Artikel von „Tharissan“ 4

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  • Ein Knabe kaum erwachsen ist, ist des seines Lebens müd'
    Wünscht sich Nähe stets zu and'ren, doch find sich niemand, der für ihn da
    So wandert er nun Tag für Tag. Wirkt so glücklich drum herum
    Doch im Innern ist es schwarz - die Scharade scheint perfekt
    Gedanken an den eignen Mord quälen ihn gar unentwegt
    Ist's doch feige es zu tun, lässt er's bleiben. Tut es nicht und leidet wohl.
    Sieht man doch hier und dort. Päärchen küssen, lieben sich
    Bringen neid zu ihm, möcht's nicht zeigen, zerfrisst's ihn immer mehr
    Sehnt er sich doch nur zu sehr, auch in Arme sich zu legen
    Diese Nähe, diese Wärme, scheint es ihm schlicht nicht gewährt
    So lebt er täglich vor sich hin, hofft vezweifelt auf die Liebe, welche so unfassbar scheint
    Lächelt nach außen, weint tief drinnen - Diese Welt ist bitter kalt. [Weiterlesen]
  • Kurzgeschichten des Freizeit-Autors Jack Samuel Lynn
    Der Mentor - Eine Verantwortung

    Die Nacht ist bereits in den Hain eingekehrt und schützend legt sich die schimmernde Dunkelheit über die Blätter des blassen Baumes. Hunderte von Glühwürmchen beginnen damit in vielen kleinen Tänzen die Wege der Sylvari zu erhellen, welche zu später Stunde noch unterwegs sind. Sie liefern die Getreide, Beeren und Früchte ab, die sie über den Tag hinweg auf den Feldern des Caledonwaldes geerntet haben, sie wanken und wandeln angetrunken aus der Sternenlaube hinaus, unterhalten sich in stillen Ecken über Geheimnisse oder aber sie stehen wie Mirahn ruhig auf einem Posten und betrachten mit neugierigem Auge das Treiben in der geliebten Heimat.

    Eines der Glühwürmchen schafft es jedoch die Aufmerksamkeit des Beobachters auf sich zu ziehen, als es beginnt das dunkelgrüne Gesicht des Sylvari zu erhellen und letztlich auf seiner Nase landet, um sich dort eine Pause von den anstrengenden Lufttänzen zu
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  • Kurzgeschichten des Freizeit-Autors Jack Samuel Lynn
    Der Hüter - Reue

    Schwer sind seine Schritte auf dem Weg, welchen er vor sich hat. Er trägt in dieser Nacht keine Hainhüterrüstung und dennoch hat das Gefühl ein bedeutend größeres Gewicht auf den Schultern zu tragen. Er hat etwas zugelassen, was er sich schwor niemals wieder zu tun. Nicht noch einmal wollte er jemanden so dicht an sich heran lassen. Nicht noch einmal wollte er, dass jemand anderes seine Schwachstelle wird. Nicht noch einmal wollte er jemanden in solch eine Gefahr bringen. Dennoch hat er es wieder getan und er bereute es bereits jetzt. Damals ist es etwas anderes gewesen. Er war jung und unerfahren. Er ließ es geschehen, ihn an sich heran, er hieß Annawech und es endete fatal. Nur zu genau erinnert er sich an die Vergangenheit.

    „Shin!“ langsam dreht er sich um und lächelt bereits, als er die Stimme vernimmt und sucht nach der Quelle. Jene Quelle ist ein hochgewachsener, schlanker Sylvari, fast so groß wie er,
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  • Kurzgeschichten des Freizeit-Autors Jack Samuel Lynn
    Der Schurke - Auf der Flucht

    Ich weiß nicht, wie lange ich weg gewesen bin. Es gab keine Sonnenaufgänge oder -Untergänge. In meiner Zelle gab es kein Tageslicht. Nie. Es können Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre gewesen sein, die ich dort verbrachte. Meine Finger waren bleich, im starken Kontrast zu den schwarzen, halbzerfledderten, fingerlosen Lederhandschuhen an meinen Händen. Meine Fingernägel zerkratzt, teilweise eingerissen, die Nägel an den Daumen fehlten komplett. Tief saß der Schmerz, als ich gedankenverloren über die leere Fläche strich, wo einst diese Fingernägel gewesen sind.

    Ich war wieder in Kryta angekommen. In Götterfels. Der letzten echten verbleibenden Bastion der Menschen. Ich war wieder in meiner Stadt. Zuhause. Seit gefühlt einer Stunde stand ich schon an der Straßenecke gegenüber dem Haus, welches ich einst mein Eigen nannte. Nun, es gehörte nie wirklich mir, aber die Frau, die darin wohnte. Sie
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