Artikel mit dem Tag „Leza Taariq“

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen





  • _________________________________________________________________________________________________________________________________

    Es war Faszination, die dem Schrecken die Hand reichte, pervertiert und in erschütternder Symbiose mit dem zerren an der Essenz; und dennoch lag Friedlichkeit in dem Augenblick, in dem der Kristall sie umschloss und sie ihn fühlte.
    Er zerrte an ihr, fraß sich wie ein spürbarer Parasit in ihr Wesen, schlug die Klauen hinein und riss Wunden an Stellen, die sie über Jahre gestählt hatte und die die Kraft des Drachenrufes, so leicht hinfort zu kratzen wusste.
    Sekunden, die einer Ewigkeit glichen, ein Kampf den niemand sah, denn er wurde still gefochten.

    Und während das vertraute Purpur schönsten Kristalles sie umgab, wusste sie es:
    Es ging nicht darum, ob sie den Kampf gewinnen konnte;
    es ging nur darum, wie lange sie es schaffte stand zuhalten, bevor sie verlor...
    [Weiterlesen]
  • Die Glaubensfrage





    Die blonde Köchin musterte die illustre Runde, in der sie saß. „Jetzt ehrlich… wir eignen uns doch gar nicht für diese Göttersache. Zu gemischt, zu bunt… einige nicht einmal gottesfürchtig.“ spricht sie nachdenklich, dass sie an die Götter glaubte, war allseits bekannt. „Vielleicht eignen wir uns gerade deswegen. Es geht hier nicht nur darum den Verbleib der Götter zu klären, sondern auch, den eigenen Weg zu bedenken. Und einige Skeptiker sind auch nicht verkehrt. Die gehen logischer zu Werke.“ wirft die ehemalige Seraphin mit dem kurzem, roten Haar ein. Helma fand immer die richtigen Worte. „Hmm.“ Sarina nickt sachte und überlegt vermutlich laut: „Aber sie brauchten Kämpfer… und das seit ihr doch! Also, naja – zumindest die der Odyssee.“ Ein leises Minna-Brummen bekam sie zur Antwort: „Kämpfer. So oder so ähnlich.“ Die erfahrenste Kriegerin und Kämpferin der Runde meldete sich zu Wort – eine der vielen Rothaarigen.
    [Weiterlesen]



  • "....Die Götter sind fort."

    Sie sah aus dem Fenster, begrüßte das Morgengrauen auf dem gepflasterten Weg weiter unter ihr, wo nur grau und grau vorherrschte, denn die Sonne hatte es noch nicht über den Horizont geschafft.
    Es war eine tote Stunde, in der das Erwachen wie eine zaghafte Regung nach dem Tiefschlaf lag.
    Der Übergang vom Traum in die bittere Realität, durch die just die dunkel gerüstete Gestalt schritt.
    Es waren ruhige Schritte die ihn fort trugen, fort von dem Ort, der ihm zuwider schien und doch im Moment die einzige Zuflucht ehrlicher Gastfreundschaft war.
    Er wollte nicht hier sein und konnte sie es im verübeln? Gefangen zwischen Traum und Realität, von der die eine Seite so fern blieb, wie die andere unliebsam an ihm zog.

    Der Kopf sank an die leicht abgerundete Kante des Fensterrahmens dort, wo der Freiraum im Gestein gelassen wurde, damit das Holz eingelassen werden konnte. Auch weiterhin folgte ihr dunkler Blick dem Krieger, dessen Konturen kleiner wurden auf… [Weiterlesen]
  • Das Lichtspiel der einsamen Kerzenflamme hatte etwas verspieltes, etwas anmutiges.
    Etwas, das den Blick aus dunklen Augen länger lockte und dazu führte, dass man das eigentliche Braun darin erkannte. So dunkel, dass es im ernüchternden Alltag stets zu kaum mehr, als 'dunkel' gereichte, musste man es beschreiben.
    Tatsächlich war es aber warm.
    Lezas Augen trugen ein warmes, dunkles Braun.
    Eines, das an alte Eichen erinnerte, die im Sommer zur Rast einluden mit den weiten Schatten die sie warfen, oder an die man sich mit dem Rücken lehnte, wenn man eine Pause brauchte.
    Es erinnerte sie gleichsam an das Braun vom Fell des Nachbarhundes. Gewiss nicht das klügste Tier das sie kannte, aber wenn man ihn rief und die kurzen Haare im Sonnenlicht einige Nuancen erhellt wurden und schimmerten, freute man sich.
    Nicht, weil der Hund ein so wunderschönes Fell hatte, sondern weil er so loyal war, stets zurück zu eilen, wenn man ihn rief.
    Man erfreute sich an seiner Loyalität und darin lag die Essenz.… [Weiterlesen]
  • Der Schmerz brach explosionsartig über ihren Verstand herein und war doch so flüchtig wie der Wind selbst, der sie und Andra zuvor noch drohte, von der hohen Brücke zu fegen.

    Sie spürte die Klauen in der Brust, das ziehen und zerren, wo der natürliche Widerstand ihres Körpers mit Leichtigkeit überwunden wurde und der Dschinn sich nahm, was er eingefordert hatte.
    Es war ein schmerzvoller, aber gnädigerweise schneller Tod den sie vor sich sah, manifestiert in schattenhafter Gestalt eines alten Urwesens, dem sie die Tür zur Zelle geöffnet hatte. Sie glaubte ihn sogar lächeln zu sehen, dann explodierte wirklich irgendwas um sie herum.
    Schrillend pfeifte es in ihren Ohren, während die Sicht vom schillernden Kristallnebel behindert wurde.
    Der Schmerz? War dem drückenden Gefühl in den Lungen gewichen, wo der feine Staub sich bei jedem Atemzug ablagerte und zum husten animierte.
    Leza blinzelte, als irgendwo in der unendlichen Ferne ihr Name erklang.
    Lag da Dringlichkeit im Klang?
    Allzu… [Weiterlesen]
  • Aus dem Schatten treten

    Hektik herrschte auf der „Baron“, als es endlich hieß „Amnoon in Sicht!“. Alexa bewachte die Maschinen und alles andere auf der Kontrollstation, während Evan das Schiff langsam und mit viel Feingefühl in die Bucht steuerte. Ein freies Plätzchen am Strand hatte er sich wohl rausgesucht, wollte den alten Kahn nicht direkt im Hafen landen. Sie wusste nicht, ob es daran lag, dass sie dort anderen, normalen Segelschiffen in die Quere kamen, oder weil er sich schlicht die Hafengebühren sparen wollte. Jedenfalls kamen sie langsam runter, hatten den Sinkflug schon vor ein paar Minuten eingeleitet. Und dann – Stillstand. Das Schiff hielt in der Luft an und blieb an der auserkorenen Position stehen.

    Nun gab es kein Halten mehr, jeder wollte nur noch runter von dem Schiff. Es regnete sogar Sylvari, die sich bei dem Sprung aus knapp 20 Meter zum Glück nicht sämtliche Blättchen brachen. Nach der ersten Freude kam dann aber die Ernüchterung auf – wie kommt man aus… [Weiterlesen]
  • Tage zuvor:

    "...sobald wir die Wächtersteine deaktiviert haben, sperren wir den Dschinn ins neue Gefäß. Alles andere wäre zu gefährlich."
    Wut erwachte in ihr, Unverständnis über die Selbstverständlichkeit, über Freiheit und Gefangenschaft anderer zu bestimmen.
    Wer gab ihnen das Recht hierzu, ausser die Angst?
    Und sollte Angst wirklich ein ausreichender Grund sein dürfen, um einem Wesen die Freiheit zu nehmen, die man selbst sehnte?
    Sah denn niemand diesen Widerspruch, dass Gefangenschaft nichts verbesserte?
    Und ein kleiner Teil von ihr flüsterte im grauen der Gewissheit, dass sie alle einmal Gefangenschaft kennenlernen sollten, um der Freiheit den Wert zusprechen zu können, die sie verdiente- und gleichsam wusste sie, dass nur die Wenigsten, aus dieser Lektion das richtige lernen würden.

    ____________


    Leza hatte sich mittlerweile wieder beruhigt, soweit es die Umstände denn zuließen.
    Das Land war nicht gnädig gewesen und die letzten Tage hatten viel Energie gekostet und alles… [Weiterlesen]
  • Leben, oder Leben lassen?

    Ein logisch denkender Geist, hätte das Leben gewählt, hätte es bejaht, befürwortet.
    Doch sie hätte sich anders entschieden, ohne großes zögern. Ein Leben konnte grausam sein. Ein Leben konnte Gefangenschaft und Ketten bedeuten, doch das Leben, leben zu lassen, bedeutete soviel mehr, nahm man sich die Zeit, darüber zu sinnieren.
    Es ratschte leise, als das kühle Metall seine Arbeit tat und ein Teil von ihr zu Boden fiel.

    Geld oder Gesundheit?

    Sie hätte das Geld gewählt, sehr lange Zeit. Nicht aus Raffgier, nicht weil sie es schätzte; Aber das eigene Wohl, besaß noch weniger Wert. Ihre Herrin wusste warum und obwohl sie glaubte, Lyssa würde es nicht gut heißen, redete sie sich ein, dass sie es doch verstand und vielleicht, nur vielleicht auch Nachsicht zeigte.
    Geld war einfach gestrickt. Geld war nützlich. Geld betrog dich nicht, Geld wollte nicht gepflegt werden und Geld tat nicht weh, wenn es langsam schwand.
    Geld, war der einfachere Weg.

    Vergänglichkeit,[Weiterlesen]
  • Der laute Knall erschütterte das gesamte Gemäuer des kleinen Hauses und fegte sogar zwei Schindeln vom Dach, die klirrend auf dem Gehweg zersprangen und einer Passantin fast das Leben kosteten, als das alte Weib vor Schreck zusammen fuhr.

    Im Epizentrum des Schreckens indess, hustete sich die Hausherrin die verdorrte Seele aus dem Leib und zog lautstark die Nase hoch, bevor sie die Brille aus dem Haar pflückte und sich wieder aufsetzte.
    Sie sah nichts.

    Das Brillenglas war genauso verrußt wie der Rest der Priesterin und trug die letzten, bunten Funken zur Schau, wo die magische Entladung sich optisch verlor. Beinahe hätte es schön ausgesehen, wäre all dem nicht so ein bestialisch lauter Knall voraus gegangen, der noch immer in ihren Ohren klingelte und die gesamte, nahe Nachbarschaft geweckt hatte.
    War es so geplant gewesen?
    Gewiss nicht.
    Hatte sie deswegen ein schlechtes Gewissen?
    Natürlich nicht.

    Schwerfällg bückte sich Leza nach den Überresten des bis vor kurzem noch intakten… [Weiterlesen]
  • Mehr als kritisch wurde die Takelage des Dreimasters beäugt, dessen chaotische Anordnung, dem Laienverstand der Priesterin einen Streich spielte. Sie ergab keinen Sinn, ebenso zweifelte sie daran, dass die Segel ihr volles Potenzial in der Ausbreitung entfalten konnten. Sie würden sicherlich an den dicken Seilen hängen bleiben, reissen und sie alle in den Tod stürzen.
    Ebenso war sie davon überzeugt, dass die erste Welle auf hoher See, das flache Schiff einfach umreissen und zum U-Boot umfunktionieren würde.
    Kurzum: sie traute dem Gefährt nicht, über dessen Deck sie langsam mit ihrem Gehstock krückte, um die Beschaffenheit der Oberfläche zu prüfen.

    Leza war schon jetzt etwas bleicher um die Nase geworden, obwohl die Gewässer weitestgehend ruhig waren und das Schiff somit kaum bewegte; dennoch war ihr speiübel.
    Der logische Teil ihres Verstandes wusste natürlich, dass die Symptome des Unwohlseins, ein Streich ihrer Abneigung und des Unbehagens waren und körperliche Warnreize… [Weiterlesen]
  • Starre hatte sie beim Blick aufs Papier erfasst, nach den ersten Tränen die darauf fielen und der stillen Resignation.
    Ein flatternder Atemzug rasselte in der Kehle und kratzte unangenehm darin. Ihr Kopf schmerzte, schrie sie an, verspottete und bedankte gleichermaßen den eisernen Entschluss, der sie an den Schreibtisch getrieben hatte, obgleich sie dort nicht mehr tat, als das leere Papier darauf anzustarren.

    Sie hatte aufgeräumt. Das ganze Chaos das sie ausgemacht hatte. Alles, was die Leute an sie erinnerte. Dort lagen keine Blätter mehr in der Küche wild verstreut, um von durchlebten Nächten mit geschriebenen Worten zu flüstern. Keine angebrochenen Flaschen und überfüllte Aschenbecher mehr, keine Messer in der Holzwand.
    Sogar abgewaschen hatte sie und auch das letzte Glas in dem Schrank gesperrt, damit es den Blicken verborgen blieb.

    Aber wer hätte hinsehen sollen?

    Träge erhob sie sich und schleppte sich zu ihrem Bett, der an diesem Abend zum Altar erhoben wurde. Auf… [Weiterlesen]
  • ~Was ist Schönheit?
    Eine Abhandlung von

    Seit nunmehr zwei Stunden hatte sie nicht mehr aufs Papier bekommen, sah man einmal von einer Reihe kleiner Farbkleckse darauf ab, die der stete Takt mit der die Stiftspitze darauf stupste , dort hinterlassen hatte. Tok....tok...tok...immer und immer wieder, während der müde Blick über die wenigen Worte strich und die Muse zu einem fangenden Text suchte. Verse, die man gerne las, die den Interessierten bewegten und zum nachdenken anregten und vor allem ihre Sicht der Dinge wiederspiegelte. Doch wie, wenn im Kopf zu diesem einen Wort, nur gähnende Leere herrschte?

    Nur langsam erhob Leza sich und schob die Finger über den Nasenrücken hoch zur Wurzel und begann sie zu massieren, was die schmale Brille dort in kritische Schräglage versetzte. Das Gestell saß auch noch schief auf der Nase, als die Finger längst verschwunden waren und der dunkle Blick langsam zum Bett wanderte. Sie sollte schlafen, dass wäre gesund und ihr Körper würde… [Weiterlesen]
  • Wer dachte, die Küste käme gegen die drückende Hitze aus dem Landesinneren an, war naiver als ein Quaggan vor einem Kraitspross. Nein, es war nicht kühler. Nicht angenehmer. Noch nicht mal wohlriechender- zumindestens wenn man die Küstenluft Garrenhofs genoss.
    Vielleicht war es die Nähe der Trolle in ihren Höhlen, deren Aas bis in die Küche dünstete in der ich saß.
    Noch wahrscheinlicher war es aber wohl, dass meine liebe Frau Mutter in all ihrer Reiselust, ihr häusliches Nest seit dem verlassen ihrer ersten Kinder, nie wieder gelüftet hatte.
    da saßen wir also nun- John und ich- gegenüber unseres auserwählten Altdrachen, verpackt in schweren Samt und gehärteter Spitze an Kragen und Ärmeln. Die Haut darunter war gerötet von der Überreizung des voll geschwitzten Stoffes und es störte diese Frau nicht einmal, denn sie hatte ihren Luxus zur Schau zu stellen und schob dafür den gesunden Menschenverstand zurück.
    Es war auch nicht schlimm, dass diese Ausgeburt infernalischer Gehässigkeit,… [Weiterlesen]