Ein Hoch auf den Kapitalismus!

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    • Ein Hoch auf den Kapitalismus!

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      IC - Einleitung
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      Als ein Söldner krepiert man wie ein Hund,
      und das ohne guten Grund.

      In einem letzten Kraftakt stieß ich meinen Schild hoch und gegen sein Kinn. Ich spürte die Wucht des Aufpralls, hörte das Brechen des Kiefers, und nur begleitet von einem ärgerlichen Stöhnen. Argh dumm! Ein reißerischer Schmerz machte mich auf die Klinge in meiner Seite aufmerksam. Eine Freundlichkeit unter Söldnern die ich andernorts erwiderte, und mit eingeschlagenem Schädel kippte er zur Seite weg, was mich, befreit von der Last meinen Mörder getötet zu haben, auf die Knie gehen ließ. Mitten in den Schnee. Vorher weiß, nun ein rötliches Gemisch aus Matsch. Natürlich. So hatte ich mir mein Ende vorgestellt. Zusammen mit meinem Mörder sterben. Nicht viele Leute in meinem Gewerbe erhalten dieses Erfolgsgefühl. Irgendjemand hatte mir die Nase gebrochen und mein Visier verbogen. Machte es unmöglich den Helm abzunehmen, was mich nervte, aber ändern ließ sich daran nun nichts. Am nördlichen Horizont machte sich eine weiße Front bemerkbar. Ich schmeckte Eisen und Sturm, und der alte Ahab hätte sich vermutlich ans Knie gegriffen und etwas von wegen kommendem Gewitter gemault. Aber der lag vier Schritt links von mir mit dem Gesicht im Matsch und sanfte Flocken berieselten sein schütteres, gräuliches Haar. Ich war neugierig was ihn erwischt hatte, konnt's aber nicht ausmachen. Teh, scheiße. Hatte überhaupt wer überlebt? Sah nicht so aus. Weder Freund, noch Feind. Ein Feld aus Toten, bereit eingeschneit und von irgendwelchem Getier gefressen zu werden. Vielleicht auch in anderer Reihenfolge. Aasfresser zeigten sich noch nicht, aber es war nur eine Frage der Zeit. Ein Arm streckte sich aus, aber ich hatte weder die Muße, noch die Möglichkeit auf den stummen Hilferuf zu reagieren. Ich erkannte die Tätowierung und wurde in meiner Erkenntnis nur bestätigt, als Einurd zur Gänze aufstand und mich schwankend ins Auge fasste. Als sie bei mir angekommen war, packte sie meine Schultern und hockte sich vor mir hin. Ich war spontan beeindruckt als ich den Schädelbruch bemerkte aus dem in dünnem Rinnsal Blut an ihrer Gesichtshälfte herunterlief. Sie warf einen Blick auf die Klinge in meiner Seite, und dann zu mir und ich zuckte mit den Schultern. "Als Söldner krepieren wir wie Hunde, und niemals mit guten Grunde." Die Norn schnaufte und mochte einen Moment überlegen wie sie mit der Klinge verfahren sollte, aber so wie es sich anfühlte war das Schwert so in mich getrieben worden, dass es alles noch so halb zusammenhielt, und beim Ziehen mehr mitnehmen als zurücklassen würde. Entsprechend ohne Begeisterung reagierte sie auf meine Dichtkunst. "Selbst im Sterben dichtest du scheiße."

      Sie reichte mir Wein, denn natürlich verlangt es auch mich im Sterben nach Wasser, wie jeder immer danach fleht und fragt, egal was oder wer du bist, oder was du ihm wann und wie angetan hast. Immer ist es Wasser, und ich wünschte wir hätten Wasser, aber Wasser wurde zu schnell schal und alt, und machte krank und tot, und deswegen hatten wir nur Wein und Bier. Ich spürte, es war an der Zeit für meine letzten Worte, und es musste gut überlegt sein, denn Einurd wusste bereits was sie tun wird. In jedem Fall. Also fragte ich: "Hat Deborah überlebt? Ich würde sie gern ein letztes Mal sehen, selbst wenn nicht." Die Norn war dabei das Geld aus meinem Beutel zu zählen, als ich fragte und sah mich wieder an. "Und wie soll das gehen, wenn sie tot ist? Soll ich ihr den Kopf abschlagen und hertragen?" Ich sah sie an. "... sie lebt und steht dahinten, du Sonderling." Ich folgte ihrem Deuten, und machte meinen... unseren Pack-Dolyak ausserhalb der roten Masse voller lebloser Leiber aus. Ihr ragten Pfeile aus dem Körper, doch das schien das Tier nicht davon abzuhalten nach dem Grünem unter dem Weißen zu scharren. "Zwei Stunden westlich von hier liegt die 'Rote Wasser'. Vielleicht sind sie noch dort." Und ich hörte das 'Ich weiß.' von der Norn, und bewegte das Schwert in meiner Seite um den Blutfluss anzuregen. Während mir dann schwarz wurde, ich wünschte ich hätte noch einmal meine Jugend gesehen. Aber das sah ich nicht. Ich sah Ahab mit seinem vor Gram verzerrten Gesicht als er an meinen Tisch herantrat, von seiner Frau und seinem Hund faselte und sich für lau anwerben ließ, und dann sah ich etwas was mich zutiefst beunruhigte, also schloss ich meine Augen und ließ lieber los, bevor es mich fand.

      Nachdem Einurd den gesuchten Anführer enthauptet, die Leichen zurückgelassen, und Deborah eingefangen hatte, machte sie sich auf den Weg. Die Kameraden waren gestorben wie sie es hatten erwarten können. Vielleicht nicht auf die Arten und Weisen die sie sich gewünscht hatten, aber worauf konnte ein Söldner schon hoffen?
      Frieden? Das Gegenteil mag eher der Fall sein. Eine Familie? Nicht in diesem Leben, Kollege. Tiefgehende Freundschaften? Eine oder Zwei waren vielleicht noch drin.
      Worauf also hoffen?


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      OOC
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      Hipp Hipp Hurra, auf den Kapitalismus, meine Lieben!

      Ich hoffe, ich konnte euch durch den Einleitungstext einen guten Eindruck von dem vermitteln was dieses... Projekt sein soll. Der Grundgedanke ist der einer IC ausgespielten, plotorientierten Söldnerkompanie. Weder ist die hier benannte Kompanie großartig bekannt, noch besteht sie bereits aus mehr als einem Kopf (... und Deborah dem Dolyak natürlich), denn der besagte eine Kopf muss erst neu anheuern, bevor es überhaupt die richtige Struktur einer 'Kompanie' annehmen kann. Wie man sich womöglich bereits denken kann, wird der Aufbau dieser Kompanie komplett IC behandelt. Der eine Kopf wird an diversen Tagen an verschiedenen Orten anheuern, um eine möglichst schlagkräftige Gruppe aufzubauen. Was nicht heißt, dass ein Charakter besonders begabt sein muss um angeheuert zu werden. Jeder Charakter der aus irgendeinem Grund Lust darauf hat ins tolle Söldnerleben einzusteigen kann zu den Abenden auftauchen an denen angeheuert wird. Egal was für eine Motivation, Profession oder Mentalität er hat oder zu welchem Volk der Charakter gehört (Natürlich wird der Anheuernde keine Kinder oder anderweitig nutzlose Wesen aufnehmen, wobei nutzlos nach 'Einurd glaubt, du bist eine Belastung.' definiert wird).

      Zur Zeit befindet sich der 'eine Kopf' des Ganzen, also mein Charakter Einurd, in der Umgebung Götterfels, wo sie auch zum ersten Mal anheuern wird. Tag mit Zeitpunkt erwähne ich dann im 'Wer, wann, wo - hier passiert was!' - Thread.

      Ich bedanke mich recht herzlich dafür, wenn ihr alles tapfer bis hierhin gelesen habt. Sollten weitere, oder nähere Fragen zu dem 'Projekt' aufkommen, könnt ihr mir hier im Forum gern eine PN schicken. Ingame erreicht ihr mich unter:

      Redknight.3027


      PS: Das Zitat am Anfang ist von Hemingway (... glaube ich) und wurde von mir leicht angepasst.
      - Stand 05.08.2018
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      - ST
    • So hübsch dieser "Einleitungstext" auch zu lesen ist, nicht jeder hat die Zeit sich das durchzulesen ( bei mir ist das Intermet momentan so instabil, dass ich knapp bleiben muss ), um sich die wichtigsten Punkte zusammenzukratzen.
      Warum weiter unten nicht noch in Stichworten ne Liste hinzufügen, was dein künftiges Projekt betrifft?
      Mitglieder, Status, offene Stellen/Rollen, Konzept usw.
      Damit sparst du dir eher dumme Fragen oder Kritik oder Vorwürfe.
    • Alles was an Informationen allgemein notwendig zu wissen ist, klärt sich im deutlich kürzeren Text unter der 'Einleitung'. Eine kurze Liste mit den groben Punkten zu meinem Projekt habe ich nicht angefertigt, da es schlichtweg keine Punkte gäbe die interessant wären und eine sehr kurze Liste füllen würden. Zudem ging ich davon aus, dass jede Person die über einen Computer und eine Leitung verfügt die fest genug ist um in Guild Wars 2 adäquates RP zu betreiben, auch dazu in der Lage ist diesen Text zu lesen. Ich würde deinen Einwand verstehen, wenn es sich hier um eine Art 'Raid-Gilden-Werbung' handeln würde. Aber das tut es nicht. Es geht um ein Rollenspiel-Projekt mit Plotorientierung, und will man an Plots teilnehmen will man doch in der Regel viel lesen und viel schreiben. In gesundem Maße verteilt.

      Wie ich auch bereits geschrieben hatte, mag sich jeder bei weiteren Fragen doch per PN an mich wenden. Wenn der Schuh im Bezug von kurzen Stichpunkten noch immer drückt, möchte ich dir nahelegen das ebenfalls zu tun.

      Gruß
      Red
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