Gerüchte und aktuelles Geschehen

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    • Am 11. Phönix empfing man am Anwesen eine junge, dunkelhaarige Frau. Sie wurde äußerst freundlich von einer Hausangestellten hereingebeten; beinahe aufgeregt wirkte die Magd und fast schon unhöflich neugierig auf die Besucherin. Zumindest die Köchin schien das verstehen zu können, immerhin handelte es sich um eine Bewerberin für eine Anstellung als Zimmermädchen und Haushaltshilfe. Sozusagen eine neue Kollegin.

      Das Gespräch mit dem Familienvorstand muss gut gelaufen sein, denn als die Frau das Stadtdomizil der Caldwells wieder verließ, stieß sie ein kleines Jubeln aus.

    • Da hatte der Graf noch einigen Damen einen Tanz auf dem Frühjahrsball versprochen, dann tauchte kein Angehöriger aus der Caldwell-Familie dort auf. Grund zur Sorge um eines der Familienmitglieder hätte es dieses Mal allerdings nicht gegeben. Es war schlichtweg eine gebrochene Achse, welche die Geschwister nicht wie geplant am Nachmittag zum Anwesen zurückkehren ließ, sondern erst spät am Abend - zu spät, um noch die Festivität aufzusuchen. Rowenna Caldwell soll am Boden zerstört gewesen sein.

      Ein Besuch des Grafenpaares Stark mitsamt dem Nachwuchs am 14. Phönix brachte allerdings Aufheiterung. Die Hausmädchen erzählen, die junge Miss habe sich kaum von der kleinen Chiara Stark trennen können und mit deren älterem Bruder in einer eigens für das Treffen eingerichteten Spielecke eine Menge Zeit verbracht, während der Rest der Gesellschaft sich über Jagdhunde, Familienleben und... Käse ausgetauscht hätte.

      Am 15. Phönix suchte erst ein Bote das Stadtanwesen auf, nur um es bereits kurze Zeit später wieder zu verlassen und sich auf den Weg zum Haus von Fürst de Cerro zu machen.

    • Am 16. Phönix war Komtess Santari im Stadthaus der Caldwells zu Besuch. Ungewohnt eiligen Schrittes und etwas zerzaust soll sie im Verlauf des Nachmittags angekommen, aber nicht allzu lange geblieben sein. Sie verließ das Gebäude deutlich gesetzter und mit ernster Mimik, vom Grafen persönlich an der Tür verabschiedet, der der Frau und ihrem Leibwächter noch eine Weile nachsah, ehe er ins Anwesen zurückkehrte.

      Der Butler der Familie, Devin Jackdaw, hat derweil weitere Unterstützung erhalten: ein zusätzliches Hausmädchen wurde eingestellt, das direkt eine Kammer im Gesindehaus bezogen und seinen Dienst für die Caldwells angetreten hat.

    • Während sich manche noch darüber unterhielten, dass Vale Caldwell nach dem Ausfall der Götterzeremonie einen sehr vertrauten Spaziergang mit der Komtess Santari unternommen haben soll, bewunderten andere am späten Vormittag des 21. Phönix den caldwell'schen Garten, der zum gemeinsamen Brunch hergerichtet worden war. Zwischen blühenden Fliedersträuchern, Tulpen, Narzissen und in direkter Nähe zu der herrlichen Magnolie saß man zusammen und genoss trotz immer wieder aufziehender Wolken das warme Frühlingswetter.

      Manche behaupten, man hätte sogar die gestrenge Leibwache zwischendurch immer wieder lächeln sehen. Die jüngste Caldwell jedenfalls hatte sichtlich ihren Spaß, während sie nicht müde wurde, die Back- und Handwerkskünste ihrer Gesellschafterin, der Baroness Finnegan, so hochzuloben, dass die Frau später sicherlich gar nicht mehr wusste, wohin mit ihrer Verlegenheit. Der Grund für die besonders gute Laune? Angeblich ein Besuch ihres Bruders Nathan, der wohl auch Anlass zu dem ausgiebigen Frühstück gegeben haben dürfte.


    • In den vergangenen Tagen empfing man am Caldwell-Anwesen einige Lieferungen und Geschäftspartner. Am 21. Phönix beispielsweise war die Baroness Niebelei zu Gast. Sie kam in Begleitung eines ihrer Angestellten und ließ sich nach einem Gespräch mit Jasper Caldwell noch das Gebäude von dessen Assistentin, Miss Kincaid, zeigen. Ein Verkauf stünde allerdings nicht an. Es heißt, das Adelshaus plane, sich in Zukunft regelmäßig frische Sträuße und Gestecke ins Haus liefern zu lassen.

      Am 22. Phönix suchte Vale Caldwell in Begleitung von Komtess Santari die Rurikhalle auf. Sah es zunächst danach aus, als würde der Rest seiner Familie sich dieses Mal nicht anschließen, stießen die übrigen Geschwister später am Abend dann doch noch zu der Runde hinzu. Eine gute Gelegenheit, Nathan Caldwell der Gesellschaft vorzustellen, welcher die Halle später mit der Baroness Finnegan verließ, um diese nach Hause zu eskortieren.

      In dieser Reihe mochte Diarmai Hogan, eine der beiden Besitzerinnen des Herzlichs, ein eher unerwarteter Besucher am Abend des 23. Phönix gewesen sein. Sie kam mit einer recht vollen Tasche und... ging mit einer leeren, erst gegen Mitternacht, behaupten manche. Die einen sagen, sie wäre singend die Treppenstufen hinunter gesprungen, andere, sie hätte ein Taschentuch unter ihre Sonnenbrille geschoben, um verstohlen ein paar Tränen zu trocknen. Die Wahrheit lag vermutlich irgendwo dazwischen.

      Sicher ist hingegen, dass am Morgen des 24. Phönix erneut Lara Santari vorstellig wurde. Extrem ernst soll sie ausgesehen haben, eine große, lederne Aktentasche unter dem Arm. Sie wirkte angespannt und nervös. Was auch immer sie in dem Haus zu tun gehabt hatte, schien von wenig erfreulicher Natur gewesen zu sein, denn sie machte einen kaum aufgeheiterteren Eindruck, als sie gegen Mittag unter den wachsamen Augen ihrer Leibgarde zu ihrem eigenen Anwesen zurückkehrte.

      Die Bediensteten hatten nicht viel Zeit, sich um diese Begebenheiten Gedanken zu machen. Sie waren damit beschäftigt, Kisten mit dem Zeichen der de Cerros entgegen zu nehmen; eine große Weinlieferung, die sogleich ins Innere des Gebäudes gebracht wurde.

    • Allmählich spricht es sich herum, dass die Komtess Santari und der mittlere der drei Caldwell-Brüder sich wohl recht gut zu verstehen scheinen. Umso mehr mochte es manchen verwundern, dass der älteste, Jasper Caldwell, am 25. Phönix die Dame nach Löwenstein begleitete, sozusagen in ihre alte Heimat. Sicher ein Geschäftstermin, sagen die vermeintlich besser Informierten. Immerhin befindet sich dort der Sitz ihres Unternehmens.

      Am 27. Phönix feierte das Familienoberhaupt im Kreis der Seinen Geburtstag, bedacht außerdem von ein paar Freunden, die per Bote Aufmerksamkeiten an den Mann sandten. Eine ganz besondere Überraschung war dabei zweifellos die Anwesenheit einer jungen Dame, die erst am Vormittag desselben Tages im Stadtanwesen eingetroffen war: Celia Caldwell, genesen von ihrer Krankheit und aus den Hinterlanden zurück in Götterfels. Das schönste Präsent, das der Erbgraf sich wohl wünschen konnte.



    • Während man überall in der Stadt die Menschen (und auch anderen Bewohner) dabei beobachten konnte, wie sie ihre Häuser und Wohnungen gegen den angekündigten Sturm sicherten, blieb es auch am Stadtanwesen Caldwell im Ossaviertel nicht ruhig. Unter der Aufsicht von Vale Caldwell, dem Bruder des Grafen Jasper, waren Hausangestellte und Knechte seit dem frühen Vormittag damit beschäftigt Fensterläden zu verstärken, Blumenkästen abzudecken und festzubinden und jegliche Gegenstände, die dazu taugten von allzu starken Böen fortgerissen zu werden, zu verstauen und in Sicherheit zu bringen. Unterstützt wurde die Meute dabei von der glatzköpfigen Miss Torrens, die mit Hammer und Nägeln bewaffnet besonders auf die Sicherung des Teils des Hauses achtete, indem die Familie ihre Wohnzimmer hatte.

      Wo nun reges Treiben herrschte, war es am Tage zuvor noch deutlich gesitteter zugegangen. So waren die Herren Caldwell am frühen Abend gut gelaunt in Richtung Rurikviertel aufgebrochen um sich dort, Gerüchten zufolge, dem neu eröffneten Herren Salon anzuschließen. Es war spät bei den Männern geworden, die erst kurz nach Mitternacht das Ossa wieder mit ihrer Anwesenheit beehrten.

    • Auch die jüngste Miss Caldwell war nicht untätig gewesen an diesem Tag und hatte gemeinsam mit ihrem Bruder Jasper Beuten sturmfest gemacht, sodass ihre kleinen, brummseligen Lieblinge nicht allesamt davongeweht wurden. Mit Konzentration und Tatendrang zurrten sie Seile und beschwerten Deckel, um den Völkern den bestmöglichsten Schutz zu gewähren.
      Auch der Rest ihres Gartens wurde gegen das nahende Unwetter soweit es ging gesichert und die Pflanzen, die sie in Töpfen nach draußen gestellt hatte, trugen die beiden Geschwister zurück in das Gewächshaus. Erst spät am Nachmittag waren alle Vorkehrungen getroffen und mit einem Stoßgebet an die Götter hoffte das Mädchen, dass alle Bewohner, egal ob Mensch, ob Tier, ob Pflanze keinen Schaden erleiden würde, während der aufkommende Wind ihnen bereits das helle Haar zerzauste.
      Auch am Stall konnte man den Erbgraf unermüdlich hämmern und verstärken sehen, während er sich mit Vale abstimmte und Rowenna mit dem tröstlichen Gefühl erfüllte, dass sie bestens geschützt waren.


    • Der Sturm über Götterfels nahm immer mehr an Stärke zu und die Straßen wurden von Stunde zu Stunde leerer. Auch am Caldwell-Anwesen verlagerte man sich darauf, nur noch so wenig wie möglich draußen unterwegs zu sein. Allerdings sah man am Vormittag des 33. Phönix eine Kutsche, begleitet von Vale Caldwell, vom Stadthaus der Familie aus aufbrechen.

      Das Ziel?

      Eine Residenz im Salma-Viertel. Eine Dame soll dort zugestiegen und mit zurück ins Ossa-Viertel gefahren sein, wo man sie herzlich willkommen hieß.


    • Während der Sturm über der Stadt tobte und die Bevölkerung mehr oder minder daheim blieb, das Wetter überdauerte und hoffte, dass Dächer und Fensterscheiben den gewaltigen Orkanböen Stand hielten, sah man auch von der Familie Caldwell während dieser Zeit nicht sonderlich viel. War das Haus über Stunden sturmfest gemacht worden, verbrachten dessen Bewohner gemeinsam mit der Komtess Santari, die offenbar Obdach bei den Leuten gesucht hatte, die schlimmen Stunden und Tage gemütlich daheim. Einzig Vale Caldwell sah man hin und wieder gemeinsam mit seinem jungen Hund über den Vorplatz des Hauses wandern. Stets eingepackt in dickes Regenzeug und gut gewappnet gegen all die Dinge, die von oben hernieder gingen.

      Zum Beginn der neuen Woche dann, das Unwetter war vorbei gezogen, waren es Jasper und Vale, die sich ein Bild von den Schäden der vergangenen Tage machten. Bis auf ein eingeschlagenes Fenster im Gesindehaus der Caldwells und einen vollgelaufenen Keller des selbigen, schienen die Sicherheitsmaßnahmen allerdings in vollem Umfang gefruchtet zu haben. Jedenfalls wurde nach keinem Handwerker bestellt und auch die Damen, die sich den Herren nach einer Weile anschlossen und um das Haus herum flanierten, wirkten weniger aufgebracht, als viel mehr erleichtert. Besonders die junge Miss Rowenna konnte sich eines fröhlichen Lachens nicht mehr erwehren, als es für sie und ihre Freundinnen in den Garten des Anwesens ging. Nur der junge Jagdhund des Grafenbruders schien dem Frieden nicht zu trauen und klebte mit eingeklappter Rute und eingezogenem Kopf eng an den Beinen seines Herren.

    • Am 36. Phönix besuchten Jasper und Rowenna Caldwell zusammen mit der Baroness Finnegan und der Komtess Santari die Rurikhalle. Die Jüngste der Familie schien sich gar nicht satt sehen zu können an den Konturen von Cyraine Averon Ducard, deren Schwangerschaft sie mit sehr viel Freude für die ehemalige Ministerin verfolgte.

      Lediglich die Komtess zu Garrenhof, Marlene Lovidicus, verließ nach einem Gespräch mit der Gruppe geradezu fluchtartig die Halle. Hatte man die Dame beleidigt?

      Celia Caldwell zog es vor, sich noch ein wenig zu schonen, nachdem sie erst kürzlich in die Stadt zurückgekehrt war. Vale und Nathan, erzählte man sich, seien den gesamten Tag über mit Arbeitern der Brücke zusammen unterwegs gewesen und hätten geholfen, die Sturmschäden in der Stadt zu beseitigen.


    • Seit etwas mehr als einer Woche schon hat man Vale, den Bruder von Graf Jasper Caldwell, nicht mehr in der Hauptstadt antreffen können. Der Mann, der sonst stets mindestens einmal am Tag in Begleitung seines Hundes gesichtet werden konnte, schien verschwunden. Am frühen Nachmittag des heutigen Tages aber taucht er wieder auf. Etwas verdreckt, so als wäre er auf einer Reise gewesen, sah man ihn durch das Stadttor ziehen. Der Mann ritt in Richtung des Ossaviertels und führte noch ein Handpferd mit sich, das er, gemeinsam mit dem eigenen Reittier, in den caldwellschen Stallungen unweit des Stadtsitzes der Familie unterbrachte. Etwas später sah man den jungen Herren bereits wieder, in Begleitung seiner Schwestern Rowenna und Celia und des Familienhundes, einen Spaziergang durch die Stadt tätigen.

    • Das Oberhaupt der Caldwells schien in der letzten Zeit recht beschäftigt zu sein. Abgesehen von einigen wenigen öffentlichen Auftritten wie dem Besuch der Götterzeremonie, sah man den Mann vorrangig geschäftlich unterwegs. So soll er sich mehrfach mit Brückenoberhaupt Levi Iorga sowie dem Verwalter des Handelskontors von Tharissan Keltim getroffen haben. Die drei Männer nahmen gemeinsam verschiedene Plätze in der Stadt in Augenschein, berieten sich dabei und kehrten für abschließende Besprechungen entweder zu einem der Brückengebäude oder dem Kontor selbst zurück.

      Darüber hinaus soll Graham Turpin, nachdem er zunächst Besuch in seinem eigenem Anwesen inmitten des Salma-Viertels aus dieser Richtung erhalten hatte, zu Gast bei den Caldwells-Gewesen sein. Ein sehr eleganter, gut gepflegter Mann, der Besitzer der "Krytanische Minen und Metalle"-Unternehmung.
      Gab es nicht auch Gespräche mit Edward Correy, dem Eigentümer der Werkstatt "Zahnrad & Eule"? Ein Nachmittagsausflug sei das gewesen, bei dem vor allem Celia Caldwell etwas erstanden hätte.

      Einen Anblick, der manchen erstaunt haben mochte, boten die Geschwister zusammen mit Diarmai Hogan: für die Futterluke verteilten nicht nur Jasper, Vale und Nathan Caldwell, sondern auch deren Schwestern Rowenna und Celia Mahlzeiten an jene, die zu dem mobilen Essenskarren kamen. Eigentlich war eine Gruppe dieser Größe >zu viel< für den Stand, doch die Männer und Frauen kümmerten sich nur wenig darum und begegneten den Gästen der Futterluke mit viel Respekt.

      Ein paar Mal seien Blumen oder andere kleine Aufmerksamkeiten bei der de Cerro-Prinzessin abgegeben worden, die sich Gerüchten zufolge langsam von dem Anschlag auf sie und ihre Garde erholte. Klatsch, der Erbgraf habe außerdem eine private Lounge in der Oper in Auftrag gegeben, bestätigten sich unterdessen bisher nicht. Es stimme wohl, dass in Götterfels' größtem Spielhaus ein, zwei Balkone umgebaut würden, allerdings nicht im Auftrag des Hauses.


    • Es blieb geschäftig bei den Caldwells. Während man die Damen des Hauses immer wieder das schöne Wetter für Spaziergänge, Ausritte oder Besorgungen nutzen sah, traf der Familienvorstand sich wiederholt mit Unternehmern im Stadt-Anwesen.

      So machen allmählich Gerüchte die Runde, der Mann wolle in die Seidenherstellung der Komtess Santari investieren, die eine entsprechende Farm mit anschließender Weiterverarbeitung der gewonnenen Rohstoffe in Löwenstein als Erbe des Vaters ihr Eigen nenne. Auch Graham Turpins "Krytanische Minen und Metalle" scheint das nachhaltige Interesse des Grafen geweckt zu haben, denn er lud ihn ein weiteres Mal zu Gesprächen ein.

      Im völlig überfüllten Herzlich hörte man den Caldwell zu Beginn der Woche mit Mitgliedern des Ministeriums über noch ausstehende Genehmigungen sprechen. Planen die beiden Minenbesitzer, zu fusionieren oder ging es um etwas anderes?


    • Rund um die Grafenfamilie herum bleibt es geschäftig. Nicht nur, dass man dieser Tage Brückenoberhaupt Levi Iorga und Graf Jasper oft gemeinsam auf den Straßen sehen kann, ab und an auch in Begleitung der jungen Miss Rowenna, nun sah man jüngst auch eine ganze Ansammlung von hohen Leuten vor dem Stadtanwesen der Familie selbst. Darunter sollen die von Flammenfels gewesen sein, Minister und Ratsherrin Stark samt der Kinder, die Komtess Santari und auch hier wieder mit dabei der große Iorga aus dem Salmaviertel. Zum Nachmittagstee sollen sie sich getroffen haben, wahrscheinlich. Beladen waren die Gäste jedenfalls mit Kuchen und Blumensträussen, die sie nicht wieder mit nach hause nahmen, als die Herrschaften sich am frühen Abend wieder voneinander trennten. Gut gelaunt offenbar und zufrieden mit dem was auch immer intern besprochen wurden. Darf man also davon ausgehen, wenn schon Mitglieder des Ministeriums zu Gast im Caldwellhaus sind, dass der Völkermarkt nun in trockenen Tüchern steckt? Vermutlich.

      Nur einen Tag später jedenfalls konnte man den Erbgrafen schon wieder arbeitsam in das Herzlich schreiten sehen. Geschäftstermin sicherlich, denn offiziell geöffnet hatte der Laden für Geschenkartikel und süße Köstlichkeiten an diesem sonnigen Abend nicht.

      Ab von diesen vermeintlichen Geschäftsterminen, sieht man mittlerweile in regelmäßigen Abständen die Komtess Lara Santari im Ossaviertel. Mal zum Tee, mal über Nacht, scheinen die junge Adelige aus Löwenstein und die junge Miss Rowenna sich sehr gut zu verstehen. Aber auch ihr Bruder Vale wurde bereits das ein oder andere Mal mit der rothaarigen Schönen gesichtet. Zuletzt erst wieder nach dem Besuch des Opernhauses zu Götterfels, nachdem er die Komtess heim begleitet haben soll.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Levi Iorga ()



    • Am späten Vormittag des 72. Phönix konnte man Vale Caldwell dabei beobachten, wie er das Ossaviertel verließ und sich mit strammen Schritten in Richtung Salma auf den Weg machte. Der Bruder von Graf Jasper trug nicht nur eine sehr kleidsame Uniform, sondern schien gebürstet und gestriegelt zu sein. Fein hergerichtet also, mit getrimmtem Bart, ordentlich zurück gekämmtem Haar und polierten Stiefeln, die im Licht des aufklarenden Tages verheißungsvoll glänzten. Im Arm hielt der Caldwell einen Strauß weißer und rosafarbener Lilien, die er wohl behütet bis vor die Türe der Komtess Santari, dem Ziel seines Marsches, trug. Der Grafenbruder schien in offizieller Mission unterwegs, denn anders wird man sich diesen Aufzug wohl kaum erklären können. Nachdem es Lara Santari persönlich war, die ihn in ihr Haus bat, sah man den jungen Caldwell etwas später bereits wieder auf dem Rückweg. Die Miene ernst, so wie stets, aber das Haupt noch immer stolz erhoben. Kein eingebildeter Gockel lief da in Richtung Caldwellanwesen, sondern viel mehr ein rundheraus zufriedener und selbstsicherer Kamerad.

    • Viel zu tun und doch noch Zeit für Müßiggang. Zumindest sah man die beiden älteren Caldwell-Brüder am Abend des 72. Phönix gemeinsam den Rurik-Salon aufsuchen. Bis auf eine kurze Erwähnung seitens Vale Caldwells soll aber in dieser Runde nicht über den Völkermarkt gesprochen worden sein. Vielleicht war der Erbgraf insgeheim froh, mal über ein paar andere Dinge zu reden und die Verantwortung für Organisationsthemen Dritten zu überlassen.

      Am nachfolgenden Morgen war er bereits wieder geschäftlich unterwegs, dieses Mal zusammen mit seiner jüngsten Schwester, die die Kooperation mit der Brücke nach Kräften unterstützte.
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      Norn, Baumkinder - die ganze Woche über hatte man Angehörige verschiedener Rassen Tyrias im Anwesen der Caldwells ein- und ausgehen sehen. Einige bekannte Gesichter sollen darunter gewesen sein, wieder andere wirkten, als seien ihre Besitzer zum ersten Mal überhaupt in einer großen Stadt unterwegs. Während der Briefverkehr langsam wieder geregelte Maße annahm und für die beiden Boten der Familie Normalität in den Arbeitsalltag zurückkehrte, sah man das Oberhaupt nach wie vor oft zu Abstimmungen mit der Brückenleitung das Grundstück verlassen.

      Eine günstige Gelegenheit für die Damen des Haushalts anscheinend, ihre Freizeitgestaltung in die Innenstadt zu verlegen und etwas gräfliches Einkommen unter die Leute zu bringen. Zumindest sah man die Caldwell-Schwestern in Begleitung der Baroness Finnegan und unter den wachsamen Augen von Leibgardistin Torrens bei verschiedenen Schneidereien vorstellig werden. Verwunderlich: die Damen haben sich ausschließlich für blütenweiße Kleider interessiert.

      Für die neuerliche Austeilung schmackhafter Gerichte mit dem Wagen der Futterluke, welche die Caldwells am Mittag des 72. Phönix erneut übernahmen, konnten diese Stoffe nicht gedacht gewesen sein. Auch bei wohl manierlichen Aristokraten landete der ein oder andere Soßenlöffel auf der Kleidung.

      Am letzten Tag der Woche brach Jasper Caldwell schon früh zu Pferd auf und verließ Götterfels, um erst am Abend zurückzukehren. Keine Gespräche dieses Mal, wie sein gut gelaunter Stallbursche wusste, keine Verhandlungen: nach Tonteich ist er geritten, hat bis in den späten Nachmittag hinein geangelt und die Dinnerpläne der Köchin mit seiner Ausbeute durcheinander gebracht.

      Hatte man die Familie bereits am Freitag zuvor in Gesellschaft der Angestellten Eis unter freiem Himmel essen sehen, saß sie an diesem Abend bei gegrilltem Silberlachs am langen Tisch im Garten.