Artikel aus der Kategorie „Tagebücher“ 114

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Neu

    Warum denn in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt doch so nah…

    Pustekuchen! Wenn diese doch gerade Sinn meines Strebens ist…

    Kann Fernes denn in Reichweite sein? Über so etwas zerbreche ich mir den Kopf…

    Ich greife einfach nach meinem Glück! Dabei weiß ich nicht einmal, was es ist…

    Kann es denn sein, ist es möglich? Und er geht fort...

    [Weiterlesen]
  • Neu

    Korallen in hellen Farben, das unwirklich Schimmern des Lichts, das durch die Wellen auf den Unterwassergarten trifft. Wie die Sonnenstrahlen durch die Baumkronen. Glänzende Muscheln und glitzernde Fische. Quallen die mit der Strömung tanzen und Seegras, das sich in den Wellen wiegt. Eine Unwirkliche Stille, als würde das Wasser versuchen alle Geräusche zu unterdrücken, und schafft es nicht. So höre ich dich meinen Namen rufen, weit weg von mir, leise und vom Meer vereinnahmt. Strecke meine Hände aus, und spüre wie Luftblasen auf meiner Haut zerspringen. Ein Schatten verfinstert das Riff und lässt das eigenwillige Singen des Ozeans hören. Ein Wal zieht seine Kreise und ruft die Wellen herbei. Die Strömung zieht mich mit sich und weg von den Farben, hinunter in die dunkeln, kalten Tiefen. Ich friere und höre noch immer deine Stimme, wie sie näher kommt... oder ich ihr?
    Langsam sinke ich in die Tiefe und habe das Gefühl zu erfrieren, bevor ich es weit unter mir sehe. Ein kleines[Weiterlesen]
  • 〄 〄 〄 〄 〄


    Irgendwie war Sehnsucht immer nur ein Wort gewesen für mich. Ein Wort, was ich nur aus Erzählungen kannte. Es war immer wie eine Hülle, die zu weit Weg war um den Inhalt zu erkennen.

    Und auf einmal warst du da. Du hattest mich an die Hand genommen. Von deinen Lippen war ich abhängig. Ich war abhängig davon, was du mir sagtest. So schenktest du mir mehr, als ich verdient hatte. Ich hörte dir gern zu.

    ... Und mit dir kam die Sehnsucht.

    Auf leisen Sohlen hatte sich die Sehnsucht nach Jahren angeschlichen. Behutsam, um nicht entdeckt zu werden. Lange gelang das Versteckspiel. Ich spürte sie, aber ich war mir derer noch lange nicht bewusst.

    Bis zu dem Abend, als du dich entschieden hattest für immer zu gehen.

    Eine große Welle von Sehnsucht brachte mich Tage später zu Fall und verschlang mich gierig. Nun wusste ich es. Ich wusste wie weh Sehnsucht tat und wie wichtig du mir die Jahre über geworden warst.

    Nun weiß ich, wie sich Sehnsucht anfühlt.

    Als würde
    [Weiterlesen]
  • ‡ ‡ ‡ ‡ ‡ ‡ ‡ ‡ ‡

    Es war einmal eine ausgesprochen fleißige Honigbiene. Sie liebte es von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von Blüte zu Blüte zu fliegen. Denn sie liebte ihre Arbeit. Andere Bienen aus einem anderen Bienenschwarm fragten sie:


    "Wie kann man die Arbeit lieben?"


    "Nun,", antwortet die fleißige Honigbiene: "Ich liebe nicht die Arbeit, sondern liebe es wie jede einzelne Blüte und Blume riecht. Ich liebe, dass sie so unterschiedlich aussehen und wie unterschiedlich Groß sie sind. Ist es Euch noch nicht aufgefallen?" Und da flog sie auch wieder von dannen und hinterließ die anderen Bienen nachdenklich zurück.

    "Stimmt. Für uns ist das alles so Selbstverständlich, dass wir vergessen haben wie schön die Natur ist. Wie schön Blumen sind und duften."

    Eine der Bienen blendete beim nächsten Flug die Umgebung aus, als sie über die Blumenwiese flog und genoss den Geruch in der Luft und staunte nicht schlecht.

    "Jetzt weiß ich warum die fleißige Honigbiene es
    [Weiterlesen]
  • ❃ ❃ ❃ ❃ ❃ ❃ ❃


    "Ich werde Don Vanhoven, Baron von Eichenbruch aber empfangen. Mutter und Vater sind das erste mal Stolz auf mich. Ich verhalte mich meines Standes bürtig." Entgegnete eine Frauenstimme.

    Doch dem Blondem mit den Wappen und Abzeichen auf seinem Gehrock gefiel ihre Antwort gar nicht. Es war klar das er keine anderen Männer bei Celeste duldete. Nicht umsonst hatte er sich die Frau so geformt, dass sie jeden von sich stoß der sich seines Geschlechtes identisch war. Wenn ER die dunkelhaarige Frau nicht haben konnte, sollte sie keiner bekommen, oder ihr je nahe kommen. Die junge Frau hielt er eisern für sein Eigen.

    "Deine Mutter und dein Vater sind mir egal. Ich verstehe nicht, wie du ihn hier einladen kannst. Du bist sonst nicht so angetan und begeistert davon, Männer einzuladen." Einen Moment betrachtete er die Frau mit den aquamarinen Iriden, als er nach langem Nachdenken eine Antwort fand.

    Er hasste Celeste inzwischen, weil er sie liebte. Zumindest glaubte der
    [Weiterlesen]
  • Akt I: Nackt
    Wasser war das Einzige, was uns bedeckt hielt und seine glänzende Oberfläche spiegelte sich in lachenden Augen.

    Fröhlich perlten sowohl Wassertropfen als auch unsere Worte während eines gemeinsamen Spiels.
    Luft trug die Worte auch weiterhin, selbst als dem Wasser nun Tuch folgte.
    Allerdings perlten nun voll Traurigkeit Tränen an meinen Wangen herab, ausgelöst durch den Flug der Gedanken.
    Und empfand ich dies zuvor noch nicht, so war ich nun nackt.

    Akt II: Schlaf
    Feuer gleich war das nächste Spiel, frei und ohne Sorgen, denn die Tränen meiner Augen wurden durch Wärme besiegt.
    Also tanzten wir nun der Sonne entgegen, die uns mit ihrem eigenen frühen Glühen begrüßte.
    Erde war es, worauf wir uns letztendlich doch, immer noch glühend vom Tanz, betteten.
    Grashalme loderten um uns herum, während die Wärme des Bodens und der Sonne uns als Decke genügte.
    Und weil ein neuer Tag angebrochen war, begann unser tatsächlicher Schlaf.

    [Weiterlesen]


  • (Um die Geschichte noch etwas immersiver zu erleben, setz bitte deine Kopfhörer auf und drücke auf Play, sobald du mit dem Lesen beginnst. Es handelt sich hierbei um eine zusammengeschnittene Soundkulisse, die auf die Geschichte abgestimmt ist.)






    Die Ballade der Sturmtochter

    Stetig und mit einer bedrückenden Melancholie prasselte der Regen auf die durchfeuchteten, schwarzen Stoffschichten, kroch in die kleinsten Falten und engsten Winkel, ehe er auf die kalt gewordene, dunkeltürkise Blattschicht stieß und an ihr hinabperlte. Die rinnenden Tropfen hinterließen karge, kühle Spuren, die den Wind besonders gerne aufnahmen und dessen Geflüster direkt unter die Haut trugen.
    Das sonst so blaue Himmelsband hatte sich für diese Nacht in ein dunkles und bedrückendes Schwarz gefärbt, trägt eine gräuliche Gischt an Wolkengebälk mit sich.
    Götterfels lag ruhig und einsam vor ihr, nur das bedachte Tippeln der rotbraunen Dachschindeln mischte sich mit dem harschen, eigenen Atemzug, der
    [Weiterlesen]
  • Es lag Geruch von Salz, Erde und Gestein in der Luft.
    Es stach gar ein wenig in der Nase.
    Schritt für Schritt durch den unterirdischen Gang hindurch.
    Die Augen hatten sich längst an die Dunkelheit gewöhnt.
    Selbst wenn ihnen Blindheit innewohnen würde, so würden die Füße wissen wohin sie zu treten hätten.
    Bewegungsabläufe. Automatismen des Körpers. Entwicklung über Jahre hinweg.
    Der Körper dreht sich nach rechts, schlägt eine Abzweigung ein.
    Am Ende des Gangs zeigt sich zartes Licht, von Fackeln geworfen.
    Das große Tor wird aufgeschoben, kaum das der Fuß die erste Stufe betritt.
    Zwei Augenpaare verfolgen den weiteren Weg in die Halle hinein.
    Hier riecht es anders. Holzig. Modrig vom Wasser des Meeres.
    Stimmengewirr aus den Ecken der Halle.
    In der Mitte ein Tisch.
    Weitere Gäste sitzen bereits an ihm.
    Warten.
    Bis es beginnt.
    Es wird sich gesetzt.
    Der mitgebrachte Apfel wird vor sich auf den Tisch gelegt.
    Die Sitzung beginnt...

    ... doch sprach die ganze Zeit über nur einer.
    Viel ist… [Weiterlesen]
  • Wer hätte das gedacht, dass wenn man sich am einsamsten wähnt, gerade dann nicht alleine ist?
    Es ist eine sternklare Nacht und der Mond lächelt auf uns herab. Er sieht mehr als wir es tun, die vielen kleinen Begebenheiten, die zusammen ein großes Gesamtbild ergeben: das Hier und Jetzt.
    Die warme Luft des herannahenden Sommers ist das Einzige, was uns verbindet und dies macht sie still und leise, ganz ohne Aufsehen.
    Ein roter Funke, zart und verletzlich, wird auf seiner letzten Reise von ihr getragen. So geschieht es, dass er das Mondlicht und meinen Blick zu grüßen vermag, ehe er zwischen den Sternen seinen Platz findet.
    Wer hätte das gedacht, dass ein Verglühen der Beginn eines Frühsommernachtstraumes sein kann?


    [Weiterlesen]