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    Ich sitze am Spiegel und sehe mich an, mein verweintes, leicht aufgequollenes Ich. Verloren streicht meine Bürste über mein blondes, nein, rotes Haar, denn mit jedem Strich fällt der Zauber gewollt von mir ab und das Blond fließt fleckenlos aus meiner Erscheinung ins Nichts. Mein Blick sinkt auf die letzten blonden Spitzen, fällt von diesen an meine noch getragene Kleidung, die mich einengt und abschnürt, obwohl sie doch auf mein Maß geschneidert worden ist. Irgendwann vor Jahren habe ich angefangen auf meine gewollte Haarfarbe, die Farben meiner Kleidung anzupassen. Nur die Arbeit ist die Ausnahme, weil wir beide uns einigten. Bin ich also rothaarige, trage ich dunkles Rot, Braun, Schwarz; habe ich blaues Haar war es Weiß und Blau in allen Tönen und bin ich blond trage ich ein helles Rosa, ein frisches Gelb, ein schillerndes Gold so falsch wie meine Haarfarbe es ist und doch zierend.

    - Unpassend, taktlos -

    Ein tiefer Atemzug will mir nicht gelingen, die Bürste abgelegt bekommt ein
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    Es brauchte einen Augenblick bis sie begriff wo sie war. Bis sie auch die Kälte zuordnen konnte, die ihren Körper einhüllte. Benommen zog sie eines der Felle über sich. Noch bevor sie einschlafen konnte, holten sie ihre Gedanken ein:

    „Er schützt und beschütz. Der Tod gehört zum Leben. Ein Uneins gibt es darin nicht für mich.“

    Das Gleichgewicht unserer Welt steckt in den Gegensätzen. Ganz gleich ob Feuer oder Wasser, Hass oder Liebe – gehört der Tod in unser Leben wie das Leben selbst. Die Gegensätze begleiten einander und stützen sich gegenseitig. Was wäre das Leben wert, wenn es den Tod nicht mehr gäbe? Was würde kostbar werden von der Zeit, die wir haben, wenn wir sie in unendlichen Maßen ausschöpfen könnten? Welche Momente würden in Erinnerung bleiben, wenn man ausreichend Zeit hätte alles Erdenkliche zu erleben und zu leben.

    Sie drehte sich auf den Rücken und blickte zur Holzdecke der Hütte hinauf.

    „Er ist meine Familie. Und ich stehe immer an seiner Seite. Egal was da
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    Aufgrund des letzten Plays, kam mir gerade ein spontanes Gedicht in den Sinn, dass die Sache gut zusammenfasst.

    Du lässt mich leiden und findest daran Gefallen!
    Dein äußeres so schön, doch die Seele so schwarz!
    Die Vernunft mahnt: Halt dich von ihr fern!
    Aber das Herz verlangt nach dir.
    Du weißt das, nutzt es aus und lässt mich in den Feuern der Hölle baden!

    Ich habe genug. Mein Körper kann es nicht mehr ertragen!
    Genug Schmerz, Genug Leid, es reicht!
    Küss mich, mein Schatz. Nur ein einziges Mal.
    Dann lass mich sterben.
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  • Es gibt diesen Typ Frau, der einem Kerl die garstigsten Dinge antun kann. Du könntest sie dafür mit ganzem Herzen hassen, aber ein Blick von ihr reicht und du verfällst ihr von Neuem.“

    Er mochte den Sommer in Löwenstein nicht. Nicht, dass er nicht genügend Arbeit hätte, er mochte einfach die Hitze nicht. Die Stunden des ewigen Wartens im kleinen, stickigem Büro. Die Stunden des Nichts-tuns. Nero Murphy hasste diese Stunden am meisten. Dann kam er ins grübeln, dachte über die unterschiedlichsten Dinge nach, manchmal Belangloses, aber letztens Endes landeten seine Gedanken bei Ihr. Immer bei Ihr. So als wäre Sie ein verdammter Fluch. Er hatte die eine oder andere Frau in seinem Leben gehabt, aber niemand hatte so einen Eindruck hinterlassen wie Sie. Dafür hasste er Sie. Hasste Sie dafür, dass Sie sich einfach diesen Platz gönnte. Es war aber genau Ihre Art. Wenn Sie etwas wollte, nahm Sie es sich einfach. So war Sie halt. So hatte die Straße Sie geformt. Er konnte Ihr… [Weiterlesen]

  • Die gar traurige Ballade vom kleinen Leiterreiter
    - Für Rosalie und Levin -


    Ein grüner Frosch auf eine Leiter
    Mal kletterte, da war er heiter.
    Ganz, ganz oben wollt er stehen
    Um über seinen Teich zu spähen.

    Doch, oh weh, was ist geschehen?
    Er traut sich nicht hinab zu gehen!
    „Die Sprossen wirken viel zu schmal,
    Da wär das Klettern eine Qual!

    Die Höhe… Na, ich schau einmal...
    Oh nein! Ich geh‘ ein andermal!“
    Denkt er bang, der kleine Streiter;
    Wird so zum ewig' Leiterreiter.


    (Und die Moral von der Geschicht':
    Ängstlichkeit, die hilft dir nicht!)

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