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    Hannah starrte auf das noch leere Blatt Papier vor sich, eine Schreibfeder in der Hand.
    Es war wichtig, diesen Brief zu schreiben. Ja, sie wusste, das sie diesen Brief einfach schreiben musste – Fürchtete sie doch, das es anderenfalls zu verheerenden Folgen für ihr Umfeld und ihre Freunde kommen könnte. Und doch zögerte sie: Welche Worte waren in dieser Situation die rechten? Welche Formulierungen sollte sie nutzen, um anzusprechen, was so bedeutungsvoll war? Was -genau- wollte sie eigentlich ausdrücken?
    Die junge Frau verzog ein wenig den Mund und kräuselte die Nase, als sie die ersten Anzeichen von Kopfschmerz spürte. Langsam schloss sie die Augen und ließ die letzten Tage, vor allem aber den Abend noch einmal Revue passieren. Eine gefühlte kleine Ewigkeit verging, bis sie ihre Gedanken so weit gesammelt hatte, das sie sich in der Lage fühlte, das reine Weiß mit ihnen zu füllen.
    Ein tiefer Atmenzug, ein letztes, kleines Zögern – und dann ging alles plötzlich ganz einfach und wie… [Weiterlesen]
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    „Schatz, heute geht es das erste mal zu dem Vorbereitungskurs!“ trällert die Schwangere freudig durchs Haus während Gervais sich gerade in seine Lackschuhe quält. Noch freut der Villiers sich, ja ja! Doch das verfliegt schnell als die schwangeren Damen und deren Männer alle im Kreis sitzen und die ‚Lehrerin‘ anfängt zu hecheln und zu atmen. Gervais versteckt sich hinter seiner Frau und muss sich ziemlich zusammen reißen nicht laut los zu lachen. Sein Kopf läuft rot an und ihm kommen beinahe die Tränen. Er will eigentlich gar nicht lachen, eigentlich sollte er wirklich zuhören aber bei der Leitung sieht das so lustig aus, wie ihr Kopf selbst dabei so rot wird wie eine Tomate! Auch Orianna muss sich das Lachen verkneifen als sie das Gehechel hört.
    „Mister und Misses Villiers, gibt es ein Problem?“ fragt die Leiterin mit erhoben Brauen, über den Brillen Rand blickend. Wie zwei Schulkinder, die gerade das erste mal am Aufklärungsunterricht mit machen, benimmt sich das Villiers Paar!… [Weiterlesen]
  • Es ist das Bernsteinfarbende Getränk, was seine Augen im Bann hält. Er schwenkt es hin und wieder in diesem Becher, damit es lebendiger aussieht. Das es aussieht wie Bernsteinfarbende Augen. Für einen Moment erwischt er sich sogar dabei wie er aufschmunzelt. Für einen Moment hat er darin die Augen gesehen, in die er den ganzen Abend gestarrt hatte. Ihm war noch immer kalt, aber das würde er Ihn nicht wissen lassen wollen. Deshalb stürzt er sich nochmal das scharfe Getränk hinunter, welches ihn von innen wieder aufheizen sollte, bevor er schlafen gehen wollen würde. Als das Getränk seinen Geschmack entfaltet, schüttelt es ihn. Er hasste eigentlich Rum. Der Abend hatte eine unerwartete Wendung ergeben und hat für diese Zeit alle seine Gedanken die ihm Schmerzen bereiteten, vertrieben. Es beschäftigte eine Frage die ganze Zeit den Mann.

    "Wonach sehnt sich ein Schakal?" [Weiterlesen]
  • Zorn und Enttäuschung haben ihn heute hier hergebracht. Unfähig klare Gedanken zu fassen, hat es ihn in diese schäbige Kaschemme verschlagen. Ruhelos und der Kälte entfliehend. Reichlich Rum hat er einschenken lassen und sich damit in eine finstere Ecke verzogen, nippt immer wieder am Glas und behält den Eingang im Blick. Im Grunde wartet er nicht, vielmehr lässt ihn die schwindende Hoffnung, dass jemand kommt und ihn hiervon erlöst, dort hinstarren. Noch ein Schluck brennt sich angenehm die Kehle hinab und will ihm dennoch nicht schmecken. Warum hat er Rum bestellt? Er mag eigentlich keinen Rum. Erkenntnis will den Nebel der Wut nicht durchdringen und doch ahnt er - es hat eine Bedeutung. "Warum sollte er kommen?", impft ihm sein Unterbewusstsein giftige Worte ein und lässt ihn das Glas so hart auf den Tisch schlagen, dass der Alkohol überschwappt. Ja, warum sollte er kommen? Sogleich schenkt ihm der Wirt einen mahnenden Blick. Man bekommt ihn nicht mit, ist vergeblich damit… [Weiterlesen]

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