3. In stillem Glanz - 1331 AE - Logbücher und Tagebücher

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    • Und als Reinschrift


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala7. Koloss 1331
      Kaum zu glauben dass es schon ein Jahr ist, seit ich zum ersten Mal mit dieser Gruppe aufgebrochen bin. Ging es beim letzten Mal von Löwenstein aus mit dem Schiff los, so mussten wir dieses Mal erst in die Brisbane-Wildnis gelangen.
      Novizin Alea schlug vor dass ich auf dem Weg vorgehe und sie mir im Abstand einiger Stunden folgt um dafür zu sorgen, dass meine Orientierung verbessert wird. Diesen Plan setzten wir um. Dort angelangt wurden wir von Druul und zwei Asura in Empfang genommen. Die eine ist Proxxi. Eine Seltsame Asura. Sie redet gar nicht wie die üblichen Asura, da sie aber eher spricht wie ein Mensch, ist das vom verstehen her auch nicht viel besser.
      Die andere ist, Friedensstifterin Kadra und führte uns. Nach einigem Marschieren erreichten wir ein Portal durch das wir dann in die Höhle kamen, von der schon zuvor gesprochen wurde. Die Höhle ist immens von ihrer Größe und goldenes Licht gleißt durch sie. Selbst am Abend ist ein immer währender goldener Schimmer überall zu sehen.
      Wir machten uns zunächst auf den Brückenkopf zu finden von welchem Berichtet wurde. Auf dem Weg dorthin wurden von uns einige Mordremüberreste gefunden. Sie können noch nicht sehr lange dort sein. Vielleicht ein paar Tage bis zu einer Woche. Die meisten Fasern sind noch feucht.
      Neben den Mordrem wurden auch einige Belagerungsmaschinen gefunden, die scheinbar von Menschen stammen. Wir genau das zusammen passt kann ich noch nicht sagen, in jedem Fall ist es komisch.
      Der von den Asura eingerichtete Brückenkopf ist in jedem Fall noch Intakt. Die Asura haben dort Leuchtende Lichtwände aufgebaut die Mordrem vom passieren abhalten. Sehr praktische Konstruktion, vielleicht können wir die noch einmal an anderer Stelle nutzen.
      Gleich hinter dem Brückenkopf liegt eine wirklich Brücke, der Bereich dort ist vollkommen mit goldenem Material überzogen. Über diese Brücke gelangt man zu einem zentralen Bereich der Höhle von wo aus man Tageslicht . . . oder irgendein Licht sehen kann. Es erhellt durch den goldenen Schimmer alles.
      Hier finden sich eine Reihe von Ruinen. Die gewaltigsten sind Säulen in der Mitte. Sie reichen bis weit hinauf. Vielleicht stützen sie das Höhlengewölbe, schwer zu sagen. Die umgebenden Strukturen scheinen zu einem Gutteil eingestürzt zu sein. Wir haben bisher auch vier Kristalle gefunden die eine ungeheure Macht abstrahlen.
      Eigentlich sollten sie gar nicht existieren können ohne unter den eigenen Kraftreserven zu zerspringen. Eine erste Untersuchung ergab, dass sie scheinbar von einer sehr alten Magie gefüllt sind. Es ist extrem schwer mit den üblichen Methoden etwas herauszufinden, auf magischer Ebene fühlt es sich an, als wären eine Magieform durch eine zweite durchdrungen worden. Was es genau ist, kann ich nicht sagen, ich glaube nicht dass es Drachenmagie ist, das fühlt sich anders an. In den kommenden Tagen werden wir mit Leza und Siina versuchen mehr herauszufinden.

      Die nächsten Aufgaben werden das Errichten eines Basislagers sein und das aufbauen der Krankenlager. Ich will hier keine Gefahren eingehen und lieber alles vorbereitet wissen, für den Fall das wir hier nicht allein sind.

      Für den persönlichen Teil
      Dieser Ort ist großtastisch. Wenn ich nicht wüsste weswegen wir hier sind, würde ich mir Alea schnappen und mit wehenden Blättern alles aufzeichnen was sich hier finden lässt. Ich frage mich wie alt diese Anlage sein mag und welche Wunder wir diesem Ort entlocken werden.
      Das Rätsel der Kristalle scheint ein größeres zu werden, und alle anderen Fragen haben bisher entweder auch noch keine Antworten erhalten, oder die Antworten brachten neue Fragen hervor.
      Seltsamerweise war dieser erste Tag mit der Odyssee recht geordnet. Ich hoffe wir finden uns langsam zusammen und das wird nun immer so von statten gehen.

      Vielleicht sollten wir Minna ein bisschen unter die Blätter nehmen. Sie wirkte mir gestern recht gereizt, aber ich kann mich auch irren.
    • Ein kleines DinA5 Buch mit dunklem Ledereinband und dem Druck einer Trauerweide darauf hat deren Blätter mit silberplättchen dargestellt sind

      Expedition ins Ungewisse, Tag 1
      Liebes Tagebuch,
      ich hoffe du kannst mich hören. Heißen eigentlich alle leeren Bücher Tagebuch oder gibt es auch andere Namen? Manche nennen euch Notizhefte oder Folianten. Ich knote mir dabei immer die Zunge ein, aber aufschreiben funktioniert. Du hast übrigens einen hübschen Ledereinband mit einer bezaubernden Trauerweide drauf, macht man seinem Buch üblicherweise Komplimente? Ich bin nicht sicher, aber du hast sie sicher verdient. Jetzt aber zu wichtigerem.



      Heute Morgen habe ich an den Portalen Juno und Ney getroffen. Zwei andere Sylvari. Ney kenne ich noch nicht so gut, ist auch nicht ihr voller Name meine ich. Aber ich habe mich gefreut Juno zu sehen, sie hatte heute eine Blattrüstung an die ich an ihr noch nie gesehen habe. Das Zeit, dass es so langsam schwierig wird.
      Gemeinsam mit ihnen machte ich mich auf den Weg durch eines der Portale nach Rata Sum. Da wohnen ganz viele Asura. Die sind alle schrecklich clever, aber das weißt du wahrscheinlich. Von da aus ging es schon fix weiter durch ein nächstes Portal zum Sammlungsort. Dort waren auch schon einige andere Versammelt.
      Zur Begrüßung durfte ich gleich am Anfang Minna und Maven knuddeln, er hat mich gleich dazu eingeladen. Ich finde es entwickelt sich gut, wenn die eigentlich so distanzierten Menschen sich auf unsere Art der Begrüßung einlassen. Außerdem hatten sie wie vorgesehen Yvvin dabei ihre Tochter. Bevor du jetzt protestierst Buch. Yvvin ist eine Asura, sie ist klein und niedlich, aber schon ein paar Jahre älter als ich, ich meine zu erinnern, dass sie über zehn ist vielleicht vierzehn. Das ist zwar wohl für sie noch fast Kindesalter, aber sie hat schon viel erlebt und wird von Marvin begleitet, das ist ihr Golem. Das ist ein großer Stein, der ihr immer hinterher läuft. Keinen Schimmer wie das funktioniert, aber das ist wohl Magie.

      Mit Yvvin kann man auch immer gut knuddeln zur Begrüßung und auch meine Sylvari Schwestern ebenfalls. Malvala hatte heute auch andere Kleidung an als normal und sie war mit einem großen keulenartigen Ding auf den Rücken. Damit kann man wahrscheinlich kämpfen, denn obwohl sie unsere Hauptheilerin ist, kämpft sie auch um ihre Lieben zu beschützen. Das ist sehr bewundernswert finde ich. Die anderen Asura die da waren Proxxi und Siina waren nicht ganz so offen. Ich glaube ich habe Proxxi mit der drohenden Umarmung Angst gemacht und Siina saß hoch auf ihrem Golem Beta, dort habe ich nicht hoch greifen können, ihr Glück?
      Je mehr Zeit verging, desto mehr Leute kamen von denen ich noch nicht alle kannte. Zwei riesige Norn zum Beispiel die scheinbar Freunde von Juno. Außerdem noch mehr Schwestern wie zum Beispiel Reikya und Alea, außerdem die Fronttaktikerin Kadra, die wir vor einigen Tagen besuchten, um sie für die Unternehmung zu begeistern.

      Diese Stellte ich dann unserem Frontkoordinator Druul vor der mit Mejohra dazu gekommen war. Während die zwei sich beredeten nahm meine Mentorin mich zur Seite. Sie hatte mir etwas mitgebracht, es war sogar eingepackt wie ein richtiges Geschenk. Sie hatte mir Menschenkleidung mitgebracht, raue, schwere Kleidung, die für meinen Schutz gedacht war. Wirklich lieb von ihr so an mich zu denken.
      Auch wenn das Gefühl von diesen Schuhen an meinen Füßen etwas merkwürdig ist, es fühlt sich ein wenig an als wäre ich plötzlich dem Boden fern und verschlossen vor der üblichen Verbindung mit ihm, aber ich würde mich schon daran gewöhnen. Der Mantel stelle mehr Gewicht dar, aber besonders an Bauch und Rücken schien er Polsterung zu habe, vielleicht so eine Art Schutz falls ich falle? Mit meiner neue Kleidung habe ich mich dann brav zu den anderen gestellt während Druul, Proxxi und Kadra eine Ansprache gehalten haben. Auch Mejohra hat sich ihnen noch zum reden angeschlossen, es wirkte alles sehr ernst und steif, viele aufgeregte und nervöse Töne waren in der Luft, das hat mich schon ein wenig angesteckt, doch es war noch okay.

      Die Reise begann mit einem kurzen Marsch zu einem vorbereiteten Portal vor dem wir warteten bis Späher und Kämpfer berichteten, dass es sicher wäre auf der anderen Seite. Das war der einfache Teil. Auf der anderen Seite stellten wir fest, dass es dort eine Menge Salzwasser gab was das Vorankommen etwas erschwerte, da die Golem, die wir zum Transport der Sachen mitgebracht hatten zwar durchaus auf dem Grund des Wassers laufen konnten, aber unser Gepäck sollte nicht nass werden. Die Brücken waren nur aus Seil und Brettern, sie waren nicht stark genug, um das Gewicht der Golem zu halten, weshalb wir nun alles selbst transportieren mussten.

      Hier ein Einwurf an Lynn. Ich habe versucht Vorschläge zu machen wie es einfacher gehen könnte, aber das war einfach nicht umsetzbar leider. Dankbarerweise haben die Verteidiger uns ebenfalls geholfen, sonst hätte es sehr lange gedauert das Ganze von einer Stelle zur anderen zu bringen.


      Auf dem Weg dort gab es ein riesiges Tor. Dort hatte irgendwer vor hoffentlich vor langer Zeit einige dieser Mordrem mit großen Pfeilen angeheftet. Das war gruselig anzusehen und roch schrecklich. Jedes Mal, wenn man zurück ging, um etwas zu holen musste man daran vorbei. Dank der Hilfe nicht so oft. Besonders die Asura hatten es wohl schwer, die Stufen waren nicht gerade für ihre Größe gemacht, die wir immer mal wieder hoch und runter mussten.
      Ihr merkte ich es zum ersten Mal, dass sich in diesen Schuhen langsam meine Füße aufrieben und sie langsam zu schmerzen begannen, aber es würde schon recht sein. Wenn wir gleich das Lager aufschlugen könnte ich bei der Essensvorbereitung helfen wo ich die Schuhe dann ausziehen konnte. Doch so einfach war es dann doch nicht, denn die Kundschafter und Verteidiger hatten wohl einen noch besseren Platz gefunden. Während wir also gerade am Vorbereiten waren und ich gerade an ein paar merkwürdigen Kisten herumdoktere kam jemand zurück, der Verkündete, dass wir noch einmal wechseln würden.

      Natürlich waren wir alle schrecklich begeistert davon, besonders Minna schien von all dem sehr gestresst. Wahrscheinlich weil ihr Plan durch das Fehlen der Golems über den Haufen geworfen war und um ein vielfaches anstrengender. Allein der Blick über die Brücke versprach, dass es wieder eine schreckliche Schinderei werden würde, aber was blieb einem schon über. Aber bevor wir anfingen zu Schleppen gingen wir es uns ebenfalls einmal ansehen.
      Auf der anderen Seite der riesigen Brücke hatte scheinbar schon einmal jemand eine Art Lager errichtet und davor hatte es hier wohl einen Tempel gegeben, den sich allerdings die Natur bereits zurück geholt hatte. Viele dieser Hohen Säulen und Gebäude waren von Moos und Ranken bewachsen und sahen eigentlich sehr hübsch auf. Als mich Maven bat mit Yvvin nach einem Weg hinunter zum Wasser zu suchen nahm ich dies gerne als Gelegenheit mich etwas umzusehen.
      Auch wenn ich glaubte meine Füße brannten bereits machte es kaum etwas, als er mir Yvvin auf den Rücken setzte. Ich hatte gedacht, dass sie mehr ins Gewicht fallen würde, aber vielleicht war es auch nur meine Aufregung die mich Schmerzen und Erschöpfung vergessen ließ. Außerdem war Yvvin jemand den ich sehr mochte und ein Freund könnte niemals eine Last sein.

      Mit ihr spazierte ich also einige der Treppen hinunter, immer weiter wir kamen dabei an einem Haus vorbei, das scheinbar sehr viele rot leuchtende Steine in seinem Dach hatte die dort schimmerten. Ich wäre fast vorbei gelaufen, aber meine Reiterin wies mich darauf hin. Ein wirklich hübscher Anblick. Weiter unten auf einem Vorsprung immer noch weit über dem Wasser konnten wir allerdings sehen, dass es scheinbar bei dem Haus mit dem verzierten Dach einen Vorsprung gab, der flach genug war für Marvin zum hinauf klettern. Auf dem Rückweg warfen wir einen Blick um das Gebäude, wo auch Treppen hinab führten. Hinunter gehen wollte ich allerdings nicht, wir waren schon sehr weit von den anderen weg als es ihr lieb war. Was Yvvin gesehen hatte reichte ihr wohl, um zu sagen, dass Marvin hier wahrscheinlich gut hochkommen würde.
      Wieder zurück oben trafen wir wieder Maven, der erneut am Schleppen war. Also machten wir uns daran ihm zu helfen. Er würde die Dinge nun an der Treppe empfangen und wir trugen sie dort hin. Nach und nach bekamen wir von den anderen ebenfalls Unterstützung so kam auch das zweite Mal alles Mitgebrachte mit hinüber.

      Die Nacht darf ich bei Maven, Minna und Yvvin verbringen und auch Juno wird mit uns das Zelt teilen. Ich denke ich habe einen sicheren Schlafplatz gefunden. Zum Abendessen gibt es simple Brote und ausklingende Unterhaltungen. Es ist schon wirklich niedlich zu beobachten, wenn Yvvin bei Maven auf dem Schoß sitz und dort gehalten wird. Auch wenn ich noch nicht sicher bin denke ich, das Gefühl was ich habe, wenn ich die zwei so sehe, das ist doch ein Teil von Familie. Die Wärme, die dieses Bild ausstrahlt? Vielleicht kann Lynn mir das erklären, wenn ich zurückkomme.
      Als letztes sind wir vier übrig und ich nehme Yvvin mit ins Zelt. Zeit den Erwachsenen etwas Zweisamkeit zu gönnen. Im Inneren zeigt sich, dass Yvvin mein eigenes Fell gänzlich in das heimische Lager integriert hatte, warum sie das getan hatte. Weil ich zu ihrer Familie gehöre. Ich weiß nicht genau wieso, aber diese Aussage trieb mir die Tränen in die Augen, macht aber das Einschlafen viel Einfacher, immerhin war ich hier sicher, bei... meiner Familie?
      Gute Nacht Tagebuch.



    • ...und als Reinschrift


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 8. Koloss 1331


      Gestern habe ich mit Juno in der Früh begonnen die Ruinen zu kartographieren. Um ehrlich zu sein, war das schon überfällig. Ich hab mich schon beinah dreimal verlaufen, dabei sind die Wege hier noch nicht mal so schwierig zu merken.

      Bei der Rückkehr zu unserem neuen Lager, welches wir in den Überresten des vorgefundenen Lagers errichtet haben, fiel mir auf das weiter im Osten noch ein weiterer Kristall ist. Es sind damit insgesamt fünf davon die ziemlich genau auf einer Linie aufgereiht sind. Ich zeichne sie auf meiner Karte ein. Vielleicht ist das nur Zufall aber hier unten glaube ich irgendwie nicht an Zufälle. Auch ist mir gestern aufgefallen, dass der Kompass in ihrer Nähe nicht funktioniert. Es kitzelt mich in den Blattspitzen mir diese Kristalle einmal genauer anzusehen, aber bis Leza eintrifft und Siina die spektromagische Untersuchung beendet hat, werden wir wohl ohnehin nichts Neues erfahren können.


      Es ist uns gestern noch gelungen das Heilzelt zu errichten. Ich wollte eigentlich so wenig wie Möglich von Gemmi annehmen, doch ich muss gestehen, das Zelt ist riesig und bietet Platz für allerhand Untersuchungen. Ich hoffe wir werden drinnen nicht zu Verletzte versorgen müssen.. Vielleicht kann ich es nutzen für Kristallzüchtungen. Siina und ich wollten die Zeit nutzen um in dieser Richtung zu forschen.

      Gemmi hat uns gestern das Angebot unterbreitet, einen Teil der Ruinen wieder zu errichten, sodass wir sie für unseren Aufenthalt nutzen können. Ich bin nicht sicher was sie sich davon erhofft, doch unsere Lage hier könnte es noch deutlich verbessern. Immerhin, sie kommt erst einmal nicht zu uns um uns mit ihrer Anwesenheit zu stören, worüber ich ganz froh bin. Solange sie nicht da ist, müssen wir nicht so tun als würden wir gern für sie arbeiten.

      Ich bin gespannt wie sich die Gruppe hier weiter entwickelt. Es sind ziemlich viele seltene Blumen dabei. (Anmerkung für nicht sylvarische Abteimitglieder: Unterschiedliche Charaktere).



      Für den persönlichen Teil

      Nolaraki hat mir angeboten mir ein Buch zu leihen in dem die Balzrituale der Menschen wohl anhand von Bildern aufgezeigt werden. Ich werde es fleißig studieren und vielleicht kann ich Maven dann bald einmal sprachlos machen. Er erlaubt sich gern mal einen Scherz und vielleicht kann ich so mal ihn auf den Ast nehmen.

      Ich danke der Baummutter dass die ersten Tage hier sehr ruhig waren, auch wenn ich fürchte, dass es nicht so bleiben wird. Ich muss langsam versuchen herauszufinden was die AndroTech-Kru hier wollte. Die nächsten Tage werde ich wann immer ich kann die Ruinen genauer unter die Lupe nehmen und die Mordremleichen untersuchen. Grüne Borke, irgendwo da muss eine Antwort sein, ich muss nur genau hinsehen.



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      Karottensuppe Surprise, Tag 2

      Liebes Tagebuch,



      als ich mich wieder zu den anderen gesellte saßen diese gerade um ein Lagerfeuer und beratschlagten irgendwas. Was genau es war, daran erinnere ich mich schon nicht mehr, es hatte nichts mit mir zu tun, so viel steht fest. Aber als ich mich zu Maven und Yvin setzte bekam ich mein älteres Schwesterchen auf den Schoß und durfte ein wenig mit ihr knuddeln. Ich grüble die ganze Zeit darüber nach. Sie ist klein und Jung, vom Entwicklungsstadium sind wir vielleicht etwa gleich, auch wenn das nur schwer einzuschätzen ist. Sie ist wohl ein altes Kind oder ein Junger Teeag--er. Ich bin ein sehr junger Setzling, aber selbst diese sind oftmals emotion-al zumindest aus den Kinderschuhen raus. Vielleicht sollte ich das mal mit Lynn diskutieren? Der hat sicher eine Ahnung.


      Aber gut der Tag ging weiter und ich bekam meine erste Aufgabe von Minna, ich sollte eine Suppe aus Karotten machen. Endlich konnte ich etwas Nützliches tun. Gut das Kistenschleppen gestern war auch nützlich, aber das war schrecklich unpersönlich meine ich. Yvvin hat sich auch sofort angeboten mir zu helfen, sie ist wirklich ein Schatz.

      Während wir mit waschen und schnippeln zu tun hatten gingen alle nach und nach ihrer Wege, sodass wir recht lange für uns alleine unser Süppchen kochen konnten. Dabei sprachen wir über ihre Familie und deren Glauben an den Rabengeist der Norn. Das scheinbar Marvin in den Traum den wir Sylvari uns teilen hinein sehen kann. Wie es dazu kam, dass Maven Yvvin fand und sie mit sich nahm. Scheinbar wirft ihre Vergangenheit ebenfalls weite Schatten, die man nicht für möglich hält. Ich bin froh, dass sie nun hier und sicher ist, bei ihrer guten Familie, die sie liebt und für sie Sorgt.


      Als hätten sie es gerochen, wurde es langsam voller als wir es geschafft hatten mit dem Eintopf fertig zu werden, langsam aber sicher wieder voller um uns. Die anderen kehrten zurück und Maven gesellte sich zu uns, um mit uns zu albern. Das war lustig, dass Erwachsene sowas auch noch machen ist ein gutes Zeichen. Dann nahm er uns einfach unter die Arme und folgte einem Ruf von Mejohra die alle zusammenrief um etwas zu verkünden. Während der ganzen Zeit hielt er uns fest, wir müssen doch schwer sein? Gut Yvvin ist klein und leicht, aber ich doch nicht, schon beachtlich.


      Die Verlautbarung war wohl, dass die Asura hier etwas aufbauen, umbauen, rekonstruieren wollen und wir sollen helfen. Ich weiß nicht genau wie, die Meinungen sind geteilt, aber wir forschen schließlich auch für sie hier, also warum nicht? Gut es gibt irgendwie immer Bedenken, besonders, weil scheinbar dieser Ort den Erhabenen gehört, fragt mich nicht was das sein soll, ich habe keinen Schimmer. Aber muss ich ja auch nicht, dafür gibt es andere Schlaumeier.

      Der Abend an sich blubberte also vor sich hin und es gab kurz ein kleines, Intermezzo? Proxxi wurde wegen ihrer nicht ganz so herzlichen Art kritisiert, aber ansonsten war nichts Großartiges. Später werde ich Maven zur Wache wecken und bis dahin aufräumen und Abspülen. Morgen zeigt mir Malvala das Heilerzelt auch eine tolle Sache. Es wird jeden Tag besser denke ich.


      Schlaf gut liebes Tagebuch.


      P.S. Schlafen Bücher eigentlich und sehen ihre Seiten dann verknautscht aus, wenn sie Morgenmuffel sind?


      P.P.S. Mein Essen hat geschmeckt!





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      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala09. Koloss 1331
      Am gestrigen Tage habe ich mich viel mit den anderen hier unterhalten. Es gab neue Ansätze bezüglich unseres Kristallproblems. Yvvin brachte mich auf eine großtastisch Idee, die wir allerdings einmal ausprobieren müssen. Wenn wir Kristalle mit der Umgebungsenergie schon während der Kristallisierung sättigen, könnten sie eine gute Möglichkeit sein um die von den großen Kristallen abgegebenen energetischen Ströme besser zu analysieren.
      Die Idee ist inzwischen eine Zusammenarbeit von Yvvins Geistesblitz und Siinas Verstand. Ich freue mich darauf sie in die Tat umzusetzen und auszuprobieren.
      Weitere Erkenntnisse gab es ansonsten bei den Mordrem. Ich habe mir von Marvin eine Mordremleiche zur genaueren Untersuchung bringen lassen. Grüne Borke, das war vielleicht widerlich. Der Leichnam hatte bereits damit begonnen sich aufzulösen und so war der Mordrem großteilig recht schleimig. Den genauen Bericht lege ich zu den anderen.
      Nach dieser ersten Untersuchung habe ich mir vorgenommen auch alle anderen Mordremleichen zu untersuchen. Es gab leider keine großen neuen Erkenntnisse, aber dank der Hilfe von Proxxi, Maven und Marvin haben wir sie wenigstens restlos verbrennen können. Das hat vielleicht gestunken, mir ist immer noch ganz flau.mig im Kopf. Wenn ich nie wieder eine halb verrottete Mordremleiche entsorgen muss, werde ich sehr glücklich sein.
      Nolaraki und ich haben uns gestern noch unterhalten. Sie fragte mich ob ich ihr noch etwas mehr in der Heilkunst zeigen kann und ich denke es ist an der Zeit das wir uns mit dem Befassen, was uns wohl am meisten erwartet. Ich zeige ihr Morgen Wundversorgung an einem Schinken. Immerhin ist das näher an den fleischlichen Völkern als an den Mordrem. Aber ich würde auch nicht wollen, dass sie daran herum näht.

      Für den persönlichen Teil
      Schimmliger Schössling. Ich hätte meine Robe ausziehen sollen, nun kann ich zusehen wie ich Mordremschmaddel aus ihr heraus wasche! Ein Glück das wir noch jede Menge Alkohol da haben, vielleicht kann ich es damit ein bisschen auswaschen.
      Was Nola angeht kommt sie glaube ich mit der Bevorstehenden Abreise von Maven nicht so gut klar. Ich werde sie in den kommenden Tagen dahingehend ein bisschen aufzumuntern versuchen und auf andere Gedanken bringen, bevor sie sich noch ein Blatt knickt beim grübeln.

      Leza ist gestern angekommen. Ich freue mich darauf die bisherigen Erkenntnisse mit ihr zu teilen und die Geheimnisse dieses Ortes aufzudecken. Wer weiß schon was wir alles finden werden. Das wird großtastisch!






      ...und in Reinschrift


      Obduktion Modremleichnam Achter Koloss 1131 a.E
      Durchführung: Exploratorin Malvala
      Schriftführer: Proxxi

      • Ausgangskorpus ist ein Sylvari männlicher Gestalt.Größe: 2,18m
      • Zustand des Korpus ist inzwischen überwiegend aufgelöst. Das Gewebe hat sich stellenweise zu einer Art schleimigem Sekret verflüssigt.
      • Aufgrund der Zersetzung des Gewebes und bedenkt man die vorherrschende Luftfeuchtigkeit, sowie deren Salzgehalt, liegt der Tod etwa sieben Tage zurück.
      • Erste Ansicht zeigt große, runde Bolzen Wunde im Brustbereich.
      • Keine weiteren Einstiche, Schnittwunden oder sonstige Verletzungen zu erkennen.
      • Mordrem starb nach gewonnenen Erkenntnissen an der Brustwunde durch eine bisher noch nicht näher identifizierte Harpune.
      • Spektromagische Untersuchung ergab keine unerwarteten Werte. Hohes Vorkommen an Hintergrundstrahlungdes aktuellen Aufenthaltsortes und der zu erwartenden Mordremmagie sind zu verzeichnen.
      • Nach der Untersuchung wurde der Leichnam ordnungsgemäß verbrannt und seine Überreste dort entsorgt, wo sie nicht das Trinkwasser verseuchen können.
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      Adoptier ne Pflanze, Tag 3

      Liebes Tagebuch,

      heute war ein wirklich ruhiger Tag und ich habe gemeinsam mit Juno und Yvvin im Versorgerlager, ein wenig plaudern und aufräumen muss ja auch getan werden. Ich finde es immer wieder schön anzusehen, wie Juno aus ihrer Rüstung heraus formt und wieder rein. Heute hatte sie Steine dabei für ihre Zwille mit der sie scheinbar schießen und sich verteidigen kann. Es wirkte wie eine einfache Art und Weise sich zu verteidigen ohne jemanden zu sehr zu verletzten, wenn man ihnen nicht ins Auge schoss. Sie versprach für uns nach Holz Ausschau zu halten, um uns ebenfalls welche zu formen. Schon eine praktische Fähigkeit. Doch sehr bald musste sie auch wieder gehen, weshalb es gut, war, dass Malvala und Proxxi sich uns anschlossen.
      Malvala wollte sich heute einmal einen dieser Mordrem zu nehmen und diesen genauer anzusehen. Marvin wurde benutzt eines dieser Monster von der Wand zu holen und zum Heilerzelt zu bringen. Diese Gestalt sah nicht nur gruselig aus, sondern sie stank zum Himmel. Auch wenn ich gerne dort geblieben wäre, um beim Ausräumen zu helfen, der Geruch allerdings rührte in meinem Magen herum. Dass Maven kam und meinte er müsste mit mir und Yvvin reden kam mir also durchaus gelegen. Gemeinsam kehrten wir zum Versorgerzelt zurück wo wir Kaffee und Tee machten. Jetzt fällt mir ein, ich habe gar nicht den Kaffee probiert wie ich es vorhatte. Das nächste Mal also, ich muss dran denken.

      Während des Gesprächs ließ Maven verlauten, dass er wohl vorhatte mich offiziell in ihre Familie zu integriere. Adoptiere sagte er dazu und Yvvin schien sofort Feuer und Flamme dafür. Ich würde ein Zimmer in deren Anwesen bekommen. Direkt neben Yvvin und wir würden lustige Abende miteinander verbringen auch mit Minna gemeinsam und Kissenburgen bauen, es klang alles nach einer Menge Spaß.
      Auch wenn Leza anmerkte, dass zwischen Sylvari und Menschen etwas wie Adoption vielleicht gar nicht ging, das macht wohl nichts. Man kann auch ohne ein Papier eine Familie sein, davon bin ich mehr als überzeugt und auch Yvvin und Maven schienen dies so zu sehen. Das bedeutete alles war gut. Während wir da standen gesellte sich eine Schwester zu uns, die mir bisher noch nicht sehr bekannt war und sich als Lia herausstellte. Sie wirkte sehr zurückhaltend oder distanziert, aber das war absolut in Ordnung.

      Es war, als ich Malvalas betrübte Stimmung, die mich mit Tee bewaffnet zurück zum Heilerzeit führte wo diese scheinbar gerade mit Proxxi aneinander geriet oder geraten war. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber die Schroffe Art der Asura hatte die sanftere Heilerin wohl ein wenig verletzt. Der Tee allerdings konnte wohl einiges wieder ins Reine rücken. Der Körper der Mordrems allerdings war inzwischen verbrannt worden und dankbarer Weise konnte man nichts von seiner Anwesenheit mehr wahrnehmen.
      Der Tee schien sie zu beruhigen, was mich freute. Ich wusste, dass Granatapfel etwas war womit man ihr einen angenehmen Gefallen tun konnte. So kam es, dass Malvala mit dem Jungkraut zu den anderen zurückkehrte, während Proxxi und Tekki zurückblieben, um noch aufzuräumen.
      Dort kam es sehr schnell zu einer kleinen Gesprächsrunde über Kristalle und deren mögliche Nutzun und dass man in ihnen Energie speichern konnte. Wenn man sie nachzüchtete, könnte man ihre verringerte Energie besser erforschen und ob es etwas war, wie damals der Kristall den sie für Yvvin genutzt hatten. Sie war scheinbar einst schwer verletzt worden und viele hatten ihre Energie in einen Kristall gegeben, um sie zu retten. Was für eine schöne Sache, aber sie schien es sehr zu belasten. Wahrscheinlich fühlte sie sich schuldig. Sie war so ein bezauberndes feinfühliges Wesen.

      Langsam löste sich die Gruppe wieder auf und am Ende war ich mit Malvala alleine. Diese hatte bemerkt, dass es mir nicht so gut ging. In mir tobte gerade ein kleiner Konflikt der Verantwortungen. Wie sollte ich ordentlich arbeiten, wenn ich gehen musste. Wie konnte ich bleiben, wenn ich immer mit meiner Familie gehen musste und was war, wenn ich einmal wohin gehen wollte wo sie nicht hin gingen. Malvala allerdings beruhigte mich und sagte ich solle doch einfach mal mit Maven reden.
      Der war kurz vorher zum Mordremtor aufgebrochen, um die Ungeheuer davon herunter zu pflücken. Also ging ich ebenfalls, der Weg war ja leicht, wieder zur Langbrücke, durch den kleinen Aufbau und dann dem Weg folgend. Er ermahnte mich, dass ich nicht einfach so herum laufen sollte, aber er schien nicht allzu böse. Im Gespräch mit ihm wurde es dann etwas verständlicher was er meinte. Alle Aufregung umsonst, was für ein Glück.

      Also liebes Tagebuch, ich habe wirklich noch schrecklich viel zu lernen, besonders über Familie, aber vielleicht gibt es da auch Bücher drüber die ich lesen kann.
      Ich wünsche dir schöne Träume.




    • ...und als Reinschrift


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 10. Koloss 1331
      Am Morgen habe ich mit Nola wie versprochen geübt Nähte zu setzen. Ich habe es ihr an einem Stück Haxe gezeigt und sie hat es nachgemacht. Das Schwein ist ziemlich ähnlich von dem Gefühl des Nähens zu den fleischlichen Völkern. Besser können wir es vorerst nicht simulieren und ich hoffe dass sie ihre Kenntnisse auch nicht an Lebenden ausprobieren muss. Sie hatte die Sache recht schnell gelernt. Sie ist noch keine Meisterin, aber das war ich auch nicht als ich es notgedrungen lernen musste. Was mir gefallen hat war, dass sie es von sich aus mehrere Male probiert hat bis die Nähte schlussendlich immer besser wurden.
      Danach haben wir gemeinsam die Einrichtung des Heilzeltes ausgepackt. Wir sind nun bereit wofür auch immer. Dieser Ort ist verlassen. Wir haben seit Tagen niemanden außer uns hier gesehen, und doch muss irgendwer die Mordrem getötet haben. Ich kann nur vermuten dass sich der der es war noch tiefer in diesen goldenen Ruinen versteckt hält.
      Proxxi suchte mich gestern noch auf und fragte wie weit wir inzwischen seien und ob es zu den Kristallen etwas Neues geben würde. Leider konnte ich nichts Neues vermelden. Stattdessen ist mir auch noch aufgefallen, dass meine Karte falsch ist. Die Kristalle sind gar nicht in einer Reihe angeordnet. Diese verrankte Orientierungslosigkeit wird irgendwann noch mein Untergang sein. Ich weiß nicht wie ich mich in dieser Höhle zu recht finden soll, in der jeder Flecken aussieht wie der andere. Es ist ohnehin schon schwer für mich aber hier?!
      In jedem Fall sind wir mit dem Mordremarm zum Kristall gezogen. Als ich ihn dem Ding entgegen schleuderte ist nichts passiert. Zumindest nicht mehr als bei dem Stein zuvor. Es gab eine Entladung die den Arm traf, das war es. Daraufhin habe ich versucht über eine Fokusverbindung Energie vom Kristall abzuziehen. Daraufhin gab es einen ziemlich Blitz der jedoch in die vier Säulen um den Stein abgeleitet wurde. Es scheint fast so, als habe man sie dort absichtlich platziert. Wobei ich noch nie gehört habe, dass die Erhabene die Kristalle irgendwo nutzen würden.
      Vielleicht hat man auch den Stein dort verwahrt um dafür zu sorgen dass seine Energie nicht unkontrolliert und zu schnell ausströmt. Eine andere Möglichkeit wäre noch, dass er eine Energieversorgung ist und die Säulen die Energie an irgendeinen Ort sehr gezielt ableiten. Aber ich habe keine Ahnung wo das sein könnte.
      Soweit so gut, also nichts Neues von den Kristallen. Tekki schlug vor das wir die Ruinen hinsichtlich Lebenszeichen, Archäologischen Fundstücken und den Pflanzen hier untersuchen. Ich habe wenn ich ehrlich bin auch keine Ahnung was ich sonst tun soll, wenn die Forschergruppe immer zu unterschiedlichen Zeiten zum Wachdienst eingesetzt wird. Es ist schwer ohne die anderen zu arbeiten.
      Wir haben damit begonnen Proben von Wasser und Boden zu nehmen. Ich werde das Unterfangen heute fortsetzen. Immerhin lenkt es mich von meinen Gedanken ab.


      Für den persönlichen Teil
      Der gestrige Tag war ziemlich voll mit Aufgaben. Ich sollte mir angewöhnen noch am Abend die Einträge zu verfassen, bevor ich am nächsten Tag schon gar nicht mehr weiß was alles passiert ist. Besonders jetzt, wo meine Gedanken immer wieder davon gleiten. Ich muss ein bisschen besser aufpassen. Gestern haben mit Proxxi und Nola dabei ertappt wie ich meinen Gedanken nachhing.
      Ich muss versuchen mir eine Beschäftigung zu suchen die mich etwas ablenkt. Der trügerische Frieden hier ist nur wenig dazu geeignet.
      Nola ist eine findige Schülerin die jene Dinge die ich ihr zeige fleißig in sich aufnimmt und übt. Ein wenig Führung benötigt sie allerdings noch. Das ist mir gestern Abend wieder bewusst geworden als sie mit Maven Streit bekommen hatte. Aber wenn ich dein Hain mit einem halben Jahr verlassen hätte, hätte ich auch meinen Platz noch finden müssen. Andererseits wäre dann einiges anders gekommen.
      Ich ging ihr nach dem Streit nach und habe danach noch lange mit ihr geredet. Nach dem ihre Gefühle sich wieder etwas beruhigt hatten, hatte sie die Nacht bei Alea und mir im Zelt verbracht. Ich hoffe sich kann sich heute mit Maven aussprechen.
      Er sollte eigentlich etwas erwachsener sein und sich so verhalten, aber ich habe irgendwie das Gefühl das er Probleme damit hat wenn Bindungen zu eng werden und ihn einschnüren. Was Nola anbelangt glaube ich, dass ich ganz gute Vorarbeit geleistet habe.

      Proxxi scheint mir auch ein Fall für sich zu sein. Die Asura weiß verrankt viel über uns und ich fange langsam an mich zu fragen, von wem sie das alles hat. Sie sagte sie hätte sich gut vorbereitet, aber es wirkt als würde sie uns eine lange Weile kennen. Ich werde meine Augen diesbezüglich offen halten und mal schauen was Proxxi noch so alles weiß.
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      Die Luft Knistert, Tag 4

      Liebes Tagebuch,

      ich muss ganz leise schreiben, die anderen wollen schlafen. Kann man überhaupt laut schreiben? Ich habe keinen Schimmer. Aber ich habe dir wieder einiges zu berichten.
      Heute habe ich etwas Unterricht von Malvala bekommen. Die hat mir heute an etwas Schweinefleisch gezeigt wie man eine Wunde zusammennäht und erklärt, wann man das am besten tut. Langsam aber sicher zu lernen, wie man sich um andere kümmern kann, wenn es ihnen schlecht geht breitet mir eine Menge Freude. Auch wenn es auch ein wenig beängstigend ist, weil auch eine Menge schief gehen kann, aber mit etwas Selbstvertrauen geht das schon gut. Ich habe ein wenig gebraucht bis die naht einigermaßen gut aussah, aber es ist ja angeblich noch kein Meister aus einer Knospe gefallen. Ich werde weiter üben so oft es geht, wobei ich nicht weiß, wie oft ich das Essen dafür missbrauchen kann.

      Danach habe ich Malvala ein wenig beim Einrichten der Krankenstation. Gemeinsam haben wir aus einer leeren Kiste ein Regal für die vielen kleinen Fläschchen gebastelt, damit man einfacher dran kommt. Ich denke es hat sehr gut geklappt, wenn jetzt Erythna noch eine Tür dafür basteln kann ist es perfekt. Während wir dort am Aufbauen waren kam auch Juno vorbei. Es war schön sie zu sehen, besonders, weil ich ihr dann meine Formung zeigen konnte. Gut es waren nur kleine Holzstippel die ich verformt hatte, aber immerhin etwas.
      Danach ging ich los um ein wenig zu kochen. Damit war ich auch erst einmal relativ allein, also hab ich etwas gesungen und getanzt, mit der Salatsoße, übrigens ein begnadeter Tänzer. Bis Syndra mich dabei erwischte. Wobei es war ja nicht dramatisch oder verwerflich. Aber es muss sehr ulkig ausgesehen haben. Sie leistete mir ein wenig Gesellschaft und wir wurden kurz darauf auch von Maven ausgesucht. Als er wieder verschwunden war die anderen aufzusuchen wollten wir ihnen eigentlich das Essen bringen als plötzlich alle heran kamen und uns mit sich riefen.
      Das Essen blieb zurück, armes Schweinchen.

      Bei dem Kristall hinter dem Versorgerzelt schien Malvala einiger Tests durchzuführen. Wenn man tote Dinge danach warf blitzte es ein wenig? Oder Wenn man versuchte es seiner Energie zu berauben schlug es in die Säulen ein. Ich bin mir nicht sicher wie oder warum es nun passierte, aber es war schon spannend zu beobachten. Ich hoffe wir finden bald mehr heraus.
      Danach räumte ich das Tablett wieder auf, was wir eigentlich den anderen bringen wollten, wer wollte aß nun, wobei Proxxi scheinbar gegessen hatte und darüber sehr traurig war. Gut, Dinge passieren, Tekki hat ihr sicher später etwas gebracht.
      Erythna, Maven und Malvala wollte noch etwas Pflanzen, Erde und Wasser untersuchen, angeregt wohl durch Tekki, die darauf hinwies, dass dies bisher noch nicht geschehen war. Gerne begleitete ich sie und gemeinsam buddelten wir etwas in der Erde, aber da war nichts zu finden, so gar nichts. Irgendwie beunruhigend, aber gut, dafür viele bunte Pflanzen, schon etwas eigenartig, aber ich verstehe diese Welt sowieso noch nicht.
      Für eine Wasserprobe führte ich Malvala zum Anfang zurück, wo man einfach an das Wasser heran kam. Die war auch recht einfach genommen. Meinen Kopf unter Wasser streckend konnte ich sehen, dass auch hier eher Algen und Pflanzen waren statt Tiere. Schon merkwürdig. Aber dann wurde ich abgelenkt.

      Maven und Erythna, warum auch immer, hatten sich entschlossen Baden zu gehen und als ich meinen Kopf hob sah ich gerade wie sie ins Wasser eintauchten einander bei den Händen haltend und lachend. Ausgelassen plantschten sie im Wasser und...
      So schön dies auch klingt umso mehr hab ich es gehasst diejenige zu sein, die es nur aus der Ferne sieht. Es verflucht diejenige gewesen zu sein, die statt oben zu bleiben, Malvala hier herunter gebracht hatte. Das war ihr gegenüber nicht fair und ihnen sicher auch nicht, aber das machte es nicht besser. Eifersucht ist kein nettes Gefühl. Ich nahm auf meinem flüchtigen Rückweg seine Kleider an mich, warum weiß ich nicht mehr, aber sie rochen gut nach ihm. Als sie ankamen reichte ich sie ihm zurück und er wies mich zurecht, sagte er hätte es mit jedem anderen auch getan, hatte es vorher auch schon getan und wie kindisch mein Verhalten war. Das war mehr als ich in dem Moment vertragen konnte. Also lief ich davon.

      Später fand mich Malvala und beruhigte mich... aber Dinge sind noch nicht wieder Grün, heute schlief ich bei Alea und ihr, morgen wird ein anderer Tag.

      Schlaf gut Tagebuch
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      Mama gut, alles gut, Tag 5

      Liebes Tagebuch,

      ich habe mich schon etwas komisch gefühlt und mich gefragt, ob es in so einem geschäftigen Lager überhaupt auffällt, wenn ich mal irgendwo nicht da bin oder so. Immerhin gehöre ich auch noch nicht lange dazu oder nicht wirklich offiziell. Weder zu den Leuten der Odyssee (da gibt es diesen Schwur) noch zu der Familie die mich so liebevoll aufnehmen will. Aber erneut haben mich die Leute um mich überrascht.

      Recht früh habe ich im Lager Malvala und Minna getroffen. Minna sprach mich gleich darauf an, dass ich gefehlt hatte und warum. Es war einfacher als gedacht es ihr zu erklären, auch wenn ich mich immer noch komisch gefühlt habe mit allem. Aber sie hat es verstanden und mir Mut gemacht, das war schon ein tolles Gefühl, zu wissen, dass auch wenn ich vielleicht nicht optimal handle, sie mich -dafür nicht abschiebt. Ab heute eindeutig bekennendes Mamakind.
      Gemeinsam mit Minna und Malvala habe ich mich dann etwas umgesehen. Wir sind ein wenig vom Plateau mit dem Kristall ausgehend tiefer gewandert. Dort fanden wir einige interessante Dinge. Das erste war etwas Großes in den Felsen eingelassenes. Gigantisch geradezu wenn man es so nennen wollte. Es war aus diesem Sonnenschimmernden Material Gold wie vieles hier und meine Begleiterinnen meinten es könnte vielleicht ein Tor sein. Momentan scheint uns allerdings der Schlüssel zu fehlen. Vielleicht finden wir ihn, wenn nicht bleibt noch es vielleicht aufzusprengen. Ich kenne da eine Asura die wahrscheinlich mehr als glücklich wäre das für uns zu übernehmen, aber ob da noch was übrig bleibt, wenn Ambri dort dran gewesen war? Schwerlich.

      Außerdem waren an den Wänden dort auch große Tafeln angebracht, welche abstrakte Bilder zeigten. Ich fand sie sahen ein wenig wie Abbilder von Sonnen aus, aber vielleicht sind es auch Hinweise auf die Kristalle, denn wie wir wissen leuchten diese nicht nur, sondern schießen auch Blitze. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass sich diese irgendwie verbinden und zu einem Kreis schließen lassen und wenn das klappt wird etwas geschehen, was diesen Ort grundlegend verändert.
      Der letzte Fund war ein Brunnen mit einem hübschen Fisch als Skulptur die Wasser spie. Wirklich eine tolle Arbeit. Darüber an der Wand prangerte ein Gebilde welches einer geschlossenen Blüte durchaus ähnelte. Ob es Sylvari gab, die früher lebten als es den Hain gab? Oder vielleicht einfach nur jemanden der Pflanzen sehr liebte. Jemand der Pflanzen so sehr liebte, dass er einen Ort erschuf an dem sie stetig wuchsen, wie diese gigantischen Blüten an der Decke, aber nicht von Tieren gefressen wurden? Möglich, aber wirr? Aber gut, nach dieser Entdeckung kehrten wir zurück.


      Wie es sich herausstellte gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn die Versorgerstation oder vielmehr das Gasthaus waren fertig gestellt worden. Gerade hatten sie das Zelt abgebaut und verstaut. Als das Gebäude zum Betreten freigestellt wurde gingen wir hinein und es war wirklich ein unglaublich toller Ausblick. Eine hübsche Einrichtung, gute Kochmöglichkeiten und eine hübsche Wasseranlage. Ein Traum und ich freue mich schon darauf von dort aus die anderen zu versorgen.

      Als nächstes nahm Kadra die anwesenden mit zu einer Art Rankenschwingübung. Mit mir harmonierten diese bedauerlicherweise nicht. Später erfuhr ich, dass dies möglicherweise mit meiner Jugend zusammenhing. Aber das war schon in Ordnung. Man muss nicht alles können. Etwas was mich mehr beschäftigte war, dass ich dort mit Leza und Minna saß und die anderen beobachtete und als Maven vorbei kam schien er mich nicht wahrzunehmen. Vielleicht hatte er mich wirklich nicht bemerkt oder er war mir noch böse? Aber ich hatte den Mund ja auch nicht auf bekommen, aber als dann Leza und Minna gegangen waren habe ich all meinen Mut zusammen genommen und mit ihm gesprochen.
      Weißt du was Tagebuch? Er hat mich wieder lieb. Wer hätte gedacht, dass es so einfach sein kann.
      Der Rest des Tages war eigentlich ruhig, den anderen etwas beim Üben zusehen. Siina schien sich einmal etwas gehörig verschwungen zu haben, so dass sie nass geworden war, aber es schien nichts Schlimmeres passiert zu sein, Yvvin hatte eine große Menge Spaß, das war wirklich etwas was nett anzusehen war und der Tag klang ruhig in der neuen Küche aus. Als alles ruhiger wurde und Maven zur Wache aufbrach habe ich Yvvin eingesammelt und hab heute wieder bei der Familie geschlafen.


      Also Tagebuch, Deckel zu und gute Nacht.
      Träum süß

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    • ...und als Reinschrift


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 11. Koloss 1331
      Am gestrigen Tag ist etwas ganz außergewöhnliches geschehen, aber dazu gleich mehr. Nach meiner Wachschicht am Brückenkopf habe ich Minna und Nolaraki im Gemeinschaftszelt angetroffen. Wir haben uns eine Weile unterhalten und uns dann aufgemacht die Ruinen noch etwas eingehender zu erkunden. Dabei stießen wir auf eine Besonderheit.
      Unterhalb der Ruinen gibt es eine Treppe die vom Zentrum wegführt. Sie führt zu einem kleinen Plateau. Von dort aus gelangt man über eine Brücke zu einem Rahmen in welchem eine steinerne Wand steht. Vielleicht handelt es sich dabei um eine Art Tür mit einem Mechanismus der es erlaubt den Stein wegzuschieben. Auffällig daran ist, dass diese Steinwand im Rahmen direkt unter den Säulen mit dem Kristall liegt. Gegenüber dieser vermeintlichen Tür, befindet sich ein weiterer Rahmen, der wieder eine Solche Wand enthält.
      Hier könnte es sich wirklich um eine Wand handeln, doch frage mich auf der anderen Seite, wieso sollte jemand eine Brücke bauen die offenbar nirgendwo hin führt?
      Ich habe keine Antwort darauf. Ein späterer Besuch des Ortes mit Kadra fand statt, in welchem sie sagte, dass sie den Rahmen nachmessen lassen wird und wir uns dann überlegen können, wie man weiter vorgeht. Sicher ist: Die Struktur dahinter ist zu groß um massiv zu sein, das kann ich selbst bei meinen verrankten Orientierungsproblemen sagen.
      Am Abend wurde dann das neue Gemeinschaftszentrum eröffnet an welchem die Golems durch die letzten Tage gearbeitet hatten. Ein wirklich großartiger Ort, an welchem sogar Wasser von den Wänden herabfällt. Es ist ganz einzigartig dort.
      Wir trafen dort auch Kadra die uns erklärte, dass wir eine seltene Art von Pflanze gefunden haben, die die Essenz von Eichenherzen enthält. Sie ermöglicht es, Ranken an einen weit entfernten Ort schießen zu lassen, und sich dann dort hin zu ziehen.
      Zunächst ging ich davon aus das es ein simples Kletterseil werden würde, mit einer Naturmagischen Komponente aber nein. Die Ranken ziehen einen dort hin. Wir haben zunächst Übungen damit gemacht auf ebenem Boden, später haben wir dann versucht uns nach oben zu katapultieren und ich muss sagen es ist ganz einzigartig. Diese Ranken werden eine große Hilfe beim Erkunden der Ruinen in den höheren Ebenen sein. Ich werde meine Exkursionen morgen damit verbinden.


      Für den persönlichen Teil
      Blasse Mutter, diese Ranken sind nicht zu fassen! Ich kann mich nicht erinnern wann ich zuletzt so viel Spaß hatte, einmal abgesehen vom Gleitschirmtraining in der Abtei oder dem Tauchen in der Amnoon. Es ist wirklich ganz außergewöhnlich und ich kann es gar nicht in Worte fassen. Im einen Moment steht man sicher auf dem Boden, im nächsten wirbelt man hoch durch die Luft und es ist als ob man hunderte kleine Schmetterlinge in sich hat. Ich will nie wieder laufen, sondern immer nur noch mit Ranken springen. Natürlich weiß ich dass das nicht geht, aber es ist wirklich so großtastisch, phänomenal und ganz fabelartig!

      Ich werde mich mehr damit beschäftigen, diese Ranken schaffen es, dass ich vergesse was passieren könnte wenn diese Reise um ist. Grund genug mehr zu üben!
    • 12. Koloss 1331 Reinschrift (heute einmal nur so. Meine Lieblingsseite macht Pause


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 12. Koloss 1331
      Gestern über Tage habe ich versucht die Bodenproben hier genauer zu analysieren. Es gibt jedoch keine großartigen neuen Erkenntnisse, zudem hatte ich Wache am Brückenkopf. Ist eine eintönige Sache. Hier passiert recht wenig. Wenigstens konnte ich die Zeit dazu nutzen ein paar Zeichnungen der Örtlichkeiten anzufertigen für die Abtei.
      Zurück im Lager war ich wohl kurz in Gedanken gesunken. Als ich mich zurück besann, stand Jorra auf einmal neben mir. Statt jedoch etwas zu sagen, verschwand sie mit Minna um ein Eck herum. Ich glaube langsam beginnt der Lagerkoller um sich zu greifen. Vielleicht muss ich in den nächsten Tagen etwas auf die Moral im Lager achten. Ich merke es bei mir selbst.
      Erfreulich ist zu berichten das Avariss gestern zu uns gestoßen ist. Sie konnte die Portale nicht nutzen und hatte daher einen Weg von zwei Wochen hinter sich zu bringen. Wenigstens hat sie sich nicht verlaufen, wie es mir passiert wäre. Nach ihrer Ankunft fragte sie nach Leza, und Nola, Siina und ich wollten ihre zeigen wie man zu Bibliothek gelangt wo wir Leza vermuteten.
      Als wir dort ankamen, gab es keine Spur von Leza, allerdings kam sie dann später dazu. Siina und ich hatte uns über ihre Abteipläne unterhalten und als wir aus einem Teil der Bibliothek kamen, fiel neben mir ein Buch auf den Boden, dort wo ich noch einige Zeit zuvor gestanden hatte. Leylinientheorien“. Wir haben überlegt wie das passieren konnte, und kamen recht lange auf keine Idee. Dann erinnerte ich mich an einen ähnlichen Vorfall auf dem Schiff bei der ersten Überfahrt nach Elona.
      Damals wurden wir von einem Geist heimgesucht den ich mit Hilfe eines Bindungsrituals auffinden und in die Nebel leiten konnte. Eine Untersuchung der Bibliothek durch Beta ergab Spuren von ektplasmischen Energien. Die Vermutung bestätigte sich also. Wir haben uns darauf verständigt mit magischen Kristallen Detektionspunkte einzurichten, die bei neuerlichen Aktivitäten Alarm schlagen sollen. Ich werde heute mit Leza die Kristalle auf die Signatur einstimmen und dann hoffen wir, dass wir etwas finden können.
      Wir wollten die anderen davon in Kenntnis setzen, doch als wir das Gemeinschaftshaus erreichten, waren Minna und Maven gerade dabei zu Kämpfen. Ich glaube es handelte sich um eine Übung und Minna war verletzt, sie hatte eine Kopfwunde davon getragen. Während Leza die anderen informierte, ging ich mit Minna und Maven zum Heilzelt um die Wunde zu versorgen. Dort angekommen, musste ich leider feststellen dass der Geist auch dort sein Unwesen getrieben hatte. Alles lag Kreuz und Quer auf dem Boden verstreut. Das aufzuräumen hat heute Morgen eine kleine Weile gebraucht. Nola half mir dabei und so ging es zum Glück.


      Für den persönlichen Teil
      Heute war ein verwirrender Tag. Es gibt wohl viele Geheimnisse in diesen Tagen. Siina weihte mich gestern in ihre Pläne ein und bat mich ihr zu helfen wenn möglich. Ich werde es versuchen soweit ich es kann. Ich bin nicht sicher ob meine Stimme viel Gewicht hat, aber zumindest wird mein Tagebuch dabei helfen ihre Geschichten zu untermauern.
      Die anderen fangen wohl langsam an einen Lagerkoller zu bekommen. Jorra und Minna hatten ein ziemlich merkwürdiges Gespräch geführt. Nola hat mir später berichtet worum es dabei ging und war ziemlich gekränkt von Jorras offensichtlicher Lüge. Auch Minna und Maven müssen sie vor dem Kopf gestoßen haben. Ich kenne natürlich nur die eine Seite, aber das allein ist ja schon Grund genug um zu merken das der Apfel faul ist.
      Auch ich selbst werde Nola bald ins Vertrauen ziehen. Sie fragt immer wieder und es kann nicht schaden ihr zu berichten was mich beschäftigt. Früher oder später sollte ich ohnehin mit den anderen darüber sprechen. Schimmliger Schössling, ich frage mich wie ich das erklären soll.
      Nola fragte jedoch auch, ob ich ihr noch mehr zur Heilung beibringen kann, und ich freue mich dass sie so begierig ist darauf. Sieht aus, als hätte ich eine weitere Schülerin. Es macht Spaß ihr Dinge zu zeigen, und ich habe sie sehr gern. Wenn sie weiterhin so wissbegierig bleibt, dann wird sie es einmal weit bringen können.
      Das Avariss gestern hier ankam freut mich sehr. Ich habe etwas für sie dabei und ich hoffe, dass sie das ein wenig aufmuntern kann. Wenn wir Zeit dazu finden, hoffe ich sie ein bisschen damit zum Staunen zu bringen.

      Ich werde mich nun an das Einstimmungsritual machen. Diese Sache wird eine Weile dauern und einigermaßen Anstrengend werden. Könnte sein, dass ich erst übermorgen wieder zum Schreiben komme.

    • Spoiler anzeigen

      Frage des Vertrauens, Tag 6

      Liebes Tagebuch,

      ich bin so ein wenig am Ende meiner Weisheiten, aber da ist es wohl nicht weit mit her, wo wir doch wissen, dass ich noch nicht besonders alt bin und Weisheiten noch nicht lange zu meinem Repertoire gehören. Aber nun zur eigentlichen Sache des Tages. Als ich die anderen traf konnte ich Minna, Malvala und Mejohra sehen. Ein seltener Anblick und ich freute mich Mejohra zu sehen, aber nachdem ich Minna begrüßt hatte schien sie verstimmt. Nicht nur verstimmt, brummend düster um genau zu sein und bald schon verschwanden die zwei um über ein Dolyak zu sprechen. Das dies nicht so recht der Wahrheit entsprach war schon klar, aber irgendwie schon sehr komisch.

      Ich erzählte Malvala von dem Malauftrag, den ich von Maven erhalten hatte und fragte sie ein wenig über ihre Art zu zeichnen aus. Von ihr bekam ich eine Menge nützlicher Hinweise, doch die Harmonie des Moments wurde jä unterbrochen.
      Avariss die FeuerCharr kam dazu und es war wirklich nett sie zu sehen. Auch wenn ich sie nicht erkannt habe als erstes, denn heute konnte man den Flammenschweif der ihr wohl den Namen ab deutlich sehen. Aber das legte sich recht schnell und es war schön, dass sie da war. Jedoch nicht für alle. Aus irgendeinem Grund hatte besonders Siina etwas gegen ihr Erscheinen und hegte großes Misstrauen, welches sich nicht so einfach durch Worte widerlegen ließ, komisch, aber so war es eben, doch davon nicht genug.

      Erst war es nur das Lied, das Lied von Mejohra welches vom klagenden Schmerz in ihr Sang, welcher Art und warum nicht, aber als es dann auch hörbar wurde machte auch Avariss uns darauf aufmerksam, sie hatte eben besonders gute Ohren und natürlich sprang ich sofort auf. Als wir allerdings vor ihr standen konnte jeder sehen, dass es ihr schlecht ging, sie machte den Eindruck eines zertrampelten Salatkopfs, aber behauptete alles wäre gut. Etwas was mich rasend machte, weil es eine so offensichtliche Lüge war, dass sie damit keinen hinters Licht führen konnte. An Minna hängend wie ein Schluck Wasser in der Kurve und diese Melodie.

      Aber gut, wenn sie das so regeln wollten zeichnete ich eben weiter, bis die anderen von einer Bibliothek berichtete in der Leza vornehmlich unterzukommen schien. Da ich sie noch nicht gesehen hatte wollte ich sie begleiten, aber vorerst verabschiedete ich mich von Maven, da ich nicht sicher war, ob ich ihn noch einmal sehen würde bevor er aufbrach. Er versprach mir von der Reise einen Kürbis mitzubringen, das bedeutete Malvala und ich könnten dann vielleicht Kürbiskekse machen, aber ich schweife schon wieder ab.
      Die Bibliothek war wirklich spannend und auch schön anzusehen. So viele hübsch aufgetürmte Bücher, aber mein Kopf war zu unruhig mich zu lange damit zu beschäftigen, also entschied ich wieder zum Sitzplatz zurück zu kehren und zu malen. Doch das sollte nicht von langer Dauer für mich sein.

      Mama und Papa riefen mich hoch in das noch recht neu entstandene Gasthaus, Abendessen machen mit Minna, keine große Sache. Wobei es heute etwas schwerer schien als vorher, da mir doch glatt ein Ei entwischte. Nun ja aufgewischt und vorgetreten, wobei ich wieder ein Gespräch zwischen meinen Menscheneltern unterbrach. Ich dachte es wäre jetzt der Moment ihnen noch etwas Zeit zu lassen, sich zu unterhalten, immerhin würde er bald für ein paar Tage weg sein, aber ich sollte oder durfte nicht. Minna konnte ja wohl kaum alleine für alle kochen.
      Also blieb ich und es kam wie es kommen musste. eine Diskussionen flammte auf, über was war und wie es ist. Das einzige Fazit was ich momentan daraus schließen kann ist folgendes. Niemals nachfragen, auch wenn man belogen wird, natürlich jedem hier vertrauen, aber niemanden an sich heran lassen. Außerdem brauche ich wohl über kurz oder lang ein eigenes dunkles Geheimnis, dass ich halb offen mit mir herumtrage, aber doch niemandem erzähle, sonst macht das Spiel wohl keinen Spaß. Mal davon ab, wenn ich etwas aus dem Weg gehen will werde ich zurückgepfiffen, aber Eltern dürfen sich jeder Zeit zurückziehen und das Abendessen konnte man scheinbar auch alleine schaffen, auch wenn ich zugebe muss, dass es schon langsamer war als es musste, Entschuldigung an alle die deshalb warten mussten.

      Aber noch etwas anderes, meine zwei Menscheneltern gingen los um sich noch einmal zu Prügeln und ließen mich natürlich nicht allein zurück, denn inzwischen hatte Mejohra ihren Weg zu mir hinauf gefunden. Diese versicherte mir dann, dass sie immer vorhatte mir die Wahrheit zu erzählen, aber nicht wenn irgendwer von einer anderen Rasse dabei war. Irgendwie schon merkwürdig wo sie sich doch gegenseitig diesen Ewigetreuschwur leisten und bis in den Tod und so. Aber das ist dann wohl auch eher für die Optik des Ganzen? Vielleicht verstehe ich auch etwas falsch.
      Aber das revidiert etwas die Einstellung die ich von Minna und Maven bekam. Nicht nicht fragen, sondern nur dann, wenn niemand da ist. Fast genau so schwer, es ist immer jemand da, wie zum Beispiel die bezaubernde Leza die gegen Ende des Gesprächs dazu kam, weil es eine wichtige Ankündigung zu machen gab. Also wurde alles stehen und liegen gelassen und wir gingen nach unten.


      Gerade als wir herunter kamen hatte Maven wohl gerade beim Übungskämpfen Minna mit einem Tritt gegen den Kopf niedergestreckt, wer hätte gedacht, dass er so einen bleibenden Eindruck lassen würde bevor er für kurze Zeit zurück nach Hause ging. Was Lezas Bemühungen sich gehör zu verschaffen etwas verzögerte, aber schließlich kamen wir dazu ihr zuzuhören. Scheinbar befanden sich hier in den Ruinen Geister. Fragt mich nicht, was das sein soll, aber scheinbar sind es Schabernack treibende kleine Biester die man kaum sieht, die mit Büchern werfen oder vielleicht Eier kaputt hauen? Gut möglich? Finde ich auch, aber gut, wir sollen die Augen offenhalten, werde ich tun.

      Zurück in der Gaststube bekam ich Besuch von den zwei Norn Thorn und Astrid. Er hatte vorher ein Fass unterstellen lassen, dass scheinbar besonderer Nornschnaps war. Von mir bekamen sie dazu etwas Speck um die hungrigen Mägen zu füllen und ein wenig mit ihnen zu plaudern. Das war ein angenehmes Gespräch und ich bin froh, schon einmal mit Juno im Schnee gewesen zu sein, sonst wäre es vielleicht nicht ganz so einfach gewesen. Scheinbar werden sie sich daran machen die Brücken ein wenig wieder in Stand zu setzen. Vielleicht können wir dann auch wieder Golems nutzen um später das Ganze wieder zurück zu bringen. Nachdem wir mit dem Getränk angestoßen haben und sie gegessen hatten machten sie sich auch auf den Weg zu arbeiten, fleißig.

      Am Abend kam Malvala zum Abwaschen und half mir ein wenig damit. Nicht nur die Arbeit zu erledigen, sondern auch die Gefühlswirren zu entwirren, aber es bleibt verwirrend. Morgen helfe ich ihr dabei das Heilerzelt aufzuräumen, da hat scheinbar auch ein Geist gewütet.

      Aber liebes Tagebuch, der Schnaps brummelt in meinem Kopf.
      Ich sehe ein wenig doppelt oder dreifach.
      Ich knuddel jetzt Yvvin.
      Gute Nacht
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      Geister,Tag 7


      Hallo liebes Tagebuch,


      heute habe ich wie versprochen Malvala beim Aufräumen im Heilerzelt geholfen. Der Geist hatte dort ganz schön gewütet. Zum Glück war nicht zu viel kaputt gegangen und so mussten die Dinge nur gesäubert, aufgehängt und wieder hingestellt werden. Wie so oft lockte die Arbeit scheinbar auch andere an, die sich wie verabredet wohl langsam aber sicher bei uns einfanden. Malvala hatte durch einen Zettel heute zu einer Gesprächsrunde gerufen, die am Abend stattfinden würde.

      Es würde etwas länger dauern, bis wir uns zusammenfanden, denn scheinbar gab es viel zu tun. Doch auch dies tat dem Spaß keinen Abzug. In unserer neuen Schenke fanden wir uns zusammen und es wurde darüber beratschlagt was wir jetzt wegen der Phänomene unternehmen. Ich spare dir die Einzelheiten, es war sehr kompliziert. Wie macht man eine Geisterfalle, wie ködert man einen Geist und was will er überhaupt. Gibt es Gemeinsamkeiten oder nicht? All das und noch viel mehr wurde hin und her geworfen ehe der Erste Versuch unternommen wurde.


      Malvala, Minna und Siina begaben sich hinaus und fokussierten ihre Magie durch Malvalas Zepter? Vielleicht, keine Ahnung? Auf jeden Fall befand sich der Rest von uns unter einer Kuppel und sah zu. Es wirkte alles sehr beeindruckend, aber es passierte rein gar nichts. Gut erneut zurück an die Planung vom nächsten Schritt. Ich schlug dann vor, dass man doch die Harpunen vielleicht als Köder nutzen oder so. Untersuchungen später ergab sich, dass die Harpune durchaus leiht geistisch angehaucht war aber nur wenig.

      Deshalb gingen wir zu den Balisten.


      Keine so gute Idee wie es sich zeigte. Eine diese Balisten schoss auf Leza aber zum Glück vorbei. Dann spazierte Malvala einfach leicht abwesend durch die Gegend, aber Minna wollte mich nicht aus der Kuppel lassen. Eine Schleuder warf ihr etwas nach und ich hörte eine Wand bersten. Erst nachdem Minna uns frei ließ konnte ich zu ihr, aber körperlichging es ihr gut. Sie schien allerdings innerlich aufgewühlt und unruhig, außerdem schien sie mit jemandem zu reden.

      Als sich alles wieder beruhigt hatte gingen wir zu den anderen zurück.


      Interessanter Weise hatte dieses Erlebnis Proxxi und Tekki deutlich mitgenommen. Wobei es bei Proxxi einfach an Unterversorgung liegen könnte. Macht Diät, auf einer wichtigen Mission und dann auch noch Hungerdiät. Irgendwer sollte ihr mal zeigen, wie man gesund abnimmt, wenn sie schon denkt, dass das nötig ist. Für Tekki brauchte es Alkohol und Alicia tauchte am Abend noch auf. Minna ließ es sich gut gehen und ich zog mich mit Malvala für eine wichtige Geschichte zurück. Es stellte sich heraus, das auch meine sonst so sichere und liebe Schwester, ihre Sorgen hatte, aber, ich freue mich eine Hilfe zu sein.

      Es ist gut herauszufinden, dass ich durchaus einen Nutzen habe der über Kochen und Abwasch hinaus geht und ich gebe mir Mühe dies beizubehalten.


      Schlaf gut liebes Tagebuch



    • 13. Koloss 1331 in Reinschrift


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 13. Koloss 1331

      Gestern war ein anstrengender Tag. Den ersten Teil habe ich großteilig mit der Einstimmung der Kristalle zugebracht und mit Nola zusammen das Heilzelt wieder eingerichtet welches der Geist verwüstet hatte. Wir konnten zum Glück das meiste retten und es waren nur einige Glasphiolen beim herunterfallen gebrochen.

      Am Abend fand das Treffen im Gemeinschaftshaus statt, welches durch die aktuellen Geschehnisse besonders den Geist zum Thema hatte. Wir haben eine Weile überlegt wie man den Geist irgendwie finden kann. Dabei müssen einige Stunden drauf gegangen sein.

      Im Verlauf dieser Stunden habe ich unter anderem Versucht ihn durch ein magisches Ritual anzulocken und aufzudecken, was jedoch nicht klappte. Nach der Rückkehr in das Gemeinschaftshaus kam die Idee auf, dass wir versuchen könnten den Geist zu beschwören. Dazu bräuchten wir etwas dass dem Geist gehört. Nach langem hin und her, kam - ich glaube es war Nola - darauf dass wir es mit den Harpunen versuchen könnten.

      Eine magische Untersuchung der Harpunen zeigte, dass diese sehr schwache Restsignaturen aufwiesen. Die wahrscheinlichste Theorie, war dass der Geist für die Vernichtung der Mordrem verantwortlich war. Wir sahen uns daher die Waffen am Brückenkopf ab, welche offenbar von Menschen gebaut sind. Auch dort fanden sich Spuren.

      Während der Untersuchung der Waffen zeigte sich Aktivität im magischen Spektrum. Ich konnte mich darauf um sie erkennen zu können und wurde auf eine Art Spur aufmerksam die ich verfolgte. Ich bewegte mich durch die Verteidigungsanlagen und fand dann eine Geisthafte Entität. Durch die Konzentration auf das magische Spektrum sah ich erst im letzten Moment das der Geist einen Bolzen auf mich schoss.

      Ich konnte noch ausweichen, aber ich glaube es hätte nicht mehr viel gefehlt. Vielleicht muss ich an einem Weg forschen die magische Wahrnehmung mit der normalen Sicht der physischen Welt zu vereinen, es fällt mir im Moment sehr schwer mich auf beides zu konzentrieren.

      Nach dem Schuss versuchte die geisthafte Entität an mir vorbei zu kommen, wobei ich sie Erfolgreich binden konnte. Eine nähere Beschreibung zu dem Phänomen erfolgt in einem gesonderten Bericht.

      Es gelang mir die geisthafte Entität in die Nebel zu leiten und sie somit von diesem Ort zu lösen.

      Nach dem ich zu den anderen zurückgekehrt bin, gingen wir zurück zum Gemeinschaftshaus. Ich glaube allen haben die Vorfälle große Angst eingejagt. Die Stimmung schien danach ohne das ich Menschen und Asura wahrnehmen kann sehr gedrückt.

      Aufführung der von mir festgestellten Folgen:

      Tekki - Die Asura wirkte sehr mitgenommen. Scheinbar hatte sie große Angst während der Aktivität der geisthaften Entität. Ich habe ihr zum Genuss von etwas Alkohol geraten in der Hoffnung dass das auf Asura so wirkt wie bei Menschen. Weiterhin habe ich ihr einige Tropfen Friedensblumenauszug verabreicht. Ich hoffe eine Nacht Schlaf hilft.

      Proxxi – Proxxi muss während der Situation am Brückenkopf kurzzeitig die Konzentration verloren haben. Nach Tekkis Bericht stand sie eine Weile stumm da, ohne eine Regung. Sie soll einen Asura-Arzt in Rata-Sum aufsuchen.

      Andere Teilnehmer - Bei den anderen Teilnehmern der Untersuchung stellten sich Anzeichen einer gewissen Ermüdung ein. Ich sollte sie nächsten Tage im Blick behalten um auf mögliche Anzeichen einer starken psychischen Belastung besser eingehen zu können.



      Für den persönlichen Teil

      Mir zittern die Blätter vor dem was ich entdeckt habe ein wenig. Denn es kann nur bedeuten, dass etwas weit schlimmeres hier an diesem Ort war, und sehr wahrscheinlich noch ist. Das niemand außer mir dieses Vorkommen sehen könnte, bereitet mir zudem Kopfzerbrechen. Wir müssen sehen was weiter passiert und hoffen das alles ruhig bleibt.

      Mir hat die Bindung des Geistes einiges abverlangt, und so habe ich heute ziemlich lange geschlafen, wenn auch nicht besonders gut.

      Gestern Abend dachte ich, wir finden nichts mehr heraus, doch die Idee mit der Untersuchung der Harpune hat die Wende gebracht. Ohne diesen Einfall wäre es wahrscheinlich nicht mehr weitergegangen.

      Nach dem alles vorbei war, habe ich noch eine Weile mit Nola gesprochen. Ich habe ihr berichtet was vorgefallen ist, und auch, warum ich mich in den letzten Tagen so oft in meinen Gedanken verfangen habe.

      Ich hatte ziemlich Angst davor wie sie reagiert. Doch sie hat es glaube ich verstehen können und mich nicht verurteilt. Tatsächlich hat sie mir zugesprochen und mich ermutigt auch mit den anderen zu sprechen. Ich werde es wahrscheinlich tun, allerdings noch nicht so bald. Solange wir hier festsitzen können wir ohnehin nichts tun, und mein Verlangen mich damit auseinander zu setzen ist relativ gering. Sie tut mir ziemlich gut mit ihrer Positiven Sicht auf die Dinge, die mit Alea teilt.









      Bericht der Untersuchung der geisthaften Entität in Reinschrift


      Untersuchungsbericht zur geisthaften Entität
      Im Verlauf der Suche entdeckte ich ektplasmischen Rückstände an den Belagerungswaffen. Diese war zu einer schwachen Spur gelegt, womit sich die Ursache finden ließ. Entgegen meiner Erwartungen handelte es sich bei der geisthaften Entität nicht um einen Geist sondern um ein Gemenge aus vielen Geistern.
      Ein Versuch zur Kommunikation schlug während des Bindungsrituals fehl. Die geisthafte Entität versuchte sich dem Ritual zu entziehen. Es kostete einige Kraft sie weiter binden. Da keine Kommunikation möglich war, versuchte ich die geisthafte Entität in die Nebel weiter zu leiten. Dabei konnte ich spüren dass es eher Resten von anderen Geistern glich. Als hätte man die Geister nach dem Tod noch gequält und gefoltert und in Stücke zerschlagen die sich dann wahllos aneinander gebunden hätten und diese Entität formten.
      Aus den vorliegenden Erkenntnissen muss ich die Theorie aufstellen, dass diese Entität nicht für das auslöschen der Mordrem verantwortlich war. Diese waren an einer strategisch günstigen Stelle sehr koordiniert ausgeschaltet worden.
      Die geisthafte Entität welcher ich Gewahr wurde, verhielt sich eher wie ein wildes Tier, dass man in die Ecke gedrängt hätte, und das nun eher unkoordiniert und wild um sich beißt in dem Versuch sich irgendwie zu verteidigen.


      Weitere sich ergebende Fragen:
      Wer hat die Mordrem ausgelöscht?
      Wer hat den Geistern so etwas zugefügt?
      Wo befindet sich der Verursacher nun?


      Weitere Vorgehensweise:
      Informationen an Expeditionsleitung weiter geben.
      Informationen an alle Teilnehmer weitergeben
      Bericht in Kopie an die Abtei Durmand weiterleiten.

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      Von Knall auf Fall, Tag 8

      Mein liebes Tagebuch,

      endlich bist du trocken.


      Es tut mir schrecklich leid, dass ich dich mit ins Wasser gerissen habe. Das war nicht sehr nett, aber ich musste es tun, der Schreck sitzt mir noch in den Blättern und ich bin nicht sicher was eigentlich passiert ist.
      ich war heute wieder bei Malvala um mir ein paar Dinge erklären zu lassen. Diesmal beschrieb sie mir ein Szenario mit drei Leuten die ich kenne und jeder von ihnen kam gerade aus einem Kampf wieder und ich sollte mich entscheiden, was ich zuerst mache. Nun dazu gibt es wenig zu sagen, nur, dass ich mich wohl falsch entschieden habe. Das folgende Gespräch über retten, was zu retten ist und ignorieren, was zu lange dauert war bitter. Heiler müssen manchmal wirklich schreckliche Entscheidungen treffen, wenn es um solche Dinge geht und ich weiß nicht, ob ich das jemals gut machen kann. Doch das wird mich nicht zurückhalten.

      Während wir zu den anderen Gingen, weil es dort eine Besprechung geben würde sah ich Yvvin die ganz begeistert eine große Frau in mächtiger Rüstung umarmte und auch Malvala schien ganz aus dem Häuschen Andra wieder zu sehen. Ich hatte hier und da schon Dinge über sie gehört, aber sie richtig zu treffen war etwas anderes und ehrlich, sie wird ihrem Beinamen gerecht, wirklich.
      Oben angekommen konnte man schon Minnas Gulasch riechen, da sie gekocht hatte machte ich mich fix daran das Essen auch unter die Leute und in meinen Magen zu bringen. Über die Zeit wurde es voll, sogar die Norn waren wieder da. Nach dem Essen gab es dann eine Ansage von Andra die uns wohl zum noch mehr arbeiten motivieren sollte. Drei Gruppen, drei Dinge zu untersuchen gute Sache.
      Eigentlich wollte ich mit den anderen klettern gehen, gut, dass ich es nicht tat, davon hatte ich später genug. Ich ging mit Malvala und Alicia die verschiedenen Ruinen der Höhle auf Aktivität der Inquestur untersuchen. Am Brückenkopf gab es eigentlich nichts zu finden, außer, dass Alicia sich ein Kissen als Andenken zu Gemüte führte, ja warum auch nicht? An unserem nächsten Stoppt war leider ebenfalls nichts zu finden. Aber wir gaben nicht auf. In der Nähe des Heilerzeltes umrundeten wir das halbfertige Bauwerk eines Turms. Erst schien es auch, als wäre hier nichts zu finden, doch dann kehrten wir zum Anfang zurück, da war etwas, was mir schon beim ersten Betrachten aufgefallen war. So fanden wir die Erhabenen Rüstung Primus.

      -Natürlich wollten wir sofort den anderen davon berichten und kehrten ein in Richtung Schenke. Doch trafen vorher auf einen Teil der Klippenspringer. Andra unsere neue furchtlose Anführerin schien gerade sauer über etwas, weswegen sie sich lautstark äußerte und dann davon stapfte. Mein Rufen hielt sie nicht auf. Später Wurde auch klar wieso. Sie hatten mit den Eichenherzen herum longiert und einem waren auf halbem Weg die Ladungen ausgegangen, das war ärgerlich natürlich und Andra holte die gute Rei erst einmal zu uns herunter. Danach war sie den Neuigkeiten zugänglich und wir folgten ihnen, um beim Springen zu zusehen.
      Außerdem war klar, dass Malvala unbedingt auch mitgehen wollte, also wurde sie dazu motiviert mit schubsen und stoßen. Alle beobachteten wir wie Andra mit Minna auf dem Rücken hinüber schwang, als diese ihre Hand von der Rothaarigen löste und dann abstürzte in die Tiefe und ins Wasser.

      Ich bin nicht sicher woher ich den Mut nahm, aber ich würde etwas verlieren, wenn ich jetzt nicht handelte, also machte ich zwei Schritte zurück nahm Anlauf und sprang. Selbst während des Falls der eigentlich nur Sekunde maß dachte ich, ob es nicht schneller gehen könnte und dass ich keine Zeit hatte. Im Wasser angekommen riss mich die Strömung fort. Etwas mit dem ich hätte rechnen können, es hätte aber nichts geändert, also war das okay. Es brauchte etwas bis ich mich orientiert hatte und Minna gefunden war, doch dann war ich bei ihr, sie lebte, einer der glücklichsten Momente bisher.
      Malvala hatte sich von oben herunter geschwungen und kam von einer kleinen Insel herüber zu uns, das war eine Erleichterung, doch da kam das nächste Drama, irgendwo weiter hinten hatte sich Andra scheinbar auch ins Wasser fallen lassen (IN SCHWERER RÜSTUNG). Ich überließ Minna der Fürsorge von Malvala die sie an Land brachte, wo schon ein paar andere warteten und paddelte zu Andra, die dankbarer Weise von der Strömung zu mir getrieben wurde. Es war schwer sie vorwärts zu bewegen und erst als Malvala dazu kam gelang es sich ganz an Land zu wuchten, aber dann war alles gut und ich hatte das Gefühl die Kraft die ich bis eben gefühlt hatte verließ mich auf einen Schlag.

      Gemeinsam mit Thoran schaffte ich ein Boot auf die Seite, das halb im Wasser lag und dann ging es zurück zur Gaststätte, wo es eine Endbesprechung gab. Als diese sich langsam auflöste ging Malvala irgendwo alleine hin, eigentlich keine große Sache, aber ihre Gefühle dabei besorgten mich sehr. Also brachte ich Ivvin ins Bett und ging ihr nach. Sie war dort, wo wir am Vortag über die Vergangenheit sprachen und wollte da alleine runter klettern. Warum, weil das Heilerkästchen da unten stand. Ja natürlich hab ich sie das nicht alleine machen lassen. Aber auch hier ging nicht alles gut und beim wieder hochklettern rutschte sie ab. Das Seil rieb sich in meine Haut, riss sie auf und ließ mich Bluten, der Schmerz war schrecklich.

      Ich formte mir Blätter darüber und machte dann weiter. Ich weiß nicht mehr wie lange oder wie sie nach oben gekommen war, aber irgendwann war sie da. So erschreckt und entsetzt wie ich würde ich behaupten, aber zum Glück konnte sie ja Magie wirken, die Meine Hände wieder zusammenflickte. Sonst könnte ich dir nicht schreiben, aber es bauchte eine Ewigkeit, viele Tränen und Umarmungen das zu verarbeiten und auch wenn es schrecklich beschissen war, für meine Lieben würde ich diesen Tag immer wieder widerholen.
      Als wir zur Schenke zurückkehrten waren dort Andra und Minna bei einer Art Diskussion. Es fühlte sich ein wenig komisch an die zwei so zu sehen, aber vielleicht klärt sich alles ohne Probleme. Vielleicht rede ich auch mal mit Minna, aber das hat Zeit. Ersteimal gehört sie Malvala und dem Heilerzelt. Nur noch Alicias Kleidung sauber machen und dann gehe ich schlafen.

      Süße Träume Tagebuch
    • 14. Koloss 1331 Heute nur in Reinschrift... es ist viel zu viel los!


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 14. Koloss 1331 a.E.

      Am gestrigen Tage habe ich nach den üblichen Vorbereitungen des Tages mit Nola in der Krankenstation gesprochen. Statt eine weitere praktische Übung mit ihr durchzuführen, habe ich mit ihr das Thema Triage“ behandelt. Es ist kein leichtes Thema, und ich glaube es war einigermaßen verstörend für Nola. Ich habe ihr mit einer theoretischen Situation versucht zu erklären wobei es bei der Auswahl der Versorgung von Verletzten ankommt.

      Nach dem wir das behandelt hatten, ging ich mit ihr zum Gemeinschaftshaus wo ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Andra ist wieder da! Wohl hatte Proxxi sie in Rata-Sum angetroffen, oder sie sollte Proxxi ablösen, ich weiß es nicht, aber ich bin ganz froh darum. Ich bin nun deutlich beruhigter, habe ich mir doch einige Sorgen um Andra gemacht seit unserem letzten Treffen.

      Andra erklärte das wir mehr tun müssen als das was wir bisher versucht haben. Wir teilten Gruppen ein mit verschiedenen Aufgaben. Eine Gruppe sollte das Portal untersuchen auf Anzeichen ob die Inquestur-Kru vielleicht darüber verschwunden ist.

      Eine weitere Gruppe musste sich um die Möglichkeit von alternativen Fluchtrouten kümmern.. Sie suchten die Klippen und Hänge in den Hallen ab.

      Meiner Gruppe fiel es zu den Grund für die Anwesenheit der AndroTech Golemanten zu finden. Wir haben den Brückenkopf genauer unter die Lupe genommen. Dort ergaben sich jedoch keine Spuren, so blieb nur ein Spekulieren über mögliche Gründe. Als zunächst wahrscheinlichsten Grund für das hier sein befanden wir die Kristalle. Da wir an dem bei uns keine Spuren finden konnten, drei der Kristalle in Ruinen liegen und nicht zugänglich sind, beschlossen jenen im Osten aufzusuchen.

      Dort angelangt mussten wir leider feststellen, dass die Brücke über die Schlucht zerrissen war. So blieb nur eine weitere Kontrolle der Ruinen welche die Kristalle umgeben. An einer fanden wir den Rest einer Rüstung der Erhabenen.

      In meinen Augen, und bedenkt mal das die Inquestur-Kru mit Golemantik zu tun hat, wäre der logischste Grund für ihr hier sein das Wissen zu erlangen wie die Erhabenen geschaffen wurden, welche Wesen aus Reiner Energie sind die einst Menschen waren. Durch die Vergessenen wurden sie an ihre Rüstungen gebunden.

      Da das, meines Wissens bisher niemand außer ihnen geschafft hat, dürfte der AndroTech das einiges Wert sein. Wir machten uns auf zu den anderen, fanden dabei jedoch Andra Gruppe, welche gerade mit den Eichenherzen experimentierte. Reikya hatte sich irgendwie verzählt und saß auf einem Stein weiter oben fest und Andra holte sie auf den Boden zurück. Nach dem das gemeistert war, wollte die Gruppe über die Schlucht springen und sich drüben umsehen.

      Beim Sprung stürzte Minna, die sich an Andra festgehalten hatte, ab, und fiel einige zig Meter in die Tiefe. Noch bevor ich handeln konnte sprangen Nola und Andra hinterher. Ich nutzte die Ranke, die ich geholt hatte um die Gruppe zu begleiten um nach unten zum Wasser zu kommen. Gemeinsam konnten Nola und ich Minna und Andra aus dem Wasser bekommen. Andra war durch ihre Rüstung wie ein Stein gesunken bei der starken Strömung.

      Als wir am Strand ankamen und alle nach oben geschafft hatten, gab es noch eine Besprechung am Feuer um sich aufzuwärmen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir heute nicht mehr erinnerlich ist, was denn dabei heraus kam, nur das wir ein Boot gefunden hatten. Vielleicht eine alternative Fluchtroute.

      Nach dem Treffen habe ich meinen Kasten holen wollen. Ich hatte mich eigentlich auf den Abstieg gut vorbereitet und das Risiko war überschaubar, aber Nola kam zu mir und fand mich kurz bevor ich absteigen wollte. Sie wollte mir natürlich helfen und ich willigte ein. Ich erklärte ihr was zu tun sei und begann mit dem Abstieg.

      Es ging einigermaßen gut und als ich unten war, fand ich meinen Kasten recht schnell. Ich hatte ihn abgelegt um Minna und Andra hochbringen zu können. Als ich wieder nach oben stieg und Nola mir half, rutschte ich ab und fiel ins Seil. Sie konnte mich zwar halten, hatte sich aber verletzt.

      Ich konnte sie heilen und es schien nach einer Weile alles in Ordnung zu sein. Wir gingen zum Gemeinschaftshaus und belausch bekamen zufällig ein Gespräch von Minna und Andra mit. Nola war deswegen sehr besorgt. Aber ich glaube es trägt dazu bei, dass die beiden heilen können.

      Nach dem Gespräch jedoch, sackte Minna zusammen. Nola und ich brachten sie ins Heilzelt, wo wir sie in ein Bett legten. Die Nacht über bleibt sie hier.



      Für den persönlichen Teil

      Gestern ist jede Menge Mulchmist passiert. Minnas Fall, die Rettung, meine Kletteraktion, Nolas Verletzung, der Fund des Erhabenen Teiles. Ich bin ein bisschen überfordert. Ich weiß gar nicht wo ich Anfangen soll etwas zu schreiben, ich kann nur sagen das wir gestern mehr Glück hatten als Verstand und ich hoffe das Nola mir wirklich verzeiht.

      Ich muss auch mit Minna sprechen und mit Andra. Schimmliger Schössling, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, und ich könnte mich einfach zum Schlafen hinlegen.
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      Frau aus Glas, Tag 9

      Liebes Tagebuch,

      willst du eigentlich, dass ich dich so nenne, oder hast du vielleicht einen eigenen Namen, den du mir nur noch nicht gesagt hast, weil ich nicht gefragt habe. Ich bin übriges Nola. Wir kennen uns schon neun Tage und es fällt mir jetzt erst auf, bitte verzeih mir. Heute habe ich den Tag mit tanzen begonnen, es tut gut der eigenen Melodie zu lauschen und einfach, sich zu bewegen, all den Stress, die Sorgen die Angst einfach von mir weg zu schieben. Was ich für Sorgen haben kann fragst du? Hast du den letzten Eintrag vergessen? Ja ist ja gut, ich bin stark genug das zu handhaben.

      Dennoch bin ich froh, dass ich Schwestern wie Malvala habe, ich denke sie versteht mich und die Gründe die hinter meinem Handeln stehen bisher am besten, natürlich neben Lynn, aber er ist da anders. Sie macht das auch mit Herz, wie ich und weniger nur mit dem Kopf. Sie traf ich heute auch und sie schien wegen Gestern und was mit meinen Händen passierte. Erneut versicherte ich ihr, dass alles gut war und ich sie immer noch lieb hatte, dass ich es auch immer wieder tun würde, wann immer es nötig war und sie keine Angst haben musste. Irgendwie schön zu wissen, dass sich jemand sorgt, so lang man ihr die Sorge auch nehmen kann.
      Eine andere Sorge wurde mir dann genommen. Wir bekamen erst Besuch von Juno, die von all dem Drama zum Glück nicht so viel mitbekommen hatte und einigermaßen guter Dinge war. Gemeinsam gingen wir schließlich einem stetig schlagenden Geräusch nach, welches uns zu Andra führte. Ich gebe zu ihre hünenhafte Figur machte mir Angst, ich musste dringend mit ihr reden und ich wusste nicht wie sie reagiere würde, aber es brodelte in mir zu wissen, was da lief, oder noch läuft zwischen ihr und Minna. Ich war ehrlich nicht sicher, ob Minna offen mit mir darüber reden würde.

      Doch sie sprach mit mir und in ihrem Gesicht konnte ich jede Gefühlsregung sehen. Jedes Mal wenn ich etwas traf, was sie scheinbar nicht offen legen wollte wurde diese riesige Frau ein Stück kleiner. Das war ein komisches Gefühl, plötzlich die Starke von uns beiden zu sein. Plötzlich wirkte sie so zerbrechlich und ich wollte sie einfach nur in den Arm nehmen, aber das war nicht richtig. Als ich ihr sagte, dass sie zur Familie gehört wirkte sie erleichtert fast ein wenig glücklich. Ich fürchte sie fühlt sich ein wenig verloren in dieser Welt. Ich werde mich einfach öfter mit ihr unterhalten.

      Nach dem Gespräch ging ich in die Gaststätte, dort gab es heute Yakwundertopf aller Thoran. Es sah sehr unappetitlich aus, aber es ging schon in Ordnung. Ich habe nicht zu viel gegessen, aber etwas übrig zu lassen wäre Verschwendung. Später bekamen wir sogar besuch, lauter tolle Leute die ich lange nicht oder noch nie gesehen hatte. Syndra war da, das freute mich oder Sabra mit Pip, das war eine Überraschung. Außerdem jemand Neues namens Evan, den hat Mejohra mit als Testsubjekt geschenkt, er ist ganz mein Mensch.

      Mach dir keine Sorgen falls du dies jemals liest Evan, natürlich bist du nicht mein Mensch. Aber wie bisher jeder bist du schrecklich nett und sehr sympathisch.

      Aber das Wichtigste, Maven ist wieder da und es geht ihm gut. Er hat Yvvin ihren Babygreif mitgebracht, Malvala eine Menge Obst und mir den Kürbis. Damit kann ich dann die Kekse mit Malvala backen, darauf freue ich mich. Von meinen Dummheiten wusste er noch nicht, weshalb mein Treffen mit ihm friedlich aber kurz verlief. Gut andere Dinge hatten Vorrang, was verständlich ist und danach hab ich von ihm auch nicht mehr wirklich etwas gesehen. Dafür sagte miri später Andra, dass alles geklärt war und er alles wusste, auch über meine Halsbrecherische Aktion. Schade eigentlich wollte ich es ihm ja, sagen, aber nun wird es scheinbar nicht mal eine Schelte dafür geben. Gut, oder?

      Später kam auch Mejohra zurück. Ihr sagte ich direkt ins Gesicht was geschehen war. Ihre Aussage war, dass wir später Reden würde und sie ging um mit Evan zu reden. Schon irgendwie komisch. Malvala war früher gegangen und damit habe ich eigentlich nur noch Zeit tot geschlagen und mich etwas mit Sabra und Avariss unterhalten. Wirklich nett. Als Mejohra ging gesellte sich Evan zu uns und von da an wurden es langsam immer weniger bis ich irgendwann mit Avariss allein war. Normalerweise gehören diese Stunden Malvala und sie muss mich wieder von dem Tripp des Tages herunter bringen. Mich mit der Flammentigerin zu unterhalten war wirklich nett und hat mir sehr gefallen. Interessant mehr von ihr zu wissen. Besonders, dass scheinbar ihr Herz am rechten Fleck ist.

      Auch wenn ich Dinge zu hinterfragen beginne und der funkelnde Schleier erlischt und die graue Welt enthüllt, es gibt doch noch punkte von leuchtender Farbe. Bitte lass sie nicht ergrauen, noch nicht zumindest.
      Bis dann liebes Tagebuch
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      Liebe und Leidenschaft, Tag 10

      Lieber Johnathan,

      ja Tagebuch du hast einen Namenbekommen und es ist ein Menschenname. Warum? Weil du von einem Menschen gemacht wurdest, also bist du quasi auch einer, nun ja fast. Ich würde sagen, deine Borke ist aus Leder, vielleicht Dolyak, dein Inneres ist aus Papier und Papiermacht man aus Holz, also Baum und zusammen halten das Schüre aus... woraus sind Schnüre nun wieder. Ein Mensch hat dich gemacht von ihm kommt dein sein, du bist also von allem ein Bisschen. Menschlich, tierisch und pflanzlich und schon etwa zwei Wochen alt. Aber nun zu einem wichtigen Thema.
      Liebe, sie ist es um was sich alles eigentlich immer dreht mindestens an zweiter Stelle. Zumindest in der Literaturund auch im Leben wie es scheint und wer sich der Liebe entzieht, der folgt zumindest der Leidenschaft. Wenn ich mir unsere Asura ansehe denke ich eher, dass sie Leidenschaft für etwas haben, als wirklich Liebe, wobei nun auch siehaben Kinder. Aber ich schweife vom Thema ab.

      Ich fühle Liebe, wenn ich Malvalaüber Alea reden höre, oder wenn wir wieder gemeinsam dasitzen und sie mir etwas beibringt. Ich liebe es neues zu lernen und Wissen weiter zu geben ist eine Form von Liebe teilen. Liebe die Wärme die man fühlt, wenn man Leuten etwas bedeutet und wenn derjenige der lehrt auch mit Leidenschaft dabei ist macht es auch noch Spaß einfach nur zu zuhören und aufzunehmen, alles wie es kommt.
      Heute hat mich Mejohra zurück nach Löwenstein gebracht, Malvala begleitete uns. Als wir uns auf den Platz begaben, hinter dem Portal, war alles so surreal. Als würde die Welt nicht mehr hier existieren. Als wäre meine Welt die Höhle aus der wir gekommen waren, wo die Anderen waren. Jetzt standen wir auf dem Pflaster und machten uns auf den Weg zu einem geheimen Ort. Mejohra eröffnete uns, dass sie geplant hatte mir mit einer Akademie zu helfen meine Magie zu entwickeln. Keine Schlechte Idee.

      Wir trafen sie also und sie nahmen uns mit in die Räumlichkeiten. Eine schöne Bibliothek musste ich zugeben, irgendwie beeindruckt mich der Anblick von vielen aufgetürmten Büchern. Aber nun zum Gespräch. Sie unterrichteten gerne Exilanten, Leute die nirgendwo mehr hin gehören oder so ähnlich. Und scheinbar viel Theoretisches und Praktisches, aber was nun genau, keine Ahnung. Was mir wichtig war, dass ich klarstellen konnte, dass ich für diese Möglichkeit nicht gewillt war meine Pflichtengegenüber der Odyssee schleifen zulassen, immerhin habe ich Verantwortung übernommen und die wird nicht abgelegt. Aber scheinbar muss man nicht täglichan diese Schule gehen, wäre vom Dschungel aus auch gar nicht möglich würde ich meinen. Dann ging es um Geld, viel Geld, geradezu unglaublich viel Geld und natürlich, dass man mich einschätzen musste, aber nicht jetzt lieber später, ach und habe ich schon Geld erwähnt?

      Finanzplan, was soll das bitte sein? Anstatt mir vielleicht die Schule schmackhaft zu machen war es scheinbar durchaus viel wichtiger zu wissen, ob man auch genug Geld hatte mir alle Schulabschnitte...? Keine Ahnung wie es heißt. Aber auch die ganze Schulzeit zu finanzieren. Das war der Moment wo ich aufhörte zu reden, aufhörte wirklich zuzuhören und vergas wie schön der Anblick der vielen Bücher war. Die Abtei hatte, wie angemerkt war viel mehr Bücher und die Vorstellung von Minna, Malvala oder Alea unterrichtet zu werden, ich kann ja nicht wissen, was ich lernen kann, wirkte so viel schöner.

      Ich war froh als wir zurück gingen, froh als wir nach Hause kamen. Malvala war die erste die es Ansprach, dass sich die Welt außerhalb der Höhle für uns verändert hatte und nun konnte ich auch dieses Gefühl am Anfang definieren, ja es war nicht mehr so wirklich zu Hause. Aber Jonathan, denk nicht, dass wir schon durch sind. Denn als wir nach Hause kamen trafen wir noch Andra und ihre neue Nornfreundin, wobei vielleicht kennen sie sich auch schon länger, das weiß ich nicht. Aber die waren da und schrecklich am Verhungern. Ich habe ihnen noch etwas Brot und Schnittwurst gegeben, nicht dass sie vom Fleisch fallen. Minna, wenn das falsch war tut es mir leid.

      Außerdem bekam ich ein wenig Zeit Mejohra von vielen Dingen zu erzählen und wäre beinahe auch zu dem guten Teilgekommen, aber das muss wohl bis später warten. Ich habe noch ein wenig aufgeräumt, aber es war leider nicht mehr so viel zu tun. Ich denke morgen werde ich einfach mal den Boden schrubben oder so, vielleicht mache ich damit jemandem eine Freude.
      Aber zurück zum Thema Liebe, denn noch bin ich nicht ganz durch. Jonathan schau dir mal Andra an. Wir wissen, dass es so viele von uns gibt, die auf sie bauen, die ihr das eigene Leben anvertrauen und die sie lieben. Die Meisten wahrscheinlich auf eine freundschaftliche Art und Weise. Immerhin waren Malvala und Yvvin kaum von ihr abzupellen, als sie dazu kam. Ein wirklich süßes Bild im Übrigen. Aber ihr gehtes schlecht, denn ich denke, weil es bei ihr mit der romantischen, leidenschaftlichen Liebe nicht ganz so hinhaut, man darf mir gerne das Gegenteil beweisen, kommt auch die restliche Liebe nicht bei ihr an. Das muss ich ändern, sehr bald, sonst geht sie kaputt, die Frau aus Glas, so hart, aber doch so zerbrechlich. Dabei hilfst du mir, ja Johnathan.

      Aber nun träum schön, ich gehe sie eben noch zudecken, sie hat echt lange durchgehalten, aber der Schatten den sie in der Kerze wirft bewegt sich schon lang nicht mehr.

      Träum schön Jonathan

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      Tiefer Fall, Tag 11

      Johnathan,

      heute weiß ich nicht wie ichanfangen soll. Ich bin leer, komplett leer ich habe einige Blätter ausgerissen,sie liegen jetzt vor mir, neben dir und ich weine. Ich bin allein und verlassenund verstehe nicht was vor sich geht. Ich möchte einfach nur hier liegen undverdorren. Ich will zu Lynn, zu Malvala... irgendjemand, hilf mir dochJonathan. Vielleicht war es keine gute Idee mitzukommen, vielleicht war ichnicht bereit? Was war das nur, als würde ich von innen heraus verschimmeln,vielleicht wäre das besser?

      Wir haben heute die Kekse gebacken.Das war ganz nett und es ist wunderbar gewesen. Minna war auch da und wir habenuns nicht mal zur Begrüßung umarmt. Ob ich etwas falsch gemacht habe? Ich weißnicht wahrscheinlich hätte ich auf sie zugehen sollen. Stattdessen war icheifersüchtig als stattdessen Juno gekitzelt, geknuddelt und geküsst wurde. Ichhabe mich abgelenkt mit backen, aber es fraß an mir wie Maden in meinem Geäst.Menschen kann ich etwas vorspielen, gut, dass Malvala so bald ging oder auchnicht, vielleicht hätte sie mich retten können vor dem war kam, vor dem wasmich erwartete.
      Ich hatte gesehen, dass Andra undAstrid nicht zum Abendessen gegangen waren, also packte ich etwas zu Essenzusammen und suchte sie, brachte es ihnen und lauschte ihnen bei den Kabbeleienetwas. Eigentlich fast schön Andra lächeln zu sehen, ich war nur nicht sicherwie ehrlich es war. Aber was weiß ich schon. Es ist zum Borke Schälen.

      Später wechselte sich Astrid fürMejohra aus. Bei dieser musste Andra prompt Schutz suchen, mit dem es nicht soweit her war fürchte ich, aber man ließ sie vom Haken und sie ging. Icherzählte Mejohra von dem Tag der Abenteuer und am Ende umarmte sie mich. Ichdachte der Grund wäre, dass sie froh war, dass es mir gut ging, aber nein, nur,dass ich die Odyssee als meine Familie sah und nicht wie Maven werden würde. Danachhat sie mich aus ihrer Melodie ausgeschlossen und lief einfach davon.
      Jonathan, du bist nur ein Buch.Aber das macht dich zu einem halben Baum. Bitte hilft mir. Gold ist hart undkalt. Wenn ich in den Tiefen unter mir verschwinde, wird das jemand merken.Wenn das Wasser tot ist, wie lange dann, bis ich... Nein das istüberdramatisch. Oder? Ich bin nur verwirrt, Morgen schlag ich mir zwei drei Malauf die Wangen und alles ist wie immer. Wie immer, auch wenn etwas in mirschwelt.

      Verzeih, du musst heute mein Kissensein. Der Boden ist hart und kalt und ich fühle mich einsam, aber ich fühlemich so kraftlos, also bleibe ich hier. Mein Jammer tut mir leid, Morgen wirdbesser sicher.

      Schlaf gut Jonathan


      P.S. Ich kann nicht schlafen... ich bekommen keine Ruhe, ich es perlt nur so von meinen Augen.

      P.P.S. Jetzt stehe ich wieder auf, Andra sollte inzwsichen schlafen, sie braucht eine Decke. Mir einzubilden ich würde mich wirklch um andere kümmern können hilft etwas das alles zu rechtfertigen.

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