Gerüchte und aktuelles Geschehen

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    • Am 25. Koloss fuhr am Anwesen der Caldwell-Familie eine Kutsche vor. Gezogen von zwei dunklen Fuchshengsten und von drei bewaffneten und gerüsteten Männern flankiert, hielt sie am Rand des Ossa-Viertels und entließ eine elegante, rothaarige Dame in den späten Nachmittag. Die Frau, die von einer Bediensteten des Hauses mit "Gräfin von Eichenweiler" angesprochen wurde, als man sie empfing, nahm zwei ihrer Gardisten mit hinein. Der verbliebene postierte sich vor dem Gebäude.

      Gegen Abend stieg die Adlige wieder in ihre Depesche und verließ nicht nur das Viertel, sondern auch die Stadt. In Richtung Tonteich soll ihr Gefährt gerollt sein.


    • Zu Beginn der Woche sah man Jasper Caldwell mit einem vertrauten Gesicht. Bei einem Spaziergang mit dem Jagdhund der Familie traf er auf Lara Santari, die offenbar zurück in der Stadt ist. Sie tranken eine Tasse Kaffee zusammen und trennten sich im Anschluss wieder. Die Frau hatte Einkäufe dabei und war offenkundig auf dem Weg nach Hause gewesen, zu ihrem Anwesen im Rurikviertel.

      Der Mann, der am 29. Koloss mit Pferd und Gepäck am Stadtsitz der Caldwells selbst auftauchte, schien wiederum gänzlich neu in der Stadt zu sein, oder zumindest schon seit vielen Jahren nicht mehr vor Ort gewesen. Mit dem langen, blonden Haar sah er für manchen auf den ersten Blick etwas wild aus. Er stützte sich auf einen Gehstock und wurde im Haus herzlich empfangen.



    • Von späten Gästen und prunkvollen Ballroben

      Am vergangenen Mittwoch sah man im Hause Caldwell ein sehr bekanntes Gesicht verschwinden. Es war die Ratsherrin Stark, die sich einmal mehr in das Anwesen der Grafenfamilie im Ossaviertel begeben hatte. Etwas später an diesem Abend, besonders lange hatte das Treffen offenbar nicht gedauert, wurde die Gräfin an der Haustüre wieder verabschiedet und in die beginnenden Nacht entlassen.

      Nur zwei Tage später war dann deutlich mehr Trubel vor dem Hause des Grafen Jasper und seiner Familie zu verzeichnen gewesen. So soll der Graf gleich mit drei Damen in wunderschönen und teilweise sehr aufwendig gestalteten Ballkleidern in eine Kutsche gestiegen und in Richtung Rurik davon gefahren sein. Mit dabei nicht nur die Wächterin Torrens, sondern auch ein neues Gesicht, das man seit einigen Tagen nun schon in und um das Anwesen der Caldwells herum immer wieder antreffen kann. Ein neuer Wächter, wie Informierte wissen können. Ein Mann mit elonischen Wurzeln wohl, worauf Hautfarbe und Haarschnitt hinweisen. Genaueres aber weiß man noch nicht über den Burschen, der die Familie den ganzen Abend über nicht mehr aus den Augen gelassen haben soll.

      Der Graf, seine beiden Schwestern, die Baroness Finnegan und ein junger Mann, der später als Rheon Caldwell vorgestellt wurde, besuchten gemeinsam den Silberball der Palasdamen in der Rurikhalle. Neben den prächtigen Ballroben der Damen und den nicht minder einfallsreichen Anzügen der Herren, fiel die Dame, die Graf Caldwell den Abend über begleitete, eher durch Schlichtheit auf. Ewelina Kulikov, Gräfin von Eichenweiler ist es gewesen, die die Gruppe der Familie aus den Hinterlanden an diesem Festabend bereicherte. An einigen Stellen wird bedauert, dass es offenbar noch keine weiteren Informationen darüber hinaus über die Frau gibt, die mit einer dunklen Kutsche mit Caldwellwappen kam und viel später in der Nacht damit auch wieder in den Tiefen der Stadt verschwand.

      Allgemein schienen die Caldwells das Fest sehr zu genießen. Es wurde viel gelacht, viel geredet und geschlemmt, dabei ein wenig getanzt und das bunte Festtreiben mit offenen Armen willkommen geheißen.




    • 43. Koloss

      So manches mochte in den Straßen und Gassen der Hauptstadt vor sich gehen, aber ganz generell schienen die Geschehnisse die Familie Caldwell eher weniger aus der Ruhe zu bringen. Während sicherlich manch ein Adelshaus seine Wachmannschaft verstärkte, blieb es ruhig vor dem Anwesen des Grafen aus den Hinterlanden. Gesonderte Wächterpräsenz oder dergleichen jedenfalls ließ sich nicht feststellen. Bestes Indiz dafür: Jasper Caldwell verließ am frühen Abend alleine das Haus, ohne aufwendigen Wachschutz und konnte kurz darauf dabei beobachtet werden, wie er sein Reittier in Richtung der Tore nach Doric-See antrieb. Erst spät in der Nacht kehrte der Mann heim, noch immer alleine, noch immer ohne tiefe Sorgenfalten, die den nicht abgeschirmten Bereich seines Gesichtes hätten zieren können.


    • Eine Woche war vergangen und die Umstände im Ossa-Viertel schienen sich verändert zu haben. Vielleicht hing es mit dem Tod der Komtess Forrell und dem kurz darauf gefolgten Überfall auf die Doktorin Fog zusammen, vielleicht gab es noch andere Gründe dafür: in jedem Fall stellten die Damen des Hauses ihre Ausritte in die Umgebung ein. Zudem fand sich eine neue Stellenausschreibung auf den bekannten Aushangtafeln der krytanischen Hauptstadt, in der nach einem weiteren Wachposten für das Haus gesucht wurde.

      Unabhängig davon war wohl der Besuch des Familienoberhauptes bei Brückenoberhaupt Levi Iorga Mitte der Woche. Um ein ernstes Thema muss es dennoch gegangen sein, denn als die zwei Männer sich voneinander verabschiedeten, sahen sie beide nicht besonders froh aus.


    • Am gestrigen Abend konnte man eine dunkle und sehr edel gekleidete Gestalt mit schwarzen Dreads vor dem Hause der Caldwells sehen. Ein Mann, der offenbar elonischer Abstammung war, wurde an der Türe von einer der Angestellten begrüßt und nachdem er ein Schriftstück vorgezeigt hatte schließlich auch eingelassen. Der Herr blieb für beinahe drei Stunden in dem Anwesen des Grafen Caldwell und seiner Familie und wurde erst spät in der Nacht von Vale Caldwell persönlich per Handschlag an der Haustüre wieder verabschiedet.


    • Am Mittag des 59. Koloss, konnte man gleich drei Soldaten in den Farben der Ministerialwache vor dem Anwesen der Familie Caldwell auflaufen sehen. Die drei Männer wurden dort von Vale Caldwell in Empfang genommen und in das Haus gebeten. Wenig später sah man sie das Anwesen allerdings bereits wieder verlassen. Der Bruder des Grafen führte die Soldaten über das Grundstück. Es sah danach aus, als würde er die Männer einweisen. Mit dabei war der noch relative neue Hauswächter der Familie.
      Am Ende der Führung und nach dem Austausch einiger Papiere, bezog einer der Soldaten Stellung vor dem Haus der Grafen. Die anderen beiden wurden in ein Nebengebäude, dem Gesindehaus der Caldwells geführt. Sie zogen dort offenbar ein.

      Die drei Männer wechsel sich in der Zukunft mit der Bewachung des Hauses ab. Sie arbeiten in Schichten, wie es scheint, sodass immer mindestens einer von ihnen (des nachts sind es zwei) den Sitz der Caldwells zusätzlich im Blick hat.

    • Am 58. Koloss sah man Jasper Caldwell in Begleitung von Levi Iorga und Lara Santari auf der Fellschau in Hoelbrak. Die beiden Organisatoren warben vor Ort für eine Völkermarkt-Veranstaltung und sprachen dazu mit Fellschau-Vorsteherin Monennia. Außerdem machte der Caldwell sich mit dem Tauschsystem der Norn vertraut. Er schien einen gewissen Gefallen daran zu finden. Zumindest nahm er ein paar sehr hochwertige Felle sowie einige Lebensmittel mit nach Hause, die vom Ravngard-Gehöft stammten.

      Zu Beginn der neuen Woche wurde die persönliche Assistentin des Familienoberhauptes gesehen, wie sie ungewöhnlich früh für ihre Verhältnisse das Haus verließ. Sie soll allerdings nicht allein unterwegs gewesen sein, sondern in Begleitung eines Mannes. Ihr Vorgesetzter kann es nicht gewesen sein, der war an seiner Augenklappe weithin zu erkennen. Wie einer der Hausangestellten wirkte der Unbekannte jedoch auch nicht. Eine der abgestellten Ministerialwächter möglicher Weise?


    • Am 64. Koloss empfing Celia Caldwell Lara Santari auf einen Wein im Anwesen. Passanten sagen, man hätte die Frauen zwischenzeitlich bis auf die Straße hinaus lachen hören können. Ohne Zweifel ging der ein oder andere Scherz auch auf Kosten der Brüder, die Ronon Sly Naji zu einem Einstellungsgespräch ins Haus gebeten hatten. Seit dem darauffolgenden Morgen ist der Mann vorerst als Verstärkung des Wachpersonals für die Familie tätig.

      Am 66. Koloss suchte die Komtess erneut das Haus Caldwell auf, dieses Mal allerdings in Geschäftsangelegenheiten. Es musste sich um etwas Wichtiges gehandelt haben, denn neben den Ministerialwachen, die auf dem Hof postiert waren, gesellten sich auch die Gardisten Naji und Daouda hinaus, um das Gelände zu überblicken.
    • Ein Bote erreicht in den frühen Morgenstunden das Haus Caldwell. Der Bote sieht nicht so aus, als wäre er aus Götterfels, denn er hat eine äußerst dunkle Hautfarbe und für die Stadt untypische Kleidung. Er bat das Personal um ein wenig Wasser und ein Stück Brot. Anschließend bedankte er sich mehrmals für die Gastfreundschaft und verlies das Anwesen auch bald. So landete in der Morgenpost vom Hausherren folgender Brief.

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      Spoiler anzeigen

      Verehrtes Haus Caldwell,
      es schreibt Ihnen die Baroness Alyria von Rotfuchs. Vor Jahren heiratete ich meinen Misias ..... und nahm seitdem die Stellung einer Baroness ein. Wir lebten in Abgeschiedenheit und reisten durch Tyria. Leider verstarb mein Gatte und ich verlies unser Anwesen nicht mehr. Auf drängen einer alten Freundin versuche ich nun zurück nach Götterfels zu gelangen. Mein Mann lernte mich als Hausmädchen im Hause Starfall kennen und lieben. Als die Familie beschloss wegzuziehen, blieb ich in Götterfels und schloss mich der Grenthpriesterschaft an. Alsbald eröffnete ich eine Schneiderei. Ein kleiner Traum meinerseits. Ich gab diesen Traum für meinen Mann auf, damit wir reisen konnten. Ich würde mein Wissen und Fertigkeiten sinnvoll einsetzen wollen und Frage Sie hiermit, ob Sie eine Verwendung als Kammerzofe, Gesellschafterin oder Gouvernante in mir sehen könnten.
      Über ein kennenlernen wäre ich sehr erfreut.
      Hochachtungsvoll
      Alyria von Rotfuchs

    • Bereits am vergangenen Mittwoch, dem 79. Koloss, verließ Rowenna Caldwell das Stadtanwesen der Familie. Mit mehreren Koffern, die in die Kutsche gebracht wurden, und von ihrem Bruder Vale sowie zwei weiteren Wachen begleitet, von denen man inzwischen wusste, dass sie dem Haushalt der Gräfin von Eichenweiler angehörten, machte sie sich auf den Weg in Richtung Königintal. Wie es aussah, verbrachte die Jüngste den Wintertag und den Jahreswechsel dieses Mal bei ihrer Freundin. Und sie freute sich darauf, denn sie war bester Dinge, auch wenn alle Geschwister sich noch mehrfach drücken lassen mussten, was mit sehr viel Herzlichkeit einherging. Ihren gewaltigen Kater soll sie ebenfalls mitgenommen haben. Und ein Huhn. Vielleicht der baldige Festtagsbraten?

      Am Freitag darauf brach auch der Rest der Sippe auf, allerdings gen der Harathi-Hinterlande, wo der Stammsitz der Caldwells lag. Zwei Kutschen waren es in diesem Fall: eine, in der Butler Devin, Hausmädchen Opal und Wächter Kiando Platz fanden und eine, in welche Celia Caldwell und die bis dahin beinahe gänzlich von der Bildfläche verschwundene Baronin Berenice Darcy einstiegen. Rheon und Jasper Caldwell flankierten die Kutsche der Damen, unterstützt von Gardistin Olivia.

      Am Anwesen zurück blieb Wachmann Ronon. Es sah allerdings nicht danach aus, als sei er von einer Mitfahrt ausgeschlossen worden, sondern als übernehme er sehr bewusst den Schutz des Anwesens, während der restliche Haushalt die Feiertage außerhalb von Götterfels verlebte. Boten mit Briefen und Paketen in Hausfarben wurden zudem verstärkt vor der Abreise in den Straßen der Stadt gesehen - Wintertagsgrüße und Präsente an Freunde und Bekannte.
    • 84 Koloss. Seid die Grafen Familie am Freitag aufgebrochen ist, um im Kreise der Familie zu feiern. Da sollte man doch meinen, das es stiller um das Anwesen werden würde. Doch die verbliebenen Angestellten, so auch die neue Leibwache Naji und die Ministerialen Wachen, sind vor Ort und haben ein waches Auge auf das Heim der Grafen Familie Caldwell.
      Zwischen drin, während freien Stunden des Herrn Naji, hört man dann und wann sogar die Seiten seiner Gitarre - besinnlich durch das Ossa-Viertel flanieren.

      Zu hören

      < Ossa-Viertel > Reichweite: Anwesen Caldwell/ Auch mal am Markt Platz oder nahe der Wunderlampe, jeh nach Wetterlage.
      Die Melodien

      Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das was du verstehst.


    • Es ist der 5. Zephyr 1333, als die beiden Kutschen, die das Stadtanwesen der Caldwellfamilie vor dem Jahresende verlassen hatten, mit allen Insassen wieder ins Ossa-Viertel zurückkehren. Die Feiertage haben auf einigen Gesichtern ihre Spuren hinterlassen; allzu viel geschlafen wurde wohl nicht während der vergangenen zwei Wochen. Die Familie wirkt allerdings zufrieden und der Haushalt, aus dem während der Abwesenheit hauptsächlich Gitarrenspiel und sonst nur wenig zu hören gewesen war, füllt sich rasch wieder mit Leben.

      Nur eine Caldwell ist noch nicht mit ihren Geschwistern heimgekommen: Rowenna, die Jüngste, verlängert anscheinend ihre Winterpause von der Stadt und verbringt stattdessen ein paar weitere Tage bei der Gräfin von Eichenweiler, mit der sie auch den Jahreswechsel gefeiert hat.


    • Am 6. Zephyr sah man Jasper Caldwell in Begleitung des Wächters Naji in der Großen Halle von Hoelbrak. Er traf sich dort mit drei Norn, mit denen er den Abend bei Gesprächen und Bier verbrachte und verschiedene Fragen zum Völkermarkt durchzugehen schien, denn er brachte einen entsprechenden Standplan auf den Tisch und nahm schließlich Eintragungen darin vor.

      Ähnlich schien die Unterhaltung mit der Fellschau-Vorsteherin und dem Legendenkoch am darauffolgenden Abend zu verlaufen. Auch sie warfen gemeinsam mit dem Familienoberhaupt, das dieses Mal von Olivia Torrens flankiert wurde, einen Blick auf die aktuellen Planungen. Dabei schien es vor allem um organisatorische Themen zu gehen; und um einzelne Standorte, die möglicher Weise verlegt werden mussten? Bisher wurde nichts dergleichen bekannt. Möglicherweise spielten sich notwendige Anpassungen schlicht im Hintergrund ab.


    • Am 10. Zephyr sah man die Familie Caldwell in Begleitung ihrer Hauswache den Schrein der Fünf Götter aufsuchen. Neben persönlichen Zwiesprachen, die von den Geschwistern im Stillen für sich vor den Statuen geführt wurden, erbat das Oberhaupt der Sippe außerdem für die Seinen und ihre Angestellten den Segen der Fünf und dankte ihnen für das Gute, das man durch sie 1332 erfahren hatte. Rheon Caldwell, der erst vor einigen Wochen in die Stadt gekommen war, um dem bisherigen Hörensagen nach ein Studium in Götterfels zu beginnen, entrichtete eine Spende der Familie, ehe diese schließlich wieder in Richtung Ossa-Viertel aufbrach.

      Einige andere Schreinbesucher berichteten, es sei allerdings auch zu einem kleinen Zwischenfall gekommen. In der Absicht, für seinen Jagdhund einen Segen zu erbitten, habe ein Caldwell ein Tier in den Schrein geführt. Ein Kormirpriester hätte Besitzer und Rüde daraufhin des Schreins verwiesen. Möglicherweise auch nur den Rüden, und sein Herr habe ihn schlicht persönlich hinaus geführt. Sicher wusste man es nicht.



    • Am frühen Abend des 13. Zephyr konnte man Vale Caldwell dabei beobachten, wie er in Richtung der Marktviertel durch die Stadt lief. Der Bruder des Grafen wurde dabei von seinem Jagdhund begleitet. "Trüffel" ,wie die Mitglieder der Familie das Tier rufen, schien fein heraus geputzt zu sein. Das Fell gekämmt und glänzend, ein hübsches Schmuckhalsband umgelegt und dazu die passende Leine. Es sah dem Caldwell gar nicht ähnlich sich und seinen Begleiter derart heraus zu putzen. Grund dafür mochte die Segnung des Rüden gewesen sein, die am Melandruschrein von einem der dortigen Priester durchgeführt wurde.

      Hunde segnen lassen...Sowas konnte auch wirklich nur dem Adel einfallen.


    • Das Haus Caldwell schien im Moment gut beschäftigt. Ab davon, dass man den Stellvertreter und Bruder des Erbgrafen, Vale Caldwell, immer wieder in der Stadt unterwegs sah, um offizielle Wege zu erledigen, war auch das Oberhaupt selbst derzeit kaum am Anwesen der Familie anzutreffen. Obwohl es Gerüchte darüber gab, dass zu Beginn der Woche eine Frau mit auffallend rotem Haar dort empfangen worden sein soll. Angeblich hatte sie einen Fuchs dabei. Anwohner aus der näheren Umgebung sind sich aber ziemlich sicher, dass es ein Hund gewesen sein muss. Fuchs trug man in Adelskreisen um die Schultern, nicht auf dem Arm.

      Dass es am 15. Zephyr Jasper Caldwell war, der Hoelbrak nach Süden verließ, um die Hütte von Havar Tindurson und den Seinen aufzusuchen, stand jedenfalls außer Frage. Er wirkte recht gut gelaunt, als er sie gegen Mittag wieder verließ. Die viel gerühmte, norn'sche Gastfreundschaft möglicherweise, die die Laune jedes Besuchers heben musste, der einmal in ihren Genuss gekommen war. Apropos Genuss: am Abend traf der Mann sich mit Levi Iorga in einem kleinen Lokal am Rand des Rurikviertels. Ernste Gesichter sollen beide zum Teil gemacht haben, aber auch viel gelächelt. Fraglich, worum es bei der Unterhaltung ging.

      Vielleicht um eine weitere Restaurant-Empfehlung. Zumindest wurde der Caldwell am Tag darauf im Gabel & Kelle gesehen, wie er mit Besitzerin Lavena Dunyana zusammen kam. Andererseits: gegessen wurde bei diesem Aufeinandertreffen nicht, wenn auch zum Abschluss auf eine gemeinsame Vereinbarung angestoßen.


    • Eine längere Zeit hatte man die Baroness Finnegan erst wenig, dann gar nicht mehr im Hause Caldwell gesehen. Zuletzt befanden sich die Geschwister zum Winterball in der Rurikhalle in ihrer Begleitung. Auch die Feiertage schien sie nicht mit der Familie in den Harathi-Hinterlanden verbracht zu haben. Stattdessen war sie einigen Berichten zufolge auf den Hof ihrer Eltern zurückgekehrt. Die weiblichen Angestellten, deren Führung die Gesellschafterin in der Funktion einer Hausdame übernommen hatte, hielten sich mit Auskünften zu den Hintergründen bedeckt.

      Nun sah man Rena Finnegan noch einmal das Anwesen am Rand des Ossa-Viertels aufsuchen. Wie wenig später bekannt wurde: um ihre Anstellung dort aufzugeben. Gerüchte sprechen von einem anhaltend schlechten Gesundheitszustand des Vaters, andere von damit zusammenhängenden Absichten, endgültig das Gut und die dazugehörende Pferdezucht zu übernehmen. Die Baroness hatte immer angekündigt, dass es eines Tages zu einem solchen Schritt kommen konnte, nun war er offenbar notwendig geworden.

      Während Rena Finnegan ihre Angelegenheiten mit dem Erbgrafen regelte, halfen Angestellte der Caldwells ihren eigenen Lakaien dabei, Kisten und Koffer mit dem Hab und Gut der Baroness auf einen Wagen zu verladen, der bereits mit einigen weiteren Gepäckstücken versehen vorgefahren war. Schließlich stieg die Adlige in eine Kutsche und wurde vom Haushalt und ihrem Vorstand verabschiedet. Equipage und Transportkarren verließ die Tore gen Königintal und so hat auch das letzte Mitglied der Familie Finnegan der Stadt den Rücken gekehrt und sich auf das Landgut im Tal zurückgezogen.

      Von Seiten der Caldwells ließ man ausschließlich die besten Wünsche für die junge Frau verlauten. Angeblich habe die Baroness die Familie mit einem hervorragenden Arbeitszeugnis und den persönlichen Empfehlungen des Erbgrafen und seiner Sippe verlassen.

      OOC
      Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei @Mina für das mit uns geteilte RP bedanken. Rena Finnegan war ein fester Bestandteil des Haushaltes und hat immer aktiv an der Gestaltung des Familienalltags, von Unternehmungen und Events und nicht zuletzt der persönlichen Beziehung zwischen ihr und den anderen Charakteren mitgewirkt und dabei nicht nur das Projekt als solches bereichert.

      Wir wünschen dir, liebe Mina, viel Erfolg und Glück in Privat- und Berufsleben, das zuletzt immer weniger Zeit für das gemeinsame Hobby erlaubt hat. Alles Gute und wir freuen uns auf ein Wiedersehen ab und zu.

      Deine Mitspieler vom Caldwell-Projekt


    • Am Nachmittag des 23. Zephyr kehrte Rowenna Caldwell aus dem verlängerten Feiertagsurlaub nach Götterfels zurück. Die blonde Dame reiste in einer Kutsche mit weitgehend unbekanntem Wappen an, begleitet von zwei Gerüsteten und ihrem Bruder Vale, der schon früh morgens aufgebrochen war, um seine Schwester abzuholen und zum Anwesen der Familie zu eskortieren.

      Verändert wirkte die jüngste Caldwell, nicht mehr so sehr wie ein Mädchen, sondern wie eine junge Frau, sagten Beobachter ihrer Ankunft. Ihre eigene Freude und die ihrer Geschwister, einander wiederzusehen, war augenscheinlich groß, denn die Begrüßung fiel sehr herzlich aus.

      Lange Zeit, sich erst einmal wieder in dem Stadthaus einzugewöhnen, nahm Rowenna sich allerdings nicht. Schon am nächsten Tag begleitete sie Mitorganisator Jasper Caldwell zum Veranstaltungsgelände des Völkermarktes in Hoelbrak, wo sie am Abend den Souvenirstand führen würde, wie man sich erzählt.


    • Der Völkermarkt ist vorbei, die Gesprächsthemen der Stadt sind längst andere. So erzählen sich einige Bewohner von einem Zwischenfall im Rurikkcafé in der vergangenen Woche, bei dem ein recht schneidiger Wohltäter der Stadt einem nicht minder schneidigen Grafen eine Caldwell direkt vor der Nase ausgespannt haben soll. Vom Tisch entführt und für sich beansprucht; oder nur nach Hause begleitet? Um welche der beiden Schwestern es sich handelte, Celia oder Rowenna Caldwell, ist dabei nicht ganz klar, ebenso wenig wie die Rolle der Dame in der Angelegenheit, die wenig glücklich ob des Vorfalls gewirkt haben soll. Und das, obwohl man doch meinen möchte, dass eine Frau in einer solchen Situation sich nur geschmeichelt fühlen könne?

      Beide Schwestern sah man zusammen mit der Baronin Darcy und in Begleitung des Familienoberhauptes auf der Wohltätigkeitsauktion im ehemaligen Abendstern. Obwohl besonders die Jüngste fleißig für den guten Zweck bot, gingen zumindest die Geschwister am Ende ohne ein einziges, ersteigertes Stück nach Hause, heißt es. Der Baronin soll mehr Glück beschieden gewesen sein, auch wenn die Geister sich scheiden, welches der Exponate ihr wohl demnächst zugestellt werden wird.