Artikel mit dem Tag „Mensch“

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  • Es war sehr früh, als Veldarin sich seinen Mantel umwarf und nach draußen auf den Wall ging. Momentan scheint der Wall ja beliebtes Ziel für Leute zu sein, die in Ruhe gelassen werden wollen, ihre Gedanken sortieren wollen oder zumindest ‚irgendwie’ die Zeit halbwegs sinnvoll verbringen wollen. Er gehörte definitiv eher zur zweiten Kategorie. Kein Moment kam auf, in dem er alleine sein ‚wollte’, viel mehr genoss er die Anwesenheit seiner Kameraden und seiner Freunde. Umso bedrückender fand er es, dass es so viel Unmut in seiner Gruppe gab. Sicher, auch er hinterfragte bei mindestens einer Person dort die Absichten, weshalb diese überhaupt vor Ort ist, da diese in seinen Augen auf diesem Schlachtfeld wirklich Fehl am Platz sei. Und er hatte auch kein Problem damit, das offen zuzugeben, sollte er darauf angesprochen werden. Nichtsdestotrotz gehörte diese Person momentan dazu, und wenn es hart auf hart kommt, wird er auch für diese Person in die Bresche springen.

    Mit einigen Leuten aus… [Weiterlesen]
  • Sie rennt schon wieder weg… Und dieses mal kann ich nichts tun… Bin nun selber hier Gefangener. Gefangener meiner Unvorsicht. Ist sie es wirklich wert? Ich verstehe es nicht… warum beharrt sie so darauf das sie alleine wäre? Sie hat ein wenig erzählt. Von ihrem Lehrer. Von diesem Miststück, welches sie wohl mehrfach versucht hat, umzubringen. Die Schattenflamme ist doch nicht so.Immer… und immer wieder versuche ich, ihr es klar zu machen. Meine Worte sind wertlos. Und nun liege ich hier. Als Gefangener meiner Unvorsicht. Habe das nicht einhalten können, was ich Arya an den Kopf geworfen habe. Weswegen sie nun von ihr gehasst wurde. Sie wird mich auch hassen. Ich bin so müde… Es ist unglaublich, wie kräftezehrend es sein kann, jemanden Vernunft eintrichtern zu wollen. Ich bin… so müde… Schlaf. Ich brauche Schlaf. Es gibt nichts, was ich fürchten muss. Wenn ich müde bin, muss ich schlafen. Ja… Ich versuche zumindest, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Um zu zeigen, dass ich mich um[Weiterlesen]
  • „Ich habe genug gesehen. Der Test geht weiter.“ Diese Gewölbe hier waren augenscheinlich also eine Prüfstätte des Raben. Überall Statuen von diesem, und schließlich dieser Test. Einige aus der Gruppe hatten die Fragen, welche sie gestellt bekommen haben, bereits gelöst, als Veldarin sich seiner Antwort bewusst wurde und diese der Statue mitteilte. Ob seine Wahl die richtige war? Die Stimme, welche in seinem Kopf ertönte, klang gleichgültig. Bestenfalls neugierig. Die Gruppe marschierte in den nächsten Gang, welcher sich vor ihnen auftat. Dieser war jedoch finsterer als jede Höhle, welche er betreten hat. Sämtliche Haare, die nicht gerade länger waren als ein Fingernagel, sträubten sich beim Anblick dieser Finsternis. Doch er ging weiter. Er hatte immerhin seine Gruppe. Er musste nicht mehr alleine stehen. Zumindest dachte er das.

    Doch kaum dass er in den Gang trat, brach eine unnatürliche Stille aus. Er hörte das Echo seiner Schritte, jeden seiner Atemzüge, er bildete sich sogar… [Weiterlesen]
  • „Erwarte nichts von anderen, was du selber nicht bereit bist, einzuhalten.“ Veldarin kam nicht um diesen Gedanken herum, als der Befehl zum Vorrücken kam und die Norn in der Gruppe sich in Richtung der Angreifer aus der anderen Richtung begab. Angeschrien hatte er sie: „Was machst du?! Der Befehl lautet ‚Vorrücken’!“ Er wusste zwar, das Norn sich nur selten Befehlen beugten, in dem Moment erschien ihm seine innere Wut aber durchaus gerechtfertigt. Selber erst vor einigen Tagen ein anderes Mitglied der Truppe wegen ihren Entscheidungen verurteilt, mit der Begründung, sie könne das Rudel gefährden, war es nun sie, welche sich einem direkten Befehl des Gruppenanführers widersetzte. Er wollte beim vorherigen Vorfall schon was sagen, konnte sich allerdings nicht dazu durchringen. Es war nicht seine Aufgabe, seine Kameraden zu kritisieren, war er selber doch in der wahrscheinlich seltsamsten Position.

    Selbst, als die Gruppe es schaffte, ins Refugium vorzudringen, und sich der größte Teil… [Weiterlesen]
  • Kurzgeschichten des Freizeit-Autors Jack Samuel Lynn
    Der Schurke - Auf der Flucht

    Ich weiß nicht, wie lange ich weg gewesen bin. Es gab keine Sonnenaufgänge oder -Untergänge. In meiner Zelle gab es kein Tageslicht. Nie. Es können Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre gewesen sein, die ich dort verbrachte. Meine Finger waren bleich, im starken Kontrast zu den schwarzen, halbzerfledderten, fingerlosen Lederhandschuhen an meinen Händen. Meine Fingernägel zerkratzt, teilweise eingerissen, die Nägel an den Daumen fehlten komplett. Tief saß der Schmerz, als ich gedankenverloren über die leere Fläche strich, wo einst diese Fingernägel gewesen sind.

    Ich war wieder in Kryta angekommen. In Götterfels. Der letzten echten verbleibenden Bastion der Menschen. Ich war wieder in meiner Stadt. Zuhause. Seit gefühlt einer Stunde stand ich schon an der Straßenecke gegenüber dem Haus, welches ich einst mein Eigen nannte. Nun, es gehörte nie wirklich mir, aber die Frau, die darin wohnte. Sie
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  • Wütend stapft sie vor sich hin. Ohne auf ihre Umgebung zu achten, schreitet das sichtlich aufgebrachte Kätzchen durch die Gassen Löwensteins. Hauptsache weg von diesem … diesem Dreckskerl mit seinen dämlichen Witzen. Ob er weiß, dass er bei ihr einen Nerv getroffen hat? Bestimmt. Dumm ist er eigentlich nicht. Umso mehr ärgert es sie. Soll der bloß bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ohne ihn war sie in jedem Fall besser dran. Während sie an diesem frühen Abend immer weiter ohne ein bestimmtes Ziel dem Gassengewirr der Stadt folgt, knurrt sie jeden an, der sie auch nur anschaut. ‚Nur halb so hart, wie sie ausschaut…‘. Pah! Er hat sie noch nie ernsthaft wütend erlebt.

    Wütend kickt sie einen Stein, der ihr im Weg liegt, mit dem rechten Fuß davon. Als dieser mit einem leisem ‚Tock‘ gegen eine Holztür knallt und dann zu Boden fällt, wo er noch einmal um sich selbst kugelt und schließlich liegenbleibt, hält die Katze an. Leises Kinderlachen klingt ihr in den Ohren. Es hört sich… [Weiterlesen]