Artikel von „Tharissan“ 7

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    Unter Seraphen - Wenn im Blech die Beule juckt


    Wenn im Blech die Beule juckt und die Stange trübe schimmert
    Will der Seraph schnell mal nageln, im Nebenraum, da wird gezimmert.

    Wenn der Hauptmann zur Parade bläst und alle Männer stehen steif
    Dann wird die Waffe gut poliert und abgerubbelt der Morgenreif.

    Wenn seine Flagge im Wind schon schlaff, als Strafe würde er versohlt
    Braucht der Soldat ne zweite Hand, die sie für ihn runterholt.

    Handwerklich nicht sehr begabt, will er nur ein Rohr verlegen
    Steckt es fest, gelöst wird's leicht: muss er es hin und her bewegen.

    Brennt es bei der Nachbarin, und hat der Soldat Druck auf dem Schlauch
    Das Problem mit einem Spritzer gelöscht und erfreut ist sie davon auch.

    Der Seraph beglückt mit seiner Arbeit gern, stets für Ehr und Ruhm
    Befriedigt jene, die in Nöten sind: Ist standhaft für das Bürgertum.


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  • Ich lebe unter Brücken
    Ich haue Zeug zu Stücken
    Ich schlage gern mit Keulen
    Menschen tun laut heulen

    Andere find ich gar nicht nett
    Charr sind haarig und nicht fett
    Ich liebe meinen Polsterbauch
    Sylvari sind doch auch nur Lauch

    Wir schlagen uns gern zum Gruße
    Ein Asura klebt am Fuße
    Norn verlaufen sich im Wald
    Ich mache wirklich jeden kalt

    Ich lebe auch in der Tiefe
    Du sagst, dass ich doll miefe
    Den Kopf den schlage ich dir ein
    Es ist toll ein Ettin zu sein [Weiterlesen]
  • Ein strahlend schöner Sonnenschein,
    bringt Licht ins dunkel, tief hinein.
    Er zaubert Lächeln auf die Lippen,
    es pocht das Herz unter den Rippen.

    Süße Besinnung kann er bringen,
    lässt Lieder in deinem Kopf erklingen.
    Der Alltag wird zum Abenteuer,
    wärmt dich von innendrin ein Feuer.

    Schließt du die Augen, ist er da,
    suchst du zu sehr, wird's nicht wahr.
    Auch ich will einen, der ist mein.
    Wo bist du, mein Sonnenschein? [Weiterlesen]
  • Ein Knabe kaum erwachsen ist, ist des seines Lebens müd'
    Wünscht sich Nähe stets zu and'ren, doch find sich niemand, der für ihn da
    So wandert er nun Tag für Tag. Wirkt so glücklich drum herum
    Doch im Innern ist es schwarz - die Scharade scheint perfekt
    Gedanken an den eignen Mord quälen ihn gar unentwegt
    Ist's doch feige es zu tun, lässt er's bleiben. Tut es nicht und leidet wohl.
    Sieht man doch hier und dort. Päärchen küssen, lieben sich
    Bringen neid zu ihm, möcht's nicht zeigen, zerfrisst's ihn immer mehr
    Sehnt er sich doch nur zu sehr, auch in Arme sich zu legen
    Diese Nähe, diese Wärme, scheint es ihm schlicht nicht gewährt
    So lebt er täglich vor sich hin, hofft vezweifelt auf die Liebe, welche so unfassbar scheint
    Lächelt nach außen, weint tief drinnen - Diese Welt ist bitter kalt. [Weiterlesen]
  • Kurzgeschichten des Freizeit-Autors Jack Samuel Lynn
    Der Mentor - Eine Verantwortung

    Die Nacht ist bereits in den Hain eingekehrt und schützend legt sich die schimmernde Dunkelheit über die Blätter des blassen Baumes. Hunderte von Glühwürmchen beginnen damit in vielen kleinen Tänzen die Wege der Sylvari zu erhellen, welche zu später Stunde noch unterwegs sind. Sie liefern die Getreide, Beeren und Früchte ab, die sie über den Tag hinweg auf den Feldern des Caledonwaldes geerntet haben, sie wanken und wandeln angetrunken aus der Sternenlaube hinaus, unterhalten sich in stillen Ecken über Geheimnisse oder aber sie stehen wie Mirahn ruhig auf einem Posten und betrachten mit neugierigem Auge das Treiben in der geliebten Heimat.

    Eines der Glühwürmchen schafft es jedoch die Aufmerksamkeit des Beobachters auf sich zu ziehen, als es beginnt das dunkelgrüne Gesicht des Sylvari zu erhellen und letztlich auf seiner Nase landet, um sich dort eine Pause von den anstrengenden Lufttänzen zu
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  • Kurzgeschichten des Freizeit-Autors Jack Samuel Lynn
    Der Hüter - Reue

    Schwer sind seine Schritte auf dem Weg, welchen er vor sich hat. Er trägt in dieser Nacht keine Hainhüterrüstung und dennoch hat das Gefühl ein bedeutend größeres Gewicht auf den Schultern zu tragen. Er hat etwas zugelassen, was er sich schwor niemals wieder zu tun. Nicht noch einmal wollte er jemanden so dicht an sich heran lassen. Nicht noch einmal wollte er, dass jemand anderes seine Schwachstelle wird. Nicht noch einmal wollte er jemanden in solch eine Gefahr bringen. Dennoch hat er es wieder getan und er bereute es bereits jetzt. Damals ist es etwas anderes gewesen. Er war jung und unerfahren. Er ließ es geschehen, ihn an sich heran, er hieß Annawech und es endete fatal. Nur zu genau erinnert er sich an die Vergangenheit.

    „Shin!“ langsam dreht er sich um und lächelt bereits, als er die Stimme vernimmt und sucht nach der Quelle. Jene Quelle ist ein hochgewachsener, schlanker Sylvari, fast so groß wie er,
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  • Kurzgeschichten des Freizeit-Autors Jack Samuel Lynn
    Der Schurke - Auf der Flucht

    Ich weiß nicht, wie lange ich weg gewesen bin. Es gab keine Sonnenaufgänge oder -Untergänge. In meiner Zelle gab es kein Tageslicht. Nie. Es können Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre gewesen sein, die ich dort verbrachte. Meine Finger waren bleich, im starken Kontrast zu den schwarzen, halbzerfledderten, fingerlosen Lederhandschuhen an meinen Händen. Meine Fingernägel zerkratzt, teilweise eingerissen, die Nägel an den Daumen fehlten komplett. Tief saß der Schmerz, als ich gedankenverloren über die leere Fläche strich, wo einst diese Fingernägel gewesen sind.

    Ich war wieder in Kryta angekommen. In Götterfels. Der letzten echten verbleibenden Bastion der Menschen. Ich war wieder in meiner Stadt. Zuhause. Seit gefühlt einer Stunde stand ich schon an der Straßenecke gegenüber dem Haus, welches ich einst mein Eigen nannte. Nun, es gehörte nie wirklich mir, aber die Frau, die darin wohnte. Sie
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