Artikel mit dem Tag „Lucius Quessar“

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  • Es war spät und sie war gerade im Begriff die Küche aufzuräumen. Es sah wild aus und Arlassia musste lachen. Sie hatte heute den ganzen Tag über mit Rosalie Kekse gebacken und die Fünfjährige zeigte ein hohes Maß an Kreativität, wenn es darum ging die frischen Plätzchen zu verzieren und dann sofort hoffentlich unbemerkt von der Mutter in den Mund zu stopfen. Es war ein Wunder, dass das Mädchen jetzt schlief, so viel Zucker wie sie zu sich genommen hatte.

    Lucius war mit dem kleinen Andre erst bei Opa zu Besuch gewesen und dann einen Wintertagsbaum schlagen. Der würde dann morgen gemeinsam mit den Kindern geschmückt. Es war still im Löwensteiner Heim und die Liese hielt mit den Aufräumarbeiten inne. Das konnte warten, denn gerade war ihr ein Gedanke gekommen. Die zierliche Frau setzte sich an den großen Küchentisch und zog ein Blatt Papier aus Rosalies Malsachen. Dazu nahm sie sich einen der bunten Stifte und begann zu schreiben.


    Mein geliebter Ehemann, mein Löwe...

    Lange ist es[Weiterlesen]
  • Ihre feinen Brauen hatten sich in purer Anstrengung zusammen gezogen.
    Immer wieder wurden die Lippen schmal, dann zwang sich die Zungenspitze erneut hervor und wurde doch wieder durch das Zusammenpressen der Lippen zurück gedrängt. Es ratterte in ihrem Kopf. Lucius wusste das die Idee sie wählen zu lassen mit zu seinen besten Ideen aller Zeiten gehören würde.
    Rosalie murrte und murmelte in ihrer Verzweiflung vor sich hin. Das kleine Mädchen trat von einem Bein auf das andere und löste sich schließlich vom Hühnerstall.
    "Papa? Ich weiß es nicht....", gestand sie ihre Verzweiflung ein.
    "Klar weißt du es", sprach Lucius sanft. Er schob den Kinderwagen in welchem Andre friedlich schlummerte sanft ein Stück vor, zog ihn zurück und schob ihn wieder an. Das Schaukeln hatte den Jungen schnell einschlafen lassen. Einzig das dunkle Haare des Buben lugte unter der dicken Decke hervor, welche den kleinen Körper vor der Kälte schützte. Rosalie nuckelte nachdenklich an ihrem Handschuhe herum,… [Weiterlesen]
  • Er neigte sich hinab.
    Der Blick, selbst noch müde und von letzten Traum immernoch leicht verklärt, gerichtet auf den Jungen vor sich.
    Klein die Hände. Finger welche sich strecken und wieder schließen, ebenso klein. Und doch halten sie die ganze Welt. Seine Welt. Ein Lächeln auf den Lippen. Erzeugt von Glück. Dankbarkeit. Wünschen. Hoffnung. Zu viel Liebe für ein einziges Kinderbett. Der Blick des Löwensteiners gleitet gen Seite, als es an seinem Hosenbein zuppelt. Wilde, dunkle Locken. Strahlende Kinderaugen. Leises Gähnen. Rosalie auf den Arm genommen betrachten Luc und die nun große Schwester die kleine Welt vor sich im Bettchen.
    Es interessiert ihn nicht. Die Dürre. Die Sorgen Fremder. Früher war das anders. Doch nun war nur noch das wichtig was in seiner Reichweite war. Andre, Rosalie und Arla. Er hatte früher viel gegeben, fast sein Leben gar und bekam nun so viel Leben zurück. Andre schnaufte im Bettchen aus und lies Rosalie mit dieser Geste leise kichern.
    Wer sollte ihm… [Weiterlesen]
  • Nebel lag noch über dem kleinen Fluß, welcher rund um die Siedlung seine Bahnen zog.
    Groggy rannte vor Lucius hin und her, schob die Nase schnüffelnd durch das feuchte Gras und machte schließlich einen weiteren Hopser in eine Böschung hinein. Diesmal war wohl ein Grashüpfer Ziel seiner Aufmerksamkeit. Doch der Südlichtjäger fand in dem Tier einfach keinen würdigen Gegner und so schoss er aus der Böschung hinaus auf seinen Herren zu. An Luc hinauf hopsend bellte der Hund einige Male, was denn Löwensteiner auflachen ließ. "Du hast doch ´ne Macke. Rosalie schläft noch. Sie spielt mit dir wenn wir zurück sind und jetzt geh endlich pinkeln und hör auf hier auf so rumzuspinnen." Groggy blinzelte Lucius entgegen, wedelte mit der Rute und - fand den nächsten Grashüpfer den es zu jagen galt. Erneut lachte Lucius auf und schüttelte den Kopf. Die Leine locker um den Nacken geschwungen hängte er die Handgelenke in den Schlaufen ein und schlenderte so weiter, am Siedlungsrand entlang.

    Die kleine… [Weiterlesen]
  • Lucius atmete tief ein und sog die Löwensteiner Abendluft in die Lungen.
    In seinen Armen ruhte das kleine Mädchen, welche längst zu seiner Tochter geworden war. Bald müsste sie sich den Platz auf seinen Armen mit dem Geschwisterchen teilen. Beim Gedanken an das Ungeborene füllte sich die Brust des Kerls mit Stolz. Das Gefühl wurde aber direkt wieder getrübt, als er den Blick hob und die ankommende Nacht sich bereits ankündigte und die werdende Mutter immernoch nicht daheim war. Leise grummelt der Löwensteiner, was Rosalie mit einem zerknautschten Gesichtsausdruck quittierte. Das Kind war gerade eingeschlafen und mochte vom Unmut des Vaters nicht gestört werden.
    Der Löwensteiner schloss die Terassentür hinter sich und legte das schlummernde Mädchen in ihr Bett. Es sicher zugedeckt wurde einzig dem dunklen Hund noch ein Fingerzeig gegeben damit sich dieser vor das Fenster lag. Ihm würde keiner das Kind aus dem Zimmer stehlen.
    Im Nebenraum ließ sich der Kerl in einen Sessel sinken.
    "Ich
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  • Leise Schnarchgeräusche drangen an sein Ohr und schoben die Traumwelt aus seinem Kopf.
    Eben noch war er am Strand der Südlichtbucht gelegen mit einem Becher Rum in der rechten Hand und in der Anderen der runde, wohlgeformte Hintern der wunderschönen Dunkelhaarigen. Doch je näher er dem Erwachen kam umso schwerer und schmerzhafter wurden seine Glieder. Sie verlangten nach einem ausgiebigem Strecken, doch der Wunsch wurde ihnen schnell verwährt, als der Fuß bereits am Bettende anstieß.
    Auch konnte der den rechten Arm nicht heben. Irgendetwas hielt ihn fest.
    Die Augen geöffnet musste er ein paar Mal blinzeln, um sie an das Licht im Raum zu gewöhnen. Es war noch früh am Morgen und die Sonne schob sich noch keine Stunde durch den zarten Stoff der Vorhänge. Und noch während sich die grünen Augen ans Sehen gewöhnten, merkte er den Druck auf der Brust.
    Er wollte den Nacken heben und nachsehen was dort drückte, doch der Nacken war steif und schmerzte, als er nur minimal den Kopf vom Kissen… [Weiterlesen]
  • Der Ärger war groß in dem sonst von Lächeln gezeichnetem Gesicht.
    Was war ihm auch eingefallen, ihr solche eine schwere Aufgabe zu geben?! War das wirklich sein ernst? Und jetzt saß er da und trank seinen Kaffee, schwarz mit ein ganz klein wenig Zucker. Er hatte sich zurück gelehnt. Er hatte es sich richtig gemütlich gemacht in dem alten Ohrensessel, welcher wahrlich schon bessere Tage gesehen hatte. Das Buch hatte er längst bei Seite geleget. Das er lesen wollte, diese Tarnung hatte er aufgegeben und nun lag seine Konzentration doch komplett auf ihr.
    Sie schnaubte leise und schielte aus den Augenwinkeln zu ihm hinüber und sofort bildete sich ein sanftes Lächeln auf den Lippen des Mannes.
    Warum machte er es denn nicht? Immerhin hatte er das Gerät ja auch mitgebracht! Er hatte das Ding angeschleppt und im ersten Moment hatte sie sich auch wirklich darüber gefreut. Es war bunt, handlich und es klapperte darin etwas - bestimmt Geschenke für sie.
    Es war also wirklich keine Frage, das sie… [Weiterlesen]
  • Er konnte einfach nicht die Augen von ihr wenden. Es ging einfach nicht und wenn er es doch für einen winzigen Moment schaffte tat sie etwas was seinen Blick sofort zurück zog. In eben diesem Moment war es ihr Lachen, was die Zahnreihen entblößte. Für ihr Alter und ihre Lebensart waren sie erstaunlich hell und gut gepflegt. Warum hatte sie bitte so weiße, grade Zähne, die ansich perfekt hinter den geschwungenen, vollen Lippen lagen, welche sich nun schürzten, als sie sein starren sah. Das Lachen verklang somit und der Raum erkaltete augenblicklich. Ohne ihr Lachen verschwand das Leben und die Wärme und ihm war sofort klar warum Männer in ihrem Netz, wie Fliegen hingen. Oder eher warum sie sich auf ihrem Schiff wie Seeratten tummelten.
    Diese Geste, wenn Frauen sich nach einem Schluck von ihrem Getränk mit dem Daumen über die Unterlippe strichen damit der kleine Resttropfen nicht das Kinn herunter läuft, jagte auch ihm nun einen Schauer über den Rücken. Gefühlt tausend kleine… [Weiterlesen]
  • Luc riss die Augen auf.
    Ein eiliges Drehen auf die Seite verhinderte, gerade noch so, dass er sich mit dem eigenen Erbrochenem besudelte. Leise plätschernd traf das Alkohol-Magensäure-Gemisch auf den Planken auf. Die gelbgrüne Pfütze schimmerte im schwachen Kerzenlicht so wunderschön, als wäre sie absichtlich hier platziert worden. Wie kleine Sterne reflektierten sich die Flammenspitzen im Kotzepfützchen, wie Sterne im Meer. Doch die Ruhe des Pfützchens wurde unterbrochen von schaukelnden Wellen, welche das Schiff in ihren schaumigen Armen wog, wie eine Mutte ihr Neugeborenes. Nur einen kleinen Spalt öffnete der Löwensteiner den Mund, als der bittere Geschmack bereits wieder über seine Zunge kroch und an der Unterlippe, in kleinen diamantglitzernden Tropfen, hinab fiel. Plitsch. Platsch. Tropf. Mit dem Handrücken wischte sich der Kerl den letzten Tropfen von Mund, eh das schwere Würgen begang. Der Brustkorb drückte sich schmerzenend zusammen, als der Magen krampfte und… [Weiterlesen]
  • „Mamaa! Maaaaaamaaaaaa!“ Arlassia runzelte die Stirn und widerstand der Versuchung, sich einfach die Decke über den Kopf zu ziehen. Stattdessen quälte sie sich aus ihrem warmen und gemütlichen Bett, tapste barfuß zur Tür und sah sich dort noch einmal sehnsüchtig nach ihren Federn um. Es nützte nichts. Rosalie war wach, putzmunter und wollte aus ihrem Gitterbett. Und das aber zackig! Zumindest verriet das der fordernde Tonfall des kleinen Mädchens. Müde und auf nackten Sohlen, mit völlig verwuschelten Haaren und im Hemd ihres Liebsten schlich die Liese zum Zimmerchen ihres kleinen Mädchens und öffnete die Tür. „Auf! Mama!“ fröhlich zwitschernd wurde sie vom Lockenköpfchen begrüßt und sofort fiel die Müdigkeit von ihr ab. „Guten Morgen, Röschen. Na? Du hast ja gute Laune heute.“ lachte die Liese und hob ihr Kind auf den Arm. Rosalie quietschte und schlang die Ärmchen um Mamas Hals. „HAMM!“ war das nächste was das Mädchen von der Mutter forderte.… [Weiterlesen]
  • Höchst konzentriert lief der großgewachsene Kerl durch die götterfelser Straßen. Jeder Schritt wurde sorgsam gesetzt, um bloß nicht zu viele Geräusche zu machen, oder gar eventuell umzuknicken. Die hellgrünen Augen suchten die Gebäude zu beiden Seiten ab. Irgendwo musste es doch sein. Er hatte es doch auch schon einmal gesehen, wenn auch nur von außen, aber genau das sollte ihm ja eigentlich nun helfen. Der Himmel wurde immer dunkler und von kleinen, manch gar winzigen Sternen bespickt. Da stopte der Kerl, mit dem Blick nach oben und suchte nach einen Stern, welcher manchmal rötlich zu schimmern schien. Doch kaum kam das warme Schaukelschiff zum Stehen, öffneten sich zwei dunkle Knopfaugen. “Luuuuc, nis haltööööäääääähhh“, gähnte Rosalie langgezogen und der Rest ihres Protests blieb in müden, schlummrigen Gedanken hängn. “Wir sind gleich da. Dann geht's ins Bett.“ Das Mädchen schlang erneut die Arme um seinen Hals und kuschelte sich an. Auch wenn ihm… [Weiterlesen]