Artikel mit dem Tag „Chylovy“

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    Eintrag 46, Tag 42

    „Willkommen in Rata Sol....“, begrüßte Magisterin Nizpi die versammelten Sonnenforscher. „...der ersten Stadt auf der Sonne.“
    Es war eine Stunde her, seit der letzte der sechzehn Wohnwürfel die Durmand verlassen hatte und in der gleißenden Lava des Sonnenmeeres gelandet war.
    Alle Würfelmodule waren nun durch ausfahrbare Gänge miteinander verbunden. Zehn außen, vier in der Mitte. Diese vier hatten sich zusammengeschlossen und die inneren Wände hochgefahren, um uns als Versammlungsort zu dienen. Als Zentrum von Rata Sol – der kleinen, aber ambitionierten Stätte zur Erforschung der Sonne.
    Die Expeditionsleiterin spann ihre Rede weiter.
    „Kru der Durmand. Wachsame.Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Diese Expedition ist der Grundpfeiler für jegliche Forschung, die in den nächsten Jahrzehnten, Jahrhunderten hier und auf weiteren Welten betrieben wird.“
    Es war nicht leicht, den Blick bei der Asura zu behalten, war doch an allen kraftfeldverstärkten
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    Eintrag 43, Tag 42

    Im Laufe des Aufstiegs überholte der Hylek uns alle, eifrig hatte er sich an die Spitze gesetzt, um dann als erster am Kraterrand anzukommen. Quecatl schaute eine Weile über den Rand hinweg, ehe er zu uns herüberwinkte und etwas rief.
    „Wir sind in keinem Loch, das ist kein Loch! Das ist kein Loch!“
    „Und was ist es??“
    „Es...ist kein Loch. Seht doch selbst!“
    Das klang interessant. Waren wir doch nicht in einer zwar wunderschönen, aber endlosen, leeren und toten Kristallwüste gelandet?
    Bald hatten wir ihn eingeholt.
    Ein Blick über den 'Kraterrand' brachte Aufklärung. Vor uns tat sich ein scheinbar endloser, leuchtender Abgrund auf. Man konnte den Boden nicht mehr erkennen, was an der Tiefe lag und an dem gelblichen scheinenden Rauch, der in einzelnen Wolken aufstieg. Aber auch an der Begrenzung unserer technischen Möglichkeit, das Licht zu durchfiltern. Alles, was wir für Kraterrand gehalten hatten, war in Wahrheit ein kreisrunder Abhang, der
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    Eintrag 40, Tag 42

    Doktor Pynzos hatte seine Stoppuhr aufgezogen, die seit dem Abkoppeln unaufhörlich vor sich hin tickte. Wir waren genau 231 Sekunden unterwegs, als unser Gefährt die Sonnenoberfläche berührte.
    Bei unserem ersten Kontakt mit der fremden Welt vernahmen wir zunächst ein Knacken, das wir unter uns spürten, ähnlich Ästen oder kratzenden Steinen. Als liefe ein Schiff an einem Strand aus Gestrüpp auf. Pynzos lief alamiert ans Fenster, denn er hatte mit einem Aufsetzen in Lava gerechnet. Was hatte da geknackt, der Würfel oder die Sonne? Die Sonne sollte laut seinen Schätzungen nicht knacken. Nur wenige Sekunden nach der Landung neigte sich der Würfel in eine schiefe Lage, wir mussten uns festhalten, als das Gefährt noch ein kleines Stück weit den 'Hang', oder was auch immer dort unter uns sein mochte, hinunterrutschte.
    Dann blieb es in der Sonne stecken.
    Still warteten wir zunächst ab, ob noch etwas passierte. Kein Knirschen mehr, unsere Lage schien
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    Eintrag 36, Tag 38

    Die Wohnwürfel hatte ich schon alle in den Unterseeübungen kennengelernt, doch damals fehlte es an persönlicher Einrichtung. Und natürlich auch an anderen Bewohnern. Da die Wohnwürfel aus praktischen Gründen nach Völkern aufgeteilt waren, wohnte ich wie bereits erwähnt zusammen mit Lady Xiaoqing, ihrem Leibwächter und Rugo von Sternling. Die Wachsamen bezogen eigene Wohnwürfel.

    Hier war die Note der Lady Xiaoqing überall zu entdecken. Die Einrichtung erinnerte an den Aufenthaltsraum, alles war sehr canthanisch gehalten. Wie in jedem Würfel gab es hier eine Wand, die vollständig durchsichtig war. Sie war aus starkem Verdunkelglas hergestellt und von einem asurischen Magiefeld verstärkt. In Notfällen konnte man diese Wandfenster mit einer Platte aus Aanicarium verschließen, beispielsweise wenn ein Kraftfeld versagte und die Sonne sich durch das Glas schmolz. Doktor Pynzos versicherte aber, dass soetwas noch nie vorgekommen war. Die
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    Eintrag 30, Tag 28

    Die beiden blinden Passagiere sind nun wieder frei. Als den Wachsamen aufgefallen ist, dass die Skritt ihre Gefangenschaft auf dem bequemen Bett genießt, wurde beschlossen sie arbeiten zu lassen. Wenn die blinden Passagiere aus Barmherzigkeit ohnehin am Leben gehalten werden müssen, sollte man ihnen auch eine Funktion geben, so die Worte der Magisterin.

    Dubranochev ist natürlich in die Maschinenhalle zurückgekehrt. Er kennt sämtliche Funktionen und Apparaturen dort, daher wurde sein Einsatz sehr wohlwollend angenommen. Vielleicht erreicht er sein Ziel, einen der Vulkananzüge auf der Sonne tragen zu dürfen.
    Snikki hingegen wurde ausgerechnet von Inke rekrutiert. Sie will, dass die Hühnerdiebin für ihre Verbrechen gerade steht. Also wird sie jetzt zum Küchendienst verdonnert – Tische decken, Tische abräumen, Tische wischen, Geschirr spülen, Geschirr sortieren...
    Das war eigentlich als Strafe gedacht. Womit Inke nicht gerechnet hat ist, dass
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    Eintrag 28, Tag 26

    Die Gestalt trat langsam aus dem Dunkel heraus, die Hände erhoben. „Seid Ihr sicher, dass ich Dubranochev bin, Nizpi? Ich dachte, alle Schaufler sehen gleich aus.“
    Der Schaufler ließ seine beiden Zähne aufblitzen und trat vor die Magisterin, jedenfalls so nahe, wie die Wachsamen es erlaubten.

    Der blinde Passagier überraschte die meisten, jedenfalls ging ein Raunen durch die Reihen der Anwesenden. Man hatte wohl einfach nur mit weiteren Skritt gerechnet.
    Dr. Pynzos sah die Magisterin verwundert an. „Das – Ihr...also Ihr kennt ihn??“
    Nizpi klappte ihr Monokel hoch, mit starrer Miene musterte sie den Schaufler. „Natürlich, Dubranochev war verantwortlich für...“
    „...den Maschinenraum.“, griff er ihre Erklärung auf. „Die primären und sekundären Kessel. Die Leitern hier, die Kräne, die Abgasverteilung, die Rohre. Und die Verlegung der Fliesen auf diesem Schiff.“
    Dr. Pynzos schüttelte ungläubig den Kopf.
    „Der Fließenleger, der zur Sonne flog..?
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    Eintrag 26, Tag 26

    Die Wachsamen patroullieren nun vor der Speisekammer und dem Maschinenraum.
    Taktiker Silear Orondos, der Elonier, schritt mit gezogener Pistole durch die stählerne Halle, seine Blicke schweiften über die kupfern glänzenden Rohre.
    Er sah mich an, wie ich auf einer Leitung saß und im schummerigen Licht in meinem Buch schrieb.
    „Dich sieht man hier auch öfters letzte Zeit.“
    Ich erklärte ihm, dass die momentante Situation nun mal die wichtigste war. Ich hatte eine Pause mit meinen Traumfragen eingelegt. Wenn Nizpi ein wenig Ruhe gefunden hatte, würde ich sie darauf ansprechen.
    „Ich habe Euch heute beim Essen gesehen, Vylo. Ihr habt ziemlich reingehauen. Sicher, dass Ihr nicht nachts durch diese Röhren schleicht, hm?“ Er zwinkerte mir zu, eine Geste die mir wohl zeigen sollte, wie wenig er mich ernst nahm.
    „Ihr schaut mir beim Essen zu? Und wenn ich mich Mittags sattesse, wieso soll ich dann noch was klauen?“
    „Guter Punkt.“ Er zuckte mit den
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    Eintrag 21, Tag 20

    Wieder ein Traum. Ich erinnere mich nicht mehr genau, ich konnte kaum etwas erkennen. Ich war geblendet vom gleißenden Licht der Sonne und spürte, wie ich mich barfuß über einen Weg aus spitzen Steinen wanderte. Sie Steine waren heiß, aber es schmerzte nicht. Als sei meine Haut auch aus Stein.

    Eintrag 22, Tag 21

    Die Steuerkanzel war fast leer, Rugo von Sternling saß mit einem Tee an seinem Pausenplatz, während Garzza das Schiff auf Kurs hielt. Ich glaube sie schlief nie.
    Ich stand an der Frontscheibe und blickte gedankenverloren in die Sonne. Bedeutend größer geworden war sie. Allerdings keinen weiteren Begegnungen mit Lebewesen oder andere Auffälligkeiten. Weder Gesänge, Wale, Luftblasen oder Rochen, auch keine Kraken oder Quallen. Die Leere hier war wohl wie das Meer: Gigantisch, so dass sich alles Leben darin verteilen konnte.

    Nach einer Weile hörte ich schwere Schritte und bald stand Rikken Kaltatem neben mir. Er rieb seinen blonden,
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    Eintrag 6, Tag 2

    Als ich bei den Quaggan fertig war und mich einen Moment entspannen konnte, suchte ich den Leibwächter.
    Denn er hatte auch gezögert auf die Wolkenkrake zu schießen, ich wollte wissen, was er über die Sache dachte.
    Nun saß er in dem kleinen Ruheraum. Für die Einrichtung hatte Lady Xiaoqing gesorgt - mit Holz ausgekleidet, in canthanischem Stil, Papierlämpchen. Da konnte man sich wohlfühlen. Die Götterpriesterin hatte viel Geld in das Sonnenprojekt fließen lassen, weshalb sie auch viel Einfluss auf die Einzelheiten der Ausstattung nehmen konnte. Außerdem begleitete sie ja ihr Leibwächter, wobei der auch schon fast sowas wie Ausstattung war. Da er somit der vierte Mensch in der Kru war, waren Unstimmigkeiten aufgekommen. Die eigentliche Regelung lautete nämlich anders: Da die Asura und Charr den Großteil des Wissens und der Technik für die Durmand beigesteuert hatten, sollten jeweils vier Vertreter von den beiden Völkern mitkommen. Von den Menschen,
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    Eintrag 5, Tag 2

    Da bin ich wieder...ich war gerade dabei gewesen, das Dings zu beschreiben, das inzwischen fast einen Namen hat. Es gibt jetzt schon viele Namensvorschläge, aber nur einer wird wohl bald in den Büchern stehen.

    Das Ding hinter dem Fenster, ich werde versuchen es zu beshcreiben. Es war riesig und wirkte doch so leicht. Seine Haut war hell und dünn, so dünn, dass der Himmel dahinter hindurchschimmerte. KeinWunder, dass man vom Boden aus noch nie eines erspäht hatte. Selbst wenn es einmal unterhalb der Wolkendecke schweben sollte, man würde es in dieser Höhe wohl kaum wahrnehmen. Aber mit Blick aus der Bordkantine, aus dieser Nähe, hob es sich sichtbar vom blauen Himmel ab. Seine Beschaffenheit erinnerte mich an eine Qualle in blauer See, doch sein Körper hatte eine andere Form. Das Wort 'Vogel' hatte niemand genutzt, um es zu beschreiben, obwohl es Schwingen hatte. Der flache, segelartige Körper erinnerte viel mehr an einen Rochen. Mit
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    Eintrag 4, Tag 2

    Wir haben die erste Nacht hinter uns. Und ich hatte direkt einen seltsamen Traum: Ich lag da, in totaler Finsternis. Ich sah die Sonne am Himmel leuchten, doch sie beleuchtete die Schwärze nicht, sie war einfach da. Ich streckte meine Arme aus, um ihre Umrisse, meinen Schatten zu sehen. Die Sonne war so groß, dass ich meine beiden gestreckten Unterarme erkennen konnte. Ich spürte meinen Herzschlag. Bei jedem Schlag pulsierte die Sonne ganz sanft. Dann fühlten sich meine Arme seltsam an, als wären sie mit einem mal mehr. Sie wurden länger.
    Sie waren so leicht, es kostete mich keine Anstrengung, sie hochzustrecken. Auch meine Finger wurden länger, als sie mit den Armen wie Bäume und Äste zur Sonne hinaufwuchsen. Es war unheimlich, aber ich hielt sie weiter zur Sonne gestreckt. Sie mussten nun meilenweit gewachsen sein! Ich spürte Wärme in den Handflächen, als ich versuchte, die Sonne zu umfassen. Sie lag jetzt zwischen meinen Händen, es wurde
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    Eintrag 3, Tag 1

    Die Sylvari Nelfain und Ryla haben mich in ihren Garten eingeladen. Das war wohl einer der schönsten Orte an Bord der Durmand. Er lag im Heck des Luftschiffs, wo man auch ein großes Aussichtsfenster eingebaut hatte. Der Himmel draußen war allerdings grau, über uns eine dichte Decke aus Wolken. Manchmal flogen wir auch durch eine der Wolken hindurch, dann wurde es ein wenig dunkler und nebeliger. Allerdings schien es noch keiner für nötig zu halten, die gesamte Wolkendecke zu durchstoßen.

    Rylas Hauptaufgabe war die Pflege des Gartens hier oben im Schiff. Sie hatte ihn nach ihren Wünschen gestaltet, als die Durmand noch auf dem Boden war. Er war länglich und zum Heck hin abgerundet, das Fenster und sein Rahmen waren das einzige, das hier 'mechanisch' oder wie Ryla sagte, 'unlebendig' wirkte.
    Der Rest sah aus, als hätte man einen Teil aus dem Hain mit auf das Luftschiff gebracht.
    Der Boden war eine Schicht Walderde, auf der dichtes Gras, kleine
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    Eintrag 2, Tag 1
    Wir schweben nun! Um zehn Uhr hat die Durmand die Anker gelichtet und mit Hilfe der Energiewurzel schnell an Auftrieb gewonnen. Alle, die nicht bei der Bedienung gebraucht wurden, sammelten sich an den Glasfenstern. Jeder, der hier mitflog, war schon mindestens einmal Luftschiff geflogen. Doch niemand hatte es so weit hinaus geschafft, wie wir es würden. Unten am Himmlischen Platz drängte sich weiterhin die frohe Menge an Wesen, außerdem waren viele Einwohner auf ihre Dächer gestiegen, um uns zuzusehen. Wir stiegen schnell Richtung Norden auf, bald hatten wir den Himmlischen Turm und die riesige, canthanische Hauptstadt hinter uns gelassen. Bald schon waren wir über dem Meer. Ich konnte einen einzelnen, riesigen Dampfkreuzer der Charr erkennen, der dunklen Rauch aus seinen Schloten spie. Sicher sahen sie uns. Ob sie wussten, dass ihre Heldin Garzza das Schiff steuerte?
    Die aufgegangene Sonne ließ das Meer glitzern, es waren kaum Wolken am Himmel und
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