Gerüchte und aktuelles Geschehen

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    • Am 85. Phönix besuchte Jasper Caldwell in Begleitung von Rena Finnegan und Olivia Torrens das Sommergrillen des Herzlich. Es war ungewöhnlich, den Mann zu solch einer Veranstaltung ohne weitere Familienmitglieder unterwegs zu sehen, doch angesichts der anhaltend hohen Temperaturen hatten sich die Damen möglicher Weise einfach zu Hause wohler gefühlt. Die Baroness an seiner Seite schien sich jedenfalls zu wünschen, sie hätte vor dem Aufbruch im Ossa noch einen kleinen Snack eingenommen, denn bis der Graf sämtliche bekannten Gesichter aus Ministerium, Rurik-Salon, Klerus und persönlichem Bekanntenkreis begrüßt hatte, wurde das verzweifelte Knurren ihres Magens leider nicht erhört.

      Am Vormittag des Folgetages sah man Jaspers Assistentin geschäftlich in der Stadt unterwegs. Sie trug einen ernsten Gesichtsausdruck zur Schau und steuerte verschiedene Institutionen an, wobei die mitgeführten Mappen sich jedes Mal mehr mit Unterlagen zu füllen schienen. Am Abend empfing man im Stadthaus weitere Teilnehmer des Völkermarktes: einen Sylvari, von dem die Dienstmädchen sagen, der Arme hätte durch die Hitze bereits ganz welk gewirkt mit seiner dunklen Rinde und dem braunen Blattwerk sowie einen gewaltigen Charr, der ein beeindruckendes Großschwert auf dem Rücken trug. Er soll kaum durch die Türen gepasst, aber sehr freundlich gelächelt haben; so weit die Hausmägde sich dazu bringen können, zwei Reihen Zentimeter langer Reißzähne als etwas Freundliches zu empfinden.

    • Zum Völkermarkt am 90. Phönix sah man die Caldwells schon früh auf dem großen Ring unterwegs. Während Mitarbeiter der Brücke überwiegend mit dem Aufbau der Stände beschäftigt waren, boten die Mitglieder der Familie Unterstützung und Hilfe bei letzten organisatorischen Themen und Rückfragen. Am Abend dann besetzte Rowenna Caldwell den Souvenirstand und fand im Verlauf des Marktes unerwartete, aber sehr willkommene Unterstützung in Form einer Asura-Dame. Ein kleiner Vorfall gegen Mitternacht soll für einen Moment der Aufregung gesorgt haben, näheres ist allerdings bisher nicht bekannt. Es geht das Gerücht, jemand habe versucht, die junge Miss zu überfallen, Seraphen wurden aber letztendlich nicht gerufen. Scheinbar ließ sich die Situation vor Ort klären.

      Jasper Caldwell suchte die Marktteilnehmer im Verlauf der Veranstaltung an ihren Ständen auf, um persönlich dafür Sorge zu tragen, dass sie mit allem versorgt waren und wünschte ihnen jeweils noch einmal viel Erfolg. Zu allen hat er es anscheinend aber gar nicht geschafft. Es heißt, das Stück des Wandernden Theaters hätte seine Planung in dieser Hinsicht wohl etwas durcheinander geworfen. Mancher behauptet, der Mann hätte selbst bei einer Improvisationsaufführung mit Publikumsbeteiligung auf der Bühne gestanden, aber würde ein Mann in seiner Position wirklich Gummisäbel schwingend und ein labberiges Requisitenhühnchen schwenkend gegen einen Asura-Farnhund antreten? Zweifellos eine Verwechslung. Nicht jeder blonde Hüne mit Augenklappe ist ein Caldwell-Graf.

      Am Morgen des Folgetages erhielt der Haushalt der Familie eine große Lieferung vom Gehöft Ravngard: ein gewaltiges Nornfass mit bestem Dunkelbier sowie einen Kuchen, groß wie ein Wagenrad, bestückt mit süßen Windbeuteligeln. Der kam dem Oberhaupt aber recht gelegen, denn er wurde direkt mitgenommen. Wohin? Nach Löwenstein, wo man zum Anlass des Geburtstags von Celia Caldwell ein ausgiebiges, gemeinsames Frühstück am Meer einnahm, bei herrlichstem Sonnenschein und einer lauen Sommerbrise, bis die Hitze des Mittags die Geschwister wieder zurück nach Götterfels trieb.


    • Nach dem Völkermarkt scheint bei der Familie Caldwell der ruhige Alltag eingekehrt zu sein. Anstatt großen Besucherandrangs, scheinen die Grafen vorerst für sich zu sein, obgleich man gelegentlich den ein oder anderen Besucher in das Anwesen hinein und auch wieder aus dem Haus heraus kommen sieht. Die Herrschaften selber sind hin und wieder auf den Straßen der Stadt zu sehen, so beispielsweise Vale Caldwell, der vor einigen Tagen die Komtess Santari auf einen Ausritt mit in das Tal nahm, oder aber die Schwestern Celia und Rowenna, die gemeinsam mit ihrer Gesellschafterin, der Baroness Finnegan, der gemeinsamen Freundin Komtess Santari und der Melandrunovizin Niemietz eine Kutschfahrt in einem prunkvollen Vierspänner unternahmen.


    • Aye, das Marktgeschehen war vorüber und nachdem noch einmal ein großer Schwung Pakete das Stadtanwesen in Richtung der unterschiedlichen Teilnehmer verlassen hatte, wirkte es beinahe, als hätte das Familienoberhaupt sich so etwas wie einen kleinen Kurzurlaub genommen. So sah man den Grafen zu Beginn der vergangenen Woche in Begleitung eines Gabel & Kelle-Mitgliedes einen Drink über den Dächern von Löwenstein genießen. Das Gespräch wirkte recht entspannt, auch wenn zwischenzeitlich ernstere Themen die Mimik des Mannes und der ihm gegenüber sitzenden Norn zeichneten.

      Die Kutschfahrt ins Tal begleitete er nicht. Stattdessen nutzte er den freien Abend, um das Haus in Richtung Salma-Viertel zu verlassen. Einige sagen, er sei zum Turpin- oder dem Iorga-Anwesen abgebogen, andere wollen ihn in der Nähe der alten Beaufort-Praxis gesehen haben.

      Mit seinen Brüdern Nathan und Vale unternahm er einen ausgiebigen Jagdausflug. Das erlegte Wild landete jedoch nicht in der caldwell'schen Küche, sondern bei Diarmai Hogan. Möglicher Weise plante das Herzlich, entsprechende Pasteten anzubieten. Einige Nachbarn, welche die Ablieferung miterlebt haben, sagen allerdings, das Fleisch wäre für die Futterluke bestimmt gewesen, Missis Hogans ganz persönliches Projekt und Anliegen.


    • Am 8. Steckling empfing Jasper Caldwell Komtess Lara Santari zu einem Geschäftstermin. Gleich als Erstes am nächsten Morgen sah man seine Assistentin, Elizabeth Kincaid, das Haus in Richtung des krytanischen Ministeriums verlassen und das Ressort für Handel und Wirtschaft aufsuchen, wo sie sich eine Zeit lang aufhielt.

      Um die Mittagszeit dann brachen die Caldwell-Geschwister selbst auf: schon seit einer Weile unterstützten sie die Essensausteilungen der Futterluke. Am 9. Steckling übernahmen sie aufs Neue eine Schicht, wobei Nathan Caldwell etwas später zu der Gruppe dazu stieß. Er kam aus Richtung der Stadtbibliothek und sah aus, als hätte er die Nacht dort durchgemacht, verbreitete allerdings dennoch gute Laune mit seinen Augenringen.


    • Dass etwas aus dem Haus Santari das Caldwell-Anwesen erreichte, war keine Seltenheit. Normalerweise befand es sich allerdings nicht in großen Kartons, von denen am 10. Phönix gleich mehrere von der Leibwache der Komtess und dem Butler des Grafen gemeinsam aus einer Kutsche ins Haus gebracht wurden. Wer nun dachte, die Santari beziehe ein Zimmer im Anwesen, wurde jedoch enttäuscht. Angesichts dessen, dass Miss Kincaid den Empfang übernahm, ist davon auszugehen, dass es sich um geschäftliche Unterlagen gehandelt haben muss.

      Am Abend desselben Tages suchte der Erbgraf die Zerbrochene Wunderlampe auf, um sich mit Bethany Harper zu einem Gespräch in ihr Büro zurückzuziehen. Es heißt, während die beiden sich unterhalten hätten, sei es vor dem Lokal beinahe zu einer Schießerei gekommen, die nur durch das mutige Einschreiten eines Mitarbeiters hatte unterbunden werden können. Dem Vogelfrey wahrscheinlich. Allerdings war der nicht blond, und Zeugen sind sich einig, dass es ein schlanker, blonder junger Mann gewesen sein soll.


    • Am frühen Abend des 12. Stecklings schien es bei der Familie Caldwell eine kleine Gesellschaft gegeben zu haben. Nicht nur sah man Levi Iorga ein weiteres Mal vor dem Anwesen der Grafen, sondern mit ihm auch eine kleine Asura, die anfänglich wohl etwas orientierungslos wirkte, sich aber offenbar sehr schnell mit dem Brückenoberhaupt bekannt machte und schließlich mit ihm zusammen das Haus von Graf Jasper betrat.
      Es vergingen mehrere Stunden, ehe man die beiden im Abstand von wenigen Minuten, das Anwesen wieder verlassen hat sehen können. Gemeinsam aber gingen sie nicht, denn während der Iorga sich in Richtung des Salmaviertels verabschiedete, ging es für die weibliche Asura tiefer ins Ossa hinein.

    • Es war der frühe Morgen des 15. Stecklings, als man die Angestellten des Caldwell-Haushalts einen ganzen Stapel Koffer und Boxen hinaus vor das Anwesen bringen sah. Mittendrin Rowenna und Vale, die Schwester in Reisegarderobe und mit sichtlicher Vorfreude, der Bruder mit gewohnt strenger Miene alles überwachend und Anweisungen erteilend, wie die bereitstehende Kutsche beladen werden sollte. Die Jüngste in der Familie kehrte für einige Wochen auf den Stammsitz der Sippe in den Harathi-Hinterlanden zurück, um dort den Sommer zu genießen, auf ihre Nichten aufzupassen und die Sehnsucht ihres Vaters zu stillen, der besonders sein Nesthäkchen wahnsinnig vermisste, wie es hieß.

      Mit vielen Küssen wurde sich von den Geschwistern und auch den Angestellten verabschiedet. Nur den weiblichen, natürlich. Vale begleitete die Kutsche als Eskorte und so brach man am Vormittag in Richtung Doric auf, den kürzesten Weg gen Heimat einschlagend. Der Besuch der Rurik-Halle am Abend fand also bereits ohne Rowenna und Vale statt. Dabei hätte die Vorführung der magischen Instrumente von Lucius Allocer die Musikliebhaberin sicher begeistert.


    • Nach der letzten Rurikhalle war die Komtess Santari noch von der Gesellschaft der Caldwells zu ihrem Anwesen im Salma-Viertel begleitet worden, ein paar Tage später räumten Angestellte der löwensteiner Grafen-Familie das Haus bis auf die letzte Teetasse leer. Dass dieser >Auszug< nicht ganz freiwillig vonstatten gegangen sein konnte, wurde spätestens dann deutlich, als ein nur mühsam beherrscht wirkender Vale Caldwell im Salma auftauchte und die Komtess mitsamt ihrer beiden Angestellten in einer Mietkutsche zum Stadthaus der Caldwells bringen ließ.

      Dort scheint die Frau seitdem eine neue Unterkunft gefunden zu haben. Selten sieht man sie selbst einmal im Garten oder am Fenster des Gästezimmers des Anwesens, ihr Leibwächter und ihre Kammerzofe allerdings lassen sich häufig in der Umgebung des Gesindehauses bei verschiedenen Arbeiten beobachten. Jeden Tag werden außerdem frische Schnittblumen an die Adresse der Caldwells geliefert und hinauf gebracht.


    • Die halbe Stadt gönnt sich bei den anhaltend hohen Temperaturen eine Sommerpause und auch um das Haus Caldwell ist es in den vergangenen Tagen ruhiger geworden. Hinter den mit Wein und Efeu bewachsenen Kalksteinmauern scheint allerdings alles andere als Stillstand zu herrschen. So verließen unlängst einige Boten das Haus, einer davon schwer bepackt, als hätte er eine längere Reise vor sich.

      Apropos Reisen: Nathan Caldwell verabschiedete sich an diesem Vormittag aus dem Stadtanwesen in Richtung der Harathi-Hinterlande. Dabei hatte er einen ganzen Beutel voller Briefe und kleinerer Päckchen für die Familienangehörigen, die den Steckling dort verbrachten. Die Komtess Santari schien derweil weiterhin zu Gast zu bleiben. Stand so wenig frei derzeit in Götterfels? Oder suchte man insgeheim gar keine neue Unterkunft für sie?


    • Am 34. Steckling fand in der Zerbrochenen Wunderlampe die Nachfeier des ersten Völkermarktes in Götterfels statt. Obwohl einer der größten Balkone des Gasthofes für die Veranstaltung gewählt worden war, wurde es zwischen Bar und Buffettischen bisweilen recht eng. Die Norn vom Ravngard-Gehöft brachten Käse und Kuchen in Wagenradgröße mit, und so mancher Besucher hätte sich nach dem Genuss vermutlich auch einen Dolyak-Karren gewünscht, der ihn nach Hause transportiert.

      Nicht nur geladene Besucher, auch spontane Zaungäste wurden zu dem Zusammentreffen herauf gebeten. Selbst die Priesterschaft und das Ministerium sollen in Teilen vertreten gewesen sein. So ergab sich am Ende ein bunter Mix vielfältiger Teilnehmer und Gespräche. Als Mitorganisator war der Erbgraf einer der letzten, die das Gebäude schließlich verließen.


    • Am 39. Steckling besuchten Vale und Jasper Caldwell in Begleitung der Komtess Santari und der Baroness Finnegan die Eröffnung des "Durstigen Raben" in Götterfels. Leibgardistin Olivia Torrens begleitete sie. Aufgrund des großen Andrangs in dem Getränkegeschäft fielen die tatsächlichen Kostproben am Ende weit geringer aus als die geführten Gespräche mit Bekannten und Freunden. Die schienen Familie und Angestellte allerdings gut zu unterhalten. Einige neue Bekanntschaften wurden ebenfalls geschlossen.

      Am Ende des Abends verließ man den Raben dennoch mit der ein oder anderen Flasche eines guten Weines. Fluchtartig, erzählen sich manche allerdings. Ein paar Charr sollen dafür verantwortlich gewesen sein, aber bei diesen Äußerungen handelt es sich zweifelsfrei um Missverständnisse.

    • Die Rurikhalle am 43. Steckling verabschiedete bereits die ersten Besucher wieder, als die Caldwells in Begleitung einer bis dahin noch weitgehend unbekannten Dame aus Adelskreisen das Gebäude aufsuchten. Vielleicht hatte der Platzregen die Familie aufgehalten. Das Wasser stand eine gute Handbreit auf der Straße, erzählt man sich, die Abflüsse in der Stadt seien völlig verstopft gewesen, selbst im Rurik-Viertel.

      Unabhängig von dem Wetter, das die einen als grauenvoll, andere als romantisch empfanden, gehörte man nach Gesprächen mit verschiedenen Bekannten und Freunden zu den Letzten, die die Halle schließlich verließen. Obwohl man gemeinsam mit der Kutsche angekommen sei, wird allerdings behauptet, das Familienoberhaupt sei nicht wieder mit dieser zurückgefahren. Stattdessen hätte der Erbgraf eine Frau in einem schweren, grünen Regenmantel mit dem Schirm zu Fuß nach Hause begleitet, obgleich die Adresse, an der er sie schließlich verließ, unweit seines eigenen Anwesens im Ossa-Viertel gelegen haben soll.

      Bemerkenswerter erschien nur noch, dass die Komtess Santari bereits einige Stunden vorher, ebenfalls zu Fuß und ohne eine Begleitung aus der Familie, von ihrem Leibwächter zurück zum Stadthaus gebracht worden war. Am Morgen wurde sie dann sehr früh in einer eigens dafür bestellten Mietkutsche abgeholt. Eine plötzliche Krankheit?


    • Am 44. Steckling suchte die Baroness Niebelei das Caldwell-Anwesen auf. Dass die Familie aus den Harathi-Hinterlanden und ihr eigenes Haus eine Geschäftsbeziehung verband, war kein Geheimnis. Ungewöhnlich rasch kehrte sie dem Gebäude jedoch wieder den Rücken. Erfreut sah sie auch nicht aus. Eine schlechte Nachricht vielleicht? Und das, obwohl sie sich Gerüchten zufolge gerade erst von einer Verletzung erholt haben sollte.

      Verletzt war wohl auch die Komtess Santari. Oder tatsächlich erkrankt, denn am Morgen nach ihrem Einzug in das neue Haus im Rurik-Viertel machte sich direkt ein Caldwell auf den Weg zu ihr, um sich nach der Frau zu erkundigen, Blumen auf dem Arm. Welcher es war, darüber scheiden sich die Geister. Der jüngere Bruder, behaupten die einen. Immerhin war die Komtess schon recht häufig mit diesem gesehen worden. Vor allem hatte er sie in der Vergangenheit immer wieder nach Hause begleitet. Sie am Arm führend. Sein Jackett um ihre Schultern. Der Erbgraf, sagen die anderen, pflichtbewusst nach einer Dame sehend, die noch bis kurz zuvor Gast seines Haushaltes gewesen war.
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      Am 49. Steckling, der Abend war noch gar nicht so weit voran geschritten, sah man eine Dienstmagd der Caldwells hastig in die zum Anwesen gehörenden Stallungen hinaus eilen. Wenig später bestieg Vale Caldwell in Begleitung seines Jagdhundes eines der Pferde und verließ Götterfels, nur mit einem Schwert bewaffnet, gen Königintal.

      Am Morgen des darauffolgenden Tages soll der Erbgraf ebenfalls dem Stadtsitz den Rücken gekehrt haben; in dieselbe Richtung. Erst zum Einbruch der Dunkelheit kam der ziemlich verschwitzt, wenn auch aufrecht wirkende Mann aus der Gegend zurück. War sein Bruder eigentlich zwischenzeitlich wieder zu Hause gewesen? Anwohner der umliegenden Grundstücke sind sich nicht sicher.
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      In der Nacht zum 51. Steckling verließ ein Bote das Caldwell-Anwesen, der die Straßen von Götterfels auf einem kräftig wirkenden Pferd gen Osten hinter sich ließ. Bei Tagesanbruch passierten der Erbgraf und Olivia Torrens die Stadttore in Richtung Königintal.

      Etwas später sah man Elizabeth Kincaid aus dem Haus treten, von einem jungen, schlacksigen Kerl begleitet, der wie einer der Stallburschen aus der Belegschaft wirkte. Sie suchte zunächst das Quartier der Ministerialwache und im Anschluss eine Dienststelle der Seraphen auf.

      Am Stadtsitz selbst schien derweil alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Bei der Hitze ließ sich gut Wäsche waschen, die zwischen Gesindeunterkunft und Haupthaus den Vormittag über in der Sonne trocknete.
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      Am späten Nachmittag des 54. Stecklings erreichte eine Kutsche das Caldwell-Anwesen. Begleitet von einer Eskorte hielt sie vor dem Stadthaus. Aus der recht schlichten Depesche, an deren Seite sich das Familienwappen der Caldwells fand, stieg die jüngste Schwester, Rowenna. Ein Bediensteter brachte ihre Koffer in das Innere des Gebäudes.

      Obgleich die junge Frau lächelte, als sie mit ihrem gewaltigen, schwarzen Kater im Arm auf den Eingang und das sie erwartende Familienoberhaupt zutrat, wirkte ihre Stimmung angeschlagen. Für Verwunderung bei den umliegenden Anwohnern sorgte das nicht, immerhin war die Anreise aus den Harathi-Hinterlanden weder eine besonders entspannende, noch eine kurze.

      Was mehr Aufmerksamkeit erregt haben mochte, war der Umstand, dass Jasper Caldwell vormittags am Haus der Komtess Santari gesehen worden war. Anders als die übrigen Besucher hatte er sich allerdings nicht abwiegeln lassen. Und wie es aussah, hatte die Dame ihn sogar empfangen, auch wenn sein Besuch nur von vergleichsweise kurzer Dauer gewesen war.

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