Artikel 2.203

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    Er spürte die Kälte des vereisten Bodens an seinen Knien. Die Härte des Untergrundes drückte gegen seine Stiefel und die Hose. Schwer waren die Atemzüge der anderen Norn, die an seiner Seite auf die Knie gefallen waren und schweigend ausharrten. Vor ihnen türmte sich ein gewaltiges Totem auf. Sicher bräuchte man drei gestandene Norn, die auf den Schultern des Anderen standen um auch nur annähernd die Höhe dieses Totems zu erreichen. Der Jäger starrte auf die raue Eisfläche vor sich, die den steinernen Boden überzogen hatte.
    Kleine Wölkchen drangen aus seiner Nase, als er tief ausatmete. Sie alle waren angespannt. Doch Angst hatte keiner. Der Letzte in ihrer Reihe der ängstlich gewesen war, stützte sich vor ungefähr fünf Tagen von einer Klippe. Niemand hatte ihm nachgesehen.


    Geduldig warteten sie. Gefühlt seit Stunden. Und nichts geschah. Das Totem, das einen aus Eis geformten Drachen zeigte, starrte aus scheinbar funkelnden, aber leeren Augen auf sie hinab. Das Maul war zu einer… [Weiterlesen]
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    Unter Seraphen - Wenn im Blech die Beule juckt


    Wenn im Blech die Beule juckt und die Stange trübe schimmert
    Will der Seraph schnell mal nageln, im Nebenraum, da wird gezimmert.

    Wenn der Hauptmann zur Parade bläst und alle Männer stehen steif
    Dann wird die Waffe gut poliert und abgerubbelt der Morgenreif.

    Wenn seine Flagge im Wind schon schlaff, als Strafe würde er versohlt
    Braucht der Soldat ne zweite Hand, die sie für ihn runterholt.

    Handwerklich nicht sehr begabt, will er nur ein Rohr verlegen
    Steckt es fest, gelöst wird's leicht: muss er es hin und her bewegen.

    Brennt es bei der Nachbarin, und hat der Soldat Druck auf dem Schlauch
    Das Problem mit einem Spritzer gelöscht und erfreut ist sie davon auch.

    Der Seraph beglückt mit seiner Arbeit gern, stets für Ehr und Ruhm
    Befriedigt jene, die in Nöten sind: Ist standhaft für das Bürgertum.


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    Ich kam aus der Pause und setzte mich auf meinem Platz. Unter meinem Tisch holte ich meine Federmäppchen und mein Buch hervor. Und in derselben Zeit kommen die beiden Heller Zwillinge herein… Hach…! Dennoch habe ich mich möglichst unauffällig verhalten, Aufregung verteilte sich in meinem ganzen Körper da ich Aaron… oder Arne, einer von beiden, ein Liebesbrief zusteckte.

    Doch da blicken die beiden mich eindringlich an. Ich packte direkt meine Brot box und öffne meine Tasche. Ich wollte den beiden nicht in die Augen sehen nach dem sie mein Brief gefunden hatten. Sie sollen meine Schamröte nicht sehen! Das war mir jedes Mal aufs Neue peinlich! Ich öffne meine Tasche und mir springen einige Mäuse entgegen. Ich schrie laut auf und sprang auf den Tisch während die beiden Jungs sich im Türrahmen totlachten. Ich stand auf dem Tisch und zitterte am ganzen Leibe eh meine Augen die Jungs erfasste und mich von jetzt auf gleich Wut in mir hoch kochte. Ich griff nach meinem Buch, das auf dem
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    Latitude

    ____


    I am the rebel
    you'll be the tool.
    I play the cards,
    you draw the fool.
    I let it go,
    you travel far.
    I take a ride,
    you'll drive the car.
    I want it bad,
    you want the love,
    I spin your head,
    you'll like it rough.
    I want your body,
    you want my soul.
    I life for freedom,
    you're in control.
    I push you out,
    you let me in.
    I own your heart,
    -
    you not a thing.


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    Ein seltenes Gedicht, entstanden für's Rp.

    Der hehre Kampf


    Dem Kriegerschwerte folgt Gewissheit,
    dass nichts und niemand hehrer ist;
    hehrer als der Kampf als solcher,
    hehrer als der Wille selbst.
    -
    Doch welch Kampf will gefochten,
    wenn kein Gegner sich erkennbar zeigt?
    Wenn der Feind als solcher, feige wie er ist,
    Nicht dem Schwerte materiell begegnet, sondern einzig Herr des Willens ist?
    -
    Dem Kriegerschwerte folgt Gewissheit,
    dass nichts und niemand hehrer ist;
    hehrer als der Kampf als solcher,
    hehrer als sein eigner Wille selbst.
    -
    Und wenn das Schwerte weichen muss,
    für Kämpfe fern der eisern Klinge;
    Im Reiche der Verletzbarkeit, wo kein Schild und Heer zu schützen weiß.
    Dann, wenn Ängste ein Gesicht bekommen.
    -
    Dann folgt dem Kriegerschwerte die Gewissheit,
    dass nichts und niemand hehrer ist;
    hehrer als der Kampf als solcher,
    hehrer als der Wille selbst.

    1332 n.E. , L. Tamesi
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    Losgelöst


    _____


    Und plötzlich dreht sich der Verstand,
    er wurd' vom Schwindel ganz ergriffen,
    löst sich von seines Leibes Band
    und trägt mich fort in deine Hand.


    Bin nicht mehr mein,
    nur noch ein Hauch,
    nur ein Atemzug auf deinen Lippen,
    genährt von deinem süßen Duft.
    Bin nicht mein eigen,
    nur ein Sonnestrahl.
    Auf deiner Haut wollt ich verenden,
    verglühen dort zu warmer Luft


    Es dreht sich schneller der Verstand,
    er malt dein Bild in die Gedanken,
    schmiegt sich zärtlich an das Band,
    das er geknüpft in deiner Hand.


    Bin nicht mein Ich,
    nur noch die reine Seele
    ein zarter Puls ind deinen Venen,
    mein Sein und Streben lebt mit dir.
    Bin nicht mehr Leib,
    bin eine Sinnflut Liebe.
    Komm fang mich ein in deinem Herzen,
    dass ich den Halt nicht ganz verlier'.



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    Schmecke

    Schmecke einen verlockenden Kuss,
    auf meinen geschminkten Lippen.
    Fühle ein berauschenden Erguss,
    tief hinter meinen Rippen.

    Schmecke eine sanfte Manipulation,
    auf meiner tanzenden Zunge.
    Fühle mein innere Kapitulation,
    tief in meiner Lunge.

    Schmecke eine zärtliche Gier,
    auf meinem rotem Mund.
    Fühle wie ich verlier,
    tief in meinem Grund. [Weiterlesen]
  • Es war ruhig in den Fahrarunterkünften. Gelegentlich schnarchte ein Junges in seinen Fellen aus oder es raschelte, wenn einer der zukünftigen Legionssoldaten sich herumwälzte.
    Sharima genoss diese nächtliche Stille am Meisten und sie hatte das Glück, dass ihre Pritsche so in dem großen Schlafzelt stand, dass das Mondlicht durch die offenen Dachstreben die halbe Nacht direkt darauf fiel.
    Das schwarzbraune Charrjunge lag auf dem Bauch, vor ihr mal wieder ein Pergament, sowie Tinte aus den Schreibstuben, die sie hatte mitgehen lassen. Sie musste nur aufpassen, dass nichts davon auf ihre Pfoten geriet, sonst würde sie die Flecken am nächsten Morgen dem Primus erklären müssen.
    Doch Sharima passte jedes Mal gut auf. Die Schreibfeder tunkte sie immer nur ganz wenig in das dunkelblaue Nass und zog den Kiel dann kratzend über das Pergament. Sharima mochte das Schreiben. Das Zeichnen. Daher war sie den anderen Jungen dahingehend etwas mehr voraus. Aber bei Asche zählt nicht nur das Schreiben.
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  • Während das alte Backsteinhaus der Komtess unheimlich düster wirkte, mit dem gedämmten Licht und den dunklen Farben, betrat der Graf hier ganz neue Gefielde. Er fand sich ganz gewiss nicht in einem Raum wieder, in dem es der Marlene die er kannte, gefallen könnte und trotzdem saß sie dort, auf einem beigen Sofa, in diesem hellblauen Raum, in ihrem hellem, langem und rosanem Kleid. Passend gewählt für ein Abendessen im Frühling.


    Eine Kristalllampe warf Licht auf das weiße Tischchen vor ihr und ließ sie, selbst mit den schwarzen Locken, unheimlich freundlich wirken. Es standen bereits zwei Gläser auf dem Tischchen. Eingeschenkt hatte bisher aber niemand und auch das Cognac Glas fehlte in Marlenes Hand. Außer dem deplatzierten schwarzen Flügel und dem Sofa gab es allerdings nur noch eine Kommode das allerlei Alkoholika beherbergte und das kleine Tischchen. Andere Möbel waren wohl noch nicht geliefert, bestellt oder platziert worden. Benedict blickte sich zurecht etwas verdutzt
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