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    Die Feder kratzte über das Pergament mäßiger Güte und unterschrieb von schlanken Fingern geführt den Brief mit dunkler Tinte und dem Herzblut einer jungen Frau, die Worte liebt. Es ist schön zu sprechen, schön zu erzählen und schön sich über Silben zu freuen, wenn sie die Gelegenheit dazu geben. Es ist schön gemeinsam zu lachen und zu träumen, zu albern und zu flüstern. Auch so manches heiseres Raunen war ihr nun nicht mehr fremd von einer Männerstimme her rührend, die dabei ihren Namen sagte. Eine lange Zeit war dort nur eine, der sie alles anvertraute, seit sie zur Anwärterin geweiht worden war. Dann kam eine andere, als die Schreiberin dieser Zeilen sich anschickte eine erwachsene Frau zu werden und log, ließ sie alleine. Dann, auf ein mal waren da so viele, als die erste und wichtigste Freundin bis dahin gehen musste und Götterfels die Mandelaugen mit Neuigkeiten zuhauf empfing. Die wahre Freundin, zweite Mutter und ihr Vorbild ging für immer. Die wahre neue
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    Mitternachtswalzer

    Celia Caldwell schwitzte. Entgegen landläufiger Meinungen ging es in Ballsälen weniger romantisch zauberhaft zu, als vielmehr laut und stickig. Der ausgelassenen Freude auf der Tanzfläche tat das keinen Abbruch, doch hier am Rand der Mauerblümchen, zu denen auch Celia sich zählen lassen musste, wollte sie nicht recht ankommen. Die Tanzkarte, die an ihrem Handgelenk baumelte, war leer, dabei hatte ihre Mutter ihr glaubhaft versichert, dass sie heute besonders adrett gekleidet war. Celia glaubte ihr. Heather hatte ein Händchen für Mode, aber an einem Körper wie dem ihren, der überall mit einem gewissen 'Zuviel' aufwartete, wirkte auch die kostbarste Seide unvorteilhaft und plump. Cressida Stones hatte noch ganz andere, viel hässlichere Umschreibungen dafür gefunden und Celia hätte schwören können, dass sie gerade ganz besonders oft an ihrer Nase vorbei tanzte.
    Celia reichte es. Am Rande der Tanzfläche zu versauern frustrierte sie so sehr, dass sie Hunger bekam.
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    Rasselnd dreht sich der Schlüssel im Schloss bevor eine elfenhaft wirkende Frau mit schwarz glänzenden Haar das Haus betritt das sich hinter der Tür verbirgt. Ruhig liegt der Raum in der Morgensonne die sich in dem kleinen Spektrum bricht, welches in ihrem Fenster hängt. In alter Gewohnheit fährt sie sich mit der rechten Hand durchs Haar, das zu einem Zopf gebändigt ist. Auf dem Rock ihres smaragdgrünen Kleides schimmern die silberbestickten Schmetterlinge in der Sonne, als sie die hohen Schuhe von ihren Füßen streift. Das Kleid ist so eng geschnitten das es all ihrer weiblichen Rundungen preisgibt, ganz wie eine zweite Haut. Ihre smaragdgrünen Augen und ihr von unzähligen Sommersprossen geziertes Gesicht verfangen sich einen Moment im Spiegelbild ihres altelonischen goldenen Spiegels an der Wand ihr gegenüber. Im vorbeigehen löst sie ihren Zopf aus welchem sogleich ein violettfarbener Schmetterling erscheint und seine Flügel zum Flug ausbreitet. Ganz so als wäre er… [Weiterlesen]
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    Die Trauerweide tanzte mit dem Herbstwind, ihre Äste warfen verspielte Schatten an das Flussufer an dem gestern noch geschrien und getobt wurde. Die spärlichen Sonnenstrahlen der Jahreszeit wärmten nicht, gaben aber zumindest Licht – erhellten die Szenerie an den Wurzeln des Baumes. Es war die Blonde, die zuerst zu sich kam. Träge versuchte sie zu erahnen wo und warum sie dort war. Sie schnaufte als ihr der körperliche Schmerz bewusst wurde. Der Kopf pochte, die Wunde am linken Arm brannte und unweigerlich zog sie sich enger zusammen. Warum war es nur so schwer aufzustehen? Was hinderte sie daran sich zu erheben und warum war sie hier? Langsam drängten sich die Erinnerungen an den vergangenen Abend wieder in ihr Unterbewusstsein und sie musste beinahe würgen als ihr bewusst wurde was geschehen ist, was sie dazu veranlasst hatte die Nacht im Freien zu verbringen. Es brauchte eine Weile bis sie begriff, dass es die Last eines Körpers auf ihr war die sie neben dem Schmerz
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    Heute:
    Gut drei einhalb Wochen war es nun her das sie die Sicherheit des Lagers verlassen hatten. Das Rauschen des Meeres, welches die Nähe zur Küste verriet war nun schon tagelang verklungen und das einzige Geräusch, was mit Wasser zu tun hatte, war das beständige Tropfen auf kahlem Stein.
    Der kleine Spähertrupp, welcher einst seine Wurzeln in Zinderhang hatte, einem Ort voll grün und Leben, war längst zu einem Teil Orrs geworden. Nur Eucarulus gelbe Borkenfarbe machte ihn zum Sonnenfleck der Gruppe, was zum einen Nachteil, aber auch Vorteil war. Immerhin vergaß Zavo so nicht wo her er kam. Shamendere stand auf der kleinen Lichtung, umringt von den sich scharf in den Himmel bohrenden Felswänden und zeichnete seine Ritualkreise in den Sand. Die geschnitzten Runen auf des Freundes dunkler Rinde glimmten als fremdartiges Licht auf totem Land. Zavo merkte das die eigene Lumineszens zunahm und zog den Kopf tiefer in die Schultern hinab. Er wollte auf keinen Fall Schuld sein, wenn die… [Weiterlesen]

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