Gerüchte und aktuelles Geschehen

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    • Am frühen Vormittag des 80. Stecklings, praktisch nach dem Frühstück, wurde am Anwesen der Familie die Kutsche angespannt. In diese hinein stiegen eine recht aufgeregte Komtess Cameron und eine noch etwas überrascht wirkende Celia Caldwell, die nicht zu wissen schien, wo die Fahrt hingehen sollte. Eine Überraschung der Freundin?

      Flankiert wurde das Pferdegespann von Kiando Daouda und Sul Vahan, welche die beiden Frauen bis auf einen Herrensitz in den Füllhornfeldern begleiteten, wo man mit Ermengilè Espérance zusammen traf, der offenkundig eigens dorthin bestellt worden war. Erst am Abend kehrten die Damen nach Götterfels zurück, in Gespräche über ein Picknick vertieft und über einen Duft, den sie unter Anleitung des Asuras zu kreieren planten.

      Am 82. Steckling wiederum führte Jasper Caldwell die Gräfin von Eichenweiler und seine jüngere Schwester Rowenna zu einem Essen in ein kleines, canthanisches Restaurant am Rand des Rurikviertels aus. Die Speisen mussten recht gut gewesen sein, denn gerade Rowenna wirkte nach dem Besuch des Gasthauses äußerst glücklich und zufrieden. Oder hatte es auch hier eine Überraschung gegeben, die der Caldwell eine solche Freude bereitete?


    • Das Wetter war schlecht am Abend des 84. Stecklings. Regnerisch und ungemütlich war es auf den Straßen von Götterfels kaum auszuhalten gewesen. Aber auch innerhalb der Häuser schien die Witterung ein Stimmungstief zu verursachen. Fraglich ob im Hause Caldwell ein Zusammenhang zwischen dem Besuch eines Asuras und dem recht eindringlichen Gepolter bestand, das etwa eine Stunde nach Ankunft des kleinen Gastes bis auf den Vorplatz des Anwesens hinaus zu hören war.

      Viele Passanten waren sicherlich nicht unterwegs, die mitbekommen haben könnten wie eine dunkle Männerstimme ungehalten das ein oder andere unverständliche Wort rief und doch mag es manch einen geben, der in die Verlegenheit kam den namenlosen Ereignissen beizuwohnen. Irgend eine Unruhe hatte von dem Grafenhaushalt Besitz ergriffen, aus dem erst der asurische Gast zog, dann etwas später ein reichlich lädiert wirkender elonischer Gardist, den Anwohner als Kiando Ptah Lketinga Daouda identifizieren mochten. Blutende Nase, geschwollenes Jochbein, taumelnd im Regen, eine ihm folgende Komtess Rebecca Cameron, seit dem Sommer zu Gast im Hause Caldwell, tauchte nur wenig später in den gnadenlos fallenden Regen, der die beiden Gestalten mit Sicherheit binnen weniger Augenblicke bis auf die Knochen durchnässte.

      Die beiden waren lange wieder fort, die junge Frau ins Anwesen ihrer Gastfamilie zurück gekehrt, der Gardist auf dem Weg in Richtung Vierteltore zuletzt gesehen, als die Kutsche der Grafen vor fuhr und ein recht gut gelaunt wirkendes Geschwistertrio ausspuckte. Nathan, Rowenna und Jasper Caldwell waren offenbar außer Haus gewesen und konnten daher nur als Unbeteiligte gelten.

      Noch bis weit in die Nacht hinein brannte das Licht hinter den Fenstern im Salon des Grafensitzes.

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      Nach dem Aufruhr des vorangegangenen Tages war es über den 85. Steckling hinweg beinahe auffallend ruhig am Caldwell-Anwesen. Bis zur Mittagszeit bekam man kaum einen der Geschwister zu Gesicht. Vielleicht den weiter anhaltenden Regenfällen geschuldet?

      Lediglich Vale Caldwell stellte sich dem Wetter, um gewissenhaft seinen Hund spazieren zu führen. Seine Runden fielen allerdings deutlich kleiner als gewohnt aus, und hin und wieder musste der Mann stehen bleiben, um sich einen Moment lang zu sortieren. Passanten sprachen davon, er hätte eine ordentliche Schwellung auf der Stirn gehabt. War der Mann am Ende eine der Treppen im Haus heruntergefallen?

      Seinen rechten Arm schien er jedenfalls bewusst zu schonen.
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      Es war ein etwas seltsames Bild, das sich Anwohnern von Shaemoor am Abend des 86. Stecklings vor dem Gasthof am Trainingsgelände der Seraphen bot.

      Jasper Caldwell machte an der Taverne Halt, sprach eine Weile mit dessen Wirt und begab sich dann zum Dorfplatz. Er traf dort auf einen elonisch anmutenden Mann, der dem Leibgardisten der Familie, Kiando Ptah Lketinga Daouda auffallend ähnlich sah. Der junge Kerl trug allerdings nicht die Farben des Diensthauses, sondern gewöhnliche Zivilkleidung und schien vor dem Eintreffen des Aristokraten damit beschäftigt gewesen zu sein, Erntekübel zu sortieren, die auf einen bereit stehenden Wagen verladen werden sollten.

      Graf und - Gardist? Bruder des Gardisten? - zogen sich in den Gasthof zurück und wurden eine ganze Weile nicht wieder gesehen. Erst weit nach Mitternacht ritt der Caldwell zum Stadtanwesen der Familie zurück.

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      Der Tag des 87. Stecklings begann früh für die Bewohner des Caldwell-Haushaltes. Rege Geschäftigkeit um das gesamte Anwesen herum deutete auf größere Ausflugspläne der Familie hin. Die Sonne war noch dabei, sich hinter dem Horizont hervor zu schälen, als die Geschwister auf dem Rücken ihrer Pferde und vom Jagdhund Vale Caldwells begleitet ins Königintal aufbrachen, wo sie auf den restlichen Teil einer Jagdgesellschaft trafen.

      Mit Freunden, Gästen und Wachpersonal verfolgte man zwei ganz besondere Füchse, die extra zu diesem Zweck voraus geschickt worden waren und im Verlauf des Nachmittags auf einer Hügelkuppe zwischen lichtem Tannenbewuchs gestellt werden konnten. Celia Caldwell tat sich bei dieser Hatz als besonders erfolgreiche Häscherin hervor, was so manchen verwundern mochte, der davon hörte, galt die Frau doch eher als zurückgezogen und ruhig. Stille Wasser waren eben doch tief. Ihre Schwester Rowenna, erzählte man sich später lachend, hatte sich von aufgeschreckten Kaninchen ablenken lassen und würde in der kalten Jahreszeit wohl einen hübschen neuen Pelzbesatz an ihren Handschuhen tragen.

      Am Ende der Jagd fanden sich alle Teilnehmer im Kloster von Eldvin ein, wo bereits ein großzügiges Buffet auf die hungrige Gesellschaft wartete. Während die Gardisten etwas abseits speisten und die Aristokraten dabei weiter wachsam im Auge behielten, kamen diese an einer vorbereiteten Tafel zusammen.

      Mit großem Stolz gab es dort etwas zu verkünden: die jüngste Caldwell hatte sich für eine klerikale Laufbahn entschieden und in dem Geistlichen des Hauses Kulikov, Hochwürden Vasil Baranova, einen Lehrmeister gefunden.