Artikel von „Ragna-san“ 5

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  • Wo bist du nur,
    du Rabe den ich einst fand.
    tragtest mich auf eine Spur,
    die meinesgleichen Glück entbrandt

    begleitet hast du mich,
    durch dunkle Pfade Tag und Nacht.
    schütztest mich vor dem Stich,
    der Schmerz und Kummer entfacht.

    Bring nach Haus mein unruhig Herz,
    auf dass ich Ruhe verspür,
    Nimm von mir, all meinen Schmerz,
    wenn ich dich so sanft berühr

    Beschütz die nächsten, die ich liebe,
    ob im Herzen, oder meiner Nähe
    Es gibt sonst nichts was mir noch bliebe,
    außer das Glück, dass ich dann sähe
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  • Wo ist er nur? Der Traum den er einst in Händen hielt. Davongeflattert wie ein bunter Schmetterling, dessen ziel die nächste Blume war. Jene die ihn vor dem Übel dieser Welt schützen soll. Denn dort soll er keinen Kummer verspüren und kein Leid soll ihm wiederfahren. In dieser schützenden Blume …
    Sein Traum, er war so nah und doch so fern. Der Stern den er in Händen hielt, so fern durch den Wahnsinn dieser Welt. Es war als hätte man ihm etwas geraubt, dass er am liebsten nie los gelassen hätte … nie zugelassen hätte. Aber doch blieb ihm keine Wahl den Stern ziehen zu lassen. Dort wo er sicher war und sich sicher fühlte. Fern der Welt des Wahnsinns und der schwere.

    In dieser Welt blieb Lennhardt zurück. Eine Welt aus welcher er nicht flüchten kann, gebunden durch einen Titel, der seinen Namen bekleidet. Fluch und Segen zugleich. Eine reine Formalität, die Macht ausdrücken soll, aber zugleich ihn auch bedrückt. Schweren Herzens dachte er an den Stern, den er gehen lassen musste… [Weiterlesen]


  • Diese vertrauten, hölzernen Wände kamen Fraja nur sehr gelegen. Nicht nur weil auch sie ausnahmsweise Ruhe nach einer harten Wanderung brauchte, sondern weil es schon wieder viel zu lange her war, als sie der Halle des Raben beiwohnte. Die Erleichterung war ihr ins Gesicht geschrieben. Aber nicht lange sah sie sich um. Sie hatte Gefährten bei sich, die auf die Hilfe der Halle angewiesen waren. Schnell führte sie ihre Begleiter zum rechten Flügel. Einige Felle waren auf hölzernen Bettgestellen bereit gelegt. Jeder von ihnen erhielt sein eigenes. Jeder von ihnen hatte die Ruhe nötig. Geborgen unter den schützenden Schwingen des Raben, sollte ein jeder seinen ruhigen Traum finden. Nur für die Schamanin war noch nicht an Ruhe zu denken. Es galt noch über eine geschundene Seele zu blicken. Jene des Asuras, dessen Körper von seinem eigenen Anzug fast zerfressen wurde. In den Händen der Norn wirkt es fast schon als trage sie ein schlafendes Kind in ihren Armen. Langsam legte… [Weiterlesen]
  • Niemand weis, woher sie kommen. Niemand weis, wer sie sind. In Märchen existieren sie zu Hauf. Oftmals sagt man, dass sie jemanden zu ihrem Schicksal führen. Andere sprechen davon, dass sie ein böses Werk seien. Es entbrannte oft ein Kampf über ihre Existenz. Dargestellt werden sie als Wunderschön in reinem weißen, azurblauem Licht. Fröhlichkeit spiegelt sich in ihrem Geist. Flatterhaft wirken sie in ihrer Gestalt. Nach außen hin starke, schemenhafte Wesen. Schenken ein Gefühl von Geborgenheit. Ein Gefühl des Glücks und der Freude ... Aber verborgen vor aller Seelenspiegel vermag niemand das innere des Irrlichts zu sehen. Zerbrechlich wie all jener Mensch, wenn sie Tränen vergießen. Den Schmerz der leidenen gefressen, zerbrechen sie innerlich wie gebrochenes Glas. Und nie wird man ihnen für danken können. Niemals einen Hauch der Schmerzen nehmen, welchen sie für uns ertragen. Denn sie bleiben Geister, die umher irren. Die uns klar machen was wichtig ist im Leben. Uns… [Weiterlesen]