Artikel mit dem Tag „Graham Turpin“

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  • Aufbruch


    Das Schluchzen gellte durch die Halle. Laut und verzweifelt war es, während er sich auf den Stufen schüttelte. Vor einigen Momenten hatte er sie noch geküsst, und nun war sie verschwunden. Tränen rannten ihm über das Gesicht. Er konzentrierte sich auf jene Bilder die sie ihm im Geiste noch einmal wacher gerufen hatte. Zwar waren sie nie verschwunden, zeigten ihm Tag täglich wie er und Minna sich kennen lernten, wie sie ihm das Geständnis gemacht hatte und wie sie ihn auf die Dächer gezogen hatte, wie sie gemeinsam Zeit verbracht hatten und vieles mehr, doch nun waren sie wieder aufgefrischt, als wären sie gestern gewesen, bissen sich noch tiefer in seine Brust und ließen ihn sich für seine eigenen Taten hassen. Er schluchzte weiter, blieb liegen bis er sich irgendwann nicht mehr schüttelte, bis er sich irgendwann aufraffte und ihren Ring, den er noch besaß wieder fest mit den Fingern umschloss. Seinen musste sie an sich genommen haben, er konnte ihn nicht mehr finden.

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  • Die Sonne schien schon in die Fenster des Büros als er erwachte. Ein zucken ging durch die Lider und die Augen öffneten sich langsam, wollten den Blick nur langsam freigeben. Ein Gefühl von Spannung entstand. Wie ein hundertjähriger fühlte er sich. Die Glieder ein bisschen steif. Er schien erwacht zu sein wie er eingeschlafen war, und sich die ganze Nacht nicht wirklich bewegt zu haben. Das leere Glas vor ihm am Tisch, war umgefallen und an einen Beutel gerollt welchen er mitgebracht hatte. Der Versuch einer Bewegung ließ einen Blitz durch seinen Leib zucken. Am Arm war es besonders schlimm. Erinnerung umspülte ihn zeigte ihm die Bilder der Treppe.


    Beim nach unten hasten hatte er seinen Fuß zu weit vorn aufgesetzt, der daraufhin nach unten klappte, und ihn der Schwerkraft und seinem Schwung überließ. Mit hartem Schritt setzte er auf der nächsten Stufe auf den Zehen auf und geriet ins straucheln. Darauf war er mit dem Oberkörper nach vorne gekippt und hatte sich mit der Hand[Weiterlesen]



  • Dampf stieg von seinen Schultern auf. Er hatte schon eine Weile die Ruder herein geholt und aufgehört mit ihnen das kalte stille Wasser aufzuwühlen. Auch die Wellen die von seinem Boot ausgingen hatten sich in der Zwischenzeit verloren. Leicht bewegte sich der See unter seinem Boot, verzerrte sein Bild das er einen Augenblick lang betrachtete. Bei den Göttern, so konnte es nicht weitergehen.
    Es wusste das sich sein Gemüt heben würde. Aber wann? In drei Monaten? In fünf? Und bis dahin? Warten? Nein! Es musste sich jetzt etwas ändern. Das konnte es nicht sein, das war ihm klar, und in diesem Moment wusste er auch was er tun würde. Sein Atem kondensierte in der kalten Luft und hing als Wolke einige Sekunden in der Luft als er lachte. Es war ein diebisches Lachen, grad so als habe er einen wirklich guten Plan gefasst. Und das hatte er auch. Er würde ans Ufer rudern und sein Boot da fest machen. Er bräuchte von hier aus zwanzig Minuten, vielleicht fünfundzwanzig wenn er sich zeit ließe.… [Weiterlesen]