Artikel mit dem Tag „Natur“

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  • Anrufung eines Naturgeistes / Ernteritual / Naturritual




    Ich neige mein Haupt in Ehrfurcht
    Vor dir
    Die du aus den Feuern kommst
    Tochter Melandrus
    Die du bist gezeichnet
    Vom Feuer Balthasars
    Hienieden
    Zu schützen und zu heilen
    Uns Götter Kind'
    Und all bös' Gefahr
    Die da kommen will über uns
    Zu vernichten und verbrennen
    Zu leiten und zu weisen
    Jene
    Die da wahrhaftig suchen
    Den göttlichen Weg


    In Demut knie ich vor dir
    Du Feurige
    Gewächs des Lebens
    Gewächs des Todes
    Die du gerufen wirst
    Holler und Keilken
    Ellhorn und Hölder
    Du Fliederfrau
    Gepriesen als Eller
    Ich rufe dich an
    Dich, die du gebierst
    Segen und Heil
    Im Überfluss
    Doch giftig strafst
    Den Ehrlosen
    Der dich blind verkennt


    Heilige Königin Sommer
    Die du wirkst im Winter
    Das Feuer ziehst
    Das Feuer nährst
    Zu Feuer wirst
    Gräme mir nicht
    Wenn ich andächtig
    Nehme von deinem Heil
    Sei mir gnädig
    Du Tochter der alten Weisen
    Und teile mit mir
    deine Kraft
    Das ich sie nutze
    Einzig und stets
    Für der Menschen Wohl

    Auf das deine Gabe
    Das
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  • Eine kleine Beigabe zur ersten Naturschätzelieferung an Rowenna.


    Ist Winter um, dann kommt der Bär
    Und wählt dies' Kräutlein zum Verzehr.
    Denn der schlaue Petz, der weiß:
    Dieser Knob' hilft Kind und Greis!

    An den Flüssen, bei den Buchen
    Musst du dieses Schätzlein suchen.
    Doch gib acht, denn seine Pose
    Ähnelt gift'ger Herbstzeitlose.

    „Hexenzwiebel“ nennt man ihn,
    Denn alles Böse muss vergehn:
    Jenen, der den Waldlauch mag,
    Trifft ganz sicher nicht der Schlag.

    Kälte geht, neu' Kraft, die kommt,
    Auch dem Magen hilft er prompt.
    Und will der Kopf mal nicht so richtig
    Macht Rohverzehr ihn wieder tüchtig.

    Bärlauch, ach was wär' es toll
    Wär der Wald bloß immer voll
    Von dir, doch ganz bescheiden
    Find' man dich nur im Frühjahrsreigen. [Weiterlesen]
  • Zur ärgsten Kriegesstunde
    Zogst du ins Tal hinaus
    Nun Wochen keine Kunde
    Erreichte mehr mein Haus

    So ging ich heut' zum Haine
    Zu beten still für dich
    Doch an dem Ort so reine
    Weiß' Lilien zeigten sich

    Die hohen Ficht' verwegen
    Sich wiegten hin und her
    Versagten ihren Segen
    Mein Herz, das wurde schwer

    Und wie ich kniete nieder
    Am kleinen heilig' Schrein
    Da krächzten Raben Lieder
    Kehrst du lebendig heim? [Weiterlesen]
  • Bekenntnis


    Mein Herz, mein Verstand, mein ganzes Sein ist erfüllt von der Einen, der alten weisen, die da Schöpfung bringt.

    SIE hat mich gerufen mit dem lieblichen Gezwitscher der Vögel,
    Mit dem geheimnisvollen Rauschen der Bäume,
    Mit dem begehrenden Tosen der Flüsse,
    Mit dem trauernden Heulen der Wölfe
    Und dem grollenden Donner der Himmel.
    Wo ich auch lausche: IHR Ruf erschallt mir ringsumher.

    Gesegnet bin ich tausendfach, IHRE Stimme zu vernehmen:
    Ich kenne keine Einsamkeit, so lange SIE mit mir ist.

    IHR Werk erblicke ich in der starken Erde, die mich hält,
    Im sanften Wasser, das mich erfrischt,
    In der zarten Pflanze, die mich heilt,
    In der süßen Frucht, die mich nährt,
    In den Kreaturen, die mir Freunde sind.
    Wo ich auch schaue: IHR Werk ist allerorts.

    Gesegnet bin ich tausendfach, IHRE Zeichen zu entdecken:
    Ich leide keinen Mangel, so lange SIE mit mir ist.

    Mein Herz, mein Verstand, mein ganzes Sein ist erfüllt von der Einen, der alten weisen, die da Schöpfung bringt.

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  • Hast Leben genommen
    Schmerz spöttisch verlacht
    Gepeingt mit Wonnen
    Durch die ganze Nacht.
    Erst Hände, dann Füße
    Geschnitten entzwei
    Geschickt gar als Grüße
    Im Gesicht letzter Schrei

    Sechs von Sechs
    Und drei noch mehr
    Spotten und morden
    Sollst du nimmermehr

    Nehm' Efeu und Rose
    Von der Hasel ein Blatt
    Saft spendet Zeitlose
    Männlein schneid' ich glatt
    Vom Herz eine Träne
    Eine Garbe vom Schaf
    Ibenbaum spendet Späne
    Mohn säuselt von Schlaf

    Sechs von Sechs
    Und noch einmal drei
    Ich rühre nun an
    Was deines bald sei

    Sechs von Sechs
    Und drei obendrein
    Dieser Trunk der Natur
    Mag der letzte wohl sein





    (Inspiriert durch einen vor einer ganzen Weile stattgefundenen, kleinen privaten Miniplot.
    Aufgeschrieben um mein Versprechen an Travon einzuhalten, auch, wenn es diesmal eine etwas andere Gedichtart geworden ist.)



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  • Ich sah viel winzig Damen
    Im Traume heute mein:
    Sie nahmen rote Farbe
    Und färbten Heide ein

    Sie sangen deinen Namen;
    Umspielt von blassem Schein
    *Tanzten sie hin zur Eibe
    Und kerbten Lettern ein

    Weiß nicht, woher sie kamen
    - Stoppten am Erlenhain -
    Da waren sie verschwunden
    Sag, lebst du, Brüderlein?







    *Dank Lieses input ausgebessert!
    Original:
    Tanzten sie schon zur Eibe
    kerbten Buchstaben ein [Weiterlesen]
  • Alles was ist und alles was lebt
    Alles das steht und alles das geht
    Singt dir Lobpreis, weise alte.

    Das Wasser lobt dich mit fröhlichem Plätschern,
    die Erde lobt dich mit vielfältiger Frucht.

    Der Moa lobt dich mit keckem Gekrächz.
    der Wolf mit heulender Sehnsucht.

    Die Blume lobt dich mit schönster Blüte,
    der Baum mit seiner raschelnden Wucht.

    Alles was ist und alles was lebt
    Alles das steht und alles das geht
    Singt die Lobpreis, weise alte.

    Auch ich will dich loben, auch ich will dich preisen!
    Mein Herz, meine Gedanken seien erfüllt von dir.

    Meine Worte, meine Taten seien Dank und Lob.
    Ich singe und tanze, lebe und liebe dafür.

    Dein Segen über Erde und Wasser, über Tier und Kraut;
    dein Segen mit den Menschen, dein Segen mit mir.

    Alles was ist und alles was lebt
    Alles das steht und alles das geht
    Singt dir Lobpreis, weise alte. [Weiterlesen]
  • Die Hyazinthen kommen ursprünglich aus dem Gebiet direkt am Rande des Dschungels: Aus diesem Niemandsland, das weder richtig Dschungel noch Steppe ist. Es heißt früher waren sie so selten und wertvoll das man sie wie Salz und Gold handelte, denn sie blühten als einige der ersten Blumen gleich zu Anfang des Jahres, wenn es rund herum noch kalt und trostlos war und die Menschen sich den Frühling herbei sehnten. Sie waren nicht nur von außergewöhnlicher Gestalt, sondern auch schwer bis gar nicht zu erhalten, gab es sie doch nur an diesem einen Ort. Damals hießen Hyazinthen übrigens noch gar nicht Hyazinthen, denn sie hatten einfach noch keinen Namen.

    Zu dieser Zeit hörte ein reicher, Pflanzen liebender Fürst von diesen außergewöhnlichen und seltenen Blumen und nachdem er viele Monde lang Informationen über diese mythische Blume eingeholt hatte schickte er eine Gruppe von Abenteurern und Pflanzenkundigen aus. Die Gruppe, angeführt von seinem treuen Wachhauptmann Hyazinth, war… [Weiterlesen]
  • Vor vielen vielen Jahren, als die Götter noch unter uns weilten, zog eines Herbstes Melandru, die Göttin der Natur, aus in die Welt mit dem hehren Ziel, Frieden zu schaffen zwischen den Völkern.
    Sie, welche als älteste und weiseste der Götter bekannt war, wusste schon damals um die Gefahren, welchen wir alle uns sehr viel später einmal stellen müssen, und wollte den Lebewesen dieser Welt die bestmögliche Verteidigung ermöglichen: Ein Band des gegenseitigen Respektes und der Freundschaft sollte gesponnen werden, auf das ein jedes Lebewesen Seite an Seite, eins und stark, gegen jene stehen würde, die sich gegen das Volk der Menschen und das Leben an sich vergehen würden. Doch den Völkern Tyrias fehlten die Weisheit und die Einsicht der Nährenden, und so stieß sie immer wieder aufs Neue auf Misstrauen und Ablehnung.
    Ein gescheiterten Versuch, zwei Völker zu einen, traf sie besonders hart, und so ging sie in einen nahegelegenen Wald, um dem schwer auf ihr lastenden Kummer freien Lauf zu… [Weiterlesen]
  • (Inspiriert vom Frühlingsblumengerücht aus dem passenden Thread)

    Sag mir, meine Hübsche
    Wer hat dich gebrochen?

    Haben glänzende Augen dich angesehen,
    Wurden verzückte Worte gesprochen?

    Sind verlangende Finger, mit Töten im Sinn,
    Zärtlich an deiner Gestalt hinauf gekrochen?



    Sag mir, meine Schöne
    Wer hat dich gebrochen?

    Hat er dich der Sonne entgegen gehoben,
    Dir eine Zukunft voll Liebe versprochen?

    Dich an sich gedrückt, geherzt und gekost,
    Genießend an deinem Bouqet gerochen?



    Sag mir, meine Zarte
    Wer hat dich gebrochen?

    Ich möchte so gern daran glauben:
    Dein Leben wurde sanft unterbrochen!

    - Und ich bete
    Du hast ihn gestochen!


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  • Eiche und Efeu

    Du hälst mich, damit ich nicht falle
    Ich umarme dich sanft

    Du lässt mich wachsen und gedeihen
    Ich schütze dich vor deinen Feinden

    Du weist mir den Weg zur Sonne
    Ich wärme dich wenn du frierst

    Und stirbst du eines fernen Tages
    So scheide treu auch ich dahin





    Sag mir, Geliebter:

    Wirst du die Kälte überstehen
    deinen Feinden trotzen
    und die Einsamkeit ertragen

    wenn die Einfältigen mich dir erst entreißen?


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