Artikel 2.279

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  • Neu

    Er neigte sich hinab.
    Der Blick, selbst noch müde und von letzten Traum immernoch leicht verklärt, gerichtet auf den Jungen vor sich.
    Klein die Hände. Finger welche sich strecken und wieder schließen, ebenso klein. Und doch halten sie die ganze Welt. Seine Welt. Ein Lächeln auf den Lippen. Erzeugt von Glück. Dankbarkeit. Wünschen. Hoffnung. Zu viel Liebe für ein einziges Kinderbett. Der Blick des Löwensteiners gleitet gen Seite, als es an seinem Hosenbein zuppelt. Wilde, dunkle Locken. Strahlende Kinderaugen. Leises Gähnen. Rosalie auf den Arm genommen betrachten Luc und die nun große Schwester die kleine Welt vor sich im Bettchen.
    Es interessiert ihn nicht. Die Dürre. Die Sorgen Fremder. Früher war das anders. Doch nun war nur noch das wichtig was in seiner Reichweite war. Andre, Rosalie und Arla. Er hatte früher viel gegeben, fast sein Leben gar und bekam nun so viel Leben zurück. Andre schnaufte im Bettchen aus und lies Rosalie mit dieser Geste leise kichern.
    Wer sollte ihm… [Weiterlesen]
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    Hier noch einmal der Text auf Wunsch vom Lied, welches das erste Ministeriums-Orchester vorgetragen hat.


    Götterfels

    Unsr'e große Stadt am göttlichen Meer,
    auf hohem Felsen thront.
    Das Herz es zieht uns stets zu ihr her,
    ganz gleich wo es auch wohnt.


    Über den Zinnen, der Himmel so hoch,
    die Täler am Fuße weit.
    Erschüttert, gelitten und doch steht sie noch,
    wider vergangenem Leid.


    Refrain:
    Und wenn am Fenster Veilchen blühn'
    die Sonne in die Straßen scheint.
    Dann weiß ich sie wird nie vergehn,
    so lang wir stehen vereint.


    Unsere große Stadt, das göttliche Rad,
    aus Hoffnung einst gebor'n.
    Manch ein mal an verregnetem Tag,
    fühlt ich mich auch verlor'n.


    Dann blicke ich zu den Gärten empor,
    auf hohen Mauern gedeih'n.
    Die Krone von Kryta flüstert mir ins Ohr,
    wirst nie alleine sein.


    Refrain:
    Und wenn am Fenster Rosen blühn'
    die Sonne in die Straßen scheint.
    Dann weiß ich sie wird nie vergehn,
    so lang wir stehen vereint.


    Und wenn einst der Zinnen Schatten tief
    fallen auf unser
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  • Neu

    Gahan war sich mittlerweile garnicht mehr sicher, wie lange er schon unterwegs war. Eine Woche? Vielleicht zwei? Oder ist doch schon ein Monat ins Land gezogen? Er wusste es nicht. Doch war dies auch nicht von Bedeutung, so hatte er eh nicht vor in nächster Zeit nach Hoelbrak zurück zu kehren. Gahan hatte nichts was ihn dort hielt, weder Familie noch besonders viele Freunde. Selbst die Geister hatten ihm noch nie sonderliche Aufmerksamkeit geschenkt, so hatte er nie das Glück, wie die meisten seines Volkes von einem der Geister im Traum besucht worden zu sein. Er war gerade mal Anfang Zwanzig und so war er noch nie alleine so lang und so weit von Zuhause entfernt, doch dieses Gefühl, welches er seit nun einiger Zeit in sich hatte, verließ ihn nicht. Es tauchte ständig in seinen Träumen auf und plagte seine Gedanken bei Tag. Der Jungnorn wusste nicht was es zu bedeuten hatte, doch irgendwas in seinem Inneren sagte ihm, dass er die Antwort in welcher Form auch immer, im Norden finden[Weiterlesen]
  • Prolog:
    Diarmai hatte die anspruchsvolle, ehrenwerte und gar heldenhafte Aufgabe, Wollgarta Mährena Scherina von der Weide, welche sich später als Wollburga entpuppte, sicher zur nächsten Siedlung zu führen. Eine Aufgabe, die unsere Heldin -natürlich- mit Bravour meisterte und die in einem übersprudelnd glücklichen und mit vielen 'Mäh's begleiteten Wiedersehen zwischen Wolli und ihren Wollieltern endete.

    Na, wenn das mal kein Lied wert ist!


    Ein Lied für und über Wolli, das Schaf
    - full version -

    ((Melodie: Danke für diesen guten Morgen))


    Wolli
    Du bist ein tolles Schafi
    Wolli
    Ein jeder hat dich gern
    Wolli
    Du gibst uns Milch und Spaßi und du lässt dich scher'n!


    Wolli
    Du frisst gern Gras und Kekse
    Wolli
    Und auch mein Mäntelein
    Wolli
    Wie kann ein kleines Schaf nur so verfressen sein?


    Wolli
    Du hattest Angst vorm Feuer
    Wolli
    Still stehen bliebst'e nich
    Wolli
    Dein Heim, das ist weit weg doch dafür hast' nu mich!


    Wolli
    Ich bringe dich nach Hause
    Wolli
    Zur der Familie dein
    Wolli
    Da
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  • Liebe Liese!

    Heute sind einige Leute zu uns gekommen um nach dem Rechten zu sehen, und sie sagten ich kann einen Brief mitgeben nach Hause, daher schreibe ich dir schon wieder!

    Hast du meinen ersten Brief erhalten?
    Auf dem Sommerfest habe ich Marena und Sheryna gesprochen, und beide erzählten von der Reise in die Zentaurenlande, in denen es gerade wegen dem schlimmen Wetter besonders schlecht aussieht. Ganz kurzfristig habe ich mich entschieden mitzureisen, und da die Kutsche noch am selben Abend ging musste ich schnell packen. Ich habe dir natürlich einen Brief geschrieben, aber so spät Nachts und auf die Schnelle habe ich keinen Boten gefunden und habe ihn daher einem Mann in der Lampe gegeben, der sagte, er würde den Brief gegen ein paar Münzen für mich abgeben bei dir.

    Gestern am frühen Abend kam ein Sturm auf hier im Hinterland und viele Blitze sind eingeschlagen – Manche leider in Bäume, die dann begannen zu brennen. Aber wir waren ja viele Hilfskräfte, und alle zusammen[Weiterlesen]
  • In the eye of a hurricane
    There is quiet
    For just a moment
    A yellow sky

    Es ist ruhig draußen, als sie aus dem Fenster schaut. Dunkel ist es auch. Nur das Zimmer wird von einigen Kerzen erhellt, die in Schalen auf den Kommoden und dem Beistelltisch stehen. Dazu das Flackern eines Kaminfeuers an der Wand hinter ihr.
    Wie lange sitzt sie da jetzt schon? Vermutlich zu lange, aber die Papierstapel auf dem Schreibtisch verlangen nach Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, das war es auch, was Vince wollte, bis er schließlich aufgegeben hat und sich ins Bett gelegt hat. „Nur noch die paar Rechnungen“, hatte sie zu ihm gesagt. Und aus den paar Rechnungen wurden noch ein paar mehr, dazu das Beantworten von zusätzlicher Post und eine Übersicht über das Sortiment.
    Nun liegt er da friedlich zwischen den Fellen und Decken auf dem Bauch, die Arme und Beine neben ihm bequem angewinkelt. Er ist schon länger eingeschlafen, sie kann sehen, wie er ruhig atmet und seine Haare ihm ins Gesicht gefallen sind. Sie… [Weiterlesen]
  • Aiven war gerade sieben Jahre alt als das jüngste und damit auch letzte Familienmitglied zur Welt kam. Sie hatte es sehr eilig das Licht der Welt zu erblicken, ihre schützende Hülle im Leib der Mutter zu verlassen und das Abenteuer des Lebens zu beginnen. Vier Wochen vor ihrer errechneten Zeit zwang sie ihre Mutter, mitten bei einem Picknick mit der Familie auf den weiten Feldern Gendarrans, in die Knie und forderte ihre sofortige Geburt. Es war keine Zeit mehr um zum Landsitz zurück zu kehren, viel zu gefährlich in diesem Zustand. Die anderen Söhne, zwei und fünf zu jenem Zeitpunkt, tollten in den Wiesen während der Vater und Aiven der kleinen Seline nun zwangsläufig auf die Welt helfen mussten. Aiven konnte sich noch gut daran erinnern wie er seine kleine Schwester, in den ersten Sekunden ihres Lebens, in den Armen barg während der Vater seine Frau aufhob um sie in Richtung Anwesen zu tragen. Eingewickelt in ein Tuch und seine dünne Jacke um sie vor dem zugigen Wind zu… [Weiterlesen]
  • Krisensitzung

    Sechs Uhr morgens, nordöstliches Königintal in der Nähe von Beetletun.
    Normalerweise eine angenehme Uhrzeit für eine Besprechung. Nicht in einem Hitzesommer mit diesen Ausmaßen. Wortlos wischte sie sich die verschwitzten Haarsträhnen aus dem Gesicht und trat mit mehr Haltung, als sie sich zugetraut hätte in den Raum.

    Sheryna war da, Leandra, Berenice. Den fremden alten Mann am Tisch erkannte sie auf den ersten Blick nicht. Ob Sibian so schnell um gut dreißig Jahre gealtert war?
    Mittlerweile traute sie es ihm fast zu.

    Erst auf den zweiten Blick fanden ihre Augen Sibian, der mit gewohnt neutralem Gesichtsausdruck an der Wand stand.
    Einige Sekunden vergingen, wie sie sich einen Platz in der Runde suchte. Drei weitere Personen betraten den Raum. Keiner davon war ihr bekannt. Oder sie hatte Schwierigkeiten unter Schweiß, Erde und nassen Haarsträhnen die Gesichtszüge von Bekannten auszumachen.
    Wäre ja typisch Adel! Fast hätte sie gelacht.

    „Ehre.“ Kam es knapp von ihr.… [Weiterlesen]
  • „Zwei Wochen Sonnenschein und das Ministerium hat nichts besseres zu tun, als gefühlt alle Magier des Landes zu mobilisieren, um den Bauern ein bisschen Regen zu bringen. Magischen Regen...Und wo kommt der her? Das sagt einem keiner! Es ist doch unfassbar...Da gibt es in dieser von den Göttern verlassenen Stadt so viele Baustellen, an denen sich ein Teil der Bevölkerung seit Jahren die Finger wund schuftet...und wenn es mal ein bisschen zu warm wird für den Geschmack der feinen Herrschaften mit ihren gepuderten Nasen, dann wird gleich Jennahs zweite Armee mobilisiert, um Otto Normalbürger einmal mehr seine nichtssagende Existenz vor Augen zu führen....Da! Seht uns an! Wir haben uns über die Götter gestellt und spielen Wettermacher! Ein bisschen Hokuspokus hier, ein wenig Hex Hex dort und schon fließt das Wasser wie Blut aus der beschissenen Nase des fetten Luden, der gerade sein neustes Mädchen einreitet! BAH!“

    Sie zückte ein weißes Spitzentaschentuch und tupfte sich damit das… [Weiterlesen]