Artikel mit dem Tag „Sylvari“

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  • Charakter: ❦ Vitaja


    “Ich will dich schmieden. Der Weg ist mir egal. Wenn ich einen Schüler annehme, dann wird es meinen Qualität-Standards entsprechen. Du wirst nichts Illegales machen. Nur lernen und Können. Ich bereite nur vor.”
    Wieder die Sache mit dem Schmieden. Die Metapher war ihr zwar geläufig, aber sie verstand den Zusammenhang zwischen ihm und ihr noch immer nicht.
    “Das mit dem Schmieden hast du schon in der räudigen Stute gesagt. Aber was genau meinst du damit?”
    Er drehte sich nicht um, wühlte weiter in den Sachen zwischen der welk gewordenen Laborausrüstung herum und schien die Regale zu überfliegen.
    “Dich zu einer mächtigen Person machen. Etwas wertvolles... etwas Starkes. Jemand, den ich sogar akzeptieren würde, als meine Klinge. Noch bist du aber Meilenweit davon entfernt.”
    Vitaja glaubte nicht so recht an das Gewicht seiner Worte. Aber Wissen war Macht und wissen wollte er ihr vermitteln.
    “Und... lass mich raten: Dir fehlt es noch an Vertrauen zu mir?”
    “Nicht nur[Weiterlesen]
  • Ich komme in meinem Bett wieder zu mir. Seltsam, bin ich nicht draußen zusammen gebrochen? Oder war das alles nur ein Traum? Seltsam genug wäre der Tag gewesen.
    Ich denke daran zurück...

    Vor zwei Tagen hat mich meine Tochter mit ihren Kleinen besucht....

    .... Sie kann mich wegen ihres Geschäfts leider nicht so oft besuchen aber ich freue mich jedes mal wenn sie doch die Zeit dazu findet.
    Die Kleinen liebe ich so sehr wie meine eigene Tochter. Ich habe für sie sogar ein paar Spielsachen, Papier und Buntstifte besorgt. Es erwärmt wirklich mein Herz sie damit spielen zu sehen...

    Die zwei haben mir einen Kuchen gebacken. Er ist etwas schief und der Zuckerguss ist ungleichmäßig aufgetragen, aber das Geschenk treibt mir vor Freude Tränen in die Augen. Als sie gingen musste ich ihnen versprechen, dass ich den Kuchen nicht vor meinem Geburtstag in zwei Tagen esse.

    .... Ich stehe auf und beim Gedanken an den Kuchen wird mir flau im Magen. Ich gehe nach Unten während ich überlege wie… [Weiterlesen]


  • An einem sommerheißen Tag,
    so wie ich ihn gerne mag,
    pflückte ich ein Erdbeerlein,
    saftig-rot und nicht zu klein.


    Da löste sich ein grünes Blatt,
    schwebte sanft zum Gras hinab
    und streckte seine müden Glieder,
    legte sie am Boden nieder.


    Doch Zeit für Ruhe gab es nicht,
    das kleine Blättchen, kaum Gewicht,
    war fortan nun ein Himmelskind,
    als es geküsst wurde vom Wind.


    Es folgt dem warmen Brotgekrume,
    tanzt von Licht zu Lichterfleck,
    trifft so dann eine Sonnenblume und
    möchte kaum mehr von dort weg.


    Und wie er strahlte, helle Funken,
    Feuerwerk aus Farbenschein,
    das Erbeerchen, nun liebestrunken,
    wollte ganz nah bei ihm sein.


    Als wären es des Schicksals Boten,
    trieben jene warmen Böen,
    ein Sonnenblatt hinab zur Roten,
    auf gleichgesinnte Knisterhöhen.


    Sie lagen fortan Arm in Arm,
    die Erdbeere samt Sonnenblatt,
    umspielten sich mit ihrem Charme und
    wurden so schnell auch nicht satt.



    [Weiterlesen]
  • It may be the wrong decision, but fuck it, it’s mine.
    ⁅ Mark Z. Danielewski ⁆

    Warnung! Diese Geschichte handelt nicht primär von Hunden :P





    1333 n.E.


    Er wandte seine Hand ein kleines Stück. Die Fasern waren an mehreren Stellen so tief durchtrennt, dass er die Finger nicht mehr richtig krümmen konnte. Seine Pläne waren nichtsdestotrotz, sie schon morgen wieder einsetzen zu können. Was war ein Leben ohne ehrgeizige Ziele?

    Nach dem Auswaschen waren seine Hände zu blutig, um die Verletzungen wirklich beurteilen zu können. Aber gründliche Reinigung war nunmal der erste Schritt zur Heilung. Es hatte wirklich eine Menge Dreck in den Wunden geklebt. Und bei den Nebeln wie sehr er keine Pilze an den Fingern haben wollte.

    Er atmete aus und ließ den Arm wieder zurück auf seinen Schenkel fallen. Die Tinktur betäubte die Schmerzen gerade, nun galt es noch die Behandlung geistig gesund zu überstehen.

    „Du kannst sie ruhig streicheln“, ermunterte der Heilkundige ihn… [Weiterlesen]

  • 31. Phönix des Jahres 1333 n.E. - Borealnacht


    Die schwere Doppeltür der Barracke ächzte in ihren Angeln, als Rhyndir sie mit einem Schlag aufstieß. Mühe damit, leise zu sein, gab er sich keine. Es war alles in Ordnung. Lediglich seinen Wachdienst trat er an, gewissenhaft und zuverlässig, wie man es von ihm gewohnt war. Der Burghof, in den er hinaustrat, lag da wie ausgestorben, nur durch einem blassen Schimmer erhellt, der vom Torhaus kam.

    Ein mörderischer Windstoß begrüßte ihn, kaum hatte er die Behaglichkeit der Wohnstätte hinter sich gelassen. Schneeflocken wurden ihm ins Gesicht gepeitscht. Garstige, kleine Biester waren sie, die für einen Moment auf der blanken Faser stachen wie Insektenbisse. Die Kälte an sich machte dem Sylvari ansonsten nichts aus.
    Rhyndir war es gewohnt, dass er in Schnee und Eis schlicht und effizient auskühlte.
    Dementsprechend ging ihm auch das Klagen der anderen auf die Nerven. Vor allem, da es sich ständig wiederholte:
    Es sei kalt!
    Aber… [Weiterlesen]
  • That’s the thing about spies. Most of the secrets we keep are from each other.
    Ally Carter






    1333 n.E.



    Die Taube saß schon den halben Tag dort. Die Wirte hielten sie ohne Zweifel für einen verwirrten Kurier, einige hatten versucht sie mit Gefuchtel und ‚Schu! Schuuu!‘ davonzuscheuchen. Doch das Tier thronte unbeeindruckt hoch oben auf der Ranke über dem Tresen, wo es den perfekten Überblick über den gesamten Schankraum hatte. Für die rufenden Sylvari hatte es nur einen kühlen Blick übrig, und so ging die Sorge weiter, dass gleich Vogeldreck in der Suppe des nächsten Gasts landete.

    Ja. Die fehlende Scheiße war verflammt verräterisch. Aber das schien niemandem aufzufallen.

    Carcair fühlte selten Nervosität. Aber er fühlte umso deutlicher die schwarzen Knopfaugen des Vogels auf seinem Rücken, seit Stunden, starr, bohrend, ausdruckslos. Er mochte das Gefühl nicht.

    Der Abend verlief wie jeder andere. Vielleicht servierte Carcair ein paar der Nachtschwärmer zu forsch ab, doch… [Weiterlesen]


  • (Um die Geschichte noch etwas immersiver zu erleben, setz bitte deine Kopfhörer auf und drücke auf Play, sobald du mit dem Lesen beginnst. Es handelt sich hierbei um eine zusammengeschnittene Soundkulisse, die auf die Geschichte abgestimmt ist.)






    Die Ballade der Sturmtochter

    Stetig und mit einer bedrückenden Melancholie prasselte der Regen auf die durchfeuchteten, schwarzen Stoffschichten, kroch in die kleinsten Falten und engsten Winkel, ehe er auf die kalt gewordene, dunkeltürkise Blattschicht stieß und an ihr hinabperlte. Die rinnenden Tropfen hinterließen karge, kühle Spuren, die den Wind besonders gerne aufnahmen und dessen Geflüster direkt unter die Haut trugen.
    Das sonst so blaue Himmelsband hatte sich für diese Nacht in ein dunkles und bedrückendes Schwarz gefärbt, trägt eine gräuliche Gischt an Wolkengebälk mit sich.
    Götterfels lag ruhig und einsam vor ihr, nur das bedachte Tippeln der rotbraunen Dachschindeln mischte sich mit dem harschen, eigenen Atemzug, der
    [Weiterlesen]
  • Anzumerken ist, dass die Menschen entweder geködert oder vernichtet werden müssen. Für geringfügige Beleidigungen rächen sie sich; bei schwerwiegenden sind sie dazu nicht in der Lage. Jede Verletzung muss also so zugefügt werden, dass die Angst vor Rache gleichzeitig eliminiert ist.
    –– Machiavelli ––






    1324 n.E.


    Carcair sah sich um. Diese Position war nicht direkt schlecht – er konnte die Straße überblicken, über die sich die anderen bewegten. Felsen, Bäume, regennasse Blätter, ein paar einzelne Rufe exotischer Vögel. Leider verdeckten die Bäume und Felsen auch stellenweise den Blick auf den Pfad.

    Er zog eine Schnute, während er sich positionierte. Seine Befehle hinderten ihn daran, sich einen besseren Ort zu suchen. Zu viel Anleitung hatte ihm schon bei den Hainhütern geschadet. Vielleicht brauchten die anderen Dummköpfe jemanden, der ihnen alles mit kleinen Löffeln fütterte – Carcairs Effektivität behinderte es nur.

    Aber damit musste er sich arrangieren. Zumindest heute.… [Weiterlesen]



  • Die Ballade von Rosmarin und Thymian - Kapitel 2: Pfade



    Seit Thymian den Hain verließ, verging keine Nacht, in der Rosmarin zu den Sternen sah. Seine Worte hallen immer noch in ihrer Erinnerung:Vielleicht sind es ferne Länder. Weit, weit weg. Genau dort sitzen genau jetzt ebenso zwei und schauen zum Himmel.
    Die Nächte brachten Kälte, Trauer und Sehnsucht. Rosmarin fühlte die Schwere, pausenlos dachte sie an ihren geliebten Bruder. Doch sie musste stark sein, denn sie wusste, dass er ebenso an sie denkt.
    Thymian war schon weit gewandert, das fühlte sie.
    Die Ausbildung zur Hainhüterin war eine Herausforderung für Rosmarin. Kämpfen, Taktiken überdenken, Wissen anwenden und gleichzeitig magische Fähigkeiten trainieren. Es gab Rückschläge genau wie Fortschritte. Trotz ihrer zierlichen Gestalt zeigte sie ein hohes Maß an Geschick und Klugheit, beste Vorraussetzungen für die Hainhüter.
    Thymian erreichte nach vielen Wochen Götterfels, die Hauptstadt der Menschen. Groß, Mächtig und aus… [Weiterlesen]
  • [Anmerkung: Diese Geschichte habe ich vor längerer Zeit begonnen und nun fortgesetzt. Es geht um zwei meiner Charaktere, deren Hintergrund ich unabhängig im RP ausspiele. Für etwaige Fehlinformationen, falsche Darstellungen oder Personen bitte ich um Nachsicht. Es ist eine Geschichte, die euch Spaß bringen und vielleicht auch einige Zeit begleiten soll]




    Die Ballade von Rosmarin und Thymian - Kapitel 1: Abschied


    Komm mit!“, rief sie ihm zu und ergriff verstohlen seine Hand um ihn gleich hinter sich herzuziehen. Er polterte nur hinter seiner Schwester her und war ganz überrumpelt um überhaupt etwas sagen zu können. Sie liefen verschlungene Wege, hohe Treppen und schließlich sprangen sie von Ranke zu Blatt. Beide staunten, nun endlich den Sternenhimmel zu sehen. Sie setzten sich schließlich am Hang und sahen hinauf. „Ist es nicht schön, Thymian? So ruhig, so traumhaft, so unwirklich, dass man alles vergessen könnte... .“ Er betrachtete das begeisterte Gesicht seiner Schwester,… [Weiterlesen]
  • [Thymian Dorne]
    Ich sehe den Drachen

    Oh, nebelumwölktes Auge aus den Tiefen des Dschungels,
    Wache sorgsam über die Seelen meiner Brüder und Schwestern.
    Und sollte der Himmel auch mit Feuer und Rauch erfüllt sein,
    Wache über deine Kinder.

    Wenn das hier bestimmt ist, im Feuer zu enden,
    Dann sollen wir alle gemeinsam brennen.
    Schau, wie die Flammen hoch in den Himmel aufsteigen.

    Wir rufen: "Oh Mordremoth!
    Steh bei uns bei und wir werden es tun."
    Schau, wie die grünen Ranken
    Die Landen bedecken.

    Und sollten wir heute Nacht sterben,
    Dann mögen wir alle gemeinsam sterben.
    Hebt den Gruß, ein letztes Mal.

    Wir rufen: "Oh Mordremoth!
    Halte dich bereit und wir werden es tun."
    Schau, wie die grünen Ranken
    Die Landen bedecken.
    Verwüstung überzieht den Himmel...

    Ich sehe den Drachen
    Im Inneren des Grün.
    Ich sehe Ranken,
    Welche die Berge umarmen.
    Und ich sehe den Drachen,
    Der unsere Seelen erfüllt.
    Ich sehe den Drachen,
    Sein Odem in der Brise.
    Und ich hoffe; ihr erinnert euch an mich.

    Oh,… [Weiterlesen]





  • 1324 n.E.


    Carcair keuchte. Es war nicht wirklich zu verhindern. Menschen mochten weich und schwach sein, aber sie waren schwer. Schwerer als ein vergleichbarer Sylvari zumindest. Vermutlich lag es an dem Fett, das sie ansetzten. Weiches, wabbeliges Fett, weiße Fäden im Fleisch, die zwischen den Zähnen stecken blieben wenn man versuchte es zu essen. Ekelhaft.

    Kurz gesagt, Menschen waren furchtbar. In jeder Hinsicht. Carcair verachtete Menschen. Ihr Fleisch war nicht nur weich und verletzlich, sondern auch noch durchscheinend, sodass man all die widerlichen Farben unter der Haut ausmachen konnte: Rotes Blut, gelbe Sehnen, grüne Adern. Urgh.

    Noch dazu gab es keine charakterliche Eigenschaft, die er an Menschen schätzte. Sie waren heuchlerisch, schwach, beschränkt; sie waren Tiere, die sich in ihren eigenen Exkrementen wälzten. Carcair schätzte den Pragmatismus der Charr, die Effizienz der Asura und… nun, Norn waren eigentlich fast so dämlich wie Menschen. Aber wenigstens… [Weiterlesen]


  • Löwenstein, 1327 N.E.

    Lefards Blick lag veträumt auf Merhalas Dornenkrone, als deren Inneres in der Abenddämmerung ein sanftes Orange ausstrahlte...oder waren das noch die Flammen der Stadt?
    Gutznik, dieser blinde, erdefressende Grobian, hatte einen großen Teil der Strandsiedlung mit seinem Flammenwerfer eingeäschert und gleich einen Haufen Schätze dabei vernichtet. Bei ihm stand das „Brand“ in Brandschatzen an erster Stelle. Sein Volk hatte nicht viel übrig für persönlichen Besitz oder das Leben des Einzelnen.
    Merhalas geschickte Finger knackten schließlich das Schloss der Kiste, die sie aus den Flammen der halben Schiffshütte retten konnten, in deren nicht umzäunten Hinterhof sie nun standen. Merhala ächzte. „Was bei Ventaris stinkenden...“
    Lefard mochte es, wenn Härte in Merhalas liebliche Züge trat, aber nun war da auch Enttäuschung. In der Kiste war nur Plunder. Zerbrochene Klingenteile, eine Art grobe Ankerkette, ein angesengtes Wappen, ein paar Kupfer...und ein… [Weiterlesen]
  • Ich habe den besten Mann!


    Und ihm mal was besonderes zum Wintertag geschenkt, jaha!
    Gut, ein bisschen war der andere Iorga auch daran beteiligt! Ein bisschen sehr!
    Und zugegeben, ich habe es selbst genoßen! Alles war so... so schön, jawoll, liebes Tagebuch!
    Da fühlt man sich direkt wie eine Prinzessin!
    Und so wurde ich auch behandelt.
    Das war gewiss nicht das letzte Mal, das wir da waren.
    Und Fel war ziemlich, ziiiemlich glücklich!

    Ich hoffe, er freut sich genau so wenn er am Wintertag seine Socken und Unterhosen auspackt!
    Mit Bäumchen und Blätter drauf!
    Eine der Hosen ist etwas enger, hihi. Ich mag auch was zum Gucken haben!

    Ob ich Caylen ebenso eine Schleife umwickeln kann? Dann schicke ich ihn so zu Lavena, hehe.
    [Weiterlesen]
  • [Keine Disclaimer]

    Mit lautem Knacken rastete die neue Systemsteuerung in den Hinterkopf des Verteidigungsgolems ein. Die Asuradame landete kurz darauf mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden und begutachtete ihr Werk.

    „P-R-O-T-E-C-T Mark I – Systembericht!“ ertönte die erstaunlich kräftige Stimme – gemessen am kleinen Klangkörper. Während der Golem seine Grundeinstellungen in mechanisch-metallener Stimme herunterbetete flirrte und summte das Portalgerät hinter ihr auf.
    „Fleißig, fleißig“ kommentierte die blasse Sylvari, die gehüllt in einen dunklen Ledermantel durch das Portal trat. „Hast du die Ident-Nummern der Portalgeräte schon eingelesen? Ich möchte meine Gäste ungerne pulverisiert sehen.“

    Enya schnaubte. „Sehe ich aus wie ein Erstsemester? Hat meine Sicherheitsanlage Euch je im Stich gelassen?“ Skandalös,diese Baumleute.

    Mit watschelnden Schritten folgte sie der Sylvari durch die sandsteinigen Ruinen ins Innere der „Grotte“. Für die Asura war es eine Grotte. Zuviel… [Weiterlesen]
  • Er war knorriger geworden.
    Das dies überhaupt möglich war, hätte er selbst nicht für möglich gehalten.
    Aber der Tod um ihn herum hatte daran wohl Anteil. Wobei es wohl eher der Untod war.
    Der Boden war über und über mit den Resten des Lebens bedeckt.
    Es war schon längst nicht mehr festzustellen aus welchen Dekaden die ganzen Knochen stammten.
    Immerhin war sicher das die, an denen noch Fleisch hing, ein geringeres Zeitalter vorzuweisen hatten.
    An den süßlichen Geruch des verfaulten Fleisches hatte sich die Truppe längst gewöhnt.
    Es gab wohl keinen von den Mitreisenden der immer noch mit Übelkeit zu kämpfen hatte.
    Orr stumpfte ab. Orr machte hart. Orr machte knorrig.
    Jegliches Blattwerk auf seinem Kopf war verschwunden, hatte sich dem in einander schlingendem Holzwerk Platz gemacht.
    Es passte einfach besser. In Orr blühte wenig, bis fast nichts. Aber darum waren sie ja hier.
    Um eine Aufgabe weiter zu führen, die für ihr Volk so große Bedeutung hatte.
    Zinderhang war so weit ins… [Weiterlesen]
  • Mit meiner neuen, schiefen Perspektive gefiel mir die Stadt schon viel besser. Anstatt mich von all der Zerstörung ablenken zu lassen, konnte ich jetzt endlich wieder einen Schritt zurück treten und das Gesamtbild betrachten und das war förmlich poetisch! Der einstmals von den Fluten verschlungene und an den Ufern erneut aufgebaute Freihafen befand sich nur in einer Phase der Veränderung. War das versunkene Löwenstein die Larve, dann handelte es sich bei der grob aus Wracks zusammengezimmerten Uferstadt lediglich um die Puppe. Und jetzt, wo die Haut gebrochen war, dauerte es gewiss nicht mehr lang, bis das ausgewachsene Tier zum Vorschein kam. Ich war schon so gespannt.

    Selbstverständlich fand ich es noch immer höchst bedauerlich, dass so viele ihr Leben hatten lassen müssen. Doch inzwischen war ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich nicht jedem geknickten Grashalm nachweinen durfte. Schlimme Dinge geschahen, doch mich wie eine Mimose davon beeinflussen zu lassen, das war… [Weiterlesen]
  • Tot zu sein war wirklich schrecklich! Es war dunkel in meinem Sarg und ich langweilte mich maßlos. Fiel es mir sonst schon nicht leicht, leise zu sein, um einer Entdeckung zu entgehen, so war still und leise sein zu müssen die pure Qual. Doch ich war nun einmal tot und tote Sylvari rappelten nicht in ihrer Kiste. Daran würde ich mich wohl oder übel halten müssen.

    Fast zwei Wochen lag ich nun in meinem hölzernen Gefängnis. Die ersten drei Tage waren vergleichsweise spannend gewesen. Zu dieser Zeit hatte der Deckel noch gelegentlich offen gestanden, Doktor Iorga ab und an mit mir gesprochen und mich potenziellen Käufern vorgestellt, bis sie den richtigen gefunden hatte. Nicht immer fiel es ihr ganz leicht zu erklären, warum die meine linke Gesichtshälfte verdeckende Schädelmaske nicht entfernt werden sollte. Keiner der von ihr vorgetragenen Gründe kam der Wahrheit auch nur nahe, aber sie bewies auf jeden Fall Professionalität, Vertrauenswürdigkeit und am allerwichtigsten:… [Weiterlesen]