Da war ich fast nackt...

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  • Ich lag in der Badewanne während die Uhr an der Wand monoton leise vor sich hintickte und ich eine Melodie meines Lieblingsliedes Summte. Doch plötzlich schlug die Uhr die fünfte Abendstunde an und riss mich aus meinem Halbschlaf heraus. Ich hatte nur noch zwei Stunden Zeit mich fertig zu machen bis ich ihn endlich wiedersehen konnte. Im Abendstern stand der Kostümball an, an dem ich eine kleine Überraschung für jemanden geplant hatte, der mir sehr wichtig ist. Dementsprechend war ich sehr aufgeregt.
    Ich sprang somit aus der Badewanne heraus, flitze nackt und nass durch das Haus. Ich hinterließ nassen Fußabdrücke wodurch ich einmal auf dem Fliesenboden beinahe ausrutschte. Ich konnte mich gerade so noch am Waschbecken halten, aber es zog mich weiter zu meinem Schlafzimmer, an meinen großen Kleiderschrank, den ich öffnete und hineinstierte.
    ''Wo ist die Bluse?'' - dachte ich mir damals als ich das gesuchte nicht auf Anhieb fand.

    Ich warf mir nebenbei ein Schlafhemd um und huschte durch den Raum,um endlich die passende Bluse zu finden. Aber keine Spur von dieser. Mein Herz klopfte wie wild, da ich schlecht die Zeit anhalten konnte. Ich zupfte jedes einzelne Kleider Stück vom Bügel und warf alles hinter mir auf das Bett. Letztendlich war der Schrank leer und ich fand nicht die Bluse, die ich tragen wollte. Nun hatte ich das reinste Chaos veranstaltet, aber das war mir wirklich schnuppe. Hatte ich sie nicht unten an der Garderobe hängen? - Nach diesen Gedanken schwang ich mich den Treppen hinunter wobei ich die letzten drei Stufen eher hinabrutsche wodurch ich dann am nächsten Tag ein paar blaue Flecken hatte. Aber das wäre es mir Wert gewesen, wenn ich die Bluse gefunden hätte. Ich rannte nochmal durch das ganze Haus. In der Küche war keine Bluse, in der Kammer ebenso nicht. So ging es also wieder nach oben, die Treppen hoch und auch hier flog ich die letzten Stufen hinauf. Auch da hätte ich die Blauen flecken in Kauf genommen und Wyn wird es mir auch nie verzeihen das ich über ihn drüber gefallen bin worauf er einmal ziemlich auf quietschte. Aber warum musste der Hund auch mitten im Weg liegen?

    Noch eineinhalb Stunden hatte ich Zeit und ich bin so gut wie nicht fertig. Ich habe gerade mal meine Unterwäsche angehabt und meine langen Haare waren nun auch nicht mehr völlig nass. Was zieh ich nun an? - fragte ich Wyn mich nur dumm anglotze als sei ich nun vollkommen durchgeknallt. Nach einem Augenrollen und einem Seufzer drehte ich mich zu meinem Bett um und wühlte in dem fabrizierten Chaos herum. Nichts was mir auf Anhieb gefallen hat. Doch dann fiel mir was ein.
    Ich entschied mich dazu das Kleid zu tragen was ich damals auf dem Winterball trug. Doch das ziehe ich erst an, wenn ich mit ihm auf der Bühne stehe, es sollte eine weitere kleine Überraschung sein. Die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz. Genau das war's! Ich griff dann zu einem schnöden Ganzkörperanzug was einem Eiselementar gleichte und schlüpfte dort hinein. Es passte wie angegossen, doch ich musste noch das Kleid suchen und das in meiner Kammer im Keller war wohin ich mich auch direkt begeben habe.

    Ich rannte hektisch hinunter und zupfte das Kleid direkt vom Bügel ab und huschte wieder nach oben, Huschen ist gut, ich bin wieder einigemal gestolpert da ich auf den langen Rock des Kleides drauf stieg. Ich war schon so gereizt das ich am liebsten den Rock einfach abgeschnitten hätte doch ich besinnte mich darauf das ich heute einen sicherlich schönen Abend haben werde. Durch das ganze hin und her kam ich auch wieder ins Schwitzen, da hat mir das Baden davor nichts gebracht gehabt. Ich zog mir den Ganzkörperanzug wieder vom Leibe und probierte das Kleid nochmal an. Und dann kam mir auch hier die Erkenntnis - Man bin ich fett geworden... ich sollte abnehmen! Ich habe das Kleid kaum noch zu bekommen, doch das musste für diesen Abend noch gehen und herausfinden wird das eh keiner!

    Nach meiner Probe zog ich mir doch wieder das Ganzkörperding an und setzte mich an meinem überfüllten Schminktisch. Ich klatschte mir nie viel ins Gesicht, nur ein wenig Pfirsich farbenden Rouge, trug mir ein wenig Parfüm und fertig war ich. Was mir meistens immer länger Zeit kostete war meine Frisur, die ich damals zu einem langen Zopf geflochten hatte. Ich betrachtete mich kurz im Spiegel ehe ich zu Wyn blickte, der mir einmal zubellte - das war sein Okey. Nein. Eigentlich wollte er nur ein Nachtisch vom Nachtisch.

    Doch was war das?! Ich glotzte meinen Hund ein zweites Mal Genauer an... lag da ernsthaft meine Bluse zwischen seine Vorderpfoten, angesabbert? ''Wyn! Du sollst nicht meine Bluse fressen!'' schimpfte ich ihn. Ja das war die Bluse, die ich gesucht hatte, die nun zu Wyns neues Kauspielzeug umfunktioniert wurde.
    Mein Herz tobte vor Wut aber auch vor Aufregung, ich fragte mich dennoch damals schon was er über mich denken mag, wie er mein Kleid finden wird. Die Uhr gongte nochmal. Es ist nun Zeit! Doch bevor ich das Haus Verlies versuchte ich die Bluse von Wyn zu retten was, aber kläglich scheiterte da sie in zwei Hälften zerriss, weil er sie einfach nicht hergeben wollte.

    Aber dann suchte ich meine Schuhe...

Kommentare 2

  • Motte -

    Das ist ein schöner menschlicher Einblick. Ich kann mir ihre Hektik lebhaft vorstellen! :D

    • Orianna -

      Danke Motte für dein Kommentar !❤️
      Das freut mich zu hören