Artikel mit dem Tag „Havar Tindurson“

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    Der Schnee knirscht geräuschvoll unter ihren Füßen. Unwillkürlich kamen dem Norn Erinnerungen an früher. Die erste Jagd mit seinem Vater. Havar wusste noch wie verzweifelt er war, dass jedes Tier ihn immer hören konnte. Es frustrierte ihn sich nicht anschleichen zu können auf einem Untergrund der immer etwas zu erzählen hatte. In Gedanken sah er das Gesicht seines Vaters vor sich. Warm die Farbe der Augen und doch lag so viel Strenge im Blick des einztigen Rudelführers. Es hatte lange gebraucht bis Havar verstand das - -sich anschleichen im Schnee- gleichbedeutend war mit - die Geräusche für sich zu nutzen-. Werde eins mit den Geräuschen der Natur und du bist unsichtbar für jedes Ohr. Neben dieser Lektion hatte Tindur seinem Zweitgeborenen noch weiteres Wissen in all den Jahren mitgegeben. Nach so vielen Wintern ohne den Legendenschreiner war jetzt die Zeit gekommen in der Havar begriff seinem Vater ähnlicher zu sein, als er das je werden wollte. Besonders seinem… [Weiterlesen]
  • Havar hockte in seiner Hütte, vor der Feuerstelle und hatte die Augen geschlossen. Warm war der Feuerschein auf seiner Haut an Gesicht und der Brust. Selstame Tage waren das gewesen. Seine erneute Reise in den Sund hätte mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Noch immer sah er Kjerkes sorgenvollen Blick vor sich wenn er träumte. Doch in den Augen des Wolfsschamanen lag auch etwas anderes. Wissen und die Hoffnung das die Sundläufer bald weiter hinauf gen Norden ziehen konnten. Die Kodan sprachen von flüsterndem Eis, von Wellen in Wasser, die weder Wind noch Tier hervorbringen würden. Aber wer verstand die Kodan schon? Havar empfand bereits von klein auf eine Faszination für diese Wesen mit dem schneeweißen Haar.
    Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen als aus dem Bild des Kodan in seinem Kopf ein Weib wurde. Eisblauer Blick , Haar so hell das es fast in den Augen schmerzte. Grimm gähnte hörbar an der Seite seines Gefährten und drückte den Rücken noch mehr gegen Havars Bein. Die… [Weiterlesen]
  • Sie waren im Sund angekommen.
    Yrrva und Er.
    Nur kurz, keine zwei Tage ganz teilten sie sich noch etwas Zeit in Kjerkes Dorf. Yrrva hatte ihre Aufgabe erfüllt und den Holzwolf zurück hoch in den Norden gebracht. Die Glut, oder eher der Glutleger waren erloschen. Zermatscht von Jotun und ihrer leichtsinnigen Art Probleme zu lösen. Hätte er die Hand des Jotun aufhalten sollen? Hätte er nicht "hau drauf!" brüllen sollen als sich die Gelegenheit bot? Hätte er einfach... ja was hätte er anders machen sollen? War es so wichtig das Gesicht, die Person hinter den Feuern zu kennen? Würde das helfen, oder nur die Unruhe in der Brust neu entfachen? Wie konnte jemand aus den eigenen Reihen dem eigenen Volk so etwas antun?

    Havar griff sich etwas vom frisch gefallenen Schnee und kurz stach die Kälte in den Gelenken der Finger als er sich das kühle Weiß ins Gesicht rieb. Sofort war er wieder hell wach und mit den Gedanken im vorherrschenden Moment. Es war jetzt eh keine Zeit um über Dinge zu… [Weiterlesen]
  • "Du musst es mir aber versprechen!"
    Noch immer klang die Forderung der weißen Sylvari in seinen Ohren. Sonst war ihr Blick fröhlich und unbeschwert, gleich einer Jungnorn welche ihre Legende gerade erst zu formen verstand. Doch als Juno ihn darum bat war ihr Blick ernst. Vor diesem Moment hätte er nicht geglaubt das sie so schauen kann. Natürlich gab es ernst Gespräche und auch die Schreinreise war alles andere als ein freudiger Marktbesuch gewesen, aber selbst dort hatte sie nicht diesen Blick auf ihren blättrigen Zügen. Der Nornkerl blickt auf seinen Unterarm hinab auf welchem das goldene Harz den Schnitt bereits verschlossen hatte und dort nun glitzerte als wäre es ein von den Zwergen selbst geschmiedetes Schmuckstück. Diese Illusion trübte nur das eigene Blut das sich in kleinen Einschlüssen im goldenen Glanz zeigte. Dennoch musste der Kerl lächeln. Vom Arm hinauf hob sich der Blick zum Rastblatt hinüber, welche vor seinem Kamin sahs und den Kopf in den Nacken gelegt… [Weiterlesen]
  • Er stand vor dem Schrein der Leopardin.
    Er stand hier schon so lange das sich eine dünne Schicht Schnee auf seinen Schultern gebildet hatte. Die einzelnen Kristalle hatten sich verflochten und bildeten eine feine Puderdecke, welche mit einem sachten Pusten, oder einem Wedeln der Hand erneut aufgebrochen und davon geweht werden konnte.
    Den Blick empor gehoben zu der Schnitzerei, welche den Kopf des erhabenen Tieres zeigte. Leicht geöffnet das Maul, die Ohren gespitzt und der Blick wachsam nach vorne gerichtet schien es als würde das Tier jeden Moment lebendig werden und zu ihm hinab steigen. Doch das Leben hier hatte erst vor wenigen Tagen sein bitteres Ende gefunden. Frischer Schnee war inzwischen gefallen und doch wusste Havar genau, dass sich unter der weißen reinen Schicht noch immer das Blut der Tiere befand. Sie hatten ihr Leben für den Schrein gegeben. Sie hatten ihn verteidigt. Sie hatten ihn beschützt und am Ende wahrscheinlich damit schlimmeres verhindert. Ihm war fast… [Weiterlesen]