Artikel von „Mia“ 24

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  • Ergreif meine Hand. Du kannst es nicht.

    Dein Blick. Er war schon früher unmöglich.

    Erinnerst du dich an vergangene Abende? Es geht nicht mehr.

    Ich kann seit dem Anfang keine Ruhe finden.

    Obwohl ich am Ende die Ruhe selbst bin.

    Ich möchte, dass dies ein Traum bleibt.

    Aber ich glaube nicht, dass ich einschlafen kann.

    Ich denke an dich.


    Sacht lehnte sie sich mit ihren Gedanken zurück. Ein schiefer Ton erklang. Sie nickte, verstand das Musikinstrument in ihrem Rücken.
    Sie war ebenso verstimmt, genauso wie das Klavier.
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  • Die Trauerweide tanzte mit dem Herbstwind, ihre Äste warfen verspielte Schatten an das Flussufer an dem gestern noch geschrien und getobt wurde. Die spärlichen Sonnenstrahlen der Jahreszeit wärmten nicht, gaben aber zumindest Licht – erhellten die Szenerie an den Wurzeln des Baumes. Es war die Blonde, die zuerst zu sich kam. Träge versuchte sie zu erahnen wo und warum sie dort war. Sie schnaufte als ihr der körperliche Schmerz bewusst wurde. Der Kopf pochte, die Wunde am linken Arm brannte und unweigerlich zog sie sich enger zusammen. Warum war es nur so schwer aufzustehen? Was hinderte sie daran sich zu erheben und warum war sie hier? Langsam drängten sich die Erinnerungen an den vergangenen Abend wieder in ihr Unterbewusstsein und sie musste beinahe würgen als ihr bewusst wurde was geschehen ist, was sie dazu veranlasst hatte die Nacht im Freien zu verbringen. Es brauchte eine Weile bis sie begriff, dass es die Last eines Körpers auf ihr war die sie neben dem Schmerz
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  • Addison schaute verwundert, als die junge Komtess in den Salon trat. "Ich bin nicht einmal einen Tag wieder hier, und sieh an wer direkt vor meiner Türe aufschlägt. Ohne mir vorher einen Brief zu schreiben und sich zu melden, dass sie noch lebt." Marlene hob die Mundwinkel und schrägte den Lockenkopf an um der Hexe einen formvollendeten Knicks zu schenken. Mister Vitel verbeugte sich ebenfalls tief und stellte das Mitbringsel, ein Wiedersehensgeschenk auf eine der Anrichten hinter Marlene um den Raum direkt zu verlassen. "Seien wir ehrlich. Du hättest ihn nicht einmal gelesen und hättest lediglich abfällig darüber geschnaubt, dass ich nicht bei dir bin. Ich kann mir die Worte im Geiste ausmalen: Wenn sie mir etwas zu sagen hat, soll sie gefälligst wieder zurück kommen an den Ort, an den sie gehört! " sprach Marlene ruhig. "Du kennst mich eben doch." Das Lächelnd der Hexe wurde schmaler. "Bourbon, Sherry, Tränen meiner Nachbarn?" Langsam erhob sie sich und trat auf den kleinen
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  • „Ihr vertraut doch der Ramme! Sie wird mich nicht fallen lassen!“


    Sie war längst auf den Rücken der Frau geklettert und senkte ihr Kinn auf deren Schulter, während sie Sorgen der anderen Gruppe lapidar abwinkte. Ihre Kopfschmerzen waren beinahe unerträglich.

    „Fällst du, springe ich hinterher.“


    Ihre Finger wollten sich am liebsten durch die Rüstung der Roten bohren. Das Eichenherz zog die beiden Frauen über die Schlucht. Das Herz wurde schwer und ihr Kopf pochte als weitere Erinnerungen zurückkamen.

    „STEH AUF! Schimpf mich und rüttele mich, wenn du es willst! Aber steh endlich wieder auf! Bitte... Ich brauche dich.“


    Die Kopfschmerzen würden sie irgendwann umbringen. Sie konnte sich nicht mehr festhalten und musste sich eingestehen, dass sie Andra losgelassen hatte. Während des Sprungs über die Klippe aber auch bereits einige Wochen zuvor.

    „Minna!“


    Die flackernden violetten Scherben erschwerten ihr die Sicht. Der Schild zersprang in tausende kleine Teile als ihr Körper
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  • Kreidebleich war der Körper der zwischen den roten Seidenlaken aufgebettet lag. Sein Atem sogar noch etwas flacher als bei der Ankunft in ihrem Haus. Marlene saß an ihrer Frisierkommode und kämmte sich das nasse Haar. „War es denn wirklich notwendig?“ Sacht schob Mister Vitel die angelehnte Tür weiter auf. „Es hat ihm Schmerzen erspart.“ sprach sie ihrem Spiegelbild zu, hob aber zeitgleich den Blick um die Worte an den alten Diener zu richten. „Das hätte er auch so durchgestanden.“ „Dann habe ich den Nachbarn eben Schmerzensschreie aus meinem Anwesen erspart. Sie denken ohnehin ich wäre wunderlich.“ „Das seid Ihr auch Komtess.“ Langsam ließ sie die Bürste auf die dunkle Kommode sinken und hob die beiden müden Mundwinkel. „Habt ihr die Tagesblätter gelesen? – Ein Sturm zieht auf Mister Vitel. Solltet Ihr Euch nicht eher darum kümmern? Fenster haben wir zu genüge die Ihr absichern solltet.“ Der alte Diener seufzte und schüttelte den Kopf. Er
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  • •• Das vergessene Duett ••


    „Ich werde es nie so spielen können wie du.“

    „Musst du es denn so spielen können wie ich, wenn ich doch da bin um dir das Lied erneut in Erinnerung zu rufen?“

    „Als läge alles in diesem Lied, diesem einen Tanz.“

    „Ein paar Töne und es ist als wäre es nie fort gewesen.“

    „Es ist spät, Marlene.“

    „Eine Uhr zeigt dir die Zeit an. Ein Augenblick wie dieser lässt sie uns jedoch vergessen.“

    „Dieser Augenblick wird zur Klippe, an der wir vielleicht zerschellen.“

    „Selbst, wenn es das sinkende Schiff ist, möchte ich, dass wir diesen Tanz gemeinsam fortsetzen.“

    „So sehr ich es wünsche, ich vermag es nicht dem nachzugeben.“

    „Es ist wohl spät.“

    Das Glas noch immer in ihrer Hand und lehnte sie mit der Stirn an dem kalten Fensterglas und während der dünn gedrehte Glimmstängel in ihrer Hand leise abbrannte, ließ sie den Abend erneut an ihr vorbei ziehen und lauschte den Tönen, die der Hausherr dem Instrument entlockte.

    Sie wusste er würde heute Nacht
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  • Es brauchte einen Augenblick bis sie begriff wo sie war. Bis sie auch die Kälte zuordnen konnte, die ihren Körper einhüllte. Benommen zog sie eines der Felle über sich. Noch bevor sie einschlafen konnte, holten sie ihre Gedanken ein:

    „Er schützt und beschütz. Der Tod gehört zum Leben. Ein Uneins gibt es darin nicht für mich.“

    Das Gleichgewicht unserer Welt steckt in den Gegensätzen. Ganz gleich ob Feuer oder Wasser, Hass oder Liebe – gehört der Tod in unser Leben wie das Leben selbst. Die Gegensätze begleiten einander und stützen sich gegenseitig. Was wäre das Leben wert, wenn es den Tod nicht mehr gäbe? Was würde kostbar werden von der Zeit, die wir haben, wenn wir sie in unendlichen Maßen ausschöpfen könnten? Welche Momente würden in Erinnerung bleiben, wenn man ausreichend Zeit hätte alles Erdenkliche zu erleben und zu leben.

    Sie drehte sich auf den Rücken und blickte zur Holzdecke der Hütte hinauf.

    „Er ist meine Familie. Und ich stehe immer an seiner Seite. Egal was da
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  • Sie schliefen. Vereinzelt waren noch die eingeteilten Wachen zu sehen. War es Sahrela die umhertigerte und den Blick wachsam schweifen ließ? Oder war es Andra – Sie hatte abgenommen. Es stand ihr nicht. Vielleicht auch Juno.

    Bei letzterer zog sich ein Mundwinkel hoch.

    Die Sylvari. Schon Alea und Malvala haben es der Blondine angetan. Auch das wuselige Ding Resia mit ihrer kräftigenden Suppe. Sie wirkten alle so lebendig. Ihre Art mit den Dingen in dieser Welt umzugehen war so nüchtern und einfach, dass sie sich wünschte, dass Menschen auch so wären. Andererseits was wusste sie von dem Traum aus welchem man die Blümchen bereits ausgewachsen riss. Von der Mutter von der sie sprachen. Sie teilten ihre Emotionen miteinander. Menschen taten es nicht. Sie verschleierten ihre Gefühle oft.

    Ein Kopfschütteln. Konzertiere dich Minna! Sarina hat es dir gezeigt. Sie hat dich gelehrt, deine Gedanken nur auf die Magie zu kanalisieren. Versuch es nochmal.


    Graham. Geliebter Graham. Sie hatte… [Weiterlesen]

  • Der Türknauf bohrte sich in ihren Rücken. Ein kurzer Wink hatte gen Leibwache ausgereicht. Sie wollte noch nicht gehen. Nicht jetzt. Sie wollte die Melodie die er spielte noch hören.

    Vielleicht hast du recht. Vielleicht hat mich Minna verändert. Aber bisher kann ich nichts Schlechtes daran finden, im Gegenteil. Vielleicht war ich auch schon immer so.

    Ich gebe dir recht Graham. Du warst schon immer so… So verdammt rührselig und ein Gefangener von überwältigenden Gefühlen. Du hast nie mit deinem Verstand, sondern stets mit deinem Herzen gedacht. Schon als wir uns kennenlernten. Statt dich von dem blassen Gesicht des Mädchens die dir damals begegnet ist abzuwenden, hast du versucht sie zum Lachen zu bringen. Du kanntest sie noch nicht einmal. Statt dich von mir zu entfernen alses schwierig wurde, hast du mir einen Antrag gemacht. Bist auf die Knie gefallen, statt zu gehen. Hast mich angefleht mit dir die Stadt zu verlassen. Ich hatte dich immer nur belächelt und die… [Weiterlesen]

  • "Mahra? Hast du keinen Hunger?" Selim hatte nach einer gefühlten Ewigkeit die Tür zu ihrem Zimmer geöffnet und blinzelte hinein. Hinter ihm saßen sie - alle am Tisch versammelt. Allesamt. Der ganze Haufen blonder Kerle Isoke. "Nein Selim. Ich glaube ich bleibe noch etwas liegen…" Bis Ihr alle endlich aus dem Haus seid! "Ich nehme Selim heute mit zum Bauern." Arian unterrichtete seine Schwester gern mit Dingen die er sonst Mutter sagen würde. Es gehörte sich so im Hause Isoka. Interessiert mich nicht. "Luan und ich gehen mit Papa angeln!" Milans Stimme war mittlerweile so dünn wie Mahras und sie musste kurz schmunzeln. Stimmbruch, hm? "Macht ihr nur." Sie richtete sich auf und mit einem halben Schritt war sie bei Selim, schob ihn aus dem Türrahmen nach draußen, dieser störte sich aber wohl nicht daran. Mein süßer Wirbelwind. Ich könnte Euch gar nicht alleine lassen! Er quickte vergnügt und trampelte über die Dielen zum Vater um auf seinen Schoß zu springen. "Vorsichtig!" brummte
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