Gefühle und Gedanken unserer Charaktere

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    • Gefühle und Gedanken unserer Charaktere

      Hallo zusammen. :)

      Ich bin heute ganz frisch dem Forum hier beigetreten, daher entschuldige ich mich Sicherheitshalber schon mal im Voraus, falls dieses Thema schon besprochen oder geklärt wurde.

      Und zwar, um nicht lange drum herum zu reden, geht es um folgendes: Gefühle und Gedanken unserer Charaktere.

      Seitdem ich nach mehreren Pausen wieder richtig mit dem RPn anfange, ist mir aufgefallen, dass viele Charaktere ihre Gefühle und Gedanken emoten. Beispiel: "*Mr. X wirkt betrübt, hat ihn seine Vergangenheit doch wieder eingeholt? Durch seine Trennung mit Mrs. X fühlt er sich nun allein und ist häufig nachdenklich.*"

      Ich persönlich will dem gegenüber noch keine Meinung äußern, da ich selbst nicht weiß, ob es eher zum RP-Stil gehört oder ähnliches. Ich kann nur sagen, dass so etwas sehr ungewohnt ist. Ich frage mich dabei halt immer: Ist es richtig, dass ich (oder eher mein Charakter) so viel schon über Mr. X weiß, obwohl ich nur sein betrübtes Gesicht sehe?

      Was ist eure Meinung dazu? Bespielt ihr selber auch so, oder kennt ihr Leute die so bespielen? Ich kannte RP vorher eig. nur so, dass man nur emotet, was für andere auch sichtbar/bemerkbar ist. Ich hoffe ihr könnt meine Unklarheit beseitigen. :thumbsup: Ich bin gespannt.

      lg Mia :)
    • Also ich Emote eigentlich immer nur das was man auch an dem Charakter sehen kann und nicht gleich seine Komplette Lebensgeschichte dazu und warum Er so Traurig ist, Nur wen halt alle mitbekommen haben um was es geht würd ich vielleicht dazu schreiben Warum er so Traurig/Glücklich usw. Aussieht. Aber eigentlich ist das bei mir immer nur Beispiel *Mit einem breiten Grinsen auf den Lefzen schaut der Charr zu der Charr Dame rüber* aber warum er jetzt grinst und so weiter weiß man ja da am Anfang nicht.
    • Bei deinem Beispiel würde ich im ersten Moment mit der Nase rümpfen. Es gibt aber Situationen, wo ich das total ok finde. Konkret wäre das in solchen wo man im Zweigespräch ist und schon eine Weile lang miteinander gesprochen, das Gegenüber also bereits ausreichend Verständnis für die eigenen Gedanken hat.

      Sogesehen wäre also sogar der Emote, den du beschrieben hast, ok, angenommen, der ist speziell für einen bestimmten Gesprächspartner in seiner Nähe gedacht.

      Solche Emotes erleichtern es, das Verhalten des Charakters zu beschreiben. Statt jede unterbewusste Bewegung wie nervöses Herumkratzen und zig andere Ticks einzeln zu beschreiben, was dann langatmig wird, 2-3 Blocks benötigt und einen trägen "Flow" hat, ist ab und an mal so ein "Shortcut" die elegantere Lösung, vor allem dann, wenn man den Moment mit der Kürze und Abruptheit besonders betonen möchte. Ein kurzer Emote, der die Situation mit wenigen Worten im Kern trifft wirkt wie eine mächtige Backpfeife.

      Edit: Der richtige Umgang ist natürlich vorausgesetzt.

      Edit 2: Oder zum Nachholen, wenn man sich im RP ne Weile nicht gesehen hat, und kurz beschreiben muss, was ic in der Zwischenzeit passiert ist, auch geeignet!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grunt ()

    • Ich persönlich finde das extrem merkwürdig und es wirkt auf mich selbst immer ein wenig... "Aufmerksamkeitsgeil" - so als würde die emotende Person hoffen, dass andere da jetzt genau drauf eingehen oder so.

      Auch würde ich das niemandem nahe legen, der gerade mit RP anfängt oder in das Ganze reinschnuppert, denn es soll schlussendlich authentisch wirken und wenn wir eines in der echten Welt nicht können, dann ist das Gedanken lesen.
    • Ich persönlich mache es vom Gegenüber und vom Ort abhängig.

      Bin ich mit sehr vielen Spielern/Charakteren an einem Ort, ist es einfach müssig sich durch viele, viele Gedanken-Emotes zu quälen, da kann man es dann auch einmal kurz und knapp im Sinne des Spielsablaufs halten.

      Wenn ich allerdings mit bestimmten Leuten spiele, darunter mein Mann, dann werden die Emotes länger und dann sind da auch Gedankengänge verewigt. Man muss sehr gut abschätzen können, was macht das Gegenüber damit. Alles was ich in den Emote packe, kann im schlimmsten Fall auch verwendet werden, wenn jemand nicht zu trennen weiß.
      Und manchmal nimmt es auch die Spannung heraus, an anderen Stellen kann es aber auch eben dies hervorrufen.
    • Hier wurde zwar auch schon vieles gesagt was ich denke, aber ich finde es ist immer hilfreich
      mehr als ein "ja finde ich auch" zu lesen und mehr als 1ne Antwort dazu.

      Meiner eigenen Meinung nach, finde ich gerade Emotes die Gedanken ausdrücken langweilig. Ich habe unheimlichen Spaß daran die bewegungen zu lesen die ein Charakter macht und mitsamt des eigenen Chars auch möglichkeiten hinein zu interpretieren. Doch wenn ich dann in einem Rp lande wo mir zufort OOC mehr Butter aufs Brot geschmiert wird als mir schmeckt, dann wird es schnell öde. So wie ein Charakter der seine ganze Lebensgeschichte dir innerhalb von 3 Rps erzählt, aber nicht nur so wirkt, sondern es wirklich tut. Andernseits kann man aber wiederrum sehr gut solche Gefühls beschreibenderen Emotes in 2er Rp einbringen, wenn die beiden Chars sich bereits sehr gut kennen und X weiß dass wenn Y auf das Thema mit so einer Art reagiert, was da los ist.

      Ich halte mich an die einfache Regeln :
      - Emote das was andere sehen können.
      - Emote ,wo viele es lesen können, nur das was zu sehen ist.
      - Kennen sich die 2 Chars gut, können Emotes ruhig ausschweifender werden.
      - Rpst du ein Sylvari, schreib im Flüstern gezielt spürbare Emotionen, aber nicht den Gedanken.
      - Willst du einen Gedanken leichter erkennbar machen (weil er es ist), mache andeutungen, rede aber niemals von "denkt / etwas was war"
    • Habe heute beispielsweise das Emote "/e blickt kurz nach recht und links, ehe sie dezent zu klatschen beginnt, nachdem (weiß nicht mehr wers war, sry) damit anfängt. Bloß nicht als erste!" geschrieben. Sicher etwas schöner, aber es geht mir gerade nur um den Inhalt.
      Wenn ein Kontext ausreichend sein sollte, dass man mutmaßen kann, dass ein Beobachter mit einer gesunden Auffassungsgabe erkennen kann, was sich innerlich in deinem Charakter abspielt, dann, und nur dann finde ich dass man Gedanken bzw. Gedankengänge da rein packen kann.
      Wenn jemand ic rum steht, die Arme verschränkt, und darüber nachdenkt wie wohl die eine Priesterin da unter der Robe aussieht, während er mit nem Pokerface vor sich hin starrt, dann behalte er die Gedanken seines Chars bitte für sich, denn dann kann niemand etwas damit anfangen. Wirklich niemand. Es stört.
      Es stört vor allem weil ich als Leser dann nach mehreren Emotes immer wieder gedanklich rausfiltern muss was mein Char über diesen Char nun tatsächlich weiß.
      Bei Gefühle das gleiche. Wenn es offensichtlich ist dass dein Char traurig ist, dann kannst du dir die genaue Beschreibung der Gesichtszüge sparen und schreibst einfach "guckt traurig". Wenn er traurig guckt, aber in Wirklichkeit voll glücklich ist will ich's nicht wissen.

      Wir schreiben hier nicht jeder eine eigene Geschichte im RP. Wir versuchen einen oder mehrere Charaktere darzustellen, die mit den Charakteren von anderen möglichst authentisch interagieren sollen. Um das zu ermöglichen sollten wir uns bemühen es den anderen auch leicht zu machen. Man macht es anderen aber nicht leicht, wenn man ständig Dinge emotet, mit denen sie in keinster Weise spielen können.
      "/e kratzt sich am Kopf, während irgendwo in Cantha ein Reissack umfällt."
    • Hier wurde ja schon einiges Passendes geschrieben. Kann mich da Xulven auch gut anschließen.

      Noch als Beispiel was ich ganz schrecklich finde und was meiner Meinung nach ein absolutes No-Go ist: Wenn man ganz exakt im Wortlaut den Gedanken eines Chars ins Emote packt. Das geht überhaupt nicht. Besonders schlimm wenns dann auch noch eine Beleidigung ist und der Spieler des beleidigten Charakters nichts dagegen tun kann - kann ja keine Gedanken lesen.

      Also so bitte nicht:
      /e blickt X an und denkt sich 'Was für eine dämliche Aussage. Sowas kann ja nur von einem Idioten wie X kommen.'

      Edit: Gilt fürs öffentliche RP. Wenn zwei Leuten sowas im 2er RP unter sich Spaß macht, dann meinetwegen.^^
      Feedback-Thread meiner Charaktere

      Suwedi Ducard - Kormir-Priester, Aymeric & Flavien Wyrems, Sylvael Laranell, Luca, Khadash
      Das 2. Regiment der Ministerialwache sucht
    • Emotes sind eine non-verbale Kommunikationsform. Damit diese Kommunikation IC funktioniert, sollte man sich überlegen, ob das, was man dort hineinschreibt, irgendwie bei einem oder mehreren Empfängern sinnvoll ankommen kann. Manche Gedanken sind natürlich aus Mimik, Gestik und Kontext zumindest sinngemäß recht leicht zu erraten. Da kann man ruhig auch den dazugehörigen Gedankentext emoten. Fällt einem Charakter etwas herunter und er schlägt sich daraufhin mit der flachen Hand vor die Stirn, ist das "Ach, du Sch...!", was ihm durch den Kopf geht, für niemanden eine Überraschung oder ein Geheimnis.
      Von manchen Spielern wird der Emote-Channel allerdings eher als Textfeld ihres persönlichen Charakter-Romans verstanden, wo sich innere Monologe ganz hemmungslos austoben dürfen, ohne dass dies von außen irgendwie nachvollziehbar wäre. Das bringt einen im RP zwar nicht weiter so lange man keinen Gedankenleser am Start hat, empfinde ich, wenn es sich halbwegs im Rahmen hält, aber noch nicht wirklich als störend. (Das sind dann halt die drolligen Gedankenbroadcaster, über die man immer mal wieder schmunzeln darf.)
      Schlimm wird's dann, wenn diese inneren Monologe dazu benutzt werden andere Personen oder deren Handlungen in aller Ausführlichkeit zu dissen. Wenn einem etwas IC nicht gefällt, steht einem selbstverständlich frei die Reaktion des eigenen Charakters darzustellen; wenn man dies allerdings unter Darlegung aller Argumente und Informationsschnipsel tut, die dem Charakter dabei durch den Kopf gehen und die man beim besten Willen nicht am Gesicht ablesen kann, verschwimmen die Grenzen zwischen IC und OOC sehr schnell und sehr gründlich. Der innere Monolog wird damit zum Werkzeug um den eigenen Charakter in ein vorteilhaftes Licht zu rücken oder einen anderen zu diffamieren, ohne dass diesem eine IC-Möglichkeit zur Erwiderung bleibt. So etwas zieht die Qualtität des RP blitzartig nach unten.
    • 1.
      Der Emotechat sollte for Aktionen oder für Beschreibungen, die mit den 5 Sinnen wahrnehmbar sind da sein, da stimme ich zu. Jedoch ist es wohl oft ein Fehler von geraden Anfängern, dass sie glauben, dass das Emotefeld, die Bühne für die gedankliche Perespektive ihres RP-Charas ist. Wird in Büchern ja meist nicht anders gemacht. Nicht jeder liest sich nen Leitfaden für RP-Geflogenheiten durch. ( gibt es den überhaupt für Gw2? ) Auf der anderen Seite, ist nicht jeder Spieler ein gedankenlesender Mesmer und darauf sollte auch Rücksicht genommen werden. Irgendwie.

      2.
      Mit der Art RPler die über den Emote-Chat ihre Gedanken kund tun und dann auch noch dissen, jedoch keine sichtbaren/reagierbaren Hinweise liefern ala Mimik/Tonfall, damit hatte ich auch schon Erfahrung. Es macht die Figur nicht cooler und es bereichert nicht das RP. Es ist irritierend und nervig.
    • Ist auch ne gute Dosis Geschmack.

      Gibt Leute die mögen das so.

      *"Ich liebe dich." flüstert er ihr mit leiser Stimme zu. Er lächelt, aber es erreicht nicht seine Augen, welche durch sie hindurch schauen und irgendwo hinter ihr einen Punkt im Nichts fixieren. Seine Gedanken sind woanders, im schlimmsten Fall bei jemand anderen.

      Das verrät bereits den Gedankengang des Herren. Das Emote hätte nach "fixieren" zu Ende sein können und es wäre sicher dennoch klar geworden, dass er an was anderes denkt als die Frau.
      Nun ist es aber so, das der kursive Teil (mich) dennoch nicht stört, denn an diesem Punkt wissen beide Spieler im besten Fall, was Phase ist. Wenn einer es nicht weiß, kommt an diesem Punkt die Aufklärung oder Bestätigung. Trotzdem kann ich problemlos weiterspielen, sollte mein Char nicht verstehen was hier abgeht.

      Die Information ist nicht nötig, aber sie stört auch nicht.

      Letztendlich verschwimmt es sowieso. Man kann viele versteckte Dinge und Gedanken durch Körpersprache oder Vergleiche ausdrücken. ZB indem man genauer definiert wie jemand lächelt. Körpersprache ist wie Locce sagt, nonverbale Kommunikation und transportiert entsprechen ohne Worte Gedanken.

      Wenn Leute über mich lächeln wenn ich sowas mache (insb mit Leuten die ich länger kenne und mit denen man sowieso ne ganz eigene Art des Rps entwickelt) - dann tun sie es eben. Ich schmunzelt auch, wenn sich jemand auf *grinst* oder *schaut traurig* reduziert. Ich kann halt damit umgehen, mehr über den andern zu wissen als mein Char.

      Was ich schon EWIG nicht mehr gesehen habe, sind diese harten Gedankenemotes in denen wörtlich X denkt "Blablabla" steht.




      Tl,dr:


      *Mr. X wirkt betrübt, hat ihn seine Vergangenheit doch wieder eingeholt? Durch seine Trennung mit Mrs. X fühlt er sich nun allein und ist häufig nachdenklich.*"


      Fett: Jo. Läuft.
      Kursiv: Geschmackszone
      Rest: How 'bout no?

      "A coin that always lands on the other side when flipped. Not heads, not tails, not the edge. The other side."

      "Sticks and stones may break my bones, but words are merely the smallest element of language capable of containing meaning and isolation and as such are can never directly produce the 4,000 Newtons force per square centimeter required to break bones."
    • Jo, ihr habts im Grunde schon gesagt. Was mir noch einfällt:

      Spannender ist es klar, wenn man sich selbst rantasten muss und dem Charakter nicht hinter die Stirn blicken kann.


      Manche schreiben halt gern so, wie man es oft im Buch sieht. In Büchern wird freilich mehr über den Hintergrund des Charakters verraten.

      Ich selbst arbeite sehr viel mit vergleichen. Ich versuche, Mimik und Gestik zu beschreiben, indem ich naheliegende Assoziationen benutze.
      Es gibt tausend Arten das Gesicht zu verziehen. Jede Nuance an Gefühl beeinflusst diese. Das heißt nicht, dass man immer sieht, in welche Richtung die Gefühle gehen. Aber man kann so genannte - ich nenne es mal - Anhaltspunkte einbauen.

      Beispiel: "Du kannst mich mal", ruft sie und sofort flackert es in ihren Augen, als bereue sie es noch im selben Moment.
      Das sind äußerliche, leicht zu deutende Eindrücke.
      Manchmal nervt es mich selbst, wie oft ich "als...." schreibe, aber diese Bilder können helfen, Mimik zu definieren, ohne wahre Gefühle zu verraten, denn diese Bilder können auch trügerisch sein.

      Was ich nicht mag sind "Autorenkommentare":
      "Du kannst mich mal", ruft er. Oh, da ist aber jemand sauer!
      Das ist Geschmackssache, aber ich bekomme da den Eindruck eines Spielers, der hinter dem Charakter sitzt und unbedingt durchdrücken will, dass sein cooler Charakter jetzt echt sauer ist. Oho, oho! Das wirkt auf mich nicht.


      Und jetzt noch ein Wort zu einem Spezialfall.
      Ich kenne zum Beispiel einen Spieler, der dieses "buchische" Schreiben und diese Hintergrundgedanken sehr stark nutzt.
      Bei ihm ist es ein Stilmittel, das einen humorvollen und ironischen Effekt erzeugen soll. Das mag anfangs stark ungewohnt sein
      und sicher kann sich nicht jeder damit anfreunden, vor allem, da er auch ein wenig satirisch schreibt teilweise. Aber in seinem Fall
      gewichte ich anders. Ich bin froh, dass nicht jeder es so macht, denn es bedarf auch eines gewissen Feingefühls das durchzuziehen. Trotzdem stört es mich in seinem Fall nicht. Mitunter liegt das daran, dass die Gedanken, die er herausgibt, das Bild seines Charakters sehr klar formen und total offensichtlich rhetorisches Mittel sind. Zum anderen hat er das Feingefühl, nicht die Spannung kaputt zu machen, indem er relevante Informationen raushaut. Man kann ihm immer noch nicht genug hinter die Stirn blicken, um ihn durchschauen zu können, denn er schreibt seine Charaktere sehr facettenreich. Das ist kein Loblied, ich erwähne es nur, um aufzuzeigen, dass es auch eine Möglichkeit gibt, die - für mich - funktioniert, selbst wenn es daran liegt, dass sie eine Ausnahme ist und viel Gespür erfordert.
      ~ IORGA ~

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Estelion ()

    • Estelion schrieb:


      Was ich nicht mag sind "Autorenkommentare":
      "Du kannst mich mal", ruft er. Oh, da ist aber jemand sauer!
      Das ist Geschmackssache, aber ich bekomme da den Eindruck eines Spielers, der hinter dem Charakter sitzt und unbedingt durchdrücken will, dass sein cooler Charakter jetzt echt sauer ist. Oho, oho! Das wirkt auf mich nicht.
      Das muss man nochmal betonen. Ich finde das absolut albern und OOC macht sich für mich der Charakter dann eher lächerlich. Erzeugt für mich das totale Gegenteil und kann den coolen supertollen Char der dann plötzlich furchtbar wütend wird (oho jetzt wird's hier aber gefährlich, gleich implodiert unsere Dimension) leider nicht mehr ernst nehmen.

      Man muss schon sehr abwägen welche Stilmittel in welchem Setting genutzt werden.

      Am sichersten fährt man aber auf der Strecke. “Objektivität“ - was man wahrnehmen kann, das schreibt man.
    • Richtig Nhyrra. Nur muss man da immer noch neutral bleiben.

      Wenn ich in einem Emote lese wie unglaublich niedlich das kleine Asuramädchen aussieht, welches beim Essen mit den Ohren wackelt, dann kommt mir eher das kotzen. Weil am Ende entscheidet man dann eher selbst wie man etwas empfindet, das will ich nicht inhaltlich in einem Emote aufgedrückt bekommen.
    • Nhyrra schrieb:

      Wobei man auch sagen muss das es wenig neugierige Chars gibt. Oft kann man noch so viele Körperreaktionen Mimik usw beschreiben und die Leute gehen darauf einfach null ein. Ich kann schon verstehen warum man so einen Begleit-Gedanken-Emote dann nachlegt.
      Das stimmt teilweise.
      Allerdings würde sich das vielleicht ändern, würden einem die Gefühle nicht so hinterher geschmissen werden. Ganz nach dem Prinzip der Faulheit. Wenn es einem ohnehin nachgetragen wird, macht man sich deshalb keinen Aufwand. Wenn man sich dafür ein bisschen anstrengen muss, weil keiner es einem nachträgt, tut man es auch.
      Es ist aber schwer, Konventionen zu ändern. :)
      ~ IORGA ~

    • Ich benutz Autorenkommentare damit mein Char lächerlich wirkt. Ab und an nur, versteht sich.
      Den Humor hat aber halt such nicht jeder, ist also wieder was für gesondertes RP im gesonderten Rahmen.

      Also wie alles, was über neutrale Beschreibungen hinaus geht.
      So wie sich es hier ließt kann man jedoch fast den Eindruck gewinnen, sobald es nur ein bisschen abweicht wird man von allen ausgelacht und gemieden. Oder kickt alle sofort aus ihrer fürchterlich tieferen Immersion.

      Mit den "Aufs Auge drücken" Emotes kann ich wenig anfangen und weiß immer nicht, welche Reaktion damit provoziert werden soll. Beispiel besonders ausgefeilte Beschreibungen einer Frau mit ihren ach so vollen blutroten und glänzenden Lippen - und zwar nicht einmal sondern jedes mal wenn sie die bewegt. Die sind ja sooooooo verführerisch! Ja ich habs aber beim ersten mal verstanden, der Char wird durch Wiederholung nicht sexier.

      "A coin that always lands on the other side when flipped. Not heads, not tails, not the edge. The other side."

      "Sticks and stones may break my bones, but words are merely the smallest element of language capable of containing meaning and isolation and as such are can never directly produce the 4,000 Newtons force per square centimeter required to break bones."