrick
      Feldwebel
      Fünfte Kompanie "Silberschwinge"


      "Wer weder zögert noch zurückweicht, wird belohnt werden."

      - Schriften des Balthasar, 48 V.E.
    • Am Abend kehrte das lang verlorene, schwarze Schaf der Priesterschaft unter Lyssa zurück und versetzte so manchen Passanten, wie auch Wachen am Tempel und Schrein in erstaunen. Anfangs mochten die meisten Leute sie nicht einmal erkannt haben ob des gekürzten Haares und der ungewohnt adretten Erscheinung, doch ein zweiter Blick offenbarte dann doch das vertraute, bleiche Schandmaul Taariq. Wo sie sonst mit der kalten Schnauze aufwartete, rühmte sie sich an diesem Abend mit konsequenten Schweigen. Kein Gruß verließ die Lippen, kein Nicken ließ sie irgendjemanden zukommen. Drei Stunden soll sie im Tempel schweigend vor der Statue des Grenth ausgeharrt haben, ohne ein Gebet oder Zeugnis der Demut und auch vor dem Schrein der Lyssa hat man sie gut und gerne eine Stunde lang nur stehen sehen, ohne das sie irgendjemanden Beachtung und Aufmerksamkeit schenkte- ausser dem Gemäuer selbst.

      Manch ein Beobachter spricht davon, dass sie auch in ihren Bewegungen noch sparsamer als sonst war, geradezu steif, wie ein Golem der nicht ganz im Gleichgewicht ist. Den rechten Arm hielt sie stets am Bauch und nicht einmal soll er davon auch nur einen Milimeter gewichen sein. Böse Zungen sprechen davon, dass sie wohl ordentlich Ärger von ihren Oberhäuptern bekommen hat, andere tuscheln, dass sie so aussah als würde sie jeden Moment tot umkippen und wieder andere meinen, dass sie wie eine ganz andere Person wirke. Irgendwie..."andächtiger" und wehmütiger. Aber spätestens wenn da wieder der Name Taariq fiel, wurde es lachend abgewunken.

      Wer spricht davon?

      Besucher vom Tempel der Sechs und des Lyssaschreins
      Passanten auf dem Weg beider Gebäude
    • Ein paar Seraphen machen mit einem Karren halt vor dem Grenth-Schrein. Auf dem Karren befindet sich ein hölzerne Kiste… ein Sarg, der Platz für einen erwachsenen Mann bietet. Der hochrangigste der Seraphen, spricht wohl mit dem zuständigen, anwesenden Priester über die Kiste und den Inhalt auf dem wagen. In der Kiste befindet sich die Leiche eines Adeligen. Der Unglückliche habe einen Banditenüberfall, der kürzlich vor der Stadt passierte, nicht überlebt. Seine Familie wünsche sich eine Überführung in die Heimat Ascalon, in die Ebonfalke-Festung. Dort soll auch die Beerdigung stattfinden. Um weitere Details zu besprechen, bittet die Familie um ein persönliches Gespräch. Die Priesterschaft möge sich doch diesbezüglich bei der Familie Weißenstein in der Rurik-Pforte 13, in Rurikstadt, melden.
      Sofern die Priesterschaft die Lieferung entgegen nimmt, helfen die Seraphen natürlich beim Entladen des Karrens.

      OOC: Ich würde mich freuen, wenn sich jemand vom Grenth-Klerus mit mir in Verbindung setzt.


      "Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!"

    • Innerhalb der Priesterschaft, im Waisenhaus, sowie Besucher von Orten der Lyssa munkeln wenige, aber neugierige Stimmen. So soll seit kurzem die Lyssanovizin Meyanna Veleren desöfteren darum gebeten haben, um einen oder gar schon mehrere Tage vom Dienst fernzubleiben, was ihr von Priester Giashker genehmigt wurde. Die Gründe dafür kennen nur die zwei.

      Seit einigen Tagen wirkt ihr Leib verändert. Einige mögen beobachtet haben, dass der Bauch der Novizin, die sie durch ihre Novizentracht zuweilen nicht verdeckt, gewölbter sei, als noch vor einiger Zeit. Ist sie noch dicker geworden, als sie ohnehin schon ist?

      Wer spricht darüber?

      Novizen & Priester aller Priesterschaften
      Besucher der Lyssa Schreine
      Matronen im Waisenhaus
      Tragödien beruhen immer auf dem, was ungesagt bleibt.
    • Ein Schreiben erreicht den Schrein der Kormir. Der Umschlag trägt das dunkelblaue Siegel der Universität Pentagon in Ebonfalke, außerdem geben die in schwungvoller Handschrift gezogenen Worte "Priester Hohenheim" als Empfänger des Schreibens an. Inhalt des Schreibens ist folgender:


      Verehrter Priester Hohenheim,

      vielen Dank für Eure stetigen Bemühungen im Rahmen des Stipendiums "Kormirs Weitsicht".
      Eure Briefe sind angekommen und die Angelegenheiten sind seitens der Universität bereits in Bearbeitung.

      Herr Kagewind, unser Dozent für Geschichte, wird demnächst einen Gesprächstermin mit Fräulein Darkwood ansetzen.

      Bezüglich der Gasthörerschaft des Sylvari sehe ich von meiner Seite aus keine Einwände für ein derartiges Vorgehen.
      Da dies jedoch ebenfalls die Vorlesungen Herrn Kagewinds betrifft, möchte ich zuvor gern seine Zustimmung einholen.
      Ich werde mich dahingehend selbst mit dem Sylvari in Verbindung setzen.

      Selbstverständlich halte ich Euch auf dem Laufenden, sobald sich neue Stati ergeben.

      Möge Kormir Euren Pfad erhellen. Mit Dank und Grüßen verbleibe ich,
      Rektor Thallhardt.


      "Über die Dauer der Zeit, nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an."

      - Marcus Aurelius
    • *Kürzlich gab der Hauptgefreite Sarkander einen ganz üblichen Behördenbrief mit Seraphen-Silberschwinge Siegel beim Grenthklerus ab.*


      Hochverehrte Priesterschaft des Grenth,

      die verurteilte Straftäterin Felina Morgenlicht hat in kürze 160 Stunden Arbeit bei euch abzuleisten. Die Strafe ist innerhalb von 13 Tagen ab Arbeitsantritt abzuleisten, um ausreichend hohe Belastung der Verurteilten zu gewährleisten. Sollten sich Schwierigkeiten im Umgang mit Felina Morgenlicht ergeben, oder gar der Arbeitsantritt verweigert werden, bitten wir um eilige Rückmeldung. In diesem Falle tritt die Freiheitstrafe ein, die auf Bewährung ausgesetzt wurde.
      Bei Felina Morgenlicht handelt es sich um eine Piratin aus Löwenstein, die bereits mehrfach auffällig wurde. Sie hat in diesem Fall Seraphen in der Öffentlichkeit mehrfach beleidigt, zeigte sich widersetzlich und griff einen Seraphen bei der Leibesvisitation tätlich an.

      Mit der Bitte um gefällige Kenntnisnahme ersterbe ich als dero Götter untertänigster Diener.



      Hankus Sarkander, HptGefr.
      (Name, Amtsbezeichnung)
    • *eine weitere Nachricht der Silberschwinge wurde beim Grenthklerus abgeben*

      Hochverehrte Priesterschaft des Grenth,

      auf Euer Gesuch hin wurde Frederic Lynn festgesetzt und befindet sich nun in unserem Gewahrsam.
      Bitte meldet Euch beim Seraphenquartier der Kompanie Silberschwinge zwecks weiterem Vorgehen.

      Hochachtungsvoll
      Claire Follett, ObrGfrt.

      The one who puts the "laughter" in "slaughter"
      And the "fun" in "funeral"!


    • Greller Aufruhr beim Balthasar-Klerus

      In den vergangenen Abendstunden gab es regelrechte Hektik unter den Klerikern an den Schreinquartieren des Balthasar-Platzes. Die anwesenden Priester schienen allesamt dem Ernst und ein paar der jüngeren Novizen der Hysterie verfallen. Zustände, wie man sie kaum je miterlebt an diesem martialischen Ort.

      Seraphen gingen auch in den Quartieren ein und aus, nur um später mit Waffen wieder hervor zu kommen, die verdächtig nach Hammer und Pistole des Kriegstreibers Dronon aussahen. Eine Weile danach konnte man einige Novizen und Tempelpagen eine zugedeckte Bahre mit einem offensichtlichen Körper darauf zum Grenth-Schrein abtransportieren sehen.

      Von einem lauten Knall im Gebäudekomplex wird getuschelt. Nein, eine wüste Schießerei war es doch eher, hat man doch gehört, oder nicht? Der Dronon ist tot, deswegen untersuchen sie auch sein Zeug. Aber war der Körper auf der Bahre nicht etwas zu klein dafür? Auf jeden Fall ist Jemand tot von den Roten, das ist gewiss.


      Wer kann davon gehört haben?
      - Bürger von Götterfels und Umland


      "Wer weder zögert noch zurückweicht, wird belohnt werden."

      - Schriften des Balthasar, 48 V.E.
    • Neues Leben im Lyssaklerus

      Letzte Nacht fanden Gläubige der Lyssa auf den Spiralen geringen Aufruhr. Zwar konnte man sein nächtliches Gebet verrichten, doch konnte man in den Augen einiger Lyssanovizinnen Aufregung sehen. Lyssapriester hingegen waren dem gegenüber in ihrer allabendlichen Ernsthaftigkeit.

      Wie sich herausgestellt hat, hat eine Novizin, Meyanna Veleren, von der es schon länger hieß, dass sie schwanger ist, im Laufe dieser Nacht ihr Kind geboren. Glaubt man Weitersagungen, hat sie ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht.

      Wer davon gehört hat:

      - Abendliche/Nächtliche Besucher des Lyssa-Schreins
      - Die Priesterschaft der Lyssa
      Tragödien beruhen immer auf dem, was ungesagt bleibt.
    • Offener Brief an alle Klerii

      An jeden Klerus wird eben jener Brief extra entsendet, nebst einem Aushang am schwarzen Brett im inneren des Schreines der Sechs. Mit blutroter Tinte und recht uneleganten, aber dafür akkuraten Buchstaben wurde eben jene Nachricht verfasst, die also auch sehr gut zu lesen ist, dank der Blockschrift. Das Siegel des Briefes ist im übrigen eindeutig dem Klerus des Balthasar zuzuordnen.


      Verehrte Brüder und Schwestern im Glauben,

      mit Sicherheit ist auch euch eines dieser schändlichen ketzerischen Schundblätter in die Hände gefallen.

      Es gibt nicht viel dazu zu sagen, außer, dass es offensichtlich Personen gibt, die unseren – meinen Glauben – dazu benutzen um jemanden aus unserer Mitte anzugreifen. Insofern sehe ich mich gezwungen diesen Affront gegen meinen Gott, als persönlichen Angriff zu betrachten und diesen auch so zu ahnden.

      Sollte jemand der Meinung sein, er hätte mir etwas zu diesem Thema zu sagen, so existiert hier die Gelegenheit sich binnen drei Tagen bei mir zu melden, denn Ketzerei in den eigenen Reihen ist nicht das, was auch nur irgendeiner der Sechs toleriert.

      Kraft und Mut

      Priesterin Mavey Varik

      "The blade is the answer to disrespect."


      Wort des Jahres 2017: "Gängeln, das"
      Bedeutung: Ein Vorgang bei dem Rollenspiel erwartet wird, damit auch innerhalb des Spieles eine Reaktion erfolgen kann.
    • Die Antwort folgt prompt, wurde am Aushang im Schrein der Sechs ein kleiner Notizzettel mit Blumenrahmen angepinnt.

      "Häh?
      Gez. L. Taariq"
      Die freie Fläche des Zettels wurde mit 32 Fragezeichen ausgefüllt.

      Tempeldiener wissen zu berichten, dass Persona Verwirrta gut zehn Minuten lang den Aushang nur angeglotzt hat, danach zehn weitere damit verbrachte ein dutzend Notizzettel mit allerlei Botschaften voll zu schmieren, bis dieser Aussagekräftige seinen Platz gefunden hat.
      Der Rest liegt zusammen geknüllt im Mülleimer am Eingang des Tempels.