Artikel von „Malvala“ 10

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  • Aufbruch


    Das Schluchzen gellte durch die Halle. Laut und verzweifelt war es, während er sich auf den Stufen schüttelte. Vor einigen Momenten hatte er sie noch geküsst, und nun war sie verschwunden. Tränen rannten ihm über das Gesicht. Er konzentrierte sich auf jene Bilder die sie ihm im Geiste noch einmal wacher gerufen hatte. Zwar waren sie nie verschwunden, zeigten ihm Tag täglich wie er und Minna sich kennen lernten, wie sie ihm das Geständnis gemacht hatte und wie sie ihn auf die Dächer gezogen hatte, wie sie gemeinsam Zeit verbracht hatten und vieles mehr, doch nun waren sie wieder aufgefrischt, als wären sie gestern gewesen, bissen sich noch tiefer in seine Brust und ließen ihn sich für seine eigenen Taten hassen. Er schluchzte weiter, blieb liegen bis er sich irgendwann nicht mehr schüttelte, bis er sich irgendwann aufraffte und ihren Ring, den er noch besaß wieder fest mit den Fingern umschloss. Seinen musste sie an sich genommen haben, er konnte ihn nicht mehr finden.

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  • Die Sonne schien schon in die Fenster des Büros als er erwachte. Ein zucken ging durch die Lider und die Augen öffneten sich langsam, wollten den Blick nur langsam freigeben. Ein Gefühl von Spannung entstand. Wie ein hundertjähriger fühlte er sich. Die Glieder ein bisschen steif. Er schien erwacht zu sein wie er eingeschlafen war, und sich die ganze Nacht nicht wirklich bewegt zu haben. Das leere Glas vor ihm am Tisch, war umgefallen und an einen Beutel gerollt welchen er mitgebracht hatte. Der Versuch einer Bewegung ließ einen Blitz durch seinen Leib zucken. Am Arm war es besonders schlimm. Erinnerung umspülte ihn zeigte ihm die Bilder der Treppe.


    Beim nach unten hasten hatte er seinen Fuß zu weit vorn aufgesetzt, der daraufhin nach unten klappte, und ihn der Schwerkraft und seinem Schwung überließ. Mit hartem Schritt setzte er auf der nächsten Stufe auf den Zehen auf und geriet ins straucheln. Darauf war er mit dem Oberkörper nach vorne gekippt und hatte sich mit der Hand[Weiterlesen]



  • Als Graham Marlene nach oben gebracht hatte, ins Zimmer ihrer Ladyschaft, war er nur wenige Minuten später zurück gekehrt. Er ging in den Salon und schloss die Tür hinter sich mit einem leisen Geräusch. Im Inner'n goss er sich sein Glas mit Cognac so voll, das es beinah überschwappte. Mit dem Kristallglas in der Hand ging er hinüber zum Klavier. Für einen Moment suchte er die Hitze wieder zu finden, die hier nur wenige Minuten zuvor zu spüren gewesen war, und drohte die beiden zu verbrennen. Nun jedoch war sie verschwunden und hatte einer lähmenden Kälte Tür und Tor geöffnet, welche nun in großen Wellen über den Fischer herein brach. Die Finger hoben sich und legten sich auf die Tasten. Sein Blick glitt hin zum Ring an seinem Finger. Ein tiefes Luftholen füllte seine Lungen mit dem Duft der Komtess, der noch im Raum lag.

    Der Linke Fuß trat eben jenes Pedal hinab und hakte es an der seitlichen Vertiefung ein, nur Sekunden bevor er zu spielen begann. Piano. Ein Lied wurde dem
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  • Wieder einmal sah er nach draußen aus dem Salonfenster. Er stand neben den Schemel am Flügel. Er war noch warm, an den Stellen, an welchen sie gesessen hatten. Ihr Duft lag schwer und drückend im Raum und unterstrich seine Gedanken. Sie drehten sich um die Vergangenen Stunden. Gingen hin zu jener die ihm das Versprechen gegeben hatte, und die nun fern von ihm in Elona weilte. Er sinnierte darüber was geschehen war. Diesen Ausgang des Abends hatte er wohl nicht erwartet. Aber was hatte er eigentlich erwartet?


    Als der Brief der Komtess zu Garrenhof ihn erreichte, war er mehr als nur überrascht gewesen. Dass sie sich nun meldete, wo Minna fern von ihm war, ließ ihn im ersten Moment stutzig werden. Stutzig, über die eigenen Gedanken, die er jenem Treffen entgegen bringen sollte, um das die Komtess ihn bat. Sicher, er freute sich darauf sie wiederzusehen. Besonders, wenn er darüber nachdachte, wie sie beim letzten Male auseinander gingen. Ihr verschwinden als er ihr berichtet[Weiterlesen]



  • Dampf stieg von seinen Schultern auf. Er hatte schon eine Weile die Ruder herein geholt und aufgehört mit ihnen das kalte stille Wasser aufzuwühlen. Auch die Wellen die von seinem Boot ausgingen hatten sich in der Zwischenzeit verloren. Leicht bewegte sich der See unter seinem Boot, verzerrte sein Bild das er einen Augenblick lang betrachtete. Bei den Göttern, so konnte es nicht weitergehen.
    Es wusste das sich sein Gemüt heben würde. Aber wann? In drei Monaten? In fünf? Und bis dahin? Warten? Nein! Es musste sich jetzt etwas ändern. Das konnte es nicht sein, das war ihm klar, und in diesem Moment wusste er auch was er tun würde. Sein Atem kondensierte in der kalten Luft und hing als Wolke einige Sekunden in der Luft als er lachte. Es war ein diebisches Lachen, grad so als habe er einen wirklich guten Plan gefasst. Und das hatte er auch. Er würde ans Ufer rudern und sein Boot da fest machen. Er bräuchte von hier aus zwanzig Minuten, vielleicht fünfundzwanzig wenn er sich zeit ließe.… [Weiterlesen]











  • Geistertanz


    Malvala öffnete ihren Kasten. Ihre Finger suchten nach etwas in dem Ding. Sie griff viel tiefer in den hölzernen Ruckkasten als dies eigentlich möglich sein sollte und nach einer Weile förderten ihre Finger etwas zu Tage, das Aussah wie ein kleiner, etwa anderthalb Zentimeter hoher Rauchkegel. Sie stellt ihn auf eine kleine Schale die neben der bewusstlosen Cora auf der Liege stand. Mit einem Streichholz entzündete sie den Kegel von dem sich daraufhin eine dünne Rauchsäule nach oben kräuselte. Sie versuchte sich lediglich auf das zu konzentrieren das vor ihr Lag. Ihre Aufgabe. Ihr Versuch zu Cora durchzudringen die seit dem Vorfall an Deck der Rabes Weitsicht, ohnmächtig war. Ein nicht eben einfaches Unterfangen, besonders bei dem Lärm der draußen schon wieder losgebrochen war.

    Malvala hasste es das es auf dem Schiff nur in der Nacht so richtig still wurde. Eigentlich mochte sie die Fahrt als solches über das Meer, doch ihr fehlte wirklich die… [Weiterlesen]




  • Er begann diesen Tag zu hassen. Er brachte ihm inzwischen die gleichen Gedanken entgegen, die er ansonsten für einen Zentauren Überfall auf seine Mine oder einem Banditen Überfall auf seine Frachtkutschen reserviert hatte. Daran konnte auch der dritte Cognac nichts ändern den er sich nun langsam und in kleinen Schlucken gönnte.
    Es war manchmal ebenso faszinierend wie erschreckend wie sich Dinge über einen Tag hinweg ändern konnten. Noch am Morgen war alles in Ordnung gewesen. Er war früh aufgestanden, ging auf einen Sprung am Salmator 35 um letzte Dinge zu kontrollieren und war dann früh zum Delavan gegangen wo er ein wenig gerudert hatte. Als er zurück nach Haus kam servierte Minna ihm ein kleines Frühstück und er zog sich in den Salon zurück um sich dort seiner neuen Leidenschaft zu widmen. Es Klavierspielen zu wäre eine Übertreibung gewesen aber er tat definitiv etwas mit den Tasten des Klaviers das Töne hervorlockte. So ging es bis gegen halb drei am Nachmittag.

    Als er sein… [Weiterlesen]


  • Er hatte den Baron schon zwei Straßen hinter sich gelassen, da stand ihm noch immer die Hitze im Gesicht. Es wurde sogar noch schlimmer, was er bis eben mit Bravur hinter der Maske hielt, brach sich nun Bahn und an die Nachtluft. Die freundliche Einladung des Barons hatte da auch nicht viel dagegen auszurichten vermocht. Er hob die Hand zum Hals und löste das Tuch dort um etwas mehr Luft zu bekommen. „Dieser imptertinente Laffe!“ stieß er zwischen den Zähnen hervor und merkte jedoch dass diese Worte kaum ausdrücken konnten woran er eigentlich dachte. Maßlos war sein Ärger und auch seine Abscheu als er den Rosengarten seines Anwesens erreichte. Noch frisch waren die Stellen an denen er nur Stunden zuvor die roten Rosen geschnitten hatte.

    Er hielt an den Büschen, lehnte sich nach vorn und atmete ein. Eigentlich dachte er dabei an Sie, doch schlich sich damit auch das abendliche Zwiegespräch in seinen Geist und sofort brandete neue Wut in ihm empor. Als er die Tür aufschloss,… [Weiterlesen]


  • Ein trüber Tag. Es konnte sich nicht entscheiden. Wollte es regnen? Wollte die Sonne scheinen? Das Wetter schien es nicht zu wissen und somit passte das Wetter zu diesem Tage wie ausgesucht. Er stand am Fenster und blickte nach draußen. Wie so oft. Die mannshohe Standuhr im Salon verkündete mit ihrem Schlag halb vier. Es war später Nachmittag und Graham blickte durch die bodentiefen Fenster in den Garten.
    Seit einer Ewigkeit schien er hinaus zu sehen, ja, zu stieren in das Grau des Tages. Vielleicht wartete er darauf, dass sich das Wetter zum Sonnenschein durchrang, oder aber zum Regen. Vielleicht hätte ihm das ein Zeichen für seine eigene Lage sein können. Lange konnte es nicht mehr dauern, dass wusste er. Ein Blick ging hinüber zur Standuhr und wieder stellte sich ein Lächeln auf seinen Lippen ein, dass einem die Haare zu Berge stehen ließ. Er schloss die Augen und ließ die Bilder in sich vorüber ziehen.

    Er erinnerte sich daran, wie er mit seinen Eltern das Haus verlassen musste[Weiterlesen]
  • Das ist eine ewig alte Geschichte von Bryn, die kurz nach ihrem ersten Auftreten im RP spielt als sie sich gerade den Wachsamen angeschlossen hatte. Sie ist wirklich so gespielt worden.


    Während sich draußen die Sonne langsam hinter den Hausdächern der riesigen Stadt nach oben schob hörte man die metallischen Schritte einer schweren Plattenrüstung im Treppenhaus. Die Schritte kamen langsam über den Boden getappt hin zur Tür von Forga‘s Mannschaftsschlafraum. Einen Atemzug der Ruhe dann wurde die Tür schnell aufgerissen und schlug krachend in der Wand ein. „Forga! Anziehen und antreten!“ Und schon ging die Tür wieder zu. Bryn saß inzwischen aufrecht im Bett, sie und alle andern die sich nur den großen Gemeinschaftsschlafraum leisten konnten und kein eigenes Zimmer hatten. Praktischer weise war das lange Elend ja viel zu lang für ihr Bett, was ihr das aufsetzen direkt erleichterte.

    Nach ein zwei Sekunden der Orientierungslosigkeit kam Bryn im unerfreulichen hier und jetzt an. Sie… [Weiterlesen]