Artikel von „Mahorka“ 44

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  • Neu

    Ein seltenes Gedicht, entstanden für's Rp.

    Der hehre Kampf


    Dem Kriegerschwerte folgt Gewissheit,
    dass nichts und niemand hehrer ist;
    hehrer als der Kampf als solcher,
    hehrer als der Wille selbst.
    -
    Doch welch Kampf will gefochten,
    wenn kein Gegner sich erkennbar zeigt?
    Wenn der Feind als solcher, feige wie er ist,
    Nicht dem Schwerte materiell begegnet, sondern einzig Herr des Willens ist?
    -
    Dem Kriegerschwerte folgt Gewissheit,
    dass nichts und niemand hehrer ist;
    hehrer als der Kampf als solcher,
    hehrer als sein eigner Wille selbst.
    -
    Und wenn das Schwerte weichen muss,
    für Kämpfe fern der eisern Klinge;
    Im Reiche der Verletzbarkeit, wo kein Schild und Heer zu schützen weiß.
    Dann, wenn Ängste ein Gesicht bekommen.
    -
    Dann folgt dem Kriegerschwerte die Gewissheit,
    dass nichts und niemand hehrer ist;
    hehrer als der Kampf als solcher,
    hehrer als der Wille selbst.

    1332 n.E. , L. Tamesi
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  • Der Tag begann noch weit vor dem Morgengrauen in einer Stunde, die die meisten zum tiefsten Schlaf lockten.
    Jene Stunde war es, in der ein Geist stets erwachte, über Jahre hinweg hierzu erzogen, um ungesehen sein Tagwerk zu vollrichten.

    Es war leise im Haus, in dem einzig die Nachtwachen leise ihren Dienst verrichteten und den Schlaf derer behüteten, die es zu schützen galt. Ein ehrbarer, wichtiger Dienst, den es bald schon zu danken galt, sobald die morgendlichen Rituale vollzogen waren.
    Sie begannen mit einer ausgiebigen Reinigung des Leibes, mit der man den letzten Schlaf und seinen Müßiggang fort trug, um den Tag mit angemessener Reinheit zu bestreiten.
    Mit ihr an der Seite, lockte die Meditation und danach das ankleiden.
    Stets im Sinne der Familie, war die Wahl der Kleidung schwarz und gold, weit genug, um darunter, eng am Leibe, so manche schmale Klinge beherbergen zu können, oder auch offensichtlich darüber.
    Zuletzt folgte die Kohleschwärze für die Augenlider und das satte… [Weiterlesen]



  • "....Die Götter sind fort."

    Sie sah aus dem Fenster, begrüßte das Morgengrauen auf dem gepflasterten Weg weiter unter ihr, wo nur grau und grau vorherrschte, denn die Sonne hatte es noch nicht über den Horizont geschafft.
    Es war eine tote Stunde, in der das Erwachen wie eine zaghafte Regung nach dem Tiefschlaf lag.
    Der Übergang vom Traum in die bittere Realität, durch die just die dunkel gerüstete Gestalt schritt.
    Es waren ruhige Schritte die ihn fort trugen, fort von dem Ort, der ihm zuwider schien und doch im Moment die einzige Zuflucht ehrlicher Gastfreundschaft war.
    Er wollte nicht hier sein und konnte sie es im verübeln? Gefangen zwischen Traum und Realität, von der die eine Seite so fern blieb, wie die andere unliebsam an ihm zog.

    Der Kopf sank an die leicht abgerundete Kante des Fensterrahmens dort, wo der Freiraum im Gestein gelassen wurde, damit das Holz eingelassen werden konnte. Auch weiterhin folgte ihr dunkler Blick dem Krieger, dessen Konturen kleiner wurden auf… [Weiterlesen]
  • Übertragen von den gemeinsamen Geschichtenthread aus Im stillen Glanz und entsprechend dort noch mal zu finden.

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    "...Ihr MÜSST sie finden! SIE haben sie! SIE HABEN SIE!" - "Fixiert sie endlich!" Hysterie und hektische Anweisungen dröhnten ihr in den Ohren, während sie zusah, wie die junge Frau im Nachthemd, deren Unterarme Blut überströmt waren, von zwei Pflegern aufs Bett gedrückt wurde, während die alte Dwayna Priesterin mit schmerzlicher Miene, die gepolsterten Lederfesseln anbrachte und die Verletzte fixierte. Es tat ihrer Kollegin unter Dwayna leid so vorgehen zu müssen, doch es half nichts; wenn ihr Schützling bereit war sich selbst zu verletzen und zu verstümmeln, mussten Maßnahmen getroffen werden.
    Leza seufzte und steuerte die Tür an, um hinaus zu gehen.

    "Irgendwo muss es doch sein...."

    "Du bist ein Taugenichts, genauso wie dein verlauster Vagabund von Bruder! Was habe ich nur getan, um mit _euch_ bestraft worden zu sein?!" Die Worte endeten in einem… [Weiterlesen]
  • Es war fast romantisch, wie die Sonnenstrahlen langsam über den hohen Bergkamm hinter der Feste krochen, deren tristes Gestein von weichen Nebelschlieren eingefangen war, ähnlich einer schüchternen Maid, die ihre Blöße bedecken wollte.
    Der Wind trug das zwitschern der wachen Morgenvögel mit sich und das erste, bunte Laub von den Bäumen, als Vorbote des greifbaren Herbstes.
    Ja, es lag Romantik in der Luft...

    "NOCH ZWEI RUNDEN IORGA!" Gellte Barions Ruf über den Übungsplatz und brachte Veruca fast ins stolpern. Mittlerweile hatten die müden Augenlider sich höher gekämpft, nachdem Drair sie völlig verpennt zum ersten Morgenappell geschliffen hatte, nach einer viel zu kurzen Nacht.
    Der erste Tag als 'richtige' Wachsame hatte begonnen und schon jetzt hatte sie das Bedürfnis, irgendjemanden den Steinmeißel in die Eingeweide zu rammen.
    Vorzugsweise Adwindele, die in ihrer hoheitlichen Überheblichkeit da stand, verpackt in der Rüstung der Recken und aufs Schild gestützt, während sie ihre… [Weiterlesen]
  • Das Lichtspiel der einsamen Kerzenflamme hatte etwas verspieltes, etwas anmutiges.
    Etwas, das den Blick aus dunklen Augen länger lockte und dazu führte, dass man das eigentliche Braun darin erkannte. So dunkel, dass es im ernüchternden Alltag stets zu kaum mehr, als 'dunkel' gereichte, musste man es beschreiben.
    Tatsächlich war es aber warm.
    Lezas Augen trugen ein warmes, dunkles Braun.
    Eines, das an alte Eichen erinnerte, die im Sommer zur Rast einluden mit den weiten Schatten die sie warfen, oder an die man sich mit dem Rücken lehnte, wenn man eine Pause brauchte.
    Es erinnerte sie gleichsam an das Braun vom Fell des Nachbarhundes. Gewiss nicht das klügste Tier das sie kannte, aber wenn man ihn rief und die kurzen Haare im Sonnenlicht einige Nuancen erhellt wurden und schimmerten, freute man sich.
    Nicht, weil der Hund ein so wunderschönes Fell hatte, sondern weil er so loyal war, stets zurück zu eilen, wenn man ihn rief.
    Man erfreute sich an seiner Loyalität und darin lag die Essenz.… [Weiterlesen]
  • Der Schmerz brach explosionsartig über ihren Verstand herein und war doch so flüchtig wie der Wind selbst, der sie und Andra zuvor noch drohte, von der hohen Brücke zu fegen.

    Sie spürte die Klauen in der Brust, das ziehen und zerren, wo der natürliche Widerstand ihres Körpers mit Leichtigkeit überwunden wurde und der Dschinn sich nahm, was er eingefordert hatte.
    Es war ein schmerzvoller, aber gnädigerweise schneller Tod den sie vor sich sah, manifestiert in schattenhafter Gestalt eines alten Urwesens, dem sie die Tür zur Zelle geöffnet hatte. Sie glaubte ihn sogar lächeln zu sehen, dann explodierte wirklich irgendwas um sie herum.
    Schrillend pfeifte es in ihren Ohren, während die Sicht vom schillernden Kristallnebel behindert wurde.
    Der Schmerz? War dem drückenden Gefühl in den Lungen gewichen, wo der feine Staub sich bei jedem Atemzug ablagerte und zum husten animierte.
    Leza blinzelte, als irgendwo in der unendlichen Ferne ihr Name erklang.
    Lag da Dringlichkeit im Klang?
    Allzu… [Weiterlesen]
  • Tage zuvor:

    "...sobald wir die Wächtersteine deaktiviert haben, sperren wir den Dschinn ins neue Gefäß. Alles andere wäre zu gefährlich."
    Wut erwachte in ihr, Unverständnis über die Selbstverständlichkeit, über Freiheit und Gefangenschaft anderer zu bestimmen.
    Wer gab ihnen das Recht hierzu, ausser die Angst?
    Und sollte Angst wirklich ein ausreichender Grund sein dürfen, um einem Wesen die Freiheit zu nehmen, die man selbst sehnte?
    Sah denn niemand diesen Widerspruch, dass Gefangenschaft nichts verbesserte?
    Und ein kleiner Teil von ihr flüsterte im grauen der Gewissheit, dass sie alle einmal Gefangenschaft kennenlernen sollten, um der Freiheit den Wert zusprechen zu können, die sie verdiente- und gleichsam wusste sie, dass nur die Wenigsten, aus dieser Lektion das richtige lernen würden.

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    Leza hatte sich mittlerweile wieder beruhigt, soweit es die Umstände denn zuließen.
    Das Land war nicht gnädig gewesen und die letzten Tage hatten viel Energie gekostet und alles… [Weiterlesen]
  • Leben, oder Leben lassen?

    Ein logisch denkender Geist, hätte das Leben gewählt, hätte es bejaht, befürwortet.
    Doch sie hätte sich anders entschieden, ohne großes zögern. Ein Leben konnte grausam sein. Ein Leben konnte Gefangenschaft und Ketten bedeuten, doch das Leben, leben zu lassen, bedeutete soviel mehr, nahm man sich die Zeit, darüber zu sinnieren.
    Es ratschte leise, als das kühle Metall seine Arbeit tat und ein Teil von ihr zu Boden fiel.

    Geld oder Gesundheit?

    Sie hätte das Geld gewählt, sehr lange Zeit. Nicht aus Raffgier, nicht weil sie es schätzte; Aber das eigene Wohl, besaß noch weniger Wert. Ihre Herrin wusste warum und obwohl sie glaubte, Lyssa würde es nicht gut heißen, redete sie sich ein, dass sie es doch verstand und vielleicht, nur vielleicht auch Nachsicht zeigte.
    Geld war einfach gestrickt. Geld war nützlich. Geld betrog dich nicht, Geld wollte nicht gepflegt werden und Geld tat nicht weh, wenn es langsam schwand.
    Geld, war der einfachere Weg.

    Vergänglichkeit,[Weiterlesen]
  • Der laute Knall erschütterte das gesamte Gemäuer des kleinen Hauses und fegte sogar zwei Schindeln vom Dach, die klirrend auf dem Gehweg zersprangen und einer Passantin fast das Leben kosteten, als das alte Weib vor Schreck zusammen fuhr.

    Im Epizentrum des Schreckens indess, hustete sich die Hausherrin die verdorrte Seele aus dem Leib und zog lautstark die Nase hoch, bevor sie die Brille aus dem Haar pflückte und sich wieder aufsetzte.
    Sie sah nichts.

    Das Brillenglas war genauso verrußt wie der Rest der Priesterin und trug die letzten, bunten Funken zur Schau, wo die magische Entladung sich optisch verlor. Beinahe hätte es schön ausgesehen, wäre all dem nicht so ein bestialisch lauter Knall voraus gegangen, der noch immer in ihren Ohren klingelte und die gesamte, nahe Nachbarschaft geweckt hatte.
    War es so geplant gewesen?
    Gewiss nicht.
    Hatte sie deswegen ein schlechtes Gewissen?
    Natürlich nicht.

    Schwerfällg bückte sich Leza nach den Überresten des bis vor kurzem noch intakten… [Weiterlesen]