Artikel aus der Kategorie „Tagebücher“ 146

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  • Charakter: Riotea

    “Was soll das heißen? Ihr habt euch getrennt?”
    Riotea war außer sich vor Wut. Schrie Lyude lautstark an.
    “Getrennt, du hast mich schon verstanden.”
    “Ly, was soll der Blödsinn? Du liebst ihn über alles! Ich habe das Funkeln in deinen Augen gesehen. Du warst noch nie so glücklich und jetzt hast du sogar den Brautstrauß gefangen!”
    Er antwortete ihr nicht, sondern packte weiter seinen Rucksack.
    “Verdammt rede mit mir! Ich weiß doch vom Heiratsantrag! Was ist passiert?”
    Wieder schweigen. Aber immerhin hielt er inne und drehte sich wieder zu ihr um.
    “Komm schon Ly, was ist passiert? Hat er abgelehnt?”
    Erst nur ein langes seufzen, dann drehte er den Kopf weg.
    “Das Leben. Das Leben passiert und wir müssen damit umgehen. Also werden Entscheidungen getroffen und so sieht nun einmal diese Entscheidung aus.”
    Seine Stimme war leise und irgendwie verbittert. Ratlos stand Riotea einfach nur da und sah ihn an. Ohne ein weiteres Wort drehte Lyude sich wieder um und packte weiter… [Weiterlesen]



  • „Hab ich etwas schlechtes gemacht?“ will Matt von ihr wissen. Gemeinsam stehen sie in der kleinen Scheune mitten auf dem Feld. Für einen Teil ihres Lohnes darf sie in dieser leben. "Nein. Nein. Nicht. Entschuldigung. Das habt Ihr nicht. Ihr habt mich nur gerade an jemanden erinnert." gesteht sie.


    Noch am gleichen Tag, in der Abenddämmerung klopft es wieder an der Tür zur unscheinbaren Scheune. Mahra erinnerte sich, dass Matt sich um das Loch im Dach kümmern wollte. "Ich komme schon!" ruft sie unnötigerweise, die Hand längst an der Türklinke. Beschwingt öffnet sie die Tür und blickt auf die Brust eines großen Mannes. "Hey... Mahra." Die Stimme schickt sie direkt in die Vergangenheit. Damiens Blick ist unbefangen, er lächelt nicht, wirkt aber auch nicht eisig. Sie hatte die Erinnerung wieder zum Leben erweckt. Ihre Begrüßung bleibt ihr im Halse stecken und erst nach einigen Augenblicken will sie seinen Namen aussprechen:

    „Damien, was machst du hier?“


    Sie hatten sich so viel zu
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  • Charakter: Riotea

    Thimorn starrte Riotea mit einem so festen und ernsten Blick an, dass sie verwirrt war. So war er noch nie. Weder nach der Sache mit seinen Erinnerungen aus Maguuma, noch nach dem ihm der Dämon ausgetrieben wurde. Priesterin Nara Dachs hatte sich schon die ganze Zeit um die Patienten im Hospital gekümmert und war gerade bei Thimorn angekommen. Dass er sie ansprach empfand Riotea als nicht ungewöhnlich. Bis sie seine Worte hörte.
    Vermählt uns bitte. Jetzt. Hier. Ohne Brimbamborium.”
    Priesterin Dach sah ihn argwöhnisch an.
    “Warum?”
    Mit großen Augen, Fassungslos und fast panisch starrte RioteaThimorn an. Sie hatte die Worte verstanden und wusste genau was sie bedeuteten.
    “Warte... Was? Hier? Im Hospitz? M-Moment... und... und die Hochzeitsgardrobe?”
    Es war nicht, weil sie ihn nicht heiraten wollte oder kalte Füße bekommen hätte, es war das plötzliche was sie so aus der Fassung brachte.
    “Ich bin Soldat und wie meine Verlobte gerade sagte, sie soll nicht Witwe sein,[Weiterlesen]
  • Bienchen, X
    Tagebuch der werdenden Mutter Celeste Vanhoven

    Du bist noch so klein wie ein Fingerglied deines Vaters. So klein, aber wir freuen uns so riesig auf dich.

    Schätzungsweise bin ich mit dir in der Elften Woche. Ich bemerke immer mehrere, kleine Details seitdem ich weiß das ich dich in mir trage. Selbst deinem Vater fallen diese Kleinigkeiten auf. Für gewöhnlich habe ich kalte Gliedmaßen, aber durch dich arbeitet mein Körper auf Hochtouren. Das Blutvolumen hat sich erhöht und zu meinem Gunsten habe ich ausnahmsweise mal häufiger warme Hände und Füße.

    Und ich habe durst, aber auch das ist nicht schlimm. Mein Körper gibt mir die Signale die ich benötige um alles richtig zu machen, damit du in mir heranwachsen kannst. Jedes Signal bekommt seine Aufmerksamkeit, damit es dir an nichts mangelt, Bienchen.

    Es ist schön, zu wissen das du lebst und ich diese Anzeichen habe und auch kleine Wehwehchen erleide. Du bist da. Das macht mich glücklich. Das kann mich über jede Morgen
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  • Charakter: Riotea

    Hufschläge und das knarren und poltern eines großen Holzkarrens in schnellem Galopp hallten über die Wiesenlandschaft und ließen den Boden unter ihren Füßen immer mehr erbeben, je näher er kam. Gerade war sie noch im Kloster gewesen und hatte Besorgungen abgeholt, wollte zurück nach Götterfels und sie abgeben. Der Karren mit dem Doppelgespann kam mit einem rasanten Tempo von hinten auf sie zu. Riotea konnte sich nur mit einem Hechtsprung von der Straße retten und landete hinter einem kleinen überwuchertem Begrenzungszaun am Hang.
    Unter den Hufen der beiden bulligen Dolyaks schien die Straße nachzugeben, ihre Hufe gruben sich tief in die vor langer Zeit gepflasterte Straße. Das Tempo ließ den Karren wild auf dem Kopfsteinpflaster hin und her springen und haltlos seine scheinbar ungesicherte Ware verlieren. Erst als die Hufschläge in der Ferne verhallten, stand sie aus dem Gras auf und sah dem scheinbar flüchtenden Händler nach. Das bunte Zaumzeug der Tiere, sie… [Weiterlesen]
  • Kritzel mich in
    krakeligen Lettern
    mache mich klein

    Und dich
    Dich schreibe ich in
    schönster Kalligraphie

    achte sogar beim setzen
    des i-Punktes auf Perfektion



    Und ich höre
    Nicht in mich herein
    aber dafür dir stundenlang zu

    Ich höre wie du lachst
    Das schmunzeln in deiner Stimme
    Den Erzähler-Unterton in Geschichten

    Dein Atmen
    Und selbst dabei höre ich dir gerne zu



    Wie Du überzeugt bist
    Von dem was Du tust
    Von Dir und Deiner Tugend

    Mich selbst erkenne ich nicht
    aber dich
    Dich kann ich lesen wie ein offenes Buch

    Vor lauter schön geschrieben dichs, du und dir
    Habe ich das krakelige mich links liegen lassen



    Was sind meine Träume
    Überzeugungen
    Und wofür will ich mich einsetzen

    Was ist mein Ding
    Für was will ich mich durchsetzen
    Meinen Lebenssinn




    Zwischen den Zeilen da finde ich ja vielleicht
    mich?
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  • 2. Eintrag: Reise vom Dorf Astorea zur Ährenleser-Bucht
    05./34. Zephyr, 1334 n. E.


    Liebes Tagebuch

    Der Morgen war wunderschön, die Sonne lachte, als ich mein Lager abbrach und in Richtung Danador’s Zwinger wanderte. Lum scheint den Tag nicht weniger zu geniessen als ich. Immerhin kennt sie die Reiseroute, die wir machen wollen. Rata Sum soll mein erstes grosses Ziel werden, aber für heute reicht mir endlich mal die Ährenleser-Bucht! ABER als erstes wollte ich mich unbedingt nochmals von Feris verabschieden… Und von Danador. Derjenige, der mir soviel in den letzten fünf Jahren beigebracht hat. Und der immer ein offenes Ohr für mich hatte… Ich könnte schon wieder weinen, wenn ich an meinen Feris denke, dem ich nun den Auftrag gab, er solle sich gut um das Rudel kümmern und um Danador und Madoine sowie auf beide hören. Er soll den Hain beschützen und fleissig auf der Jagd sein… [Ein Tränenfleck verschmiert einen Teil des nachfolgenden Wortes.] oine hatte mich schlussendlich mit einem[Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Wieder das Plateau. Das grüne Gras, welches der Wind wie Wellen zum Tanzen brachte und der blaue Himmel ohne Wolken. Es hatte sich nichts verändert. Dachte Riotea zunächst. Aber der Elementar war verschwunden. Lag noch immer in verstreuten Trümmern im Gras und hatte sich entgegen ihrer Hoffnung, nicht wieder zusammengefügt. Vom Setzling war auch dieses Mal keine Spur. Dieses Mal ließ sie nur den Blick über das bekannte Terrain schweifen, rührte sich nicht von der Stelle. Beobachtete einen Moment lang das Gras und lauschte dem Wind. Doch da war nichts, was die Natur anders machen würde. Kein unwirkliches Geräusch, kein scheinbares Objekt und auch kein falsches Gefühl schien dieser surreale Ort von sich zu geben.
    Ein Stückweit von ihr entfernt lag einer der brocken vom Elementar. Mit langsamen Schritten ging sie darauf zu und merkte es schon beim ersten Setzen ihrer Füße. Das warme Gras. Es fehlte. Beim Blick nach unten fiel es dann auf. Ihre Schuhe waren da und… [Weiterlesen]
  • 1. Eintrag: Reise vom Hain aus bis zum Dorf Astorea
    54. Zephyr, 1333 n. E.





    Liebes Tagebuch

    Nachdem ich endlich mal reisefertig gepackt habe, ist es endlich soweit! Ich kann endlich in die Welt hinaus, auch wenn es schon etwas späterer Nachmittag ist. Das Wetter verspricht gute Reisebedingungen und trotz später Abreise – ich wollte am liebsten schon am Morgen ausziehen in die weite Welt – sollte ich es vielleicht noch bis zur Ährenleser-Bucht schaffen. Davor wollte ich noch einen kurzen Abstecher zu meinem Farnhund Feris machen, bei dem ich mich zwar schon verabschiedet habe, aber ein zweites Mal kann nicht schaden. Allerdings sollte es nicht soweit kommen. Ein mir unbekanntes Krächzen lockte mich in der Nähe des Zwingers auf eine Anhöhe. Dort stand ein gänzlich unbekleideter orangefarbener Sylvari und ein rot-schwarzer, sehr dorniger Sylvari samt Farnhund und ein komisches Reptil. Natürlich, wusste ich zu Beginn nicht, was für ein seltsames Reptil dies war. Nun[Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea - Lyude

    Es war spät, längst dunkel. Riotea war in ihrem Zimmer und lag bereits im Bett, als sie Thimorns Schritte hörte. Es war Thimorn, das wusste sie genau. Kein anderer hätte noch Holz in den Ofen geworfen, bevor er so die Treppe rauf kam. Aber anders als sonst, kam er nicht an ihre Tür um zu lauschen. Sondern ging direkt in sein Zimmer.
    Sie hatte Schuldgefühle und diese brannten bereits den ganzen Abend lang. Hatten ihre Freunde darüber, dass sie die Karten zurück hatte mehr als überschattet. Sie wusste das er die Karten nicht mochte. Nicht mochte was sie damit tat. Wollte die Karten nicht Haus haben, also ließ sie die Karte woanders. Nicht im Haus und schon gar nicht auf dem Hof.
    Sie deckte den Frühstückstisch am nächsten Morgen als wäre nichts gewesen, als er herunterkam. Wusste das sie den schein das alles in Ordnung sei nicht aufrechterhalten könnte, egal wie sehr sie wollte, dass der Tag normal anfing.
    Thimorn hatte sie wortlos in den Arm genommen,… [Weiterlesen]