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    Man hörte die Regentropfen auf den die Straßen von Götterfels trommeln wie eine seichte Melodie, gemischt mit dem Knattern und Knarren von Kutschen Reifen und das Klackern von Pferdehufen, ergab dies ein Lied dem die meisten Bewohner der Stadt in ihren Häusern zu entkommen versuchten. Hier und da sah man vereinzelte Personen in Regenmänteln und unter Regenschirmen.
    Die Nacht war unheimlich, eine junge Frau im Kleid und in einem roten Regencape war das auffälligste in der Dunkelheit. Schniefen und schluchzen hörte man sie im verbogenen ihrer Kapuze . Sie weinte bitterlich und der Himmel mit ihr. Schwermütig und langsam war ihr Gang, ihr Haupt gesenkt. Man sah ihr an das sie nicht ganz wusste wohin sie will, bis es sie letztendlich an das Haus der befreundeten Bauunternehmer- Zwillinge trieb.

    Verheult wie sie war, kam sie dort an dem dunklen Gebäude an, in dem anscheinend niemand mehr wach war. Trotzdem klopfte sie an der Türe und hoffte inständig das
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    Es ist nur eine kleine Brise die auf der Haut kitzelt, kaum mehr als der Flügelschlag eines Schmetterlings. In ihm lauert die Witterung salziger Küstenwinde und Gewürze die dazu locken, sich auf die Sinneseindrücke einzulassen, ihnen zu folgen und sie anzunehmen.
    Und man tut es, denn sie versprechen das Gefühl von Heimat, Vertrautheit.
    Daran zweifeln? Nicht ein Stück; noch nie war diese Sicherheit so greifbar, wie in diesem Moment.

    Die zarte Brise schwillt zum kühlenden Windchen an, in dem das leise Wispern von Gebirgen am Ohr kitzelt, kurz bevor die Augen träge geöffnet werden. Ruinen offenbaren sich dem Blick, zum vergessen im Gebirge zurück gelassen.
    Zwischen den Gemäuern an der Spitze des Ortes regt sich diffuser Nebel und fällt in dünnen Schlieren die Felswand hinab, Tropfen für Tropfen, um den Fluss am Fuße zu nähren. Die Sonne steht hoch am Himmel und ist doch zu fern zum blenden, so dass die feinsten Details der Idylle langsam klarer zu erkennen sind.[Weiterlesen]
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    Valory liegt auf der bequemen Liege während Estelle neben dieser steht und eine entspannende Atmosphäre schaffen will.
    Die strohblonde Frau gibt ihrer älteren, adoptierten Schwester ein kuscheliges Kissen, welches sie sich unter den Schwarzen Schopf legt.
    Bei dem Anblick der Beiden bemerkt man schnell – Unterschiedlicher können sie nicht sein.

    „Bleib so ruhig liegen und entspann dich.‘‘ spricht Estelle in einer ruhigen Stimmfarbe in den gedämmten Raum.
    Valory schließt die Augen und versucht dabei, so gut es geht, ernst zu bleiben.
    Ein kleines Grinsen kann sie sich aber nicht verkneifen, denn sie findet den ganzen Kram albern, für den sich Estelle interessiert!

    „Entspannen.‘‘ murmelt Estelle, die im frühen Jugendalter ist zur ihrer zwei Jahre älteren Schwester.
    Dann holt die junge Dame noch eine beruhigend riechende Salbe, die sie im Bereich des rechten Knies fleißig einmassiert, bis sie vorsichtig immer mehr Druck aufbaut.

    „Spürst du, wie der Muskel sich entspannt?“ fragt
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    Rena strich über den roten Stoff ihres Kleides, das an Brust und Saum mit weißer Spitze besetzt war. Es lag eng am Oberkörper an, bevor der leichte Stoff ausfächerte und in weiten Falten bis über ihre Knie fiel und luftig um ihre Beine spielte. Sie liebte den sommerlichen Schnitt, der leichte Stoff tanzte im sanften Luftzug und verschaffte ihr ein wenig Kühlung an diesem warmen Tag. Rena besaß ein sehr ähnliches Kleid in den Farben ihrer Familie, doch Graf Caldwell hatte darauf bestanden, dass sie ab jetzt die Farben seines Hauses tragen würde. Sie hatte auf eine Kutsche verzichtet für diesen Termin, immerhin ging sie gerne durch die Straßen der Stadt. Ihr Leibwächter war dabei stehts an ihrer Seite, doch die Stille zwischen den beiden war keine schwere. Sie mochte seine Gesellschaft, die ruhige und schützende Präsenz in ihrem Rücken die sie seit Jahren schon gewöhnt war und nicht mehr missen wollte.

    Ein kleines Café im Rurik-Viertel war ihr Ziel und sie lächelte, kaum dass sie den… [Weiterlesen]

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