Artikel mit dem Tag „Diarmai“

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  • Arlassia hielt den Brief ihrer Freundin mit der Absage für den Wintertag in den Händen und zog eine enttäuschte Schnute. Krank war sie. Arlassia wusste genau was los war. Dia wollte den Wintertag nicht zur Last fallen. So ein Unsinn! Das Haus war geschmückt, groß genug, die Gans war bestellt und auch sonst alles vorbereitet, auch das Gästezimmer. Und die Kinder waren aus dem Häuschen. Und jetzt schob sie vor, sie sei krank? Ein unwilliges Grunzen entfuhr der kleineren Liese und gerade, als sie der Freundin einen enttäuschten Antwortbrief schreiben wollte, legte sich eine warme, große und beruhigende Hand auf ihre Schulter. Sie sah von den ersten Zeilen auf in die grünen Augen ihres Ehemannes und ihr Ärger verflog. Arlassia schmiegte die Wange an eben jene Hand und schloss die Augen mit einem leisen Seufzer. „Ich packe ihr einen Korb und Rosalie soll ein Bild malen. Das bringe ich ihr dann am Wintertag.“ Lucius entgegnete nichts, nur ein wissendes Schmunzeln erschien in seinem… [Weiterlesen]
  • 2 Tage zuvor:

    Als Diarmai die Tür öffnete hob die junge Frau ihr gegenüber den Kopf und schaute ihr entgegen. Sie sagte nichts, bewegte sich nicht einmal groß, sondern schaute ihr einfach bloß mitten ins Gesicht. Dabei flitterten die Augenlider ein wenig, als sie Diarmai ansichtig wurde – Eine kaum wahrnehmbare Regung, und doch hatte die große Liese genau diese eingefangen.
    „Ich… bin gefallen.“ raunte sie halblaut und sich erklärend. Aus irgendeinem nicht näher definierbaren Grund schämte sie sich plötzlich. So senkte sie den Blick und schaute an der Frau vorbei und zum Schneetreiben vor der Türe.
    „Ich weiß.“ gab ihre Nachbarin murmelig zurück – Und hob die Hand schlicht zum Gruß, sich weiterhin nicht von Ort und Stelle bewegend.

    Diarmai hatte nie verstehen können, wieso manche Leute ihre Nachbarin als seltsam oder gar gruselig beschrieben, war sie ihr gegenüber doch immer zuvorkommend und hilfsbereit gewesen – Etwas wortkarg, ja, und auch öfter einmal schlechter Laune, aber… [Weiterlesen]
  • Märchenprinzessin.
    Das Thema ging Diarmai nicht mehr aus dem Sinn, seit sie das erste Mal darüber nachgedacht hatte.
    Märchen, so sagte man, waren Geschichten über wundersame Geschehnisse und spannende Abenteuer, die im wahren Leben nicht passierten. Und, was vielleicht am wichtigsten war: Märchen hatten für gewöhnlich eine hintergründige Botschaft, eine Lehre für den geneigten Leser oder die geneigte Leserin. Nicht selten wurden Märchen dazu genutzt, Kindern Ideale und Moralwerte näher zu bringen, ganz spielerisch und subtil.
    Aber wieso war das Märchenbuch-Ideal einer guten Frau so oft eines, das sie schwach machte und auf ein schönes Äußeres und mildes, gehorsames Gemüt beschränkte? Und wieso mussten die Männer immer rettende, kämpfende Helden sein, stark und furchtlos?

    Sie dachte an alle vier Kinder, von denen sie Patin geworden war: An Rosalie und Levin, Andre und Chiara. Sie alle waren so wundervolle, einzigartige kleine Lebewesen, neugierig und freundlich und noch so[Weiterlesen]
  • Sie mochte den Geruch von Orangen. Orangen ließen sie an Löwenstein und Südlicht denken, an Strand und Meer und die wohlwollende, kräftige Wärme der Sonne, die durch ihre Haut drang und sie bis ins Herz wärmte.
    Sie mochte auch den Geruch von Vanille: Beschlagene Fenster, eine helle Stube im winterlichen Dunkel. Glühwein und Winterbäckerei, die bevorstehenden Wintertage… und auch hier viel, viel wohltuende Wärme, sowohl für den Körper als auch für die Seele.

    Sie legte Daumen und Zeigefinger zusammen und pitschte ein wenig Wasser umher. Ihre Haut begann bereits ein wenig zu schrumpeln, so lange hatte sie im Badezuber gesessen und vor sich her geträumt, umwoben von den ihr so wohltuenden Gerüchen und durchdrungen von ihren phantasievollen Gedanken.

    Gleich würde sie sich in Mieder und Unterröcke zwängen, um das schönste Kleid anzuziehen, das sie jemals gesehen hatte: In hellen, pastelligen Blau- und Grüntönen war es gehalten, bestickt über und über mit kostbaren Silberfäden und[Weiterlesen]
  • Kaum hatte sie die Haustür der Melandruhochstraße 7 geöffnet schlug ihr der beißende, wütend wehende Wind entgegen, und fast augenblicklich begann sie auch schon zu frösteln. Den Kopf eingezogen griff die große Liese eine der stabilen, hölzernen Fensterläden und stemmte sich gegen den brausenden Herbstboten, um die Fenster mit dem nötig gewordenen Schutz zu verkleiden. Wie froh sie in diesem Moment war, die Fensterläden gekauft zu haben; letztes Jahr schon, nachdem sie zunächst bei dem schlimmen Unwetter Holzplanken hatte vor die Fenster nageln müssen um das Zerbrechen eben jener verhindern zu können.
    Während sie die Eisenschließen an der Wand unter vielem Friemeln öffnete und den Fensterladen einhängte dachte sie kurz an die schönen Fenster aus gefärbtem Glas, die ihr eigenes Haus schmückten - Ein Blick in den dunklen Himmel bestätigte, was bereits als Ahnung in ihr schlummerte: Es blieb ihr nichts anderes übrig, als gleich noch einmal quer durch die Stadt zu laufen und das[Weiterlesen]
  • Vor nicht allzu langer Zeit im Hause Herzlich:

    „Haben wir alles?“ Müde, doch durchaus gut gelaunt schaute Diarmai sich ein letztes Mal im vorherrschenden Chaos um, das von der vorangegangenen Tätigkeit zeugte: Der große Verkaufstresen war voll von Band- und Papierresten, von Kekskrümeln und Arbeitsmaterial. Auf dem Boden lagen längst geleerte Backbleche, geplünderte Körbe und Kisten.

    „Ich glaube, wir haben sie alle in die Rucksäcke verstaut. Ich seh nichts mehr.“ Arlassia wischte sich einmal durchs Gesicht. Seit Wochen pendelte sie ununterbrochen zwischen Löwenstein und Götterfels, zwischen Familie und Arbeit hin und her, und die Zusatzbelastung machte ihr doch langsam zu schaffen – auch, wenn sie dies natürlich niemals nicht zugeben würde.

    „Lass uns einfach alles liegen lassen Liesi, ich räume das nachher weg. Sonst ist Lük noch wütend auf mich, das ich dich so ewiglang entführe...“ Die größere der beiden Herzdamen streckte und reckte sich, schüttelte dann ihre Arme und… [Weiterlesen]

  • Noch ein Wollilied (Lied)
    Melodie: Alle meine Entchen


    Kleines, rundes Wolli
    Isst so gerne Heu
    Isst so gerne Heu
    Reicht man ihm ein Kekslein
    Kennt's auch keine Scheu


    Schau, das kleine Wolli
    Steht im hohen Gras
    Steht im hohen Gras
    Fängt es an zu regnen
    Wird das Wolli nass


    Kleines, rundes Wolli
    Muss schnell in den Stall
    Muss schnell in den Stall
    Draußen blitzt es hell und
    Donner macht nen Knall


    Ach, das kleine Wolli
    Steht nun in der Scheun'
    Steht nun in der Scheun'
    Steht da nicht alleine
    Sind der Schafis neun


    Wolli und die Freunde
    Kuscheln sich im Stroh
    Kuscheln sich im Stroh
    Keiner ist alleine
    Sind die Schafis froh

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  • Prolog:
    Diarmai hatte die anspruchsvolle, ehrenwerte und gar heldenhafte Aufgabe, Wollgarta Mährena Scherina von der Weide, welche sich später als Wollburga entpuppte, sicher zur nächsten Siedlung zu führen. Eine Aufgabe, die unsere Heldin -natürlich- mit Bravour meisterte und die in einem übersprudelnd glücklichen und mit vielen 'Mäh's begleiteten Wiedersehen zwischen Wolli und ihren Wollieltern endete.

    Na, wenn das mal kein Lied wert ist!


    Ein Lied für und über Wolli, das Schaf
    - full version -

    ((Melodie: Danke für diesen guten Morgen))


    Wolli
    Du bist ein tolles Schafi
    Wolli
    Ein jeder hat dich gern
    Wolli
    Du gibst uns Milch und Spaßi und du lässt dich scher'n!


    Wolli
    Du frisst gern Gras und Kekse
    Wolli
    Und auch mein Mäntelein
    Wolli
    Wie kann ein kleines Schaf nur so verfressen sein?


    Wolli
    Du hattest Angst vorm Feuer
    Wolli
    Still stehen bliebst'e nich
    Wolli
    Dein Heim, das ist weit weg doch dafür hast' nu mich!


    Wolli
    Ich bringe dich nach Hause
    Wolli
    Zur der Familie dein
    Wolli
    Da
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  • Liebe Liese!

    Heute sind einige Leute zu uns gekommen um nach dem Rechten zu sehen, und sie sagten ich kann einen Brief mitgeben nach Hause, daher schreibe ich dir schon wieder!

    Hast du meinen ersten Brief erhalten?
    Auf dem Sommerfest habe ich Marena und Sheryna gesprochen, und beide erzählten von der Reise in die Zentaurenlande, in denen es gerade wegen dem schlimmen Wetter besonders schlecht aussieht. Ganz kurzfristig habe ich mich entschieden mitzureisen, und da die Kutsche noch am selben Abend ging musste ich schnell packen. Ich habe dir natürlich einen Brief geschrieben, aber so spät Nachts und auf die Schnelle habe ich keinen Boten gefunden und habe ihn daher einem Mann in der Lampe gegeben, der sagte, er würde den Brief gegen ein paar Münzen für mich abgeben bei dir.

    Gestern am frühen Abend kam ein Sturm auf hier im Hinterland und viele Blitze sind eingeschlagen – Manche leider in Bäume, die dann begannen zu brennen. Aber wir waren ja viele Hilfskräfte, und alle zusammen[Weiterlesen]
  • Der treue Wandersmann

    ~Schnelle, fröhliche Melodie~


    Viele kleine Fädchen, die machen eine Schnur.
    Viele kleine Rädchen, die bilden eine Uhr.

    Doch von allen Mädchen, ja, da bleib ich stur.
    Doch von allen Mädchen, da lieb ich eines nur.

    Fiderallala fiderallala, fiderallalalalaa
    Fiderallala fiderallala, da lieb ich eines nur.


    Viele kleine Pfädchen, werden zu einer Spur.
    Viele kleine Städtchen, seh ich auf meiner Tour.

    Doch von allen Mädchen, ja, da bleib ich stur.
    Doch von allen Mädchen, da lieb ich eines nur.

    Fiderallala fiderallala, fiderallalalalaa
    Fiderallala fiderallala, da lieb ich eines nur.
    [Weiterlesen]

  • Die gar traurige Ballade vom kleinen Leiterreiter
    - Für Rosalie und Levin -


    Ein grüner Frosch auf eine Leiter
    Mal kletterte, da war er heiter.
    Ganz, ganz oben wollt er stehen
    Um über seinen Teich zu spähen.

    Doch, oh weh, was ist geschehen?
    Er traut sich nicht hinab zu gehen!
    „Die Sprossen wirken viel zu schmal,
    Da wär das Klettern eine Qual!

    Die Höhe… Na, ich schau einmal...
    Oh nein! Ich geh‘ ein andermal!“
    Denkt er bang, der kleine Streiter;
    Wird so zum ewig' Leiterreiter.


    (Und die Moral von der Geschicht':
    Ängstlichkeit, die hilft dir nicht!)

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  • Das Kekslied
    - Für Levin und Clara -

    (... und ihre Väter. Und Mütter. Und alle!)

    Schnelle, fröhliche Melodie

    Nach der ersten Strophe, die natürlich immer gleich beginnt, darf reihum immer ein Anwesender (ob Kind oder Erwachsener) seine Antwort geben, auf der die nächste Strophe aufbaut... und so weiter. Dabei darf im Takt geklatscht werden.


    Dein Papa der mag Kekse
    Mag Kekse
    Mag Kekse
    Dein Papa der mag Kekse
    Und WAS MAGST DU?


    (Clara:) Büastchen!


    Die Clara die mag Würstchen
    Mag Würstchen
    Mag Würstchen
    Die Clara die mag Würstchen
    Und WAS MAGST DU?


    (Levin:) Egs!?


    Der Levin, der mag Kekse
    Mag Kekse
    Mag Kekse
    Der Levin, der mag Kekse
    Und WAS MAGST DU?

    (...)
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  • Ein Schlaflied
    - Für Rosalie -

    (Melodie: "Schlaf Kindlein, schlaf")


    Rosa mein Herz
    Sei fern von Not und Schmerz
    Der Götter Segen sei mir dir
    Egal ob fort, ob nah bei mir
    Rosa mein Herz


    Äuglein mach zu
    Es ist die Zeit der Ruh
    Dann findest du im Träumeland
    Freud' und Spiel, ja allerhand
    Äuglein mach zu


    (Denn/Und) Dwayna hält Wacht
    Sie hat uns her gebracht
    Lieb' und Gnade schenkt sie frei
    Da ist auch viel für dich dabei
    Dwayna hält Wacht


    Der nächste in Ehr'n
    Gibt Mut dir dich zu wehr'n
    Er stärkt und trainiert seine Schar
    Sein Name, der ist Balthasar
    Der nächste in Ehr'n


    Melandru ist lieb
    Mag Frieden, keinen Krieg
    Ein jedes Vöglein hat sein Nest
    Auch dich hält sie gesund und fest
    Melandru ist lieb


    Lyssa mag spiel'n
    Tanzen und musiziern
    Was Wahrheit und was Lüge ist
    herauszufinden ist die List
    Lyssa mag spiel'n


    Wahrheit liebt Kormir
    Sie hält ganz fest zu dir
    Gib jedem sein' gerechten Teil
    Dann segnet sie mit Wissens Heil
    Wahrheit liebt Kormir


    Grenth wartet lang
    Am
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  • Lieber Käfer,

    ich schreibe dir heute mit betrübtem Herzen – ist das nicht eine wunderbare Formulierung?
    Ich habe sie in einem Roman gelesen und wollte sie selber einmal niederschreiben.

    Eigentlich ist ja alles wie immer.

    Ich arbeite viel, und wenn ich nicht arbeite, bin ich zu Hause.
    Irgendwie ist es schon humorig, das ich jetzt, wo du fort bist, das Leben führe das du dir damals immer gewünscht hast.
    Hätte ich da schon gewusst, das es gar nicht so schlimm ist wie ich immer dachte, hätte ich deinem ewigen Drängen auf ein ruhigeres Leben vielleicht zugestimmt.
    Jetzt ist es wohl zu spät.

    Ein bisschen anders ist es in letzter Zeit aber doch geworden.
    Die Linda, die wir eingestellt haben um die Zweigstelle in Beetletun zu besetzen, arbeitet nicht mehr für uns.
    Der Grund dafür ist kein schöner: Sie hat gestohlen.
    Das haben wir aufgrund von Unregelmäßigkeiten in den Büchern heraus gefunden. Ich wollte darüber gern erst einmal in Ruhe mit ihr reden, aber Liese ist da ein bisschen… [Weiterlesen]
  • Lieber Käfer,

    ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du bist, und du leidest weder Hunger, noch Durst, noch sonst irgendwas. Am besten tanzt du hinter den Nebeln munter herum.
    Es ist schon eine ganze Weile her, das ich dir das letzte Mal geschrieben habe. (Ich hab direkt mal nachgesehen, und der letzte Brief an dich ist tatsächlich schon über 2 Monde her. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!)
    Vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm, denn unsere Briefebox, die ich im Kleiderschrank oben links hinter den Mützen versteckt habe, die ist schon ziemlich voll. Ich hab sie damals, als die beiden Liesen eingezogen sind, vom Nachttisch aus da hin verfrachtet, weil ich nicht wollte, dass sie sie finden. Immerhin ist das ja unser kleines Geheimnis. [Hier wurde ein lachendes Mondgesicht gemalt]

    So, was wollte ich denn?
    Ah, richtig. Ich habe dir vom Lük geschrieben, nicht?
    Von früher müsstest du den noch kennen, so ein braun gebrannter, großer Löwensteiner, der vor ner Weile
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