Der Glaspalast III

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  • Der Glaspalast III

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    Paraphelie


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    "Sie ist faszinierend, nicht wahr?" Glenn.

    Don wurde starr vor Scham. Die schritte seines Vaters näherten sich ihm von hinten und plötzlich spürte er seine Hand schwer auf seiner Schulter lasten. Er wollte nicht angefasst werden, nicht jetzt, wo die Sünde ihn so verlockte.

    "Sie spricht zu mir," wagte Don zu sagen. So unangenehm ihm die Präsenz des Vaters in diesem Augenblick auch war, so sehr erhoffte er sich auch Antworten von ihm. Er musste um das Geheimnis der Pflanze wissen, schließlich hatte er ihr einen Palast erbaut.

    "Ja, das tut sie," scharrte Glenn's Stimme hinter ihm. "Nur Männer können sie hören. Du bist jetzt ein Mann, Don." Ein kaltes Lachen folgte, durchzogen von Hohn. Don einen Mann zu nennen hatte Komik für den alten Vanhoven.

    "Entzieht sie Lebenskraft?" Don wagte es kaum den Blick über die Schulter zu kehren, aber er tat es, denn er brauchte diese Antwort, und wusste, sein Vater würde sie ihm nur gewähren, wenn er nicht verschreckt wirkte. Er musste stark wirken.

    "Ja," bestätigte Glenn und wieder lachte er. "Du warst schon immer wissbegierig - Was hast du noch über sie herausgefunden?" Er machte sich einen Spaß daraus und umwanderte Don.

    "Sie.." Don befeuchtete seine Lippen und räusperte sich trocken. "... ist ein Parasit und eine Droge. Was will sie, Vater? Was speist sie mit der entzogenen Lebenskraft?"

    "Ihre Saat, mein Sohn." Glenn blieb gelassen.

    "Du weißt das alles und baust sie dennoch an?"

    "Ich weiß noch so viel mehr und baue sie dennoch an." Glenn begegnete seinem Blick unbeeindruckt.

    "Was willst du damit sagen?"

    "Du weißt, was ich damit sagen will. Benutz deinen Verstand, Sohn."

    "... Sie mutiert unser Erbgut und löscht unsere Linie aus, nicht wahr? Es sind nicht die Pollen, es ist die Verschmelzung mit ihr."

    Don versuchte es sachlich aber er war überfordert. Überfordert mit den Taten seines Vaters aber mehr noch mit den eigenen. Seine ganze Sexualität kreiste um diese Pflanze.

    "Ja," sagte Glenn nur.

    "Du opferst dein Haus für deine Lust?" Don's Stimme war frei von Wut, er wirkte eher starr.

    "Du tust es auch, jedesmal wenn du ihr nah bist."

    "Ist es zu spät?" fragte Don.

    "Aufzuhören?" Glenn schnaubte amüsiert. "Du wirst Mutanten zeugen, mein Sohn, finde dich damit ab. Ich habe es auch."


    Lebe, liebe, lache und ruf auch mal die Oma an!

    <3

    Keep calm and wash your hands.

Kommentare 22

  • Mina -

    Ich habe den starken Verdacht, dass Mal jemand mit einem Flammenwerfer durch dieses Gewächshaus gehen muss. Vorzugsweise mit dem herzallerliebsten Papa darin eingeschlossen. Was für ein Saftsack. Was für ein mieser, egoistischer, hochnäsiger, wiederlicher Dreckskerl das ist. Ich kriege so eine richtige Wut auf den.

    Wunderbar geschrieben!!! Ich empfinde dabei den gleichen Cocktail aus Hass, Wut, Horror, Ekel und Ablehnung gemischt mit einer Prise Faszination wie wenn ich American Horror Story schaue.

  • Doofe Nuss -

    Ich bin verwirrt.

    Ich mag es :3

  • Amnesyas -

    Ich... aber... was zum... WAS?!

  • Thalaniel -

    Nach deiner Antwort bei Mahr lässt sich zumindest einiges mehr verstehen. Aber die Geschichte ist wieder einmal verdammt gut geworden. So hassenswert wie Glenn bisher erschienen ist und hier auch erscheint in seiner Gleichgültigkeit.. So habe ich irgendwo Mitleid mit ihm und seiner zwanghaften Vorliebe für die Pflanze.
    Wobei ich hier mir kein wirkliches Bild im Bezug zur Verschmelzung machen kann. Er wird wohl kaum seinen Samen mit den Pollen der Pflanze vermengen oder wie sollte ich mir das vorstellen?

    • Motte -

      Haha, nein. Die Pflanze ist sehr komplex. Das habe ich hier aber bewusst vage gehalten da es mir um den Vater/Sohn Dialog ging. Ich meine, in einer Welt, die Sylvari und Mordremoth hat darf man sich hier nun kein Gänseblümchen vorstellen.

    • Motte -

      Und vielen Dank! <3

    • Mahr -

      Tja Thalaniel, diese Frage stelle ich mir auch schon die ganze Zeit :D

  • Willow -

    Creepy

  • Mahr -

    Ich bin sehr überrascht... von Glenn. Ich hätte nicht gedacht, dass er darüber so viel Gleichgültigkeit zeigt. Es scheint ihm egal zu sein, dass Don ein Mutant geworden ist, ich dachte er verurteilt ihn dafür? Und er will doch unbedingt Enkel von Don, einen Erben aber trotzdem lässt der zu dass diese vielleicht kaum lebensfähig sein werden? klärt ihn nicht einmal rechtzeitig auf woran das liegt oder verbietet ihm einfach, den selben Fehler zu begehen wie sein Vater? Was hat Glenn davon, dass Don diese Droge auch kennen lernt? versteh ich nicht

    • Motte -

      Ja, ich verstehe deinen Einwand sehr gut. Glenn ist hier schon sehr resigniert und sehr abhängig von der Pflanze. Er hat die Hoffnung in Don ohnehin aufgegeben und Glenn hat nicht die eigene Stärke, die Pflanze fort zu schaffen. Er glaubt zu dem Zeitpunkt auch, dass er der letzte war, der noch Kinder zeugen konnte und deshalb der Versuch bei Ailith. Don war ihm so oder so nie wirklich mannsgenug.

    • Mahr -

      ah das ergibt natürlich sinn!

    • Mahr -

      dieses schlagwort im spoiler aber auch. Paraphilie. Achso. Na da weiß ich sofort worauf ich mich gefasst machen muss XD *geht das erstmal googlen*

  • Harlem -

    Brrr! Habe gerade eine Gänsehaut. Glenn ist gruselig und du schaffst es den auch immer grausamer und gruseliger wirken zu lassen. Schaffst immer wieder ein Kopfkino von dem, was ich nicht haben will. *sträub*

  • Minna -

    Verfilmen wir das doch bitte. Danke. <3

    • Motte -

      Naww <3
      Dieser Film wäre echt strange.

    • Minna -

      Aber absolut spannend in der Story. Außerdem.. Hast du in letzter Zeit mal Netflix angeschaut?
      Der Sprung von Zeitreisen, Superkräften und Stalker-Tagebüchern zu Parapheli ist nun nicht sonderlich groß.