Artikel 2.041

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    Es brauchte einen Augenblick bis sie begriff wo sie war. Bis sie auch die Kälte zuordnen konnte, die ihren Körper einhüllte. Benommen zog sie eines der Felle über sich. Noch bevor sie einschlafen konnte, holten sie ihre Gedanken ein:

    „Er schützt und beschütz. Der Tod gehört zum Leben. Ein Uneins gibt es darin nicht für mich.“

    Das Gleichgewicht unserer Welt steckt in den Gegensätzen. Ganz gleich ob Feuer oder Wasser, Hass oder Liebe – gehört der Tod in unser Leben wie das Leben selbst. Die Gegensätze begleiten einander und stützen sich gegenseitig. Was wäre das Leben wert, wenn es den Tod nicht mehr gäbe? Was würde kostbar werden von der Zeit, die wir haben, wenn wir sie in unendlichen Maßen ausschöpfen könnten? Welche Momente würden in Erinnerung bleiben, wenn man ausreichend Zeit hätte alles Erdenkliche zu erleben und zu leben.

    Sie drehte sich auf den Rücken und blickte zur Holzdecke der Hütte hinauf.

    „Er ist meine Familie. Und ich stehe immer an seiner Seite. Egal was da
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    Aufgrund des letzten Plays, kam mir gerade ein spontanes Gedicht in den Sinn, dass die Sache gut zusammenfasst.

    Du lässt mich leiden und findest daran Gefallen!
    Dein äußeres so schön, doch die Seele so schwarz!
    Die Vernunft mahnt: Halt dich von ihr fern!
    Aber das Herz verlangt nach dir.
    Du weißt das, nutzt es aus und lässt mich in den Feuern der Hölle baden!

    Ich habe genug. Mein Körper kann es nicht mehr ertragen!
    Genug Schmerz, Genug Leid, es reicht!
    Küss mich, mein Schatz. Nur ein einziges Mal.
    Dann lass mich sterben.
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    Es gibt diesen Typ Frau, der einem Kerl die garstigsten Dinge antun kann. Du könntest sie dafür mit ganzem Herzen hassen, aber ein Blick von ihr reicht und du verfällst ihr von Neuem.“

    Er mochte den Sommer in Löwenstein nicht. Nicht, dass er nicht genügend Arbeit hätte, er mochte einfach die Hitze nicht. Die Stunden des ewigen Wartens im kleinen, stickigem Büro. Die Stunden des Nichts-tuns. Nero Murphy hasste diese Stunden am meisten. Dann kam er ins grübeln, dachte über die unterschiedlichsten Dinge nach, manchmal Belangloses, aber letztens Endes landeten seine Gedanken bei Ihr. Immer bei Ihr. So als wäre Sie ein verdammter Fluch. Er hatte die eine oder andere Frau in seinem Leben gehabt, aber niemand hatte so einen Eindruck hinterlassen wie Sie. Dafür hasste er Sie. Hasste Sie dafür, dass Sie sich einfach diesen Platz gönnte. Es war aber genau Ihre Art. Wenn Sie etwas wollte, nahm Sie es sich einfach. So war Sie halt. So hatte die Straße Sie geformt. Er konnte Ihr… [Weiterlesen]

  • Die gar traurige Ballade vom kleinen Leiterreiter
    - Für Rosalie und Levin -


    Ein grüner Frosch auf eine Leiter
    Mal kletterte, da war er heiter.
    Ganz, ganz oben wollt er stehen
    Um über seinen Teich zu spähen.

    Doch, oh weh, was ist geschehen?
    Er traut sich nicht hinab zu gehen!
    „Die Sprossen wirken viel zu schmal,
    Da wär das Klettern eine Qual!

    Die Höhe… Na, ich schau einmal...
    Oh nein! Ich geh‘ ein andermal!“
    Denkt er bang, der kleine Streiter;
    Wird so zum ewig' Leiterreiter.


    (Und die Moral von der Geschicht':
    Ängstlichkeit, die hilft dir nicht!)

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  • Bekenntnis


    Mein Herz, mein Verstand, mein ganzes Sein ist erfüllt von der Einen, der alten weisen, die da Schöpfung bringt.

    SIE hat mich gerufen mit dem lieblichen Gezwitscher der Vögel,
    Mit dem geheimnisvollen Rauschen der Bäume,
    Mit dem begehrenden Tosen der Flüsse,
    Mit dem trauernden Heulen der Wölfe
    Und dem grollenden Donner der Himmel.
    Wo ich auch lausche: IHR Ruf erschallt mir ringsumher.

    Gesegnet bin ich tausendfach, IHRE Stimme zu vernehmen:
    Ich kenne keine Einsamkeit, so lange SIE mit mir ist.

    IHR Werk erblicke ich in der starken Erde, die mich hält,
    Im sanften Wasser, das mich erfrischt,
    In der zarten Pflanze, die mich heilt,
    In der süßen Frucht, die mich nährt,
    In den Kreaturen, die mir Freunde sind.
    Wo ich auch schaue: IHR Werk ist allerorts.

    Gesegnet bin ich tausendfach, IHRE Zeichen zu entdecken:
    Ich leide keinen Mangel, so lange SIE mit mir ist.

    Mein Herz, mein Verstand, mein ganzes Sein ist erfüllt von der Einen, der alten weisen, die da Schöpfung bringt.

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  • Rotes Haar und blaues Kleid


    „Vorsicht, da ist eine...“
    ...Wand. Alexanders Schulter traf sie zielgenau und allgemeines Gelächter erklang. Auch er lachte, denn der Abend mit seinem vielen Bier hatte dafür gesorgt, dass das Zwicken nur verspätet als ein in Watte gepacktes Pochen bei ihm ankam. Die zu weit genommene Kurve war nach den nächsten vier Schritten ohnehin vergessen, denn man widmete sich jener Art von philosophischen Gedanken, wie sie nur der Alkohol mit solchem Ernst hervor brachte. Die Weltpolitik wurde ebenso zum Thema gemacht, wie das Mensch sein an sich und die eigene Vergänglichkeit.
    „Ich glaube ja...“, fühlte Alexander sich irgendwann bemüßigt beizutragen und wurde gleich etwas lauter, weil niemand ihm zuhörte. „ICH glaube ja...“
    Als nun die Blicke auf ihm lagen, hob er darüber zufrieden gewichtig, wie er es bei seinem Vater gesehen hatte, den Zeigefinger, die andere Hand auf dem Rücken, auch wenn ihm das gerade einen nicht sehr sicheren Stand verlieh.
    „Ich glaube
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  • Was für ein erbärmlich bescheuerter Abend. Zu diesem Schluss kam ich, als ich nun frisch gebadet auf dem Wannenrand saß. Das heiße Wasser hätte ihn abwaschen sollen, aber die Stille im Haus war nicht in der Lage meine Gedanken zu übertönen. Das tat sie schon lange nichtmehr. Und auch jetzt war mir bewusst, dass das nicht gesund sein konnte. Trotzdem war ich hier.
    Ich war hier und betrachtete die Frau, die mir gegenüber saß. Sie war mir so vertraut. Und dennoch wusste ich mit unzweifelhafter Gewissheit, dass sie nicht zu mir gehörte. Sie war jemand Anderes. Zum ersten Mal fiel mir heute auf, wie müde sie aussah. Ja, irgendwie ausgezehrt. Ihr Blick war stumpf und die Gesichtszüge zeichneten sich deutlicher ab als jemals zuvor. Klar, Schnee hinterließ nunmal seine Spuren. Ich wusste das. Sie wusste das auch.Und trotzdem sah ich ihr dabei zu, wie sie nach dem Mariani-Glas auf dem Wannenrand griff und es leerte. Es musste Mariani sein. Zwar war sie es, die ihn trank, aber ich
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  • „Sie hat einem Jungen die Nase gebrochen.“ sagte Geonna erneut und man hörte das Seufzen in der Stimme und wie sich die schon etwas ältere Frau in den Stuhl fallen lies. Tabitha saß auf der Treppe ins obere Stockwerk und hatte den Kopf an die Holzstäbe gelehnt. Natürlich hatte er sie verraten. War gleich zu seinem Vater gelaufen, der zum Abendbrot wutentbrannt an der Türe geklopft hatte. Geonna hatte sie hoch geschickt während Lothario an der Türe stand und seinen Nachbarn von der Insel daran hinderte hinein zu kommen und Tabitha an den Ohren hinaus zu zerren um ihr eine ordentliche tracht Prügel zu verpassen, wie es sich für freche Gören gehörte. „Sie ist noch ein Kind.“ hörte Tabitha die Stimme Lotharions, der auf seine Frau mit seinem unglaublich ruhigem Gemüt einzureden versuchte. „Sie hat ihre Kraft unterschätzt.“ „Das ist alles seine Schuld! Jedes Mal, wenn er sie besucht bringt er ihr Flausen bei.“ schimpfte Geonna wieder und Wasser wurde in ein Glas gefüllt und auf den Tisch… [Weiterlesen]
  • „Du bist ein Lügnerin.“ schmettert sie mir mitten und unverhofft ins Gesicht. Und ich konnte nicht anders als dieses mal die Wahrheit zu sagen. Es hört ja keiner außer sie. “Ja da stimme ich dir zu.“ Und schon ex ich den nächsten Rum herunter. Den so war das Spiel. Jeder von uns trifft eine Aussage über den anderen und wenn es wahr ist wird ein Becher Rum getrunken. Während der Rum meine Kehle hinunter läuft denke ich darüber nach ob diese Aussage jetzt so schlimm ist und beschließe recht schnell das dies nicht so ist. Frech lächle ich sie an ehe ich weiter spreche „Ich lüge wann immer mir danach ist, meistens wenn ich ein Vorteil davon habe oder aber auch aus Langeweile und Spaß. Außerdem bin ich gut darin.“ Diese Aussage muss ich erst mal auf sie wirken lassen damit hat sie definitiv nicht gerechnet. Der Überraschungseffekt liegt eindeutig bei mir. Sprachlos starrt sie mich an. Fast so als müsse ich die Stille nun brechen weil sie es nicht kann oder weil sie versehentlich in… [Weiterlesen]
  • Die Kornblumen waren das Schönste, was er je gesehen hatte. Dazu war natürlich zu sagen, dass seine Erinnerung zwischen der Ankunft hier, wo oder was auch immer hier war, nicht mehr vorhanden war, aber dass er aus der Hilflosigkeit direkt in ein so weiches Bett voller Schönheit gestürzt war, was ihn gefangen hatte, sorgte dafür, dass er sich lachend auf den Rücken rollte, den Arm und die teils tauben Beine ausgebreitet. Sie rochen herrlich, so wie frische, warme Bettwäsche, in die man nach heißer Dusche schlüpfen konnte, sie waren weich und leicht wie Seide auf der Haut, und mit einem Schlag hatte er beinahe alles vergessen, was gerade noch an seinen Füßen geklebt hatte. Die Sonne, die scheinen musste, kitzelte an seiner Nase, und er erwischte sich dabei, wie er die Augen schließen und bleiben wollte.
    Bis zu genau dem Moment, in dem sich eine eiskalte Klaue sowohl um sein Herz als auch in seinen Nacken legte, und er aufsprang, als hätte der Boden selbst mit spitzscharfen Zähnen nach… [Weiterlesen]