Artikel von „daspete“ 7

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  • Zwangsurlaub

    Lautes, kraftvolles Rauschen durchdrang den Löwensteiner Hafen, erzeugt von der beständigen Brandung, die gegen die Kaimauern drängte. Durchbrochen wurde die eintönige Geräuschkulisse nur von den laut gerufenen Anweisungen der Arbeiter, die Ladung von den großen Segelschiffen löschten oder neue Waren verluden, die wer weiß wohin verschifft werden sollten. Dazwischen mogelte sich der eine oder andere Fischer, der seinen Fang transportfertig machte oder seine Nussschale zum Auslaufen vorbereitete. Geschäftsmänner, die ihre Verträge schlossen. Und Reisende, die dem ganzen Treiben aus sicherer Entfernung zusahen.

    Und über alledem thronte ein alter, griesgrämiger Charr mit mattschwarzem Fell, die Pranken auf einer Begrenzungsmauer aufgestützt und missmutig hinunter blickend. Grom erinnerte sich – erinnerte sich still an die alten Zeiten als Hafenarbeiter. An die Zeiten vor den Wachsamen. An die Zeiten nach der Zitadelle. Fast glaubte er, er wäre zu Hause. Doch er war
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  • Wir liegen jetzt schon viel zu lange in diesem Konglomerat aus unterschiedlichsten Völkern, Gesinnungen und Lebenseinstellungen vor Anker. Die Stadt geht mir auf die Nerven. Dennoch war ich nicht untätig und habe die mir zur Verfügung stehende Zeit genutzt. Die Götterdämmerung ist besser ausgerüstet als ich es jemals hätte planen können. Der ewigen Alchemie sei dank heben wir heute endlich ab. Offiziell soll es ein Testflug mit dem Fort der Dreifaltigkeit als Ziel sein. Doch ich habe andere Pläne. Wir werden unsere Mission beginnen. Meine Mission.“
    - Logbuch Technischer Leiter Zapp, 31. Tag Phönix, 1331 NE

    Der Techniker befand sich wie so oft in seinem Quartier und hatte gerade den Eintrag in sein Datenpad eingetippt, als die herrschende Stille jäh unterbrochen wurde. Die Sprechanlage knackte und die bassige, rauchige Stimme des Captains hallte durch den Lautsprecher.„Captain Pulverklinge an alle: Wir heben in 15 Minuten ab. Alle Mann auf Position! Cheftechniker Zapp – auf die[Weiterlesen]
  • Aus dem Schatten treten

    Hektik herrschte auf der „Baron“, als es endlich hieß „Amnoon in Sicht!“. Alexa bewachte die Maschinen und alles andere auf der Kontrollstation, während Evan das Schiff langsam und mit viel Feingefühl in die Bucht steuerte. Ein freies Plätzchen am Strand hatte er sich wohl rausgesucht, wollte den alten Kahn nicht direkt im Hafen landen. Sie wusste nicht, ob es daran lag, dass sie dort anderen, normalen Segelschiffen in die Quere kamen, oder weil er sich schlicht die Hafengebühren sparen wollte. Jedenfalls kamen sie langsam runter, hatten den Sinkflug schon vor ein paar Minuten eingeleitet. Und dann – Stillstand. Das Schiff hielt in der Luft an und blieb an der auserkorenen Position stehen.

    Nun gab es kein Halten mehr, jeder wollte nur noch runter von dem Schiff. Es regnete sogar Sylvari, die sich bei dem Sprung aus knapp 20 Meter zum Glück nicht sämtliche Blättchen brachen. Nach der ersten Freude kam dann aber die Ernüchterung auf – wie kommt man aus… [Weiterlesen]


  • Brücke an Maschinenraum. Wir nähern uns den Koordinaten. Bereithalten für Gefecht.“ Die Stimme des Kapitäns klang blechern durch die Sprechanlage, während Zapp im Maschinenraum am Hauptterminal stand und auf dem Holoschirm vor ihm die Betriebsparameter der Götterdämmerung überwachte.„Verstanden. Mit eurer Erlaubnis Captain halte ich eine dauerhafte Sprechverbindung aufrecht. Für den Notfall.“ - „Einverstanden.“ Damit war es vorerst wieder ruhig. Zapp sah über die Schulter. „Alle Mann – bereithalten. Gut möglich, dass es gleich etwas… ungemütlich wird.“ Quippa hatte sich bereits an ihrer Station – der Turbinen- und Generatorenkontrolle – eingefunden. Auch die anderen Spezialisten der Maschinen-Kru beendeten nun ihre kurze Pause und gingen an ihre Stationen. Energieverteilung, Antriebskontrolle, Umweltkontrolle, Sekundärsysteme – eilig besetzten sie ihre Terminals und überwachten dann die daran gekoppelten Holoschirme. Zapp hatte seinen Blick derweil wieder auf den… [Weiterlesen]


  • „Die Konstruktionsarbeiten am Schiff nähern sich allmählich ihrer Vollendung. Sämtliche Primärsysteme wie Antrieb, Navigation und die Hauptwaffen sind installiert und funktionsfähig. Wenn die Dinge wie geplant ablaufen, können wir die Operation in nicht einmal mehr zwei Tagen nach Löwenstein verlegen und die finale Installation der Sekundärsysteme vornehmen, ehe wir Vorräte und Mannschaften aufnehmen und uns unserer ersten richtigen Mission zuwenden. Dennoch plagt es mich, dass mein Vorzeigeprojekt immer noch keinen Namen und keine offizielle Registrierung hat. Ich sollte dies schleunigst ändern.“
    - Logbuch Technischer Leiter Zapp, 68. Tag Stecklinge, 1330 NE

    Zapp atmete tief durch und hob den Kopf an. Der Asura mittleren Alters befand sich in seinem Quartier auf dem namenlosen Luftschiff, saß bequem in einem ausladenden Sessel. In seinen Schoß ruhte das Allzweck-Datenpad, auf welches er gerade den Eintrag aufgesprochen hatte. Er blickte aus dem Fenster – oder viel mehr durch… [Weiterlesen]
  • Das Spiel im Schatten

    Leise knirschte der Sand unter ihren Stiefeln, als sie sich auf den Weg aus Löwenstein heraus machte. Auch wenn sie einiges an Proviant dabei hatte, ihre Pistolen offen am pechschwarzen Leder ihres Mantels trug, so fügte sie sich doch erstaunlich gut in das Treiben der Hafen-Metropole ein auf ihrem Weg. Sie verschmolz förmlich mit der einsetzenden Dämmerung an diesem Tag, während ihre Schritte sie immer weiter in Richtung der Gendarran-Felder trugen. Aber in ihren Gedanken war sie schon längst im Harathi-Hinterland und auf dem Einsatz, den Kuraiko vertrauensvoll in ihre Hände gelegt hatte. Die spärlichen Informationen, die sie dem Brief des Magisters entnehmen konnte, verhießen nichts gutes. Trotzdem mussten sie sich beide sicher sein, dass hier kein falsches Spiel mit ihnen getrieben wurde. Und genau das sollte Alexa herausfinden, die fehlenden Puzzlestücke zusammenfügen und ein Gesamtbild abliefern – zusammen mit Magister Sooc, dessen Wohlergehen… [Weiterlesen]