Metawissen

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    • Hallo,

      ich habe in den letzten Tagen immer wieder mit dem Vorwurf zu kämpfen, dass ich Meta- bzw. OOC-Wissen IC verwende.

      Das nervt.

      Ja, mein Char weiß Sachen, die er IC nicht wissen soll - Weil er sie IC in Erfahrung gebracht hat.

      Aktuelles Beispiel:

      Mein Charakter trachtet einem anderem nach dem Leben aufgrund einer Information, die der Spieler des anderen Charakters als geheim wähnt. Anstatt sich zu überlegen, wo die undichte Stelle sein könnte, wirft er mir Metawissen vor..

      In besagtem Fall ist einer der vermeintlichen Freunde des besagten Charakters zu Eric gegangen und hat es ihm schlicht und ergreifend brühwarm erzählt.

      Ich finde es zwar schade, sehe aber keine andere Möglichkeit mehr, dem entgegenzuwirken, als mit absoluter Transparenz:

      Fragt mich. Fragt mich alles, woher mein Charakter was weiß und warum er IC tut, was er IC tut.

      Ich stehe OOC (per PM) jedem Rede und Antwort und kann alles logisch erklären, was mein Char IC warum tut, beziehungsweise auch auf die Leute verweisen, von denen mein Charakter die spezifische Info hat.

      Wie steht es mit euch? Kennt ihr das? Und wenn ja, wie handhabt ihr das?
    • Aloha,

      da es ja nun ins Forum getragen wurde und ich eben Jener bin, der 'Metawissen' vorgeworfen hat:

      Zandory schrieb:

      Mein Charakter trachtet einem anderem nach dem Leben aufgrund einer Information, die der Spieler des anderen Charakters als geheim wähnt. Anstatt sich zu überlegen, wo die undichte Stelle sein könnte, wirft er mir Metawissen vor..
      Das wurde vermutlich falsch verstanden oder will falsch verstanden werden.

      Du hast mich angeschrieben und gefragt ob ich mit einem Charaktertod einverstanden wäre, weil dein Char meinem nach dem Leben trachtet. Ich habe 'Nein' gesagt.

      Du hast daraufhin dargelegt, dass du mich aus dem weiteren RP ausklammerst - was ja legitim ist - weil du nicht konsequent mit mir spielen könntest, wenn mein Charakter (inkonsequenter Weise) nicht stirbt. (Wobei ich mich frage, wie du konsequent mit mir spielen willst, wenn mein Char konsequent tot ist.)

      Ich meinte, dass es konsequent wäre - für dich und dein RP, damit du es ohne Brüche weiter spielen kannst - wenn du halt trotzdem entsprechend agierst - also einen Versuch startest ihn umbringen zu lassen, und es inkonsequent für deinen Char wäre, würde er nun keinen 'Killer' schicken, weil du ja OoC weißt, dass es nicht zu dem von dir gewünschten Ergebnis - meinem Chartod - führen würde. -> Das ist das Metawissen, das ich ansprach, da du meintest, dass du es dann auch nicht tätest mit den Worten: "Und was ist das dann für ein RP?"

      Weshalb kann man nicht trotzdem mit dem 'Killer' spielen, RP generieren, sich damit auseinander setzten, statt zu sagen: "Ich will, dass der Char eines anderen Spielers stirbt, sonst braucht man den Versuch ja gar nicht erst im RP zu spielen." - Für mich ist das kein schönes RP.
      "In dem Moment, in dem wir erkennen, dass unsere Zeit nicht unendlich ist, beginnen wir, diese Spanne mit aller Energie und aller Leidenschaft zu füllen, über unsere Grenzen hinaus zu denken und jeden Augenblick so intensiv zu leben, wie wir es als Kinder getan haben."

      - Ludovico Einaudi

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Dastin ()

    • Zandory schrieb:

      Und wenn ja, wie handhabt ihr das?
      Ich trage es auf jeden Fall nicht ins Forum. Das klingt nach etwas, das ihr unter euch ausmachen solltet und nicht in der Öffentlichkeit.

      Ansonsten gab es das Thema vor längerer Zeit schon und da gibt es keine einheitliche Meinung sondern nur viele verschiedene Standpunkte.

      Edit: Wobei das eher den Umgang mit Konsequenz behandelt... Vorwürfe... Dialog und/oder Schulterzucken?^^
    • Was Xulven sagt. Desweiteren:



      Zandory schrieb:



      Ich finde es zwar schade, sehe aber keine andere Möglichkeit mehr, dem entgegenzuwirken, als mit absoluter Transparenz:

      Fragt mich. Fragt mich alles, woher mein Charakter was weiß und warum er IC tut, was er IC tut.

      Ich stehe OOC (per PM) jedem Rede und Antwort und kann alles logisch erklären, was mein Char IC warum tut, beziehungsweise auch auf die Leute verweisen, von denen mein Charakter die spezifische Info hat.

      Das liest sich leider in meinen Augen immer ein wenig nach "Ich mach das hier breit um meine benachteiligte Position mitzuteilen und sage dann jedem per PM meine Wahrheit". Transparenz bedeutet, dass wenn man schon unbedingt etwas hier klären muss (was weiterhin nicht vorteilhaft ist) nicht noch irgendwelche PM's rumfliegen sollten. Das macht nicht auf alle den besten Eindruck.
    • Es liegt immer daran woher die Vorwürfe stammen und was das aktuelle Metawissen sein soll.

      Seit Char 1 der viele viele Jahre zuvor in Ultima Online leben durfte ;), bin ich eigentlich immer im sagen wir mal "Schall und Rauch"-Gewerbe. Um so verwurzelter und um so verknüpfter das RP ist umso mehr weiß man. Ich habe mich Damals auch immer strikt geweigert, wenn mir einer OCC etwas zu irgend welchen Situationen sagen wollte, da es eventuell das Wissen von mir und meinem Char "verbinden" könnte.

      Später bei gewissen Plots war das leider teils unmöglich etwas ooc nicht zu wissen, da führte ich strikt Liste mit Infos die der Char hat und das klappte gut, sodass ich zumindest nie so einen Vorwurf hören musste.

      Ansonsten seht es halt wie ein Drehbuch.
      Char 1 hat in dieser Lage halt ein Problem mit Char 2.
      Char 1 will den tot von Char 2...
      Chars 2 ist aber noch nicht gekommen. Was folgt daraus? Für mich ein geiler Plot ohne ooc. gebrabbel.
      Gerade beim Thema Hass kann man so wunderbar im RP miteinander interagieren. Intrigen, das Leben zur Hölle machen, Verbindungen kappen etc. etc. Da kann man so ein wundervolles Netz spinnen, da muss man niemanden töten oder ignorieren. Jeder ist irgend wie bestechlich ;) etwa nicht? dann macht man ihn dazu *hust* :P

      Einen Char zu töten ist für mich da echt die langweiligste Interaktionsoption (selbst als Auftragskiller im RP) und dieses wird meiner Meinung (heut zu Tage) viel zu früh in Betracht gezogen.

      Einer meiner Chars (in einer anderen Welt ;)) wollte man sage und schreibe 2 Jahre (!) lang aus dem Weg schaffen...da gab es so viel Rotation so viel "echte Freunde", "Falsche Freunde" und Plots die da passiert sind, das es am Ende so kam das wir Erzfeinde nach 2 Jahren erbitterten "Hass-RP" am Ende in der Gleichen "Sackgasse" waren, uns zusammengerauft haben und zusammen agiert haben. Am Ende der Aktion haben die Chars sich immer noch nicht gemocht, aber der Pegel war so weit runter, dass man nicht Morgens mit nem Auftragskiller im Hause "aufwacht" ;)

      Kurz: Interagieren mit den Möglichkeiten die man hat, anstatt zu Blocken oder in irgend einer "Char-Gefühlswelt" zu stagnieren.
    • Endlich mal wieder ein Thread, in dem sich 2 Leute (bald vielleicht noch mehr?) zoffen und gegenseitig mal wieder absatz- oder gar wortweise ihre(n) Gegensprecher zerlegen wollen. Hach, sowas hat mir hier ehrlich gesagt schon etwas gefehlt.

      Wenn du, Zandory, das aber anders siehst und eigentlich gute Absichten hinter diesem Thread stehen (flächendeckende Aufklärung für jeden Zweifler statt jede Frage einzeln oder doppelt und dreifach beantworten zu müssen, nehme ich an?), hast du dich hoffentlich auf das bevorstehende Schauspiel vorbereitet. Natürlich kann ich mich da aber auch irren und das Ganze ist schnell aus der Welt. So oder so: Viel Glück!

      P.S.: Diese nicht zielführende Antwort musste leider sein.
    • Am Rande erwähnt, wir haben das hier im Auge. Bleibt sauber und anständig in der Diskussion und lasst es eben nicht entarten. Dann kommt hier rasch ein Riegel vor.


      Als User des Forums und nicht als Mod gesprochen, denke ich auch, dass das hier eigentlich eine Sache ist, die wegen dem Grund eher ins persönliche als ins öffentliche Gespräch gehört.
    • Na, aber halt mal.

      Von 'Zoffen' hab ich hier noch gar nichts gelesen und es wäre im Ganzen auch sehr enttäuschend, wenn es diesen Verlauf nimmt.

      Ich lese da jemanden, der sich über einen Umstand beklagt, ob gerechtfertigt oder nicht kann ich nicht beurteilen und dafür ein Beispiel nutzt, das es, wie der nächste Poster klarstellt, so gar nicht gegeben hat. In meinen Augen dient das der Klärung zwischen zwei Personen und sollte ausgesprochen werden dürfen, weil es Unstimmigkeiten aus dem Weg räumt. Vielleicht räumt es sogar Zandorys Sorge anteilig aus dem Weg. Was gibt es daran auszusetzen? <---rethorische Frage!

      Wie glücklich oder unglücklich es ist so ein Thema ins Forum zu zerren, kann ich nicht sagen. Vielleicht mag manch einer gern auf das Angebot zurückgreifen. Inwieweit das zur Aufklärung beiträgt halte ich allerdings für fraglich, weil es am Ende 'Unter-der-Hand-Gemauschel' bleibt und zwischen den Beteiligten nicht wirklich ein Konsenz gefunden werden wird.

      Für fraglich halte ich es übrigens auch (dank Lernprozess) Charaktermorde mit der Konsequenz-Keule erpressen oder zumindest rechtfertigen zu wollen, weil das erstmal noch gar nichts über den Spielspaß aussagt (der ja erstrangig sein sollte). Für mich sind Charmorde etwas, das für alle Beteiligten passen sollte (und genau genommen sogar unabdingbar muss), und das zu verweigern nichts über die Qualität des eigenen RP's aussagt.

      Oder in ganz einfach: Wenn ich jemals jemandem einen Auftragskiller auf den Hals hetzen sollte, dann gehe ich ooc von vornherein davon aus, dass das nicht klappt.

      Lasst euch also bloß nichts einreden.
      "Manchmal wandelt die Pflicht auf einer Straße, auf der das Herz ihr nicht folgen kann."
    • Hachja. Die Metawissen vorwürfe ohne nachzudenken wie die chars an die Infos gekommen sein könnten. :v Der Schutzschild eines jeden RPlers der nicht RPn kann :v aka xXSchattenläuferXx-Rpler x)

      Ist nicht mein sinnvollster Beitrag.
      Aber diese Leute kann man schlecht belehren und ihnen klar machen das es kein Meta-RP da diese sich für die Übermenschen RPler halten. Auch wenn sie nach 0,25 Sekunden zum "Ey der macht ja Metaplay" springen.

      's einzige was man da tun kann is diese Leute zu ignorieren, das RP mit denen stark einschränkten oder ihnen jedesmal wenn das passiert die harte Wahrheits kelle geben was man von ihnen hält.

      Deren RP ist auf Dauer nämlich von der gleichen Logik wie die "Er macht Metaplay ausrede"
    • Désan schrieb:

      Hachja. Die Metawissen vorwürfe ohne nachzudenken wie die chars an die Infos gekommen sein könnten. :v Der Schutzschild eines jeden RPlers der nicht RPn kann :v aka xXSchattenläuferXx-Rpler x)
      Der zweite Post hat aufgeklärt, dass es eben nicht so ein OOC-Metawissen-Vorwurf war. Es ging nicht um eine IC erspielte Information. Es ging um die Info: Darf dein Charakter sterben? -> Nein. -> Kein RP.

      Das ist in der Weise Meta-Wissen (und das hat Dastin übrigens auch erklärt), dass man kein RP mit einer Person macht, weil man das Resultat des RPs schon kennt und damit möglicherweise nicht konform geht oder es dann für sinnlos hält. Heißt also: Eigentlich würde er in diesem Fall jemanden schicken, um Dastins Char zu töten, tut es aber nicht, weil er weiß, dass der Char nicht sterben wird.

      Das kann ich in gewisser Weise sogar nachvollziehen, zumindest stelle ich mir grade vor, dass mein Char ja recht dumm dastehen würde, wenn er einen Mord vermasselt. Andererseits kann ich aber auch verstehen, wenn man sagt, dass das Meta-Wissen ist.

      Wie geht man mit sowas um? Entweder man setzt sich zusammen und tüftelt aus, was man dann machen kann, was für beide Spieler in Ordnung ist (z.B. das angesprochene langjährige Intrigenspiel oder eine eindeutige Drohung oder sowas, um vielleicht einen Schlussstrich für die Chars zu ziehen) oder man überlegt sich, wie man die Charaktere nicht aufeinander treffen lässt. Wobei ersteres einfacher und RP-freundlicher wäre.
    • ja, manchmal ist es hilfreich den ganzen Thread oder zumindest die ersten Antworten zu lesen...

      Topic:
      Gegebenenfalls die Gegendarstellung trifft auch zu, dann sehe ich da auch keine Verfehlung deines "Gegenspielers", Zandory.
      Ihr solltet da vielleicht nochmal ins 2er Gespräch gehen und klären, was da nun der Meta Vorwurf war und was nicht.

      Vielleicht habe ich da auch etwas Verständnis für Dastin, weil ich mir auch schon Inkonsequenzvorwürfe anhören durfte, nur weil ich nicht für einen Attentätertwinkchar meinen Mainchar ins Gras beißen ließ. Nur weil das ein öffentliches Event war und der Char eventuell eine gute Zielscheibe abgeben würde. Verletzung wurde auch nicht alternativ angenommen...ja dann gibt's halt Garnichts.

      Wie Alisar schon sagte: sowas sollte NUR in gemeinsamer Absprache geschehen. Und selbst wenn einer nicht ins Gras beißen möchte, gibt's genug andere Möglichkeiten des Spiels.

      Flüstert man mich aus dem Nix an und meint "hey, ich würd dich gern umlegen -alles tutti für dich?"...na dem huste ich auch erstmal was.
      Das sollte einem aber auch der gesunde Menschenverstand sagen, dass es so nicht geht.

      Sylvari sind keine grenzdebilen, naiven Vollholzspaten

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nyvaine ()

    • Du hast mich angeschrieben und gefragt ob ich mit einem Charaktertod einverstanden wäre, weil dein Char meinem nach dem Leben trachtet. Ich habe 'Nein' gesagt.

      Du hast daraufhin dargelegt, dass du mich aus dem weiteren RP ausklammerst - was ja legitim ist - weil du nicht konsequent mit mir spielen könntest, wenn mein Charakter (inkonsequenter Weise) nicht stirbt.
      'Wenn ich deinen Charakter nicht umbringen kann, kann ich nicht mit dir spielen. Das wäre inkonsequent.' Der Gedanke gehört schon irgendwie in einen Soziopathenkopf, oder?

      Hat das bei manchen Leuten Erfolg, sie umzustimmen? Ich muss die Masche mal versuchen. 'Wenn ich deinen Charakter nicht vögeln kann, kann ich nicht mit dir spielen.'
      Das wäre nämlich inkonsequent. Ich habe sehr viel Charme. Äh, ich meine. Meine Charaktere haben den.
      Jacklyn Nought, Yarissa von Nebelstein, Rani Heriot

      'My name is Ozymandias, king of kings: Look on my works, ye Mighty, and despair!'
    • Hey Leute, hey Dastin,

      ich habe bewusst keine Namen genannt, weil es mir nicht um unseren Chartod-Streit ging, sondern um den Vorwurf der Verwendung des Metawissens, zu dem ich gerne ein paar Erfahrungen und mögliche Vorgehensweisen gehört hätte.

      Ich werde dazu etwas sagen, als Gegendarstellung quasi, der Rest aber bitte wenn überhaupt per PM:

      Ich habe nicht gesagt, dass sein Char sterben muss, oder dass das die einzige Möglichkeit sei.

      Was ich gesagt habe ist, dass Dastin etwas getan hat, das eventuell den Tod meines Chars zur Konsequenz hat. Womit ich auch konsequent spiele.

      Mein Charakter hatte Dastin jedoch gesagt, wenn er das tut, ginge es ihm an den Kragen. Das wäre eine mögliche Konsequenz gewesen, die eintreten kann oder nicht, das weiß ja man vorher nicht.

      Was ich wissen wollte ist, ob er grundsätzlich bereit zum Chartod ist, weil ich es auch bin und es unfair fände, dass er im Vorhinein sagt, "nö is nich", aber zugleich darauf hinspielt, dass ich sagen muss "ja logo".

      Es macht keinen Sinn, eine womöglich tödliche Feindschaft auszuspielen, wenn man selbst mit dem Tod spielt und der gegenüber nicht.

      Ich wollte eigentlich nur eine Absprache, wie die anderen hier auch vorgeschlagen..

      Und mir zu unterstellen, ich würde einen Attentäter-Twink-Char schicken ist lame. Nichts dergleichen habe ich je gemacht oder werde ich tun.

      So.

      Weiß nicht, ob hier was Produktives bei rumkommt. Wenn es nur darum geht, zu haten, kann man den Thread dann auch zumachen..

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Will Tracey ()

    • Vielleicht überfliegst du Antworten nicht nur, sondern liest sie aufmerksam.
      Dann wäre dir vermutlich aufgefallen, dass man "mir" einen Attentätertwink auf den Hals hetzen wollte und ich deshalb ähnliche Diskussionen hatte die scheinbar ähnlich ergebnislos verlaufen sind. Eigentlich kein Grund gleich die Nackenhaare aufzustellen. Wenn du das aber auf dich beziehen möchtest: have it your way.

      Sylvari sind keine grenzdebilen, naiven Vollholzspaten
    • Wer kryptische Fragen zu obskuren Eventualitäten oder vage formulierten Grundsätzen stellen muss, dem geht es meiner Meinung nach nur darum, mit seinem Charakter zu gewinnen.

      Wie wäre es denn stattdessen mit ooc-Absprachen in sinnvollem Rahmen? Eine Rivalität macht so viel mehr Spaß, wenn man dem Gegenüber für einen guten Schachzug Komplimente machen kann und so miteinander spielt, dass beide Charaktere sich von ihrer besten und schlechtesten Seite zeigen können. Ein schnelles Heads-Up, ein freundliches Wort und (wenn nicht explizit gewünscht) nur wenig Geheimnistuerei schaffen ein angenehmeres Spielklima, Vertrauen in die Urteilsfähigkeit anderer Spieler und ein Miteinander, bei dem am Ende alle gewinnen, selbst wenn es im ic-Wettstreit keinen Sieger gibt.

      Auf der anderen Hand führt ein ic-Zwist mit dem Charakter eines Spielers, zu dem kein Vertrauen herrscht oder von dem kein Vertrauen entgegen gebracht wird, nur selten zu einem für auch nur eine Seite zufriedenstellenden Ergebnis. Viel wahrscheinlicher ist es, dass man im Zorn auseinander geht und sich vielleicht sogar vor nimmt, nie wieder miteinander zu spielen. Und jemand, der sich auf Kosten anderer selbst darstellen will, verliert über kurz oder lang den Anschluss an die Community und erreicht höchstens, dass er nebenher auch noch vielen anderen den Spaß verdirbt.

      Wenn es um Charaktertode geht, weiß man zumeist auch nicht, in welcher Situation sich der andere Spieler gerade befindet. Spielt er noch weitere Charaktere? Wer spielt alles mit ihm? Ist er Teil einer größeren Geschichte? Was ist zerstört, wenn er für meine Charakterkonsequenz sterben muss? Gleichzeitig muss man sich die Frage stellen, ob es hier wirklich um Charakterkonsequenz geht - ja, mein Charakter ist jetzt im Moment wütend und ich habe (durch meine Immersion) Teil an seinen Gefühlen. Aber wie denkt mein Charakter, wenn er sich beruhigt hat? Gibt es Möglichkeiten, mit er Situation umzugehen, ohne einen Mord zu begehen? Ich für meinen Teil (und meine Charaktere zum Großteil ebenso) habe größeren Respekt vor einem gut gespielten Iorga-Gangster (obwohl ich die habe mehr Kämpfe verlieren als gewinnen sehen) als vor jemandem, der bereit ist, für die kleinste Kränkung zu töten.

      Ich halte es zumeist so:
      Kenne ich meinen Gegenüber, vertraue ihm und weiß, dass er mir vertraut, gebe ich ihm bei wichtigen Dingen ein Heads-Up, damit sein Charakter angemessen reagieren kann oder damit er weiß, wo ich hin will. Das führt meist zu cooleren Szenen und Geschichten, weil wir nicht unwissentlich die Vorhaben des jeweils anderen ruinieren, sondern ihm vielmehr Möglichkeiten geben können, seine Stärken/Schwächen/Charakterentwicklung auszuspielen.
      Kenne ich meinen Gegenüber nicht, dann kläre ich alles ab, was mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Missverständnissen führt oder von stärkerer Konfliktnatur geprägt ist. Ein schneller Whisper vermeidet oft ooc-Unmut und gibt dem Mitspieler Sicherheit. In einigen Fällen führt das dazu, dass die Spannung aus einer Situation entweicht, aber im Normalfall kommt sie zurück. Beschwerden habe ich über dieses Vorgehen noch keine gehört.

      Generell halte ich es für keine gute Idee, Konflikte so weit zu eskalieren, dass ein Charakter einen anderen wirklich töten will - und sollte es doch mal zu potenziell tödlichen Situationen kommen, kann man dem Anderen die Wahl lassen, ob und wie er davon beeinträchtigt wird. Schüsse und Kampfzauber werden "in die Richtung" einer Person abgefeuert und im Zweifelsfall wird doch nochmal gedroht und dem anderen der Rückzug ermöglicht, obwohl der Charakter "eigentlich lieber direkt töten würde".

      Noch etwas zum Thema Metawissen:
      Es gibt Situationen, wo Metawissen sinnvoll verwendet werden kann. Die besten Beispiele dafür sind der Terminkalender und die Gerüchteküche dieses Forums, aber auch Ausschreibungen in den einzelnen Projekt- oder Gildenbereichen fallen darunter. Es handelt sich dabei um Wissen, das der Charakter plausibel erlangen kann. Mit meinen Asura-Charakteren nutze ich regelmäßig "Metawissen" in Form von Fachwörtern und wissenschaftlichen Thesen, die mir selbst kaum geläufig sind. Bisher habe ich einen recht guten Riecher dafür bewiesen, was noch plausibel und stimmig ist. Je mehr Vertrauen zwischen zwei Spielern herrscht, desto leichter lässt sich "sinnvolles" Metawissen einbringen - ist es stimmig, wird es meist gar nicht weiter hinterfragt.

      Kritisch wird es für mich beim Verrat von Geheimnissen Dritter (oder an Dritte), bei Versuchen, Plots zu sprengen, dem Nutzen von Metawissen, um "zu gewinnen" und bei jeglicher Anwendung dieses Wissens, die in einer gespielten Situation oder für einen gespielten Charakter nicht stimmig ist. Die Faustregel sollte hier sein: "Im Zweifelsfall eher nein als ja". Wenn das Wissen nicht (für die Konfliktparteien) produktiv, (zwischen den Spielern) fair und (für alle Beteiligten) cool genutzt werden kann, dann sollte man es einfach lassen. Das Schlimmste, was man mit Metawissen leisten kann, ist, unangekündigt Spiel zu zerstören, ohne selbst etwas von Wert zu bieten.

      Negative Erfahrungen habe ich genau damit gemacht: Metawissen wurde genutzt, um gegenüber Dritten Dinge zu beweisen, zu denen es im Rahmen des Spiels aber noch gar nicht gekommen war (also auf gewisse Weise, um zu "gewinnen"). Die Person, die das Wissen zur Anwendung brachte, löste damit eine kleine Lawine aus, deren Auswirkungen (obwohl illegitim) noch Monate danach spürbar waren und die einen Charakter, der mir sehr am Herzen liegt, quasi unspielbar gemacht hat. Immer wieder tauchten Leute auf, die "uns das Handwerk legen wollten", obwohl wir noch gar nicht dazu gekommen waren, etwas tatsächlich Kriminelles zu unternehmen. Diese Eskalation führte zu diversen, stundenlangen Klärungsgesprächen und hat in vielerlei Hinsicht verbrannte Erde hinterlassen.
      "That which can be asserted without evidence can also be dismissed without evidence." - Christopher Hitchens
    • @Gemmi Danke für die ausführliche Antwort.

      Die Unterscheidung von positivem Metawissen und negativem Metawissen finde ich gut. Zum Beispiel wäre positives Metawissen für mich auch, wenn ich weiß, dass ein Spieler gerade furchtbar Spaß an einer Love-Story hat. Da überlege ich mir OOC auch mal, ob mein Char jetzt wirklich dies und jenes tut, wenn ich weiß, dass da unter Umständen deren Spiel kaputtgeht.

      Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist negatives Metawissen. Was gibt es im RP zu gewinnen? Es ist ja nicht so, als gäbe es irgendwelchen Preise oder so. Das einzige, was man gewinnen könnte, wäre Spielspaß, aber den macht negatives Metawissen ja eher kaputt.

      Darum auch mein Angebot, dass ich jedem alles erklären kann, was mein Char warum getan hat. Weil ich nicht will, dass jemand schlecht drauf ist, weil er davon ausgeht, dass negatives Metawissen das RP kaputt gemacht hat. Das bezog sich sowohl auf Dastin, wenn auch eher sekundär, als auch die anderen Beteiligten am RP der letzten Monate, das evtl. Fragen aufwarf.

      Die Diskussion von wegen Chartod, in der ich glaube, dass es da ein Missverständnis gab, hat damit eigentlich nichts zu tun.. Wenn es da noch Klärungsbedarf gibt, gerne per PM. Ich bestehe garantiert nicht darauf, dass irgendjemandes Char stirbt.
    • Das Love-Story-Beispiel gefällt mir sehr gut. Solche ooc-motivierten Entscheidungen zu Gunsten schöneren Spiels und höheren Spielspaßes kann ich nur gut heißen.

      Den negativen Bereich würde ich gar nicht so sehr auf die Verwendung von Metawissen einschränken, sondern eher auf stark antagonistisches Spiel ohne nötiges ooc-Vertrauen beziehen. Wenn es zu Konflikten kommt und beide Parteien nur mit dem Bild des anderen arbeiten können, das sie aus dem erlebten Spiel abstrahieren, dann kochen die Emotionen manchmal hoch. Bei hohem Immersionsgrad (inklusive charakteristischem bleed-Effekt) schwappen Emotionen vom Charakter auf den Spieler über und umgekehrt - eine Niederlage des Charakters frustriert, der Sieg oder ein gelungener Winkelzug versetzen in ein Hochgefühl, ein frustrierter Spieler auf der anderen Hand senkt oft die Hemmschwelle des Charakters im Bezug auf Aggressionen. Zudem gibt es Leute, die zu gerne gewinnen und bei denen das auch auf Kosten des Spaßes ihrer Mitspieler gehen darf - und wenn nicht genug kommuniziert wird, dann kann es durchaus sein, dass jemand, der eigentlich gar nicht so ist, als solches wahrgenommen wird.

      Ohne genaue Kenntnis der Situation kann ich nur vermuten, dass deine Frage nach der Akzeptanz des möglichen Charaktertodes genau so aufgenommen worden ist. Das mag gut und gerne ein Missverständnis gewesen sein, vielleicht interpretiere ich auch zuviel in die hier gefallenen Worte hinein. Ich bin aber fast sicher, dass ein freundlicher, respektvoller Ton und Offenheit und Präzision (= Knappheit) in einer Klärung am Anfang in so einer Situation wahre Wunder wirken können. Natürlich hängt Kommunikation auch immer vom Rezipienten ab, aber du kannst durch dein Verhalten zumindest versuchen, den Eindruck zu beeinflussen, den du beim Gegenüber erweckst. Vergiss dabei aber nicht, dass Tonalität im Text generell nicht gut zum Ausdruck kommt und der Angesprochene - abhängig von seinen Vorurteilen dir gegenüber - viel in deine geschriebenen Worte hinein interpretieren kann (und höchstwahrscheinlich wird).

      EDIT: Um das nochmal zu explizit hervor zu heben: Es geht mir hier um Dreierlei.
      Erstens muss für Konfliktrollenspiel ein gewisses Grundvertrauen gegeben sein, das aber bei den meisten Leuten immer weiter abnimmt, je mehr sie mit Idioten zu tun hatten. Menschen lernen problematische Verhaltensweisen abstrakt zu betrachten und bei Anzeichen solchen Verhaltens das Vertrauen zu entziehen, um Enttäuschungen und Frust zu vermeiden. Dieser Selbstschutzmechanismus ist nicht immer produktiv, aber zumindest wohl nachvollziehbar. Ich kann mir selbst einen gewissen Zynismus nicht absprechen und ihn bei meinen Mitspielern gewiss nicht verurteilen.

      Zweitens lege ich recht viel Wert auf ooc-Absprachen und deutlich weniger auf überraschende Wendungen - die habe ich zur Genüge, wenn zwei Charaktere aufeinander treffen und sich aneinander reiben. Bei leichtem, freundlichem ooc-Kontakt, der zeigt, dass ich hinter dem vielleicht recht arroganten Charakter ein kompromissbereiter, erwachsener Mensch bin, mit dem man auf jeden Fall reden kann, habe ich die besten Spielerfahrungen gemacht.

      Drittens habe ich den Bereich mit dem Metawissen angesprochen, da der Thread das Thema im Titel führt und ich meine kleine Ausführung dazu loswerden wollte, um ein wenig Kontrast zur oft propagierten totalen und konsequenten Trennung von Spieler und Charakter zu bieten.
      "That which can be asserted without evidence can also be dismissed without evidence." - Christopher Hitchens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gemmi ()

    • Gemmi schrieb:



      Noch etwas zum Thema Metawissen:
      Es gibt Situationen, wo Metawissen sinnvoll verwendet werden kann. Die besten Beispiele dafür sind der Terminkalender und die Gerüchteküche dieses Forums, aber auch Ausschreibungen in den einzelnen Projekt- oder Gildenbereichen fallen darunter. Es handelt sich dabei um Wissen, das der Charakter plausibel erlangen kann. Mit meinen Asura-Charakteren nutze ich regelmäßig "Metawissen" in Form von Fachwörtern und wissenschaftlichen Thesen, die mir selbst kaum geläufig sind. Bisher habe ich einen recht guten Riecher dafür bewiesen, was noch plausibel und stimmig ist. Je mehr Vertrauen zwischen zwei Spielern herrscht, desto leichter lässt sich "sinnvolles" Metawissen einbringen - ist es stimmig, wird es meist gar nicht weiter hinterfragt.
      Das ist eigentlich kein Metawissen. Die Gerüchteküche beispielsweise ist ja eine Möglichkeit um IC Informationen zu verbreiten ohne dass das ausgespielt werde müsste. Unsere Charaktere besitzen notwendigerweise immer mehr Wissen als wir jemals ausspielen könnten. Solange man also plausibel erklären kann wie ein Charakter an Informationen gekommen ist, ist es nicht Meta.