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  • Neu

    Angst


    Angst die mich quält.
    Angst,
    vorm mutig sein.
    Angst,
    vorm ansprüchig sein.
    Der Schmerz
    pfählt.


    Angst die mich stoppt.
    Angst,
    vorm aufstehen.
    Angst,
    vorm weiter gehen.
    Der Schmerz
    pocht.


    Angst die mich lähmt.
    Angst
    ich zu sein.
    Angst
    falsch zu sein.
    Der Schmerz
    grämt.


    Angst die mich beschämt.
    Angst,
    vor meiner Liebe.
    Angst,
    vor keiner Liebe.
    Der Schmerz
    zähmt. [Weiterlesen]
  • Neu

    Pläne


    Ihre Hände fuhren über die ausgebreiteten Grundstückspläne, strichen die feinen Linien entlang, während sie versuchte auszumachen, wo sie die Küche hingebaut hätte. Das Wohnzimmer, das Esszimmer... Der Finger stoppte an der Außenlinie, huschte hinüber zur Darstellung des Stalles, zur Scheune.
    Ruckartig riss die Weißhaarige sich los und wich einen Schritt zurück. Sie musste damit aufhören Plänen hinterher zu weinen, die sowieso gescheitert wären. Ein Zeitvertreib. Mehr war es nicht gewesen. Ein Zeitvertreib so wie alles in letzter Zeit lediglich ein Zeitvertreib war.

    Nur eine Sache nicht. Nur die Magie war kein Zeitvertreib. Die Magie war... alles.
    Diese Pläne waren nicht nötig. Nicht mehr.

    Du weißt, dass dem so ist. Du willst es noch nicht zur Gänze wahrhaben, aber du musst wirklich aufhören, dir Illusionen zu machen. Es ist nicht gut. Für dich, für niemanden. Illusionen sorgen am Ende nur für Schmerz und du weißt, was alle über die Realität sagen.

    Man wird am Ende immer
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  • Neu

    Ein Funke fliegt hinauf gen schwarzen Himmel
    Erleuchtet nur von kaltem Licht
    Hastig die zarten, roten Flügel flimmern
    doch die Sterne leuchten gleichgültig

    Ein Streben und ein Kampf in ihr
    der Kopf ganz wirr verdreht vom Drang
    Am Boden dort herrscht nur die Gier
    und entschlossen sie sich zum Himmel schwang

    Weit entfernt und dann zum Greifen nah
    Ein Kuss der ohne Nähe kam
    Der Funke wankt und schwebt doch voran
    denn er zahlte nicht für das was war

    Die Kälte kratzt und beißt und kreischt
    gibt den Funken doch nicht her
    der Sieg so nah, die Kälte weicht
    der Himmel fängt sie, doch das Herz bleibt schwer


    Ein wenig Zeit und viel Geduld
    die Flügel sirren, flimmern, streben
    und mit viel Kraft und wenig Schuld
    beginnt der Funke dann zu leben
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  • Neu

    Die kleinen Härchen in ihrem Nacken richteten sich auf wie bei einer Katze. Fast so, als hätten sie dort weiche Lippen berührt oder eine sanfte Hand sie unerwartet im Vorbeigehen gestreichelt.
    Wie angewurzelt blieb sie stehen. Zentimeter für Zentimeter eroberte Gänsehaut den Rest ihres Körpers und Röte ihr Gesicht. Sie wusste, dass dort niemand war. Trotzdem blickte sie über ihre Schulter hinter sich.
    Rosali Mahne empfand kein Gefallen an diesem Gefühl, und sie versuchte es durch ein leichtes Schütteln ihres Leibes loszuwerden.
    Es war ein unbehagliches, beklemmendes Gefühl das in ihr aufstieg. Ein gefühlt immer größer werdender Kloß in ihrem Hals setzte dem Ganzen die Krone auf.
    Auch ihr ständiger Begleiter, ein schwarzer krytanischer Labrador namens Bruno, blieb stehen. „Pass auf“, befahl sie ihm leise.
    Und das tat er. Der Hund spitzte die Ohren und hielt seine Nase in den Wind, der leise durch die dunklen Straßen von Götterfels fauchte, begleitet von einem leichten… [Weiterlesen]
  • Spiel der Könige

    Farlif musste keinen knorrigen Finger rühren, als die Körper der Untoten in ihren Kühlkisten zum Frachtschiff getragen wurden. Der orrianische Strand war gesäumt mit kleinen Booten, die das mächtige Schiff mit dem Ziel Löwenstein beluden. Früher hätte er selbst mit angepackt, aber bald würde er im Status eines Magisters sein, wieso nicht schon mal an die Macht der Delegation gewöhnen?
    Sein gelb fluoreszierender Blick folgte dem liegenden Körper des über zwei Meter hohen Kriegers. Er mochte ihn besonders, er war sicher ein Soldat mit hohem Rang gewesen, ein Held. Zu schade, dass man ihm die Schulterpanzer abmontiert hatte, aber das war der Preis gewesen, ihn überhaupt für die Sammlung zu bekommen. Ansonsten war der Kadaver sehr gut erhalten, ein Musterbeispiel dafür, wie Drachenmagie die Lebenden verformen konnte. Hoffentlich interessierte man sich im Hain auch so sehr für seine Ausstellung wie er selbst.
    „Farlif! Komm' mal ganz schnell her!!“, rief eine Stimme… [Weiterlesen]

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