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Abenteuer Löwenstein - 2

  • Nia!
  • December 4, 2025 at 5:00 PM
  • 96 times read

„Weißt du, Pa…“
Der Norn sammelte während der Unterhaltung eine fette Made aus der Schale und steckte sie mit der Fingerfertigkeit eines Legendenkoches auf den Haken. Sein Blick lag ruhig auf dem Tun seiner Finger, doch lauschte er aufmerksam den Worten seines Sohnes. Dieser wog einen Apfel in seinen Händen und sprach unverdrossen weiter.
„Dea Pa von dea Liv dea schimpft immer ganz viel. Und die Liv hat gesagt, dass dea immanoch traurig is‘, dass die Ma von dea Liv weggegangen is‘.“
Unter einem leisen Platschen landete die Made am Haken im Wasser, nachdem der Legendenkoch die Angel ausgeworfen hatte. Im Augenwinkel nahm er das stetige Fußwackeln des Sohnes wahr. Als würde dieser zu einem Takt wippen, den nur er hören konnte.
„Dann sollte er weniger schimpfen… Weißt, wenn man sich nicht viel ärgert, dann ist man ruhiger und zufriedener.“ Ein weises und bestätigendes Nicken des Nornpa folgte, ehe er fortfuhr. „Schimpfen ist nichts, was man immer machen sollte. Kurz ja, wenn was angestellt wurde, aber danach nicht mehr. Außer gewisse kleine Norn haben nix draus gelernt.“ Zuletzt sah er nach rechts zu seinem Sohn, der nun herzhaft in den Apfel biss. Er beobachtete ihn beim Kauen und dabei zwang sich ihm das Bild in den Kopf, wie Jonne vor dem Pa von Liv stünde und ihm genau das rezitierte. Innerlich musste er schmunzeln. Äußerlich auch.

„Aba die Liv stellt nix an!“ kam es prompt vom Jungen. „Die is‘ voll lieb un‘ brav!“ Ein saftiges knacken drang hervor, als er wieder einen großen Bissen vom Apfel nahm und einfach mit vollem Mund weitersprach. „Die isch‘ au‘ die beschde Wach’nschdeharin übahaupt! Weil nach Löwnschdain hat die schich nisch mitgedraut, weil da ia Pa schimpf’n wüad.“

Die Augenbraue des Legendenkoches rückte in die Höhe. Kurz sah er auf den Schwimmer der Angel, ehe sein Blick sich wieder auf den Sohn richtete. „So brav wie du?“
„ÄHÄ!“ Jonne legte den Kopf in den Nacken, um zu seinem Pa nach oben schauen zu können. Der Apfel wurde dabei weiter verputzt, bis nichts mehr davon übrig war.
Der Legendenkoch liebte seinen Sohn wie all seine Kinder. Doch er musste immer häufiger feststellen, dass dieser eben doch nicht ganz so helle war. Manchmal konnte man meinen, der Rabe sei einfach ausgeflogen.
„Na… dann wird Liv wohl doch recht frech sein, wenn sie so brav ist wie du.“ Ein leichter Knuff folgte gegen den Jungenarm. „Aber du hast dich getraut, oder? Bist mutiger als die Liv?“ Zack! Da war die Falle gestellt.
Jonne kaute seinen Apfelbissen hinunter, robbte dabei auf dem Hintern herum und sah seinen Pa an. Die Augen begannen zu strahlen, als er zu erzählen anfing. „JA! Des war sooo gut! Liv un‘ Jannis haben den falschen Flunsch abgelenkt un‘ is bin dann ganz schnell in des Portal gesprungen! Un‘ mia is‘ gar nich‘ schlecht geworden! Un‘ mich hat au‘ gar niemand gesehen in Löwenstein, weil is mich so gut veasteckt hab!“ Je mehr der Junge berichtete, desto dunkler wurden seine Wangen vor Aufregung, dieses Abenteuer ENDLICH mit jemandem teilen zu können.

Und der Legendenkoch saß daneben und nickte. Aufmerksam lauschte er der Erzählung, denn er war ein guter Zuhörer. Es wurde auch nicht unterbrochen – warum auch diesen Redefluss stoppen. Ein Schmunzeln zeichnete sich mehr und mehr auf seinen Lippen ab. „Na, das ist ja ein Abenteuer. Da hast sicher auch vor anderen geprahlt oder?“
Rasch schüttelte Jonne den Kopf, plauderte dann unbehelligt weiter. „Dea Flunsch hat mir sooo eine volle Kiste gepackt. Aba dea hat die anders genannt. So… T.R.E… Oda so. Un‘ da hat dea eine Mann dann Löcha reingemacht, dass is da die Wolk’n reinsteck’n kann. Un… Pa! … Dea war nen echta Pirat! Weil dea hat imma so geguckt!“ Damit schnitt der Junge eine Grimasse und versuchte dabei möglichst piratig gefährlich auszusehen. Es gelang nur mäßig, was dem Kind aber egal zu sein schien. Mit einem Ruck drehte er sich zu dem mitgebrachten Korb und sammelte sich ein Stück Wurst heraus. In diese wurde herzhaft hineingebissen und munter gekaut. Der Blick ruhte nun wieder auf dem Pa, der nun eine Nachfrage stellen durfte, während Jonne selbst Wurst essen musste.
„Und wie bist du auf die Idee gekommen?“ Kurz nur bekam der Legendenkoch ein schlechtes Gewissen, dass er dem Sohn den Regelverstoß so einfach aus der Nase ziehen konnte. Er war sich sicher, dass die Jüngste der Sippe sich nicht so leicht hinters Licht führen lassen würde. Er hoffte es zumindest inständig.
„Die Iida hat gesagt, die Wolken sin‘ sooo lecka! Un‘ Jannis un‘ Liv haben mia nich‘ geglaubt, dass des da so Wolken gibt un‘ deshalb bin is ganz schnell nach Löwe-…“ Mit einem Mal stockte er, blinzelte und sah seinen Pa an. Die Unterlippe wurde rasch eingezogen. „Oh-oh..“

„Du warst also in Löwenstein, alleine. Obwohl wir dir gesagt haben, Hoelbrak ist in Ordnung, nur nicht durch das Portal.“ Der Blick des Pa war zwar nicht wütend, aber er hatte den nötigen Ernst. Auch das Schmunzeln war fortgewischt. Er tippte dem Sohn mit einem Finger auf die Brust. „Wenn das die Ma hört.“
Ziemlich schnell sank der Blick des Jungen auf die Knie seines Pas und die Plapperschnute stand still. Auch das Fußwackeln und rumgezappel hörte auf. Leise brummelte er Worte vor sich her, die vielleicht eine Entschuldigung sein konnten. Oder eine Erklärung. Und anstatt wie sonst an den Fingern zu knubbeln, puhlte er aus seiner Wurst ein paar Fettstückchen heraus.
„Was meinst du?“ hakte Nastrai nach. Natürlich hatte er verstanden, was der Bub vor sich herblubberte. Doch er wollte es noch einmal deutlicher hören. Sein Ton war nach wie vor ruhig.
„Is wollt, dass Liv un‘ Jannis auch eine Wolke bekomm‘. Un‘ Sóla.“ Wieder dachte Jonne nicht nach, als er die wissende Schwester direkt mitverpetzte. „Un‘ die Liv war so traurig, weil der Pa so geschimpft hat un‘ dann…“ Ein tiefes Schnaufen folgte, mit dem er die Finger von Fettstückchen befreite. „Is mach‘s nich mea…“
Diese Aussage bezweifelte der Legendenkoch sehr, doch für den Augenblick war er zufrieden. Der Sohn bekam noch einen Schnippser gegen die Stirn, woraufhin er sich theatralisch auf den Rücken fallen ließ. Die dreckigen Füße drückte das Kind darauf einfach gegen die Beine seines Pa, der sprach: „Ich finde es aber toll, dass ich die nächste Zeit jemanden habe, der mir bei der Zeltarbeit hilft.“
„Mooooooah…. Paaaaa! Zeltarbeit is‘ soooo langweilig!“


Zusammenschnitt aus dem RP zwischen Nastrai und Jonne

„The Norn will not change simply because the Dwarves do not understand our ways.
I'd rather be hated for who I am than loved for who I am not.“
Jora

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