Strafe und Ermahnung II

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    Gewalt, Blut, Mord



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    Strafe und Ermannung II

    Cornwall trat auf den Innenhof, das Schwert wurde leicht von links nach rechts durch die Luft geschwungen. Pfeifend teilte die magisch ewig scharfe Klinge die Luft. Seine guten Wildlederstiefel halten vom Pflasterstein des Innenhofes wieder. Kurz bevor er sein Ziel erreicht hatte nahm er entspannt sein Monokel und schob es in die Manteltasche.
    Sein Ziel war ein Mann, nicht muskulös, aber auch nicht dünn. Drahtig hätte es wohl am besten getroffen. Gekleidet in einer teuren Robe und ein nobles Gesicht. Doch von all dem war nicht mehr viel zu sehen, die Robe war knitterig, verdreckt mit Blut, Staub und anderen menschlichen Flüssigkeiten und an einigen Stellen eingerissen. Das Gesicht wies ein blaues Auge auf, mehrere Blutergüsse wo ihn der Folterer „verhört“ hatte und ein ausgeschlagener Zahn. Erhaben mochte der Mann einmal gewesen sein, doch von dieser Haltung war nicht mehr viel da und dennoch, etwas lag in seinen Augen. Etwas das man wohl als Stolz deuten könne, Stolz der ihn stehen ließ obwohl er kniete.

    „Nun Minister es tut mir leid, gerne hätte ich euch freigelassen, aber eure geschätzten Amtskollegen haben leider ein mir sehr wichtiges Kunstwerk zerstört, eines das unbezahlbar wertvoll war. Ich denke mir sind die Hände gebunden, muss ich doch da nachziehen“

    Der Angesprochene blickte auf: „Bitte, ich habe euch doch gar nichts getan, lasst mich zurück zu meiner Familie oder schreibt ihnen eine Nachricht sie werden sicher eine euch angemessene Summe Lösegeld zahlen.“ In der Stimme des Mannes war nichts von dem Stolz der in seinen Augen lag, aber vielleicht hatte sich Cornwall auch einfach geirrt.


    „Wisst ihr, das Problem ist, das ich eine gewisse Position innehabe“, er schritt um den Mann herum, „Wenn ich schwach erscheine dann vergessen die wer ich bin.“ Er deutete mit der Spitze des Schwertes auf die zwei Banditen die an der Tür standen. „Außerdem wollt ihr mich gerade bestechen? Ich glaube nicht das eure Freunde in Götterfels es gutheißen würden, wenn ihr eine beträchtliche Spende an den weißen Mantel leistet oder?"

    „Sie werden es nicht erfahren, ich bin gut darin Geheimnisse zu wahren Sir“, haspelte der Mann weiter, „ich wusste nichts darüber das man ein euch wichtiges Kunstwerk zerstört. Sicher kann man es irgendwie ersetzten.“

    „Aber gewiss kann man das“, schmunzelte Cornwall und beugte sich herab mit einem rattenähnlichen Grinsen, „Ihr seid doch der Ersatz geschätzter Minister.“ Er erhob sich wieder und schritt weiter seine Runden um den Mann, wie ein Rabe der über dem Schlachtfeld kreiste: „Habt ihr noch irgendwelche letzten Worten, so etwas steht einem ja zu und ich bin ja kein Unmensch.“


    „Bitte Sir…lasst mich gehen… Gnade darum bitte ich euch… ich kann euch helfen…ich wer…“ Cornwall schnitt ihm mit einer Handbewegung das Wort ab.

    „Es tut mir sehr leid euch zu unterbrechen, aber diesen Wunsch kann ich nicht erfüllen, so sehr es mich auch schmerzt.“ Er holte Luft und begann dann ernst zu sprechen:


    „Im Einklang mit meiner Pflicht als Inquisitor des weißen Mantels und unter den ewigen Augen der Unsichtbaren erkläre ich, Georgij Cornwall, euch zum Häretiker und spreche euch sämtliche Erlösung und Gnade des wahren Krytas ab. Euer Existenz wird aus den Büchern getilgt und euer Besitz wird unter anderen Umständen verteilt. Möge eure Seele niemals Ruh finden und mögen die Unsichtbaren euch mit ewigem Schmerz strafen“

    Cornwall vollzog einen simplem schrägen Abwärtshieb mit der Klinge, Das Fallen eines Gegenstandes auf dem Boden beendete die Verurteilung.

    Der Inquisitor blickte den zur Seite umgefallenen enthauptete Leichnam nicht noch einmal an. Aber die Bluttropfen auf seinen Schuhen waren ihn aufgefallen. „Großartig…“, seufzte er. „hätte er nicht einfach woanders hin bluten können.“ Er trat zurück zur Tür und reichte einem der Banditen das Schwert, den anderen gab er einen simplen Befehl:

    „Bringt das dahin wo es hingehört.“



    ((Signatur von Tashi und die Erlaubniss sie zu nutzen auch))

Kommentare 3

  • Motte -

    Also, den Cornwall hätte ich nun wirklich nicht gerne als Redner auf meiner Beerdigung. Aber wieder sehr ausdrucksstark geschrieben, mir gefiel besonders das "rattenähnliche" Grinsen.