Artikel 2.037

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    Jeremy streckt sich, mit einer weichen und lautlosen Bewegung lässt er sich aus dem bett rollen, sich von dem Körper sanft neben sich lösend. Einen Moment lang bleibt er so nackt stehen, lässt den blick über ihren Körper gleiten, nur bei dem etwas fehl am Platz wirkendem Tiertattoo heben sich die Mundwinkel etwas zu einem schmunzeln. Er greift nach seinen Sachen und zieht sich an, ehe er ebenso lautlos durch den Türspalt entschwindet und die Tür fast unsichtbar nur anlehnt, ein Papierstück, zwischen dem Türverschluss.

    Die nackten Füße werden über das Kopfsteinpflaster gelenkt, weichen Scherben und dem Hundehaufen aus ohne wirklich hinzusehen, von Geburt an geschult.
    Das Pflaster wird abgelöst von festgefahrenen und getrampelten Erdboden, als der Weg aus der Stadt führt. Jeremy biegt ab in die Seitenfelder, das Gras wird schnell höher und die ausgestreckte flache Hand berührt die Spitzen. Er blickt über die Wiese, das nachtschwarz wird langsam abgelöst von einem dunkelgrau,… [Weiterlesen]
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    Blaue Flammen tanzen vor dem Blassgrün, welches getränkt von Trauer in eben genau jene hineinstarrt. Etwas, was sie wohl nie gewollt hätte.
    Die Hetzjagt, quer durch Elona, die Hitze und Trockenheit, die ständige Angst und Wut fordern langsam aber sicher den Tribut. Das feurrig rote Haar ist stumpf, klebt an dem verdreckten Gesicht. Das Gesicht bleich, schmerzlich verzerrt bei dem Anblick vor der einstigen Reckin der Wachsamen.
    Sie waren hier, um ihn zu retten. Aber das Einzige, was sie tun konnten, war gegen den einstigen Kameraden zu kämpfen, zu sehen, wie er zu einer leblosen Hülle geworden war. Und schließlich, als letzte Ehre, den Körper zu verbrennen, dem Avarette die letzte Ruhe zu schenken.
    Sie hatten versagt. Sera hatte versagt. Dabei wollte die Kriegerin doch alles wieder gut machen, den Vater ihres Kindes zurück nach Götterfels holen. Die Beziehung konnte nicht mehr gerettet werden, sie wollte aber die Freundschaft. Sie wollte, dass der Vater der kleinen Emilia wieder… [Weiterlesen]
  • Wasserperlen in deinem Haar.
    Zieren es wie feinst Geschmeide.
    Gänsehaut gleich neuem Kleid.
    Passend, wie für dich gemacht.
    Wahre Wort von Rosenlippen.
    Ein kleiner Kuss trägt große Bedeutung.
    Blicke für die Oberfläche gleiten unbeschreiblich tief.
    Himmelblau in deinen Augen, spiegeln doch nicht Firmament - trotzdem diesem jetzt so nah.
    Nicht gesucht und doch gefunden.
    Ein Herz.
    Ein Heim.
    Dich. [Weiterlesen]
  • Warten war noch nie seine Stäke gewesen. Natürlich sollte man sich immer vorbereitet und gut durchdacht in ein Abenteuer stürzen und in seinem jetzigen Fall traf das noch viel mehr zu als ohnehin. Wer weiß... vielleicht hatte er einen Fehler gemacht. Vielleicht hätte er sich nich davon abbringen lassen und nicht klein bei geben sollen. Vielleicht hätte er einfach mal seinen sturen Kopf durchsetzen müssen - das tun, wofür er bekannt war.
    So saß er nun hier, eine ganze Weile schon, umgeben von Eis, Schnee und dem unseligen Treiben im Kessel unter ihm und die Ungeduld fraß ihn beinahe auf. Mit jeder Sekunde, die verstrich, nagte es schlimmer in ihm. Mit jeder Minute wurde der Kampf in seinem Kopf heftiger gefochten. Der Kampf, den sein Herz gegen seinen Verstand führte. Der Kampf, der schon längst entschieden war. Aber das konnte sich dieser Mann nicht eingestehen. Oder vielmehr wollte er es nicht.

    Er nahm noch einen Schluck aus seiner Flasche. Es war weniger darin, als er erhofft hatte… [Weiterlesen]

  • Zwischen Traum und Vergangenheit gefangen.
    Erinnerungen, die nicht verblassen.
    Ihr weißes Gesicht, diese dunklen braunen Augen.
    Ich sehe sie vor mir, dann wieder verschwommen, hinter den Spiegeln meiner selbst.
    Wir waren eine Droge, das Verderben, die Glückseligkeit. Doch er hat dich mir entrissen.
    Ich schließe die Augen. Über mir tanzen die Schatten. Doch nichts vermag dich abzudunkeln.
    Zweifel überdauern. An allem, an jedem. An mir selbst.


    Kristian schlägt die Lider auf und sein Bernstein findet sich wieder hinter dem großen Spiegel im Flur nahe seines Gemaches auf Gut Dörnbeck. Die Stirn liegt in Falten, das kantige schmale Gesicht mit den hohlen Wangen in Schatten. Die Haare trägt er mittlerweile länger, die Locken zeichnen sich nur noch durch leichte Wellen in seinem goldbraunen Haar, das er nun mit seiner Linken durchkämmt.

    „Wer ist da?“ ertönt eine Stimme hinter einer Kommode im dunklen Flur und mit ihr erreicht das Licht einer Kerze den Mann am Spiegel. „Kristian?
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  • Leise Schnarchgeräusche drangen an sein Ohr und schoben die Traumwelt aus seinem Kopf.
    Eben noch war er am Strand der Südlichtbucht gelegen mit einem Becher Rum in der rechten Hand und in der Anderen der runde, wohlgeformte Hintern der wunderschönen Dunkelhaarigen. Doch je näher er dem Erwachen kam umso schwerer und schmerzhafter wurden seine Glieder. Sie verlangten nach einem ausgiebigem Strecken, doch der Wunsch wurde ihnen schnell verwährt, als der Fuß bereits am Bettende anstieß.
    Auch konnte der den rechten Arm nicht heben. Irgendetwas hielt ihn fest.
    Die Augen geöffnet musste er ein paar Mal blinzeln, um sie an das Licht im Raum zu gewöhnen. Es war noch früh am Morgen und die Sonne schob sich noch keine Stunde durch den zarten Stoff der Vorhänge. Und noch während sich die grünen Augen ans Sehen gewöhnten, merkte er den Druck auf der Brust.
    Er wollte den Nacken heben und nachsehen was dort drückte, doch der Nacken war steif und schmerzte, als er nur minimal den Kopf vom Kissen… [Weiterlesen]
  • Mit zusammen gezogenen Brauen grinste der kränklich bleiche Norn auf und sprach seine Forderung mit sichtlicher Freude. „Ich wähle den Kampf.“ Schwerfällig stemmte er sich auf beide Beine und griff fester nach seiner Axt, die bereits Blut geleckt hatte an diesem Tag. Die Rothaarige machte noch einen zügigen Ruck nach vorne, um die seltsame Kugel einzusammeln und in einem Tuch zu verbergen. Für dieses Stück war später noch genügend Zeit. Sie knüpfte das Bündel an ihren Gürtel.
    Drei lange Schritte setzte sie durch den Schnee, als der verdorbene Kämpfer mit gezogener Axt auf ihren Bundkerl zuschlurfte. Im Augenwinkel sah sie, dass ihre Rudelschwester ebenfalls die Hand an den Köcher legte und einen Pfeil zog. Sie tat es Arya gleich. Sie waren bereit, doch hatte Monennia für sich selbst beschlossen vorerst zu warten. Björn Halgorson hatte ein Opfer gebracht. Was er aber mit dem Blick in die Zukunft gemeint hatte, darauf konnte sie sich jetzt gerade noch keinen Reim machen.
    Schwer hing die… [Weiterlesen]