Artikel mit dem Tag „Untote“

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  • Willkommen in Orr

    Funken spritzten und Knochen splitterten, als ihr Streitkolben auf den brennenden Schädel traf, welcher in hohem Bogen aus dem matschigen Spielfeld flog, durch die dichte Regenwand – und rauchend wie ein Meteor in den Schlamm krachte. Direkt neben die Leiche eines untoten, etliche Meter langen Riesen.
    Roy rannte los, so gut es ging durch den tiefen Morast und der schweren Rüstung. Sie würde zwei, vielleicht drei Stationen erreichen, bevor Sy den Kopf in seinen Krallen hielt. Der Charr rannte in die nasse Dunkelheit hinaus, zum schwelenden Schädel. Eine Leuchtgranate aus einem Mörser erhellte das Feld. Sys Bein ging es wieder besser. Die anderen in seiner Mannschaft hoben die Flaschen und Krüge, gluckerten los.
    Und da hatte er ihn.
    Sie setzten die Trinkgefäße ab, Roy blieb an Station drei stehen. Der Orrianer war von der Markierung gerutscht, sie hievte ihn wieder drauf. Die Markierung war ein Klappstuhl in Norngröße.
    Marni warf den nächsten Orrianerschädel
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  • Korporal Marshuk Bahyrafi war ein stolzer Soldat Kournas unter Kriegsmarschall Turai Ossa. Seit Tagen kämpften Soldaten aller drei elonischen Provinzen eine letzte verzweifelte Schlacht gegen Palawa Jokos übermächtige untote Armee. Sie waren eingekesselt, jeden Tag wurden sie weniger. Aber sie gaben keinen Fuß breit nach. Der listenreiche Kriegsherr hatte einen Plan, die Geißel zu vernichten. Er würde ihm in die Flanke fallen, aber dazu brauchte er die letzten Reste der kournischen Armee und ihrer Verbündeten. Ossas Befehl war klar: Die Stellung bis zum letzten Soldaten halten. In die Nebel selbst würden sie ihm folgen!
    Sie waren unter Katapultfeuer über das Flussbett vorgestürmt, Palawa selbst starrte siegesicher von der Hängebrücke auf das Schlachtfeld hinab. Es dämmerte zum Abend. Noch bevor es Nacht war, sollte der Krieg entschieden sein, mit dem Tod einer der Kommandeure.

    Die kleine, bunte Einheit unter Leutnant Whenduru stemmte sich mit den Schilden gegen die Horde,… [Weiterlesen]


  • Orr, verrecke!!

    Zehn gegen Roy.
    Wie der Titel einer Heldengeschichte. Wären da bloß Zehn gewesen...
    Es klang besser als Vierundzwanzig gegen Roy oder Zwei Dutzend gegen Roy.
    Und Roy und die Vierundzwanzig Orrianer...das klang wie ein Märchen.
    Alles besser als Hundert gegen Roy, was zwar sehr heldenhaft klang...
    Sie konnte sich die Zahlen nicht aussuchen.
    Nur anpassen.
    Nirgendwo Verstärkung in Aussicht.
    Kein Gott half, alle tot.
    Kein Zauberbuch der Abtei, keine Gerüchte des Ordens. Half alles nichts, konnten sie sich sonst wo hinschieben.
    War sie das letzte lebende Wesen in Orr? Vielleicht gab es den Pakt gar nicht mehr.
    Vielleicht hatten alle schon die Seiten gewechselt.

    Was auch immer. Vierundzwanzig wandelnde Leichen da oben, alle Roys Problem, sofern sie nicht zu Untoten werden wollte.
    Und das wollte sie nicht.
    Doch da rannte was kleines den Hügel herunter! Irgendetwas stummelbeiniges. Hatte es bedeutend eiliger als die Orrianer. Musste ein Asura sein. Gekleidet in das Rot des
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  • "Was ist...noch übrig...?"
    "Hm?" Jaroyesh blickte auf, schaute sich müde um. Da, ein beinloser Untoter kam auf sie zugekrochen.
    Den hatte sie übersehen. War wohl der Gruppenkrüppel. Die kamen immer etwas später, wenn der Kampf schon vorbei war.
    Die Reckin pickte die fast aufgerauchte Nornzigarre aus dem Mund und schnaubte, nahm den letzten Schluck Korn. Sie erhob sich langsam von der Sitzgelegenheit, die sie aus einer Kiste und einer alten Decke geschaffen hatte. Träge hievte sie die schweren, gepanzerten Beine von einem verotteten Hocker. Völlig verdreckt, besudelt mit Schlamm, Ruß und den Überresten der Orrianer.
    Ihre ganze Rüstung war auf diese Weise verziert, ebenso ihr Gesicht.
    Was ist noch übrig?
    "Du...gute Frage. Das weiss ich nicht.", antwortete sie der kriechenden Leiche schließlich, schüttelte den Kopf. "Keine Ahnung, echt."
    Die Frage stimmte sie irgendwie nachdenklich. Als sprächen sie aneinander vorbei – nein, sie sprachen ja tatsächlich aneinander vorbei – stellte
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  • Chaos brandete auf.
    "Na...gut. Weg hier.", knurrte Olbert. Der Norn hatte bei dem Anblick der untoten Horde hinter ihnen eingesehen, dass man diese nicht mal eben 'platt' machte. Es blieb keine Zeit zum Planen, sie begannen den Strand entlang in den Süden zu laufen, zu rennen, zu hinken.
    Cranguz setzte sich wie immer an die Spitze. "Sie folgen uns, weiter!", spornte er vor allem sich selbst an. Die Wunden, die Sy ihm zugefügt hatte, schienen den Charr beim Voranhopsen nicht aufzuhalten.
    Eines wurde schnell klar: Jeder hatte sein eigenes Tempo. Während die Norn und der Charr in großen, schnellen Schritten davoneilten, bildeten die Menschen und die Sylvari das Mittelfeld. Tzup konnte trotz seiner Asurabeine einigermaßen mit den Menschen mithalten.
    Aber Sy, der Charrpilot und vor allem Spaxx fielen mit ihren verletzten Beinen bald zurück.
    "Wartet! Ich...kann nicht mithalten!", rief der Asura panisch, als er schon bald das Schlusslicht bildete.
    "Hrrrnn...!", stimmte Sy missmutig grunzend
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  • "Die Beine...meine...", presste der junge Soldat hervor, dessen Kopf sie stützte. Der Schweiß rannte ihm, er zitterte. Roy blickte an ihm herab. Es war nicht mehr viel zu machen, die stetig blutenden Beinstümpfe endeten noch lange vor den Knien.
    "Die sind immer noch länger als die von Tzup.", versicherte Roy ihm.
    Er hustete, krächzte, lachte. Er hielt sich tapfer. Vielleicht würde Grenth ihn dafür applaudierend empfangen, wer weiss.
    "Ich...bin nichts ohne meine Beine..."
    Er trug die Uniform eines Spähers. In dieser Situation hätte man aber auch einem Bürohengst ohne jede Widerworte geglaubt.
    "Die kann man inzwischen wieder nachwachsen lassen.", behauptete Roy.
    Er sah sie benommen an. "Die...Beine? Ernst...haft?"
    Sie nickte sicher.
    "Ja. Wie bei Pflanzen. Neue...Forschung von Asura und Sylvari. Alles wie neu dann...nicht wahr Tzup?" Sie sah über die Schulter zu Tzup, der Asura nickte.
    "Richtig...eine Injektion, die mit....nanomagitechnologischen Mikropartikeln die
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  • Er kam den Stimmen näher, Stück für Stück, unnachgiebig, mit der Kraft die ihm blieb. Sein Kinn pflügte durch den Schlamm, als er abermals den Arm ausstreckte, die Finger in die Erde krallte und sich weiterzog, wie er es seit Stunden tat. Die Stimmen kamen nun auf ihn zu.
    "Zu spät...", keuchte er, dann stieß sein Kopf gegen ein hartes, kaltes Hindernis. Es drückte gegen seine Stirn. Er griff danach. Als sei eine schwere Eisensäule vor ihm erwachsen. Gerade als seine Finger dabei waren die Säule zu umklammern, ruckte die Säule nach hinten zurück, fuhr auf seine dürre Hand hernieder und zerstampfte sie.
    Die Stimmen wurden kurz lauter, spottend. Er spürte keinen Schmerz.
    "...zu spät...", wiederholte er.
    Seine übrige Hand war frei, die Säule nicht mehr im Weg, also zog er sich weiter.
    "...erwacht!", beendete er seinen Satz.
    Die Säule sprach nun zu ihm herab.
    "Zu spät erwacht....? Was meint er damit? Ich hab' seit gefühlten Ewigkeiten nich' mehr geschlafen, wieso "zu spät erwacht"!?"
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  • [Fortsetzung zu Wintertag in Orr]

    "Gehen wir bitte außenrum...ich kann gehen...", bat Spaxx Farlif, als sie sich den Strand hinab auf die Saftpfütze aus zerfetzten Larven zubewegten. Die mannsgroßen, untoten Wurmwesen waren den Soldaten direkt vor dem Zelt in die Arme gelaufen - Sie hatten sich wie die Metzger auf sie gestürzt, ohne dass irgendein Befehl zu hören gewesen war. Es dauerte nicht lange. Der Norn hackte und schlug mit Axt und Faust auf sie ein, Roy zerschlug die Köpfe mit Kolben und Schild zu einer breiigen Masse, zwei Larven erstarrten nach einem Zauber aus dem flachen Großschwert der Norn in magischem Frost. Sie wurden von den anderen in Stücke gehauen oder vom Asura in Splitter geschossen. Das Gewehr des Charr erwies sich dabei außerdem als grausame Nahkampfwaffe.
    Als nichts mehr lebte, die Rüstungen von weiterem Schmutz bespritzt, wurde einfach durch die Leichen hindurchgeschritten, niemand sah sich hier nach Goldzähnen um. Das Gemetzel war längst vorbei, als
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  • Etwas war gewaltig schief gelaufen in seinem Leben, da musste Spaxx nicht lange überlegen. Nun saß er also hier, auf einem verrottenden Sofa, das auf einem Hügel irgendeines orrianischen Strandes stand, neben einer mit Lametta und Korallen überwucherten Leiche. Gewärmt von zwei lodernden Scheiterhaufen voller Leiber, mit einem verbundenen, halb abgeschnittenen Bein, dabei eine übergroße Wintertagsmütze auf dem Kopf tragend...In Gesellschaft von alkoholisierten, aufgeputschten Wahnsinnigen, die mit ihm Wintertagsgeschenke Toter auspackten. Dass er sich dabei so sicher fühlte wie lange nicht mehr, löste die widersprüchlichsten Gefühle in ihm aus... aber er war nicht verrückt, er war keiner von ihnen. Er war nicht verrückt, alle anderen waren es. Und auch wenn diese Phrase sich nach einem Ursymptom des Wahnsinns anhörte, diesmal stimmte es. Er schien wirklich noch der einzige bei klarem Verstand zu sein, er und Farlif, wobei sich auch das irgendwie zu ändern schien.[Weiterlesen]