Artikel aus der Kategorie „Tagebücher“ 117

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  • ☙ ☙ ☙ ☙ ☙


    Die untergehenden Sonne trug zu einem wunderschönen Farbenspiel bei. Der rötliche Ton ließ das herbstliche Blattwerk förmlich strahlen. Der Herbst war vergleichsweise Bunt und ließ Celeste friedlich lächeln. Alles wurde welk und neigte sich dem Ende zu. Zum Winter hin würde alles grau und dunkel sein.

    "Erinnerst du dich, damals, als wir durch die Baumwollfelder getobt sind und uns vor Lachen nicht mehr eingekriegt haben?", fragte die ältere, schöne Frau. Sie schmunzelte und sah in die Ferne.

    "Wie könnte ich das jemals vergessen? Wir sind mit der Natur eins gewesen und sind beim herumtoben ständig umgefallen. Meine Mutter hat ständig nach uns gerufen und um Ordnung gebeten.", dabei lachte die Schwarzhaarige auf und lächelte Hazel lieblich an.
    Der Wind striff kalt über die beiden herüber. Man hörte Astwerk arbeiten und die Blätter raschelten. Den angrenzende Wald liebten die beiden schon immer.

    Die dunklen Augen Hazels suchten die schönen, blauen der Morgayne. Doch… [Weiterlesen]
  • Ein dunkler, fast schwarzer Himmel, kein Mond erhellt die Berge aus weißem Sand. Es ist schon so lange her, dass die Sonne ihn erhellt hat. Fast schon ist es Mitternacht. Die Sterne funkeln wie Scherben aus Kristallglas in der unwirklichen Dunkelheit. Der Himmel so wohl bekannt und doch so fremd. Wie schwarze Geister ziehen Schleier über den Sternenhimmel, als wären die Wolken nur Namenlose Seelen die ihren Frieden suchen. Die beruhigende Stille nimmt das Land ein, kein Vogel singt und es scheint, als wenn sogar der Fluss schweigt, um die Welt nicht am Schlafen zu hindern.
    Warmer Sand gibt unter meinen nackten Füßen nach und verschluckt meine Fußspuren, sobald ich den Boden unter ihnen verliere. Spüre den seichten Atem der Wüste auf meiner Haut und laufe weiter in die Endlosen Sanddünen hinaus. Der Sonne hinterher um mich nicht in der Nacht zu verlieren. Ich spüre die Glut der Sonne tief in mir. Sie wärmt mich, sie spendet Ruhe und Kraft. Führt mich weiter hinaus in die[Weiterlesen]

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    "Wohin gehst du, wenn du mich nicht dabei haben kannst?", hörte Celeste die feine Stimme der älteren. Ihre Ziehschwester, zu der sie sonst ein inniges Verhältnis hat. Lange herrschte eine lange Pause in der die Morgayne das Mädchen mit den langen, dunkelbraunen Haaren ansah. Ihr Gesicht unergründlich. "In mich. Auf der Suche nach mir."

    Hazel sah dabei unsäglich Unglücklich aus und auch betroffen. "Celi, ich... Ich bin doch hier und versuche alles mögliche, dass du... Du bist und auch du sein kannst und hier sein kannst. So, wie ich dich kennengelernt habe." Doch Celeste sank den Kopf zu ihrer beiden Hände. Ihre, die in Hazels gebettet waren und gehalten wurde. Aufgehalten.

    "Das verstehst du nicht. Benimm' dich nicht wie ein beleidigtes Kind, Hazel. Lass es mich mit einfachen Worten sagen." Dabei wand sie ihre Hand aus den Fingern der heranwachsenden Frau. "Ich kann nichts dafür, dass du dich alleine fühlst wenn ich mal nicht da bin. Du musst auch alleine mit dir
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  • Warum denn in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt doch so nah…

    Pustekuchen! Wenn diese doch gerade Sinn meines Strebens ist…

    Kann Fernes denn in Reichweite sein? Über so etwas zerbreche ich mir den Kopf…

    Ich greife einfach nach meinem Glück! Dabei weiß ich nicht einmal, was es ist…

    Kann es denn sein, ist es möglich? Und er geht fort...

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  • Korallen in hellen Farben, das unwirklich Schimmern des Lichts, das durch die Wellen auf den Unterwassergarten trifft. Wie die Sonnenstrahlen durch die Baumkronen. Glänzende Muscheln und glitzernde Fische. Quallen die mit der Strömung tanzen und Seegras, das sich in den Wellen wiegt. Eine Unwirkliche Stille, als würde das Wasser versuchen alle Geräusche zu unterdrücken, und schafft es nicht. So höre ich dich meinen Namen rufen, weit weg von mir, leise und vom Meer vereinnahmt. Strecke meine Hände aus, und spüre wie Luftblasen auf meiner Haut zerspringen. Ein Schatten verfinstert das Riff und lässt das eigenwillige Singen des Ozeans hören. Ein Wal zieht seine Kreise und ruft die Wellen herbei. Die Strömung zieht mich mit sich und weg von den Farben, hinunter in die dunkeln, kalten Tiefen. Ich friere und höre noch immer deine Stimme, wie sie näher kommt... oder ich ihr?
    Langsam sinke ich in die Tiefe und habe das Gefühl zu erfrieren, bevor ich es weit unter mir sehe. Ein kleines[Weiterlesen]
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    Irgendwie war Sehnsucht immer nur ein Wort gewesen für mich. Ein Wort, was ich nur aus Erzählungen kannte. Es war immer wie eine Hülle, die zu weit Weg war um den Inhalt zu erkennen.

    Und auf einmal warst du da. Du hattest mich an die Hand genommen. Von deinen Lippen war ich abhängig. Ich war abhängig davon, was du mir sagtest. So schenktest du mir mehr, als ich verdient hatte. Ich hörte dir gern zu.

    ... Und mit dir kam die Sehnsucht.

    Auf leisen Sohlen hatte sich die Sehnsucht nach Jahren angeschlichen. Behutsam, um nicht entdeckt zu werden. Lange gelang das Versteckspiel. Ich spürte sie, aber ich war mir derer noch lange nicht bewusst.

    Bis zu dem Abend, als du dich entschieden hattest für immer zu gehen.

    Eine große Welle von Sehnsucht brachte mich Tage später zu Fall und verschlang mich gierig. Nun wusste ich es. Ich wusste wie weh Sehnsucht tat und wie wichtig du mir die Jahre über geworden warst.

    Nun weiß ich, wie sich Sehnsucht anfühlt.

    Als würde
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    Es war einmal eine ausgesprochen fleißige Honigbiene. Sie liebte es von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von Blüte zu Blüte zu fliegen. Denn sie liebte ihre Arbeit. Andere Bienen aus einem anderen Bienenschwarm fragten sie:


    "Wie kann man die Arbeit lieben?"


    "Nun,", antwortet die fleißige Honigbiene: "Ich liebe nicht die Arbeit, sondern liebe es wie jede einzelne Blüte und Blume riecht. Ich liebe, dass sie so unterschiedlich aussehen und wie unterschiedlich Groß sie sind. Ist es Euch noch nicht aufgefallen?" Und da flog sie auch wieder von dannen und hinterließ die anderen Bienen nachdenklich zurück.

    "Stimmt. Für uns ist das alles so Selbstverständlich, dass wir vergessen haben wie schön die Natur ist. Wie schön Blumen sind und duften."

    Eine der Bienen blendete beim nächsten Flug die Umgebung aus, als sie über die Blumenwiese flog und genoss den Geruch in der Luft und staunte nicht schlecht.

    "Jetzt weiß ich warum die fleißige Honigbiene es
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    "Ich werde Don Vanhoven, Baron von Eichenbruch aber empfangen. Mutter und Vater sind das erste mal Stolz auf mich. Ich verhalte mich meines Standes bürtig." Entgegnete eine Frauenstimme.

    Doch dem Blondem mit den Wappen und Abzeichen auf seinem Gehrock gefiel ihre Antwort gar nicht. Es war klar das er keine anderen Männer bei Celeste duldete. Nicht umsonst hatte er sich die Frau so geformt, dass sie jeden von sich stoß der sich seines Geschlechtes identisch war. Wenn ER die dunkelhaarige Frau nicht haben konnte, sollte sie keiner bekommen, oder ihr je nahe kommen. Die junge Frau hielt er eisern für sein Eigen.

    "Deine Mutter und dein Vater sind mir egal. Ich verstehe nicht, wie du ihn hier einladen kannst. Du bist sonst nicht so angetan und begeistert davon, Männer einzuladen." Einen Moment betrachtete er die Frau mit den aquamarinen Iriden, als er nach langem Nachdenken eine Antwort fand.

    Er hasste Celeste inzwischen, weil er sie liebte. Zumindest glaubte der
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  • Akt I: Nackt
    Wasser war das Einzige, was uns bedeckt hielt und seine glänzende Oberfläche spiegelte sich in lachenden Augen.

    Fröhlich perlten sowohl Wassertropfen als auch unsere Worte während eines gemeinsamen Spiels.
    Luft trug die Worte auch weiterhin, selbst als dem Wasser nun Tuch folgte.
    Allerdings perlten nun voll Traurigkeit Tränen an meinen Wangen herab, ausgelöst durch den Flug der Gedanken.
    Und empfand ich dies zuvor noch nicht, so war ich nun nackt.

    Akt II: Schlaf
    Feuer gleich war das nächste Spiel, frei und ohne Sorgen, denn die Tränen meiner Augen wurden durch Wärme besiegt.
    Also tanzten wir nun der Sonne entgegen, die uns mit ihrem eigenen frühen Glühen begrüßte.
    Erde war es, worauf wir uns letztendlich doch, immer noch glühend vom Tanz, betteten.
    Grashalme loderten um uns herum, während die Wärme des Bodens und der Sonne uns als Decke genügte.
    Und weil ein neuer Tag angebrochen war, begann unser tatsächlicher Schlaf.

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