Artikel mit dem Tag „Elona“

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  • Diese Kurzgeschichte gehört zu dem Vorgänger: Nacht der Flammen
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    Die Wüste holt sich zurück, was ihr gehört.
    Die schwarzen Mauerreste und der große Innenhof der ehemaligen Raptorzucht waren halb von Sanddünen verschluckt und wenn man nicht wüsste, wo welches Gebäude war, würde man wahrscheinlich interessenlos an diesem trostlosen,verlassenen Fleck in der Wüste vorbeiziehen.
    Doch Kasha hielt ganz ohne Befehl einige Meter entfernt auf der Düne an, hinter der sich die Reste des Hofes befanden. Naveen lies die Zügel los und den Blick schweifen. Es war später Nachmittag und somit noch recht warm. Die Hitze flimmerte über den Mauerresten vor ihm.
    „Sind wir da?“ ertönte dann eine ruhige Stimme hinter dem jungen Elonier und er spürte, wie Fahir sich im Sattel etwas zur Seite neigte, als könnte dieser dadurch besser sehen. Doch Fahir war blind.
    Seine Frage stellte der ältere Mann aus Istan wohl
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  • Blaue Flammen tanzen vor dem Blassgrün, welches getränkt von Trauer in eben genau jene hineinstarrt. Etwas, was sie wohl nie gewollt hätte.
    Die Hetzjagt, quer durch Elona, die Hitze und Trockenheit, die ständige Angst und Wut fordern langsam aber sicher den Tribut. Das feurrig rote Haar ist stumpf, klebt an dem verdreckten Gesicht. Das Gesicht bleich, schmerzlich verzerrt bei dem Anblick vor der einstigen Reckin der Wachsamen.
    Sie waren hier, um ihn zu retten. Aber das Einzige, was sie tun konnten, war gegen den einstigen Kameraden zu kämpfen, zu sehen, wie er zu einer leblosen Hülle geworden war. Und schließlich, als letzte Ehre, den Körper zu verbrennen, dem Avarette die letzte Ruhe zu schenken.
    Sie hatten versagt. Sera hatte versagt. Dabei wollte die Kriegerin doch alles wieder gut machen, den Vater ihres Kindes zurück nach Götterfels holen. Die Beziehung konnte nicht mehr gerettet werden, sie wollte aber die Freundschaft. Sie wollte, dass der Vater der kleinen Emilia wieder… [Weiterlesen]
  • Tage zuvor:

    "...sobald wir die Wächtersteine deaktiviert haben, sperren wir den Dschinn ins neue Gefäß. Alles andere wäre zu gefährlich."
    Wut erwachte in ihr, Unverständnis über die Selbstverständlichkeit, über Freiheit und Gefangenschaft anderer zu bestimmen.
    Wer gab ihnen das Recht hierzu, ausser die Angst?
    Und sollte Angst wirklich ein ausreichender Grund sein dürfen, um einem Wesen die Freiheit zu nehmen, die man selbst sehnte?
    Sah denn niemand diesen Widerspruch, dass Gefangenschaft nichts verbesserte?
    Und ein kleiner Teil von ihr flüsterte im grauen der Gewissheit, dass sie alle einmal Gefangenschaft kennenlernen sollten, um der Freiheit den Wert zusprechen zu können, die sie verdiente- und gleichsam wusste sie, dass nur die Wenigsten, aus dieser Lektion das richtige lernen würden.

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    Leza hatte sich mittlerweile wieder beruhigt, soweit es die Umstände denn zuließen.
    Das Land war nicht gnädig gewesen und die letzten Tage hatten viel Energie gekostet und alles… [Weiterlesen]
  • Ein spitzer, schmerzvoller Schrei lies ihn hochschrecken.
    Es war warm in seinem Zimmer. Ungewöhnlich warm.
    Zitternd stand Naveen ruckartig auf, der Atem keuchend, die Hände sofort schweißnass. Erneut erklang ein Schrei, dann ein heftiges Rumpeln, das die Wände seines kleinen Zimmers erzittern lies.
    So schnell wie in dieser Nacht hatte er sich wahrscheinlich noch nie seine Hose und ein einfaches Leinenhemd übergeworfen, während er zur Tür rannte. Als er sie öffnete, schlug ihm eine Hitzewelle entgegen. Dicker Rauch vernebelte seine Sicht und kroch sofort in seine Lunge, was einen Hustenreiz auslöste. Unterhalb der Treppe sah er das unverkennbare Farbenspiel von einem nahen Feuer an der Wand. Hätte nicht eine erneute Erschütterung ihn aus seinen Gedanken gerissen, wäre der junge Elonier wohl starr vor Angst noch viel länger hustend so in seinem Türrahmen stehen geblieben.
    Er sagte kein Wort. Schrie nicht. Rief niemanden. Und doch durchzuckte nur ein panischer Gedanke seinen[Weiterlesen]
  • Zwei Tage waren seit dem Aufbruch aus Amnoon hinaus in die Wüste vergangen, zwei unendlich lange Tage, in denen sich nur ein Meer aus Sand vor ihm erstreckte. Sie ritten einen Weg, auf dem sie niemand anderes zu Gesicht bekamen, nur verlassene, ältere Lager der Balthasar Truppen und der Geschmiedeten, die längst weiter gezogen waren.
    Der richtige Weg...
    Noch immer haderte Vaas ein wenig mit der Führung der Zügel und der Steigbügel, aber der Raptor war schlau genug und hatte sich nach einer Weile an die ruckhaften und steifen Bewegungen des Mannes auf seinem Rücken gewöhnt, verstand, was seine anfangs komischen Anweisungen ungefähr bedeuten könnten und dass dieser Typ schlicht und ergreifend nicht entspannt im Sattel sitzen konnte, wie es normale Reiter taten. So hatten sie es geschafft sich irgendwie aufeinander einzustellen, denn auch der Silberschopf hatte nach den zwei Tagen verstanden zu lesen, wann 'Arrr' Hunger hatte, Durst oder eine Rast benötigte. Das Tier machte es… [Weiterlesen]
  • Yejshuka Bahyrafi war eine stolze Soldatin Amnoons, auf einer Selbstmordmission tief im Herzen von Palawa Jokos Wüstenreich. Mit ihren beiden Geschwistern war sie in Jokos Palast eingedrungen und in einen Hinterhalt geraten.„Waaah!“, rief die untote Mumienwache, mit einer Bandage umwickelt war der Kopf.
    „Buuuh, graaah!! Für Joko!!“, plärrte ein anderer, der einen gelb bemalten Raptorschädel auf dem Kopf trug. Ein dritter hatte einen korbartigen Helm auf und wurde von ihren Geschwistern niedergestreckt. Yejshuka drosch mit ihrem Stock auf den Mumienwächter ein.
    Da traf sie ein Stein an der Schulter!
    Es war gemein gewesen einen Stein auf sie zu werfen, aber sie war ja immer fair. Sie fiel auf den Rücken, den Stock schützend vor sich, als die Mumie über sie herfiel. „Gaaahh ich eeesse diiich!“, verkündete er und haute mit seiner Keule nach ihr. Sie kickte ihn in den Bauch und prügelte mit dem Stock in die Seite.
    „Argh...“, ächzte er und rollte leblos von ihr.
    Ihre Geschwister waren schon… [Weiterlesen]
  • Shmayuka Bahyrafi war eine stolze Widerstandskämpferin der 'Speerspitzen' unter Ajahlu Kwasafi, möge er in den Nebeln weiterstreiten. Jahrzehnte hatten sie versucht den Widerstand gegen Palawa Joko zu führen, aber wenn sie noch länger weiterkämpften, würde es sie und ihre Familien gänzlich vernichten. Ständige Angst vor Vergeltung, ein Leben im Untergrund, Verlust von Moral, Verrat aus den eigenen Reihen....das alles hatte Tribut gefordert. Wenn sie am Leben bleiben wollten, mussten sie in den Norden.Sie hatten es fast geschafft, fast König Jokos verfluchtes Wüstenreich hinter sich gelassen...der Scheinangriff auf den Grenzposten im Osten war geglückt, hatte genug untote Truppen abgelenkt, damit die Karawane durch die Schlucht nach Norden schlüpfen konnte.
    Die Menschen und die Yaks, sie waren erschöpft, durstig und hungrig. Sie hatten so viele junge Kämpfer auf ihrem Weg zurückgelassen. Fast nur noch Kinder und Greise in ihrem Tross.

    Yehduk, ihr eigener Sohn, war mit seiner Frau noch… [Weiterlesen]
  • Gefreite Yehkaresh Bahyrafi war eine stolze Soldatin Kournas unter Prophetin Varesh Ossa. Die feigen Sonnenspeere hatten sich hinter den fetten und schwächlichen Fürsten Vaabis versteckt, um der gerechten Rache Kournas zu entfliehen. Die glorreiche kournische Armee hatte von der Festung von Jahai aus die Yahtendischluchten durchquert und waren ins Vethendital vorgedrungen. Es war ein Spaziergang gewesen in Vaabi einzumarschieren. Ihre Kompanie hatte Lager in einer kleinen Ortschaft um ein Anwesen eines Adligen aufgeschlagen, nachdem jeder Widerstand niedergeschlagen worden war.
    Korporal Jakkesh kam angestapft und wedelte mit einem erbeuteten vaabischen Krummsäbel. Er wirkte sehr edel, teuer und so gut wie neu. „Verkaufe fünfhundert vaabische Säbel - Nie benutzt, nur einmal fallengelassen!“, feixte er.
    Die Soldaten am Lagerfeuer lachten.
    „...was sind tausend erhobene Arme?“, fragte Schreiber Thohn.
    „Die vaabische 'Armee'!“, gröhlte Jakkesh.
    Lachen.
    Tatsächlich hatten sich viele der… [Weiterlesen]


  • Brücke an Maschinenraum. Wir nähern uns den Koordinaten. Bereithalten für Gefecht.“ Die Stimme des Kapitäns klang blechern durch die Sprechanlage, während Zapp im Maschinenraum am Hauptterminal stand und auf dem Holoschirm vor ihm die Betriebsparameter der Götterdämmerung überwachte.„Verstanden. Mit eurer Erlaubnis Captain halte ich eine dauerhafte Sprechverbindung aufrecht. Für den Notfall.“ - „Einverstanden.“ Damit war es vorerst wieder ruhig. Zapp sah über die Schulter. „Alle Mann – bereithalten. Gut möglich, dass es gleich etwas… ungemütlich wird.“ Quippa hatte sich bereits an ihrer Station – der Turbinen- und Generatorenkontrolle – eingefunden. Auch die anderen Spezialisten der Maschinen-Kru beendeten nun ihre kurze Pause und gingen an ihre Stationen. Energieverteilung, Antriebskontrolle, Umweltkontrolle, Sekundärsysteme – eilig besetzten sie ihre Terminals und überwachten dann die daran gekoppelten Holoschirme. Zapp hatte seinen Blick derweil wieder auf den… [Weiterlesen]



  • Elitegardist Onshuk Bahyrafi war ein stolzer Soldat Kournas unter Kriegsherrin Varesh Ossa. Die verräterischen Sonnenspeere hatten die Häfen mit ihren Landungsbooten und den ersten Verteidigungsring Gandaras im Sturm genommen, nun drängten sie ans nächste Tor der Festungsinsel.
    Hinter dem Tor fand sich Onshuk umgeben von seinen Kameraden wieder, in Erwartung auf den Durchbruch der istanischen Feiglinge. Leutnant Kwashuh stand am Ende des zwei Dutzend starken Trupps. Sie würde dafür Sorgen, dass jeder Soldat bis zum letzten Blutstropfen kämpfte.
    Es hämmerte gegen das Tor der Mondfeste. Onshuk schnaubte angespannt unter seinem Helm, den Kupferhammer fest umklammert.
    „Haltet Eure Stellung!“, brüllte Kwashuh. „Gandara wird niemals fallen! Für KOURNA!“
    „KOURNA!!“, stimmte Onshuk lautstark mit seinen Kameraden ein.
    Holz splitterte, ein Streithammersporn brach durch das Tor. „Ihr kournischen Hunde!“, brüllte eine Stimme von der anderen Seite. Gurgeln, als ein Speer ihr durch die… [Weiterlesen]
  • Hanshuka Bahyrafi war ein stolze Soldatin Elonias unter König Turai Ossa, dem Mann dem sie gefolgt war um den Weg zu Erleuchtung und Aufstieg zu finden, eine neue Kolonie in der Kristallwüste zu gründen, die Gunst der Götter zu erlangen. Keiner hatte nach Turais Sieg über Joko und der Vereinigung Elonas daran gezweifelt, dass er von den Fünf zu Größerem auserwählt war. Am allerwenigsten er selbst.
    Vater wäre ihm ohne Zweifel hier her gefolgt, aber er hatte Turai schon sein Leben bei Jahai gegeben. Marshuk der Riesenfäller...
    Um das Andenken ihres Vaters zu würdigen, hatte Hanshuka ihre Familie zurückgelassen und sich Turais Großer Pilgerreise angeschlossen. Die Erfolge blieben aus, die erste Euphorie war verflogen, aber sie ließ sich nicht entmutigen. Die anderen vielleicht, aber nicht sie.

    Sie waren fünf gewesen als sie das Spählager abbrechen mussten. Der Angriff der verfluchten Schlangenbestien hatte Rashaks und Najims Leben gekostet und sie in Flucht in die Dünen der trockenen… [Weiterlesen]
  • Korporal Marshuk Bahyrafi war ein stolzer Soldat Kournas unter Kriegsmarschall Turai Ossa. Seit Tagen kämpften Soldaten aller drei elonischen Provinzen eine letzte verzweifelte Schlacht gegen Palawa Jokos übermächtige untote Armee. Sie waren eingekesselt, jeden Tag wurden sie weniger. Aber sie gaben keinen Fuß breit nach. Der listenreiche Kriegsherr hatte einen Plan, die Geißel zu vernichten. Er würde ihm in die Flanke fallen, aber dazu brauchte er die letzten Reste der kournischen Armee und ihrer Verbündeten. Ossas Befehl war klar: Die Stellung bis zum letzten Soldaten halten. In die Nebel selbst würden sie ihm folgen!
    Sie waren unter Katapultfeuer über das Flussbett vorgestürmt, Palawa selbst starrte siegesicher von der Hängebrücke auf das Schlachtfeld hinab. Es dämmerte zum Abend. Noch bevor es Nacht war, sollte der Krieg entschieden sein, mit dem Tod einer der Kommandeure.

    Die kleine, bunte Einheit unter Leutnant Whenduru stemmte sich mit den Schilden gegen die Horde,… [Weiterlesen]
  • Nehduk Bahyrafi war ein stolzer Soldat unter den altehrwürdigen Königinnen Nahlah und Dahlah. Doch was hier in Farahnur geschah erschütterte ihn bis ins Mark. Die Pest hatte sich mit rasender Geschwindigkeit ausgebreitet, ganz Istan mit einem Schlag gelähmt. Die lebendige Geräuschkulisse der Stadt war einer Kakophonie aus Panik, Schmerz und Grauen gewichen.
    Der blaue Himmel war zerrissen durch schwarze Rauchsäulen, die goldene Sonne getrübt. Die verzweifelten Menschen hatten ihre eigenen Heime dem Feuer übergeben, um die mysteriöse Seuche im Zaum zu halten.
    Nicht jeder wollte freiwillig gehen...und als Soldaten der Königinnen lag es an ihm und seinen verbliebenen Kameraden, Ordnung zu bewahren und durchzusetzen. Die Ordnung, die nach so vielen Jahrhunderten so schnell zusammengebrochen war. Als Nehduk die Bogensehne zurückzog, biss er schnaufend die Zähne zusammen. Seit einem Tag hatte er stärker werdende Schmerzen in Gliedern und Magen. Er verdrängte das offensichtliche, schob… [Weiterlesen]