Artikel mit dem Tag „Asura“

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  • Langsam dämmerte die Asura aus traumlosem Schlaf in den Wachzustand hinüber. Der Druck hinter ihren Augen und ihrer Stirn und der trockene Mund ließen sie annehmen, dass sie noch lange nicht genug Schlaf bekommen hatte und potenziell leicht dehydriert war. Noch mit geschlossenen Lidern tastete sie nach der Brille auf ihrem Nachttisch, griff ins Leere und war mit einem Mal hellwach. Mit einem Ruck setzte sie sich auf, öffnete die Augen und blickte sich hektisch um. Zwar war ihre Sicht durch das Fehlen der Brille etwas verschwommen, doch schon an dem hohen Fenster, welches das Zimmer mit Tageslicht erfüllte und an der nicht vorhandenen Ablagefläche neben dem Bett erkannte sie, dass sie sich nicht in ihrem unterirdischen Labor befand. Sorge mit einer Note der Angst flutete ihren Geist, doch mit einem leichten Biss auf ihre Unterlippe zwang sie sich zur Ruhe und rutschte und kletterte aus dem Bett, um sich umzusehen.

    Zu ihrer größten Erleichterung fand sie auf dem Schreibtisch, der… [Weiterlesen]
  • Unter den anfeuernden Rufen der Menge setzte Nillu ihren Aufstieg fort und lange sah es aus, als könne niemand sie aufhalten. Selbst Teesi und Hikka - beide Teil von Flakkas Quartett - schafften es nicht, ihren Siegeszug zu stoppen. Dann aber gab Xatt sich kampflos geschlagen und überließ Carri seinen Golem. Nillu ahnte gleich, dass die Grünhaarige etwas im Schilde führte, konnte aber nicht erkennen, worauf sie abzielte. Xatts Golemanzug war mit schweren Flammenwerfern und Raketen, sowie einem Generator für eine Schildkuppel ausgestattet und zählte nicht zu den Standardmodellen. Jedoch war die Panzerung schwer und der Golem zu träge, um mit ihren schnelleren Manövern mithalten zu können. Was also war ihr Plan?

    Auf eine Antwort musste sie nicht lang warten. Kaum war die Arena freigegeben, feuerte Carri jede Waffe ab, die ihr zur Verfügung stand. Gerade noch rechtzeitig aktivierte Nillu ihre letzte Schildkuppel, doch die Raketen und die Flammen waren nicht auf sie, sondern auf ihre… [Weiterlesen]
  • Als Nillu an das Kolleg der Statik zurückkehrte, um ihr Projekt zu präsentieren, da war sie nicht mehr in modische Kleider gehüllt. Stattdessen steckte sie in einem Metallpanzer, der wie ein halber Golem aussah und auch einer war. Zusammen mit ihrer Mutter und einem befreundeten Golemanten hatte sie das Stütz-Skelett zu einem Exoanzug erweitert, um nicht nur ihre zerbrechlichen Knochen zu schützten, sondern auch die Kraft ihre schwächlichen Muskeln durch Golem-Aktuatoren zu verstärken. Selbstverständlich verdrehten ihre Kommilitonen die Augen, selbstverständlich wurde hinter ihrem Rücken getuschelt und gelacht, doch zum ersten Mal seit langer Zeit machte es der jungen Golempilotin nichts mehr aus. Sollte Flakka doch gewalttätig werden - wenn sie nicht dazu überging, echte Waffen zu verwenden, würde sie an der Panzerung scheitern.

    Nach erfolgreicher Verteidigung ihres Projekts blieb Nillu noch etwas mehr als ein ganzer Monat bis zum Seifenblasenturnier und somit mehr als genug Zeit,… [Weiterlesen]
  • Während die meisten Studenten des Kollegs der Statik während der Projektphase die Bibliothek und Werkstätten aufsuchten, in Schwärmen über die Schankbereiche Rata Sums herfielen und jede freie Stelle in der Frick-Halle mit ihren Aufbauten oder Notizen belegten, gab es nichts, was Nillu noch im Kubus hielt. Für sie untypischerweise zog es sie stattdessen nach Löwenstein, wo ihre Erzeugerin Arbeit bei einem Projekt der Menschen gefunden hatte.

    Die kleine Wohnung in Fort Marriner unterschied sich rein äußerlich kaum von den anderen Zimmern, die man den Portalbeobachtern zur Verfügung gestellt hatte - einzig der Türklopfer war durch einen technomagischen Druckknopf ersetzt worden. In ihrem Innern jedoch zeigte sich deutlich, welchem Volk die Bewohnerin entstammte. Das gesamte Inventar war in Asura-Größe gehalten und die Hälfte des Zimmers, das eine für einen Norn ausreichende Größe besaß, war durch zwei gezogene Böden in drei Stockwerke aufgeteilt, die sich über kleine… [Weiterlesen]
  • Drei Stunden dauerte es, bis jemand die nackte, hilflose und unterkühlte Nillu in der Dusche fand. Zu allem Unglück brach ihr der wohlmeinende Helfer bei seinem Versuch, sie ins Krankenzimmer zu bringen, den linken Arm, schloss dann aber schnell auf ihre Krankheit und vermied weitere Verletzungen. Zwar hätte sie nach drei Tagen bereits wieder am Unterricht teilnehmen können und auch sollen, doch sie blieb lieber auf ihrem Zimmer. Zu groß war die Scham über das Geschehene, von dem zweifellos bereits der ganze Jahrgang wusste. Da sie aber noch keine Freundschaften hatte schließen können, blieb ihr nach drei Tagen des freiwilligen Eremitentums nichts anderes übrig, als ihr Zimmer in Ermangelung von Nahrung doch zu verlassen. Etwas, das sie bereits wenige Momente später bereute.

    Auf dem Weg zum Markt hielt Nillu den Blick gesenkt. Sie wollte nicht in den Gesichtern der anderen Studenten lesen, wollte nicht in ihren Augen sehen, wie sie über sie dachten. So bemerkte sie jedoch nicht,… [Weiterlesen]
  • Ihr erster Tag am Kolleg der Statik bedeutete für Nillu vor allem eines: Hoffnung. Alle Hinweise auf das unansehliche Stütz-Skelett waren unter modischer Kleidung verborgen, die Krallen gestutzt, Zähne, Gesicht und Ohren geputzt und die schwarzen Haare ordentlich gekämmt. Die Lehrstunde der theoretischen Golemantie hatte sie förmlich in sich aufgesogen und danach sogar angeregt mit Xatt darüber diskutiert - etwas, das sie sich in der vorigen Ausbildung NIE getraut hätte. In der praktischen Trainingseinheit trat dann jedoch ein, wovor sie sich schon den ganzen Tag gefürchtet hatte: Sie war ZU gut.

    Die von Übungsleiterin Kemmo verlangten Aufgaben - Gleichgewicht und Koordination (einen Hindernisparkour bewältigen), Geschick (ein komplexes Muster mit der Golemhand nachzeichnen) und Reaktion (ein Ballwurf-Spiel meistern) beweisen - fielen ihr nicht schwer. Nicht nur hatte sie schon früh eine Veranlagung für das Steuern von Golems gezeigt und über die Jahre durch gezielte Förderung… [Weiterlesen]