3. In stillem Glanz - 1331 AE - Logbücher und Tagebücher

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      Frei fliegen, Tag 12


      Lieber Jonathan,


      ich kann nicht viel schreiben, denn Mejohra schläft neben mir. Sie ist schnell eingeschlafen und deshalb kommt jetzt fix noch ein Eintrag.


      Heute Morgen ging es mir beschissen, wirklich und es war gut, dass Malvala mich gefunden und ein wenig aufgepäppelt hat. Mit Ruhe, gut ich sollte schlafen, aber danach war mir nicht, aber ab und zu waren meine Augen durchaus geschlossen. Danach kam Beruhigungstee der hat wirklich gut getan. Außerdem hat sie mit mir auf dem Bett gesessen und mit mir über die Dinge gesprochen die vorgefallen sind. Klar sie konnte sie nicht änder, aber sie hat mir geholfen es fürs erste ruhen zu lassen. Dazu kam Andra, heute überraschend hübsch herausgeputzt die uns abholte zur Flugstunde. Als sie sah, dass es mir dafür heute etwas knautschig ergangen war nahm sie mich in den Arm, das war schon wirklich sehr süß von ihr und wer könnte da noch traurig sein.


      Dann ging es scheinbar ums Fliegen mit Gleitschirmen und Fliegereignung und Kadra die das alles teste wollte mit uns, also traten wir an. Viele mit gemischten Gefühlen. Alea und Malvala freuten sich zum Beispiel, weil sie Spaß daran hatten. Andra und Astrid schien dies eher ungeheuerlich zu sein. Maven schien eigentlich nur besorgt, dass Yvvin etwas passieren würde, die natürlich Feuer und Flamme war. So begannen Trockenübungen zur Körperspannung auf Marvins ausgestreckten Händen und der Feststellung, dass Sylvari wohl Naturtalente sind, hahahahah...

      Ich versuchte nebenbei mit Minna über meine Sorge zu reden, dass wir uns wieder distanzierten, sie schien diese Sorge allerdings nicht zu teilen. Aus ihrer Sicht war vielleicht auch alles in Ordnung. Vielleicht sollte ich es einfach ignorieren, sie werden es schon wissen.


      Danach ging's ans fliegen, welches ich wie folgt zusammenfasse:

      Ich, machte einen Bauchplatscher, flog gegen eine Wand und schaffte einen geraden Gleitflug.

      Yvvin nahm die kleine Hürde ein paar Mal und motivierte dadurch Tarja zu ihrem ersten Flug. Großer Erfolg.
      Viele andere Sylvari gaben eine gute Figur ab.

      Andra schaffte es beim ersten Mal, driftete aber ab und nahmein unfreiwilliges Bad. Sehr Wasseraffin die Gute, und nach dem hohen Absprung ging es ihr übel.

      Siina verletzte sich bei der Ersten Übung und schied aus.


      Das Fliegen war in Ordnung und bescherte mir ein paar blaue Flecken. Ich jubel nun nicht Hurra wie viele andere, aber ich verteufle es auch nicht. Es braucht auf jeden Fall mehr Übung.


      Danach ging es wieder ins Gespräch, diesmal mit Mejohra, die mir zumindest ansatzweise erklärte was los war oder auch ganz und ich verstand nur nicht, dass es alles war. Außerdem von einem Geliebten Menschen, aber das wirkte ein wenig zusammenhangslos und dann von Narben die hart machen. In mir kochte dabei die letzte Nacht wieder hoch die ich weinend und leidend verbracht hatte. Sicher mir steht es nicht zu wirklich über leid zu klagen, denn wirklich angetan wurde mir ja nichts, aber es war schrecklich.


      Irgendwann war ich von all dem so aufgeladen, ich hatte die Energie die ich fühlte Malvala schon einmal beschrieben, dass ich nach dem Dolch griff und ihn mir einfach in die Hand stieß. Was das sollte, keinen Schimmer, aber als die Hand zu schmerzen begann, war der andere Schmerzt vergessen. Kein gutes Zeichen. Natürlich wurde die Wunde versorgt und ich hab mit Mejohra weiter geredet auch nachdem Malvala und Alea gegangen waren. Ich hab zwar das Gefühl wir drehen uns im Kreis und nähern uns nur langsam an, aber es könnte werden.


      So genug geschrieben, gute Nacht Jonathan, heute können wir es echt brauchen.
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      Lieber Jonathan,

      ich kann verstehen, wenn du niemalswieder ein Wort mit mir reden willst also nun ja tust du nicht, aber wenn dumeine Schrift verbleichen lassen magst. Als ich mit dir ins Wasser sprang, daswar schon ein Attentat. Aber heute habe ich dir ein Blatt entrissen. Es tut mirso leid, ich weiß wie schmerzhaft es ist, wenn man ein Blatt verliert. Ichverspreche du bekommst dafür etwas zurück.

      Der heutige Tag dafür war schön.Nach der Arbeit bin ich etwas herumspaziert und habe Andra und Malvalagetroffen. Schnell kamen auch Maven, Minna und Juno dazu. Malvala wollte sichum Andras Unwohlsein kümmern, welches aufkam sobald sie den Boden verließ. Undsie erzählte Maven von seiner Möglichkeit Assoziant zu werden. So eine ArtMitglied der Odyssee ohne Schwur oder so. Auf jeden Fall schien er darüber sehrfroh zu sein und würde wohl das auch wollen. Eine gute Neuigkeit und ein Anlassheute an diesem Tag die Sache etwas gemütlicher angehen zu lassen.

      Es kam der Wunsch auf eine kleine Feierzu Veranstalten, mit Lagerfeuer, Stockbrot und Räucherfisch. Das war durchauseine tolle Idee. Also haben wir alles gegriffen was wir gebraucht haben undschleppten es mit zum Anfang. Dort wo Malvala und ich damals Wasserprobengenommen hatten. Während Andra das Feuer aufbaute mischte ich gemeinsam mitMinna und Malvala Teig für die Stockbrote. So kamen wir alle bald in den Genussvon Stockbrot und Fisch, außerdem kamen mehr dazu. Yvvin zum Beispiel undAstrid, später auch Tekki, so ein schöner Tag.

      Ich gebe zu, dass ich ihnen nicht vielzuhörte. Ich war nur froh, dass Minna mir versicherte, dass sie mich immer nochlieb hatte, das war ein gutes Gefühl und als ich Maven den Pflanzenring gab,war er glücklich und ich denke ich konnte auch sein Lied hören. Das machte michglücklich. Was ich auch noch hören durfte, war eine Geschichte von AstridsLeben. Ein Kampf gegen einen gigantischen Wolf. Lasst sie euch von ihrerzählen, sie ist wundervoll.

      Später habe ich Yvvin zurückgebracht und werde nun auch bald schlafen. Wenn ich am frühen Morgen wachwerde, sehe ich nach Andra. So schnell wird das Arbeitsmonster nicht aufgeben.

      Aber ich muss etwas schlafen, ich habe einen lehrsamen Tag vor mir. Tekki sagtesie legt mir die Auswertung der Analysen von Wasser und Boden in die Bibliothekund damit werde ich ein wenig forschen, auch wenn nichts dabei herum kommt, eskann mich nur schlauer machen.

      Gute Nacht Jonathan
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      Unfrohe Kunde, Tag 14

      Lieber Johnatan,

      heute war wieder ein ruhigerer Tag.Ich habe nur wenig zu tun gehabt. Das Generelle natürlich, in der Küche helfen,putzen Abwasch, was halt sie anfällt. Gegen späten Nachmittag oder frühem Abendhabe ich mich zur Gaststätte begeben, da saßen Juno und Syndra. Mit ihnen habeich mich ein wenig aufgewärmt, was Aufmerksamkeit von Yvvin, Ronja und Andraauf uns lenkte. Die zwei großen hatten wenig Lust später mit uns Ball zuspielen. Wir wollten eines dieser Kinderspiele ausprobieren, wo man einen Ballmit dem Fuß durch die Gegend trat. Während wir darüber berieten wie warum undwieso schwankte die Spielerzahl immer wieder hin und her sodass wir am Ende nurzu Dritt waren. Eigentlich vier, Juno, Yvvin, Tarja und ich und da wir dasSpiel nicht so gut drauf hatten habe wir den Weidenball einfach nur hin und hergeschossen bis Tekki uns unterbrach scheinbar gab es wichtige Neuigkeiten.

      Evvin eine von vielen verhasstenAsura die für Experimente an Menschen durchgeführt hatte mit gekonnter Herzlosigkeitwohl gemerkt. Keiner kann sie leiden, viele wollen ihr am liebsten den Halsumdrehen. Dennoch müssen wir sie Höflich empfangen. Kein Problem, dachte ich,wirkte aber so, als müssten wir eine Runde Maulkörbe verteilen.
      Im Gasthaus lief gerade eineWissenschaftsdebatte, der ich mehr zuhörte als etwas beizutragen, aber es warspannend genug zu zuhören. Allerdings zu kompliziert sie hier wiederzugeben.Wichtig wohl, dass die Umgebung sich negativ auf Xenos auswirkt und ichvielleicht Lynn fragen sollte, ob er ihn eine Weile hütet.

      Später hatte ich die Gelegeheit mitTekki zu reden und etwas darüber zu erfahre was Assistenten Asura so sind undtun und stellte damit klar, Asura zu sein war kein Zuckerschlecken, sie warenauch untereinander sehr gemein zu einander geradezu betrügerisch.
      Während wir uns unterhielten kam eszwischen Andra und Leza zu einem Brüllkontest in dessen Folge Tekki Hals überKopf floh und auch Alicia ging die anwesend war. Ich blieb bis zum Ende. Dastürmte Tekki herein in voller Montur, sie trug scheinbar sowas wie eine Rüstungund war breit mich zurückgebliebenes Huhn zu retten. Leza bekam übrigens neFlasche Rum von mir. Als Tekki sich beruhigt hatte fragte ich Andra nach ihrenGöttern, sie dient wirklich Balthasar, aber dem alten, dem Krieger Gott nichtdem Mörder. Schön, dass sie den Unterschied kennt und Grenth, davon ein anderesMal.


      Ich wünsche dir süße Träume.
      Morgen wird ein langer Tag, schlafgut Jonathan

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      Ein Mordremsspektakel, Tag 15

      Lieber Jonathan,

      heute ist ein besonderer Taggewesen, also wirklich besonders, ich sage es oft, aber eigentlich wusste ichwohl bisher gar nicht, was wirklich besonders ist. Doch wie immer von Anfangan, damit wir nichts vergessen.

      Evvi kam heute zu Besuch und wirempfingen sie dort. Yvvin übernahm die Führung und es lief soweit alles ganzgut. Dafür, dass alle sie als garstiges Monster schimpften, wobei ich sagenmuss, dass Disziplin etwas auf der Strecke blieb und damit auch Höflichkeit undein professionelles Äußeres. Wie? Als Evvi durch Portal kam schickte sie wohleine Menschin vor, welche einigen und auch Yvvin bekannt waren. Anstatt nun zuwarten bis der erwartete (Un)ehrengast eingetroffen war, um zumindest dasProzedere einzuhalten stürmten sie hinauf um die von ihnen bevorzugte Person inüblicher Manier zu grüßen, ich hoffe das hinterließ nicht zu viel Disharmonie.

      Wir wurden einmal vorgestellt mitunseren Abteilungen und dann ging es zurück wo man Doktor Evvi auf unserenStand der Erkundungen brachte. Wohl nicht genug, denn wir wurden in Gruppenaufgeteilt die sich weiter umsehen sollten. Ich würde gemeinsam mit Yvvin,Neyvé und Astrid unter der Führung von Andra unterwegs sein und nach Nordostengehen. Alles dank Gleiter und Eichenherzen kein Problem wie sich herausstellte.Wir fanden komische Gebäude und Mordremspuren. Letzterem folgten wir Nordwärtsimmer weiter, über einen großen Ast und darüber hinaus. Als wir sehr weitNördlich angekommen waren sahen wir dann eine Art Teich an einem Tor und so vieleMordrem, zwanzig und irgendwas Riesiges. Ich hatte so viel Angst wie noch nie,nein, blanke Panik geradezu.

      Yvvin störte das nicht, die wollteeinfach weiter sich umsehen als wäre nix. Dass Astrid, die schon mit einemriesigen Wolf Gekämpft hatte, oder Andra, die sowieso schon gegen andereAbartigkeiten Kämpfte sich nicht ängstigten war zu erwarten. Dass allerdingstauch Neyvé und auch Yvvin so relativ ruhig blieben zeigt eindeutig, dass ichwohl noch viel zu lernen habe. Gut ich lief jetzt auch nicht wie ein KopflosesHuhn herum, aber ich wäre für nichts in der Welt weiter dort geblieben. Gut,dass wir zurückgingen.

      Gegen Ende standen wir davor, dassunsere Eichenherzler keine Ladungen mehr hatten, aber der Abstand war gering,das hätte Andra gleiten können und wenn wir sie wie einen Drachen per Leinedrüber geholt hättet. Stattdessen wollte dieses starkgerüstete YAK schwimmen,hat ja beim ersten Mal schon so gut geklappt. Zum Glück fand Yvvin eineEichenherz Essenz auf der anderen Seite, was es ihnen möglich machte hinüber zukommen. Danach hatte ich meinen kurzen Zusammenbruch, aber Malvala und Ronjabekamen mich fix wieder auf die Wurzeln.

      In der Gaststätte gab's dannBerichte, sie sind sicher irgendwo niedergeschrieben, ich hab nur Dekogestanden und mich beruhigt. Dann habe ich Doktor Evvi was zu essen gemachtgemeinsam mit Yvvin und habe mich noch etwas an Malavala gehängt bevor es insBett ging. Beschissener Tag, zum Glück geht es uns gut.

      Schlaf gut Jonathan



    • ...und Reinschrift


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 21. Koloss 1331
      Am gestrigen Tag erreichte uns Doktor Evvi. Ich hatte zuvor im Heilzelt noch einen Sud aus Kräutern zu mir genommen, welcher dafür sorgen sollte, dass ich ruhig bleiben kann. Sodann holte Andra mich ab und wir machten uns auf den Weg zum Portal um sie dort in Empfang zu nehmen. Niemand von uns wollte Evvi alleine lassen.
      Als wir das Portalrund erreichten, schien noch niemand da zu sein. Die erste Person welche hindurch kam war ein Asura den ich bis dahin glaube ich nicht kannte. Er schien zu kontrollieren dass für Evvis Anreise alles bereit stand. Nach diesem Asura kam Khepri eine Freundin der Odyssee und Weggebegleiterin in Elona. Ich freute mich sie zu sehen, wollte jedoch nicht nach oben stürmen. Nach ihr trat Evvi durch das Portal.
      Es ist nicht zu verkennen wie sehr diese Asura uns Geringschätzung entgegenbringt. Nach dem Rückweg zum Lager trafen wir uns im Gemeinschaftshaus und Evvi schlug vor, wir sollten Suchtrupps bilden, die sich tiefer in die Hallen vorbewegten. Die Idee dahinter war, einen weiteren Zugangsweg für die Mordrem in diese Höhle zu finden, abgesehen vom Portal Durchgang.
      Wir teilten uns in zwei Gruppen, eine davon mit Andra als Führer, die andere mit Juno und ich wurde Juno zugeteilt. Unsere Aufgabe war es, die Gebiete nördlich des Lagers und an der westlichen Seite der Ruinen zu erkunden, und so machten wir uns dahin auf. Ich zeigte Khepri und Alicia die Nutzung der Eichenherzen. Danach machten wir uns auf den Weg.
      Unterwegs fanden wir Spuren von Mordrem, die jedoch schon sehr alt waren. Nach dem was Ronja die Norn berichtete, passten sie zu den Mordrem die wir am Zugang zum Brückenkopf gefunden hatten. Ihre Obduktion befindet sich wieder oben detailliert. Sie führten auf unserem Weg nach Norden.
      Ebenso fanden wir eine Brücke die weiter in den Westen führte und einen Ort erreichen ließ, der eine Zugang zum Wasser bildet.
      Noch weiter im Norden konnten wir eine Ranke finden, die Juno und ich mithilfe der Eichenherzenessenz erstiegen und an deren Ende an der Felsenwand wir einen verschütteten Tunnel fanden. Scheinbar ein Weg auf dem die Mordrem hier eingedrungen waren.
      Die Mordremspuren die wir auf dem Weg fanden, waren so alt, dass sie gut mit dem Angriff auf Tarir und dem Erheben der Mordrem zusammenfallen konnten. Ich könnte mir vorstellen dass dieser Außenposten der Erhabenen hier mit als erster fiel. Der Versuch eine Probe aus der Wurzel zu nehmen, schlug leider fehl, da sie viel zu hart war um ein Stück aus ihr heraus zu hacken. Vielleicht könnte es mit einer Axt gehen.
      Als wir zurückkehrten, konnte ich für einen Moment Panik von Nola spuren, sie hatte die andere Gruppe begleitet. Als wir das Gemeinschaftshaus erreichten waren sie noch nicht zurück, kamen jedoch kurz darauf von Westen heran.
      Bei der folgenden Runde hatte Andra berichtet, dass sie ein Lager der Mordrem gefunden hatten, in welchem gut 20 Mordrem lebten und das scheinbar schon eine ganze Weile, offenbar versuchten sie der Höhle zu entkommen. Ihr Lager lag scheinbar an einem natürlichen Frischwasserteich.
      Für die kommenden Tage werden wir versuchen unsere Stellung hier zu befestigen und uns auf einen möglichen Mordremangriff vorzubereiten. Es sind noch immer viele Fragen offen, aber das hier brachte wenigstens schon einmal einen kleinen Einblick.
      Die Mordrem hatten hier scheinbar seit ihrem Angriff auf die Erhabenenstadt gelebt. Dass sie nun, wo die Inquestur hier ankam, versuchen die Halle zu verlassen, deutet darauf hin dass die Asura irgendwie das Gleichgewicht in dieser Halle gestört haben. Vielleicht haben sie etwas geweckt oder Aktiviert. Irgendwer hat auch die Geister verstümmelt. Immer neue Fragen… ich hoffe wir finden Antworten.

      Für den persönlichen Teil
      Schimmliger Schössling, ich muss gestehen Evvis Anwesenheit hier, bereitet mir mehr Probleme ruhig zu bleiben, als ich erwartet hätte. Ich würde dieser Asura nicht die Unterseite meiner Blätter zudrehen und hoffe, dass alle hier auf sich aufpassen, während diese Schlange im Lager ist.
      Ich weiß wir brauchen sie und ihre Ideen, aber ich muss gestehen, dass es mir sehr zu wider ist, ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich werde versuchen an mich zu halten, doch es wird nicht leicht werden.

      Als ich gestern die Panik von Nola spürte, wäre ich am liebsten direkt losgerannt um zu schauen was vor sich ging, aber ich weiß, dass das alle in Gefahr gebracht hätte. Gut das wir die Idee mit den Hörnern nicht umgesetzt haben. Das hätte uns mit den Mordrem einige Probleme bereiten können, trotzdem brauchen wir irgendein Mittel, um uns auf größere Entfernungen auszutauschen. Das gestern hätte leicht in einer Katastrophe enden können.




    • ...und in Reinschrift


      Reisetagebuch der Exploratorin Malvala 22. Koloss 1331
      Ein ereignisreicher Tag, und überraschender Tag liegt hinter uns. Am Morgen haben wir besprochen wie man den Kristallen einige Geheimnisse entringen könnte. Wir beschlossen einen Fleischgolem zu nähen, um mit ihm einen Annäherungs- und Kontakttest durchzuführen. Wir erhoffen uns dadurch neue Informationen, ob ein näheres heran gehen an den Kristall gefährlich ist, oder nicht. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Gefahr noch nicht einzuschätzen, weswegen sich alle Forscher von ihm zurückhalten.
      Nach dem Gespräch mit Siina kam ein Asura, oder war es eine? Ich kann sie so schwer unterscheiden. Wohl ein bestellter Sprengmeister, der jene Wand öffnen sollte, die wir Tage zuvor bei unserer Erkundung entdeckt hatten. Es brauchte eine Weile der Vorbereitung, die ich mit Andra dazu nutzte, mich zu unterhalten. Es ging um eine mögliche Behandlung eines Expeditionsteilnehmers.
      Während des Gespräches erreichte uns Nola, die mir das geforderte Fleisch von der Küche für den Golem bringen wollte. Leider war es bei weitem nicht genug. Weswegen ich nichts Sonderliches ausrichten konnte. Dann kamen auf einmal alle zum Heilzelt, und Andra erzählte von einer Idee für Khepri. Sie braucht Sand für ihre Magie, und da es den hier nur an wenigen Stellen gibt, eine Möglichkeit diesen zu transportieren. So gab ich mit hängenden Blättern Leza den magischen Kristall, welcher meinen Kasten vergrößert, damit sie ihn analysieren und duplizieren kann. Ich hoffe es klappt, denn wenn nicht, kann ich meinen Kasten nicht mehr nutzen wie vorher.
      Danach machten wir uns auf den Weg zu Siina und fanden dort Ambri vor, die uns berichtete, dass die Arbeit vollbracht wäre, und die Tür bereit zu Sprengung. Als die Wand gefallen war, kam eine Apparatur zum Vorschein, wie ich so nie gesehen hatte. Die Spektromagische Analyse ergab wenig mehr, als die des Kristalles darüber, mit dem Unterschied, dass die Nebel hier deutlich dichter waren. Andra berührte das Konstrukt dabei und ein seltsamer Geruch breitet sich aus, wie das Gefühl, dass sich der Raum verschoben hatte. Was genau geschehen ist, kann ich nicht sagen. Zu viele neue Rätsel wurden mit diesem Objekt gebracht.
      Für das erste soll niemand die Maschine berühren oder ihr zu nahe kommen. Zurück im Heilzelt unterhielt ich mich mit Nola und Jorra kam hinzu. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, woher die Sylvari wirklich stammen und was der Grund unserer Existenz ist, auch in Bezug auf die Mordrem weiter hinten in der Halle.
      Mit einem Mal, verschwanden die beiden in einer Art Nebel und mich erfasste ein Gefühl von Leichtigkeit für den Bruchteil eines Atemzuges. So dann fand ich mich im Wasser wieder unterhalb der Brücke. Es war verrückt, denn scheinbar war ich einfach dort aufgetaucht, von einer Sekunde auf die andere. Ich konnte mich gerade noch einfinden und mich an der Wasseroberfläche halten.
      Den Weg zurück zu finden, war einigermaßen schwer und dauerte eine ganze Weile. Ich fand Nola der das gleiche Widerfahren war. Alle wurden wohl innerhalb eines Augenblicks an einen anderen Ort translokatiert. Am schlimmsten hatte es wohl Jorra getroffen, die zwar bei Bewusstsein war, doch an einer so hohen Stelle erschien, dass sie nicht einfach springen konnte. Zwar hatte sie versucht mit einer Eichenherzessenz auf den Boden zurück zu kommen, da sie jene jedoch nicht richtig benutzte, stürzte sie ungebremst auf den Boden und war danach ohnmächtig.
      Andra brachte sie zum Heilzelt und ich konnte sie dort heilen, doch ich glaube wir hatten Glück. Niemand wurde ernstlich verletzt oder ging komplett verloren. Die meisten Expeditionsmitglieder konnten aus eigener Kraft zurückkehren zum Lager. Auslöser dieses Effektes war wohl, dass Andra die Maschine berührt hatte, welche wir nur Stunden zuvor gefunden hatten. Da niemand wirklich schwer verletzt wurde, würde ich das als unverhofften Test beschreiben, den wir trotzdem nicht wiederholen sollten.
      Nach einem längeren Gespräch mit Tekki ging ich mit Nola ins Heilzelt um über Jorra die Nachtwache zu halten.


      Für den persönlichen Teil
      Die Ereignisse heute haben sich teilweise überschlagen. Auf der einen Seite war sehr viel los, auf der anderen Seite, war das was passiert ist, bestenfalls beunruhigend.
      Für unsere Kristallforschung ist es sehr schade dass wir nicht genug Fleisch haben, aber ich verstehe natürlich, dass wir das als Nahrungsmittel, dringend brauchen. Ich habe heute Morgen Andra losgeschickt Moas zu jagen, damit ich mit ihrem Fleisch arbeiten kann.
      Das Gespräch mit Andra verlief anders als erwartet. Sie war auf meine Behandlungsidee von Minna sehr aufbrausend und so brauchte es eine Weile bis ich an sie heran kam, und wir darüber sprechen konnten, welche Möglichkeiten es gäbe um Minna ihr Gedächtnis wieder zu geben. Sie willigte ein, und nach einem Gespräch mit Minna, können wir es versuchen. Ich bin einigermaßen gespannt was Andra zu berichten hat, zumal es uns alle betreffen soll. Ich hoffe es ist nichts zu schlimmes. Aber ich glaube, sie macht sich wieder mehr Gedanken als notwendig ist.
      Meinem Kasten den Kristall zu entnehmen war einigermaßen schwierig für mich. Ich musste ihn zunächst ausräumen, was kein Problem war. Den Kristall danach aus seiner Fassung zu reißen, und zu sehen, wie die Macht im Kasten schwindet war als würde man mir die Blätter ausreißen. Ich hoffe das Leza den Zauber duplizieren kann, und ich den Kristall oder einen Kristall zurück erhalten kann. Ich hätte nicht gedacht dass es mir so viel ausmacht, aber den Kasten habe ich nun einige Jahre und er ist eine Art von zu Hause geworden. Außerdem sieht es im Heilzelt gerade aus wie in Orr 1325 a. E. Ich muss dringend aufräumen. Besonders nun, da wir eine erste Verletzte haben.
      Das Gespräch zwischendurch mit Siina war einigermaßen seltsam. Ich glaube ich sollte ein Auge auf sie haben. Besonders was ihre Anfrage ihrer Zukunftspläne anbelangt.
      Auch Nola macht mir einige Sorgen. Sie war ziemlich ärgerlich über das Gespräch am Nachmittag mit Andra und am Abend noch einmal nach dem das mit der Translokation geschehen war. Ein Glück konnte sie sich wieder beruhigen und so war sie wieder ruhig als wir uns zur Ruhe legten. Es wird inzwischen zu so etwas wie einer lieben Gewohnheit die Nächte mit ihr zu verbringen und zu reden.
      Als ich Jorra gestern versorgen musste, machte ich mir erst große Sorgen, doch durch Aleas Lehren konnte ich stark zu ihrer Genesung beitragen und so bleibt hoffe ich, keine größere Verletzung zurück die lange heilen müsste. Als sie nach der Heilung kurz erwachte, konnte ich sie spüren. Ich hatte bisher nur selten die Chance Jorra in ihrer reinen Form durch den Traum wahrzunehmen, und jedes Mal, war es ein erhebendes Gefühl. Ihre Melodie ist so rein und klar, und so warm und fröhlich.
      Ich wünschte sie könnte immer so Empfinden, aber es macht mich einigermaßen Stolz, dass ich es geschafft habe das aus ihr hervorzulocken, und sei es nur für einige Stunden. Sie dankte mir kurz als sie noch wach war, für das was ich tue, aber das war gar nicht notwendig. Ich tue es doch gern. Trotzdem merkte ich, wie gut mir ihre Worte taten, und sie klingen heute noch in mir nach.

      Mir fehlen die gemeinsamen Stunden ein wenig, wie wir sie in Elona teilten, auf unserer ersten Reise. Gestern Abend hatte ich, auch wenn Jorra sehr angeschlagen war, zum ersten Mal seit einer kleinen Ewigkeit wieder das Gefühl, dass Jorra ganz hier war. Ganz in dem Moment, und nicht wie sonst so oft so fahrig wirkt und mit dem Kopf schon wieder viel weiter weg. Es tut gut diese Seite von Jorras Blatt zu erleben.

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      Bäumchen wechsel dich, Tag 16


      Lieber Jonathan,


      die Tage werde immer verrückter und ich weiß nicht mehr so recht, wie ich das alles noch in Worte fassen soll. Die Geschehnisse werden von Tag zu Tag skurriler.


      Also eigentlich begann alles mit Ambri die das tat, was sie eben tun wollte, sprengen. Wo? Da wo momentan viele unserer Tüftler ihre kleinen und großen Spielereien zusammentüftelten, dort riss sie eine Wand ein und enthüllte die Sicht auf eine Art magischen Würfel oder so von dem Energie ausging aber keiner wusste so recht etwas damit anzufangen. Also wurde gegrübelt, probiert und getestet. Minna war auch da und sie hat mir Farben mitgebracht, jetzt gibt es auch bunte Bilder von mir wie schön. Für ein Experiement wollte Malvala dann einen Golem nähen und mir auch zeigen wie es geht.

      Dafür war ich dann bei Minna die gerade viel um die Ohren hatte in der Küche und dort scheinbar Alicia dazu motivieren wollte ihr beim Kochen zu helfen. Diese sträubte sich unerfolgreich. Was ich von ihr als Fleisch bekam reichte vorne und hinten nicht wirklich aus, aber das musste es auch nicht, denn als ich am Heilerzelt ankam erwartete mich ein ganz anderes Bild.


      Erst mal war totales Chaos, alles lag wie Kraut und Rüben herum, kannte man so gar nicht, Malvala war voller Angst und kauerte auf einem Bett vor Andra die dort stand, das üblich zornige Gesicht und zerbrochenes Glas in der Hand von dem es braun hernieder tropfte. Ich weiß nicht was es war Blut dachte ich, aber Glas kommt nicht durch diese Handschuhe, aber eines weiß ich, hätte sie Malvala auch nur ein Blatt gekrümmt hätte ich sie geschoren, dann wäre sie lange genug die rote gewesen, JA auch die Augenbrauen! Aber während ich für die zwei wieder im Hintergrund verschwand und quasi unsichtbar wurde eröffnete sich der wahre Grund wieder das Leidliche Andra Minna Thema, aber irgendwann würde es vorbei sein und als sie wieder einigermaßen Mensch war ging sie, um etwas Dummes zu tun, wie dumm würde sich später zeigen.

      Während Malvala und ich uns unterhielten kam Mejohra dazu und hatte große Kunde. Diese uferte in einen Vortrag über Mordrem auf. Ihre Hoffnungen und Wünsche bezüglich dieser und was sie für uns bedeuten. Es wirkte an manchen Stellen gruselig und an anderen utopisich, aber was dabei oder währenddessen passierte war es noch viel mehr.

      Plötzlich stand ich unter einem Wasserfall. Von hier auf jetzt auf einem Stein im Wasser und Wasser prasselte von oben auf mich nieder, die anderen zwei waren verschwunden.


      Es war einfach aus meinem ungewollten Gefängnis wieder heraus zu kommen, denn da war ein Pilz mit dem ich wieder aus der Kluft heraus hüpfen konnte und so mich rufend und an Gebäuden orientierend fand ich Malvala die angeschwommen kam.

      Zusammen gingen wir erst in die Gaststätte und dann auf den Platz, dort trafen wir Tekki und Siina, außerdem Andra die weiter hinten versuche Mejohra von irgendwo herunter zu bekommen, dabei wurde sie auch noch verletzt, sehr schwer sogar und dafür oder darüber war ich sauer. Doch das musste warten, erst müssten die übrigen gesucht werden. Zum Glück war niemand anderes verletzt worden, wobei Tekki beteuerte den Schreck ihres Lebens erlebt zu haben. Das Ereignis war wohl auf Andras Spielereimit dem Würfel hinzuführen die unbedingt noch einmal testen wollte wie es war das Ding anzufassen. Siina allerdings beschützte sie davor mir Rede und Antwort zu stehen, das brachte mich noch mehr auf. Ein Gespräch mit Malvala und Tekki brachte mich wieder runter und danach wachten wir an Mejohras Bett.


      Ich denke ich werde dennoch etwas schlafen.

      Ruhe Sanft Jonathan

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      GesprengtesMoahuhn, Tag 17

      LieberJonathan,

      alsnicht heute zum Heilerzelt kam konnte ich dort schon Malvala sehen, die an denMoa herum werkelte die Andra ihr mitgebracht hatte. Daraus würden wir dasmachen, was wir gestern nicht konnten einen Golem. Gesagt getan, er bekam Beineund Flügel und dann holten wir Siina aus der Gaststätte. Mit ihr Gingen wir zumKristall, wo dieses etwas den Kristall berühren sollte.

      Sehrtolle Ideen wirklich. Es brannte unser Semihuhn an und warf Malvala aus derKontrolle heraus. Sie übergab sich und fiel in Ohnmacht. Zum Glück hatte siedas vorher angesprochen und so konnte ich etwas für sie tun. Siina brachte miretwas Wasser und macht dann einen eigenen Versuch mit dem Kristall. Meinetwegen, oder so. Sie fühlte sich dabei erst krank und dann super gut.

      Alswir Malvala wieder mit etwas Wasser im Gesicht wach bekommen hatten und sie inzusammenhängenden Sätzen redete bekamen wir mit, dass bei und Savinu war, dieMutter von Null, sie waren heute angekommen. Diese wollte sich gerne den Würfelzeigen lassen, also taten wir auch das. Danach kam wieder Wissenschaftsgeblubberwas keiner versteht der nicht Asura ist fürchte ich, ich auch nicht.

      Außerdemnoch ein kleiner Streit mit Andra. Welcher Tag wäre perfekt ohne. Erst hat mandieses weinerliche Etwas, was flüchten will sobald es einen sieht und dann dasBrülläffchen was einen an macht, dass man eine Menge Fehler hat, die es einemaber nicht erklärt hätte, wenn man es nicht dazu gebracht hätte. Genau soAstrid, scheinbar werden meine Fehler lieber bei Andra angeprangert als sie mirzu zeigen. WIE SOLL MAN SO LERNEN VERDAMMT. Verzeih Jonathan, ich sollte nichtso laut sein. Heute Nacht bleibe ich noch mal im Heilerzelt bei Mejohra undMalvala, Mejohra geht es immer noch nicht besser, ich hoffe es richtet sichbald.

      Schlafgut Jonathan

      P.S.Das Moahuhn hab ich verbrannt, sorry, dass es so gestunken hat.
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      Konspirative Theorien, Tag 18

      Lieber Jonathan,

      bisher habe ich gedacht ich kann dafür arbeiten Leute gesund zu machen. Ich habe mich gefreut, dass ich lernen kann ihnen zu helfen und schwere Zeiten zu überdauern, aber was wenn ich die Krankheit bin? Ich habe noch nie darüber nachgedacht, dass ich andere krank machen könnte, hätte ich es doch nur getan. Wie ich dazu komme?

      Ich habe heute mit Andra gesprochen, ja schon wieder. Ich habe mich für den Vortag entschuldigt, aber diese Entschuldigung wollte sie nicht so wirklich haben glaube ich, stattdessen griff sie das Thema wieder auf und ich spreche ihr auch durchaus Recht zu in einigen Punkten die sie sagte, aber nun ja, wir blieben dennoch verschiedener Meinung, was Grundsätzlich ja gar kein Problem ist, dann allerdings passierte etwas Wichtiges. Kadra kam dazu und ich bezeichnete mich und Andra als Freunde, etwas was diese entschieden ablehnte, durchaus ihr Recht. Dann allerdings fügte sie etwas an, was ich nicht vergessen werde.

      "Nimm's mir nicht übel, aber alleine bei dem Gedanken wird mir schlecht."


      Bin ich am Ende dafür verantwortlich, dass es ihr so ekelhaft geht, dass sie sich selbst verletzt? Ist es ein Hilfeschrei den keiner versteht? Mache ich sie krank? Ich muss mit den anderen reden, vielleicht geht es auch anderen Menschen so. Ich meine es gibt solche die Allergien auf Pflanzen haben, vielleicht gibt es ja sowas wie eine Nolaallergie. Wenn es nur Anda ist, kann ich dem aus dem Weg gehen, aber wenn es mehr Leute betrifft, dann muss ich etwas dagegen unternehmen.

      Kadra hat zum Glück Andra mit Theorien zu dem Riesen Globus, ist übrigens eine Weltkarte auf einer Kugel, abgelenkt den Gemmi aufgestellt hat. Scheinbar plant diese hier eine Menge Leute unter zubringen, oder auch nicht. Ich werde für die Fellschau Ausgang beantragen und dann etwas nachsehen gehen. Alles sehr mysteriös. Mejohra war auch da und scheint zumindest mit Krücke vorwärts zu kommen, aber sie muss sich noch ausruhen. Ihr Lied klingt anders als sonst, aber diesmal war ja auch Andra da.

      Ich vermisse Xenos, ich glaube nach der Fellschau schlafe ich im Hain und rede einmal mit Lynn über alles. Das wird es sicher richten.

      Schlaf gut Jonathan bis Morgen.
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      Schiffbruch,Tag 19

      LieberJonathan,

      heute habe ich wieder einen neuen Freund gefunden und er ist einfach großtastisch. Du wirst gleich von ihm hören und sicher sehen wie so. Aber jetzt erst mal da woes oft anfängt, im Gasthaus.

      Null kam zu uns, um einige glückliche von uns auszuwählen für das Schweberochenfliegen. Ich glaube ich muss nicht erwähnen wie spannend das ist? Doch? Es ist super spannend. Dabei waren Malvala, die vor Aufregung und Vorfreude fast aus allen Nähten platzte, Maven der mehr zufällig um die Ecke guckte, Andra die als Kommandantin sich wohl verpflichtet fühlte und ich. Später kam auch noch Siina dazu. Also brachte sie uns zur Treppe an deren Ende sie die Tiere angeleint hatte.

      Dort oben würden wir warten, bis sie uns jeden von ihnen vorgestellt hatte und sie waren großartig und wirkten wie für uns gemacht. Also von der Dynamik her. Eine stolze hoheitliche und goldleuchtende Dame für Malvala, einen starken,ausdauernden aber gefräßigen in schwarz für Maven, einen sehr schnellen und stürmischen in leuchtendem rotgelb für Andra, einen hoch schwebenden Sigma, der eigentlich ein Alpha ist für Siina und einen kleinen sehr wendigen, ein wenig frechen für mich, Trapp heißt er und ich glaube wir werden großartige Freunde werden. Er albert gerne herum und geht gerne unnötige Wege und ich finde, das passt gut zu mir.

      Nach einer Zeit wo wir uns eingewöhnen konnten gab es ein Rennen, eigentlich einmal um die Insel der Höhle, aber Trapp hatte andere Pläne mit mir, wer hätte das gedacht. Wir kamen zwar auch irgendwo an, allerdings nahm er irgendwelch Abkürzungen und Schleichwege. Auch wenn ich bemerken musste, mit Höhe hatte er es nicht so, also musste ich mich auf die eine oder andere sehr schiefe Schräglage einstellen, weil er Hindernisse nicht übersprang, sondern umschwamm.
      So trafen wir die anderen am Ende wieder und machten eine Entdeckung. Es führte ein Pfad unter die Insel. Diesem folgten wir langsam und sahen uns um. Dort auf dem Weg fanden wir zwei Personen die es mit diesen großen Harpunen an die Wand geheftet hatte und am Ende auch ein Schiff. Wie es hier hin kam keine Ahnung, vielleicht war hier mal mehr Wasser? Auf jeden Fall hatte es ein Löwenbanner auf dem... wie heißt es Schiffshintern? Und auf dem großen Segel vorne. Vielleicht kommt es aus Löwenstein? Möglich.

      Wir zogen uns vorerst zurück und kehrten zum Liegeplatz zurück. Dort ließen wir unsere neuen Freunde zurück und machten uns in verschiedene Richtungen auf. Maven und Null kamen mit mir zur Gaststätte, wo ich Maven noch etwas zu Essen für die Wache mit auf den Weg gab und noch etwas mit Null sprach. Eine wirklich nette Asura. Je mehr ich von diesen Asura sehe, desto weniger verstehe ich die ganzen Unliebsamkeiten, aber ich sehe sie bisher auch nur von einer Seite.

      So Jonathan, leider kann ich dich Trapp nicht vorstellen, du würdest nur wieder im Wasser landen und das will keiner, aber ich werde ihn für dich einmal zeichnen.

      Gute Nacht und Süße Träume

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      Heureka,Tag 20

      LieberJonathan,

      ich schleppe schon seit meinem Besuch in dieser Akademie die Frage nach meiner Magie mit mir rum und kann mir keinen wirklichen Reim darauf machen. Vielleichtsollte ich wirklich einmal dort hin und mich einschätzen lassen, vielleicht wissen die ja mehr?

      Aber nun zu den Ereignissen heute. Ich war auf dem Weg zum Brückenkopf in der Hoffnung da vielleicht Druul zu finden, doch bevor ich ankam wurde ich von etwas aufgehalten. Maven und Juno kletterten gerade auf die Brüstung der Brücke und er verkündete sie würden wieder etwas ich sage jetzt mal Spontanes machen. Also ließ ich mich gerne darauf an. Um herunter zu kommen zu den Anderen sprangen wir ins Wasser. Ungemütlich nahe am Rand, aber alles ging gut. Am Strand wo wir das Boot fanden saßen Malvala, Andra, Astrid und Khepri, die kannte ich noch nicht gut, da Andra aber schon wieder schlechte Laune hatte wich ich dem Gespräch aus und begab mich über den Hüpfpilz hinauf und dann in die Bibliothek.

      Später kehrte ich in die Küche zurück, da hatte Minna gerade Frittatas gekocht und es roch herrlich. Ebenfalls dort anzutreffen war Neyvie eine Schwester die ich eher selten sah, weshalb mich ihr Anblick freute. Auch Andra und Astrid undKhepri waren da, suchten Aber schnell Abstand zum Geschehen.

      Als Neyvie gegangen war, frage ich ein wenig bei Minna und Maven über diese ganze Minna-Kopfschmerz-Andra-Gedächtnis-Sache nach. Wir wissen nun so viel. Minna hat absichtlich Dinge vergessen. Das Vergessen ist magisch herbeigeführt worden mit Hilfe von Mavens Schwester. Was sie vergessen hatte handelt von Andra und einem Streit den Beide hatten oder schlimmer? Maven sagt es war die Hölle für Minna, ich frage mich was Andra verbrochen haben könnte? Gut und Maven will eigentlich nicht, dass sie sich erinnert, was Minna dazu meint weiß ich nicht so recht, aber es bleibt schwer. Ich denke sie sollte sich erinnern, es ist besser Dinge zu verarbeiten und damit abzuschließen, anstatt sie einfachWegzuzaubern und zu verdrängen.

      Als Maven gegangen war habe ich noch etwas aufgeräumt und bin dann wieder in dieBibliothek. Noch etwas mehr über den Körperbau der Fleischlichen lernen. Wer hätte gedacht, dass sie so viele Beine allein in ihrer Hand haben. Dazu gibt es auch einen lustigen Reim. Aber als ich zurück zur Gaststätte kam, um zu sehen ob noch etwas angefallen war sah ich Malvala. Die beste Schwester, um über diverse Dinge zu sprechen unter Anderem auch über das Magiethema was mich so beschäftigte. Sie erklärte mir einige der Magien etwas näher.

      Das war der Moment wo es klick machte. Der Moment, wo ich eine Idee bekam. Unsere Naturmagie wirkte nicht auf Menschen, aber wenn ich einen Weg finden könnte die Natur in fleischlichen Wesen zu finden und diese dann auf sie auszuweiten? Damit werde ich mich beschäftigen, bis mir jemand etwas für mich furchtbareres zeigt.

      Also Jonathan freu dich schon mal auf viele Notizen dazu.

      Träumschön
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      Hoher Besuch, Tag 21

      Lieber Jonathan,

      eigentlich hatte ich mich auf einen eher langweiligen Tag vorbereitet. Die Odyssee hatte ein Gildentreffen anberaumt bei dem ich natürlich zuhören durfte, aber eigentlich war mir heute nicht danach in der Ecke zu sitzen und zuzuhören. Gut, dass sich die Pläne kurzzeitig änderten.

      Maven war gerade dabei mich die Knochen des menschlichen Körpers abzufragen, da kam Mejohra zu uns und verkündete, dass wir Besuch erwarteten und das scheinbar Adelig. Diese trafen wir außerhalb der Höhle und unterhielten uns mit ihnen. Scheinbar ein Magierpaar was Abenteuer suchte. Nun die hätten sie sicher gefunden. Als es an uns war ihnen Fragen zu stellen geriet alles etwas aus den Fugen so sehr, dass Mejohra ungehalten herumschrie. Ich weiß nicht, ob das so einen guten Eindruck hinterließ. Aber wir haben sie zumindest nicht verscheucht. Während das Gildentreffen abgehalten wurde bekamen Ery, Ronja,Tekki und ich die Aufgabe unsere Gäste herum zu führen.

      Ich habe versucht das Ganze so lustig wie möglich zu gestalten und Antidoten...Annektierten... Anekdoten sowas zu erzählen, wenn wir an einem besonderen Schauplatz vorbei kamen. Aber letztendlich war es Tekki, welche die eigentliche Führung machte. Diese endete im Gasthaus wo wir noch etwas zusammensaßen. Bei etwas zu Trinken und Restepizza. Reste sind ja bekanntlich das Beste, besonders Evan hat Einiges gefuttert.

      Unsere Gäste verließen uns glücklich und ich verbrachte noch etwas Zeit mit Maven und Evan die sich gerade von ihrer Vergangenheit erzählten. Evan war scheinbar ein sehr begehrter Junggeselle wie mir scheint. Maven überredete diesen dazu sich einmal ein wenig meine Kritzeleien anzusehen und nachdem er gegangen war tat er das auch. Es ist wie du dir denken kannst nicht perfekt, aber er hat mir einige Tipps zum Üben gegeben und ich hab ihm dafür die Blumen gezeigt. Die wird er sich jetzt wohl genauer ansehen gehen.

      Danach haben wir noch Malvala getroffen und die hat mich mit zum Heilerzelt genommen. Dort haben wir uns gemeinsam damit befasst, was ich denn für magische Veranlagungen haben könnte. Ich denke sie tat das, weil sie mich ablenken wollte, hat geklappt ganz gut sogar. Scheinbar steht meinem Wunsch Naturmagier zu werden nichts im Weg, sehr gut. Ich werde mich weiter damit beschäftigen.

      Also Jonathan wir wissen jetzt was wir tun werden. Also ich und du begleitest mich.

      Träum schön
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      ArmeSeelen in Not, Tag 22

      LieberJonathan,

      ich war am Vormittag sehr in meine Studien vertieft. Menschliche Anatomie, Malen, Zeit mit Trapp und den anderen kleinen Dingen die mein Leben bereichern. So hätte ich fast den Ausflug verpasst, den wir in diesen Ort hinter den großenTüren im Norden machen wollten, aber nur fast.

      Ich stieß dazu als sie gerade mit den gröbsten Erklärungen durch waren und sie sich in zwei Gruppen aufteilten. Eine unter Andras Führung die klären sollte Wer,Woher und Warum die Piraten hier waren, oder so ähnlich und Avariss Gruppe, die klären sollte, warum sie wieder weg waren. Ich schloss mich der Gruppe unter Avariss an. Das Erkennen von Zugehörigkeiten fällt mir schwer, wenn es nicht gerade Sylvari sind und danach sieht es momentan nicht aus, sondern mehr nach Menschen.

      Es gab also noch unendliche viele Sicherheitsbelehrungen nur damit wir dann vor geschlossenen Toren stehen und die Ersten es ignorieren. Nun ja ganz schlecht war es nicht, dass Evan und Maven sich umgesehen haben, aber Andra war äußerst entzückt darüber wie du dir sicher denken kannst. Während ich mit Minna, Avariss, Siina und Khepri vor dem Tor stand und noch darüber nachdachte, wie wir das Tor vielleicht auf machen konnten schien drinnen Jemand einen Weg gefunden zu haben und es schwang etwas auf. Ich hätte gerne den Wagen der dort stand zwischen die Tür geschoben, damit sie nicht zu geht, aber nun es ab ja einen Schalter auf der Innenseite.

      Als wir hinein gingen fanden wir noch mehr Türen zu Holzhäusern und Juno wurde mit Ronja vorgeschickt, unsere Späher sollten ihre Arbeit tun. Während wir warteten gab es noch mehr Belehrungen, das war schon gut so nehme ich an. In den Häusern ließen wir Evan zurück, der sich weiter umsehen wollte. Um die Ecke fanden wir dann Kisten, Säcke und Fässer voll Kristalle, Erze, Mienenwerkzeuge und eine Art Dorf? Sie hatten sogar sowas wie wir in unserer Gaststätte also eine Bar. Elonische Goldlampen, Fässer voll teurem Wein, wenn man Minna glauben kann. Ja, kann man. Jadeit der zueiner riesigen Welle geformt wurde als Boden für die Gaststätte und es geht eigentlich noch weiter.

      Doch weiter Unten, wo scheinbar auch ein Brunnen war, da ist die Luft viel zuschlecht, um sich dort aufzuhalten. Da müssen wir noch warten und auf der anderen Seite gibt es noch eine Brücke die führt allerdings zu einem durch Felsrutsch oder was auch immer verschlossenen Bereich. Evan brachte von seiner Erkundung ein Tagebuch mit, was er Khepri zu lesen gab, die das ganze entziffern konnte. Scheinbar von einem Elonier der hier Chef des Ganzen wurde nachdem er aus Elonia floh. Hier lebten also die Piraten, aber natürlich war nicht alles eitel Sonnenschein.
      Scheinbar wenn die Piraten starben kehrten ihre Geister zurück und begannen die Lebenden in den Tod zu reißen. So dezimierten sie sich schnell und schon nach einem halben Jahr kommt sein letzter Eintrag zu dem Thema. Dass er wohl der Letzte hier wäre und sie ihn bald holen kommen. Was für ein bedauernswertes Schicksal. Das Buch war bisher die beste Wissensquelle, aber mal sehen was die anderen Dinge über den Ort erzählen.

      Alses hinaus ging sorgte Malvala dafür, dass ich mir noch einmal ein Haus ansehen konnte. Auf dem Weg hinaus nahm ich mir einen Kristall mit. Ich kenne jemand der mir daraus sicher eine hübsche Figur machen kann. Während ich mich im Haus umsah fand ich zwei Dinge, alten Tee und den Griff eines alten Dolches. Andra die kam um zu fragen, ob sie mir etwas tragen kann, warum?, konnte ihn als einen krytanischen Dolch identifizieren. Kurz darauf kam dann auch Malvala um die Ecke die mit Avariss ein anderes Haus angesehen hatte und wir kehrten zurück hinaus.

      Draußen kam dann die nächste unfeine Überraschung. Maven hatte sich geschnitten, nicht schlimm und nicht tief, aber manchmal glaube ich einfach er ist zu hibbelig. Allerdings bekam ich so eine Chance meine Heilerfähigkeiten zu testen. Die Wunde säubern, die Blutung stoppen und leicht einwickeln. Das hat geklappt und Malvala schien sehr zufrieden. So präpariert konnten wir zur Nachbesprechung in die Gaststätte. Dort stellten wir fest, dass unsere Priaten sehr erfolgreiche Diebe waren und möglicherweise ihre Geister die jenigen waren, welche die Mordrem erschossen. Vielleicht sind sie auch jene Leichen, die unten beim Schiff hängen. Aber es ist noch so viel offen. Also werden wir uns Morgen daran machen das Ganze mal auf einem langen Zeitstrahl zu erfassen um zu sehen, was sich überschneidet.

      Aberich habe Malvala grade ins Bett gebracht, sie war wirklich sehr müde die Arme, vielleicht auch wegen der schlechten Luft. Also sage ich jetzt auch gute Nacht.

      Schlaf fein Jonathan
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      Liebes.. Hallo.. Tagebuch..
      Das ist doch bescheuert. Nun verstehe ich warum Nola ihrem Buch einen Namen gegeben hat. Vielleicht sollte ich das auch tun. Aber welchen Namen gibt man einem Buch? Ich weiß nicht einmal ob ich im Stande bin mehr als nur ein paar Seiten von diesem Heft hier voll zu kriegen.
      Wir sind hier schon nun eine ganze Weile in dieser Höhle. Eigentlich ist es fast wie damals als wir in Yll waren. Nur, dass es hier weniger Bedrohung gibt. Es ist so ruhig. Morgens, Mittags, Abends… es ist fast immer gleichbleibend ruhig. Außer wenn die anderen streiten, üben, essen… Nur dann ist es mir als sei dieser Ort lebendig. Manchmal glaube ich, dass sogar das Wasser hier lautlos fließt.
      Die anderen haben Mordrem entdeckt – aber auch die verhalten sich ruhig. Die Kristalle und die Maschine erscheinen mir bisher als einzige reale Gefahr. Es ist aber auch wahrlich nichts für schwache Nerven, wenn man herumteleportiert wird. Asuraportale ganz ausgenommen. Aber das ist mir zumindest nicht so fremd wie von einem Moment in den anderen hinein am anderen Ende der Brücke zu stehen.
      Die entdeckte Höhle bietet noch mehr Raum für Forschungen der anderen. Zumindest konnte ich überhaupt irgendwas bergen. Das kleine Schiff in der Flasche werde ich irgendwann auf dem Kaminsims in einer Hütte aufstellen. Ich lebe gerne bei Maven, mit Sarina und auch Yvvin zusammen. Sie bieten mir Halt den ich brauche. Aber einen kleinen Rückzugsort brauche ich auch.
      Vielleicht lässt sich alles Erspartes zusammen kratzen für so ein kleines Reich nur für mich. Ich brauche nicht viel. Es würde ein großer Raum reichen. Mit einem kleinen Ofen, einem großen Tisch und einem gemütlichen Bett. Ein Ort nur für meine Gedanken.
      Meine Gedanken. Mein Kopf ist noch immer voll von verschleierten Erinnerungen an Früher. Hier und da prescht eine Erinnerung vor, bahnt sich den Weg und bereitet mir Kopfschmerzen. Zumindest kann ich aber wieder Andras Anwesenheit ertragen. Manchmal wenn sie spricht und Anweisungen gibt, drifte ich ab, erwische mich dabei wie Schleier in mein Kopf ziehen und mich beinahe lähmen.
      Irgendwas war da und das weiß ich. Es war mehr als nur die gemeinsame Zugehörigkeit zur Odyssee. Aber warum habe ich mich dafür entschieden sie zu vergessen? Sarina wüsste sicherlich Rat. Sie wird es mir aber nicht sagen. Maven weiß es auch, doch jedes Mal, wenn wir darauf zu sprechen kommen, verfinstert sich sein Gesicht. Er soll sich nicht mehr grämen und er soll sich darüber auch keine Gedanken machen. Ich habe schon einiges durchgestanden und gleich was es war, ich werde es herausfinden.
      Es wird Zeit die anderen zu wecken.
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      Geisterstunde, Tag 23

      Lieber Jonathan,

      heute habe ich wieder viel in der Bibliothek verbracht und dort gelesen und gelernt. Ich denke ich werde immer besser. Heute Morgen habe ich mit Minna, Malvala und Erythna zusammen gebacken, leckere Teigtaschen.

      Als ich wieder zum Gasthaus zurück kam, um mich nach unseren Backsachen zu erkundigen saßen Minna und Malvala dort vorne an der Feuerstelle. Auch wenn sie mir mit einem Scherz etwas Angst machte waren die Gespräche gut. Malvala eröffnete Minna etwas was sie bisher nur sehr wenigen gesagt hatte und ich war froh, dass sie es tat. im Gegenzug sagte auch Minna etwas, was sie wohl seltener Erzählte. Jeder hatte so seine Sorgen und Nöte und das war verständlich. Gut, wenn man sie mit den anderen teilen konnte.

      Als Maven dazu kam stellten wir uns die Frage was wir heute tun konnten und eine Sache war da auf jeden Fall. Entweder die Mine oder das Schiff und da einige das Schiff noch gar nicht gesehen hatten wurde es dieses. Ich bekam auch eine Gelegenheit mit Andra zu sprechen. Wobei das kein wirkliches Gespräch war. Eher eine Aussage, die sagte, dass es meine Schuld war, dass ich mich verletzte gefühlt hatte, denn sie hätte mich ja gar nicht gemeint, sondern nur auf meine Aussage reagiert. Sie wäre nicht mit Kadra befreundet so wie ich es behauptete, mein Problem mit allem war nur, das habe ich niemals behauptet, aber das Andra einen Fehler zugibt werde ich kaum erleben. So allerdings wurde ich Wegweiserin des Ausflugs, auch keine schlechte Sache, fast schon eine Ehre, draußen blieb ich aber vorerst zurück bei den Rochen. Rochensitting ist eine wichtige Aufgabe, außerdem hatte Mavala mir aufgetragen die anderen zu versorgen, wenn etwas passierte, das konnte ich nicht, wenn mir auch etwas passierte.

      Zuerst war alles ruhig und ich konnte sie einen nach dem anderen im Schiff verschwinden sehen, doch dann mehrten sich Rufe und Schreie. Ich konnte durchaus klar Yvvin ausmachen und mir wurde ein wenig bange. Als ich es nicht mehr aushielt kletterte ich ebenfalls aufs Boot und begann zu suchen. Es war nicht so schwer den Weg hinunter zu finden und dort auch die anderen. Meine Hilfe würde gebraucht werden, zumindest wirkte es so.

      Astrid hatte einen Schnitt am Bauch und am Bein, es wirkte nicht besonders gut und auch Maven war verletzt. Eine fiese Wunde am Kopf und ein garstiger Schnitt am Rücken. Siina blutete über dem Auge, aber das schien nur ein kleiner Kratzer zu sein. Also bat ich Maven und Astrid mit hinauf an Deck, damit ich die Wunden notversorgen konnte, was sich als nicht so einfach erwies. Maven wollte mir nicht einmal eine Chance geben seine Wunde zumindest auszuwaschen und zu verbinden und Astrid bestand darauf nur schnell einen Verband zu bekommen und dann weiter. Ich sollte das nächste Mal Malvala mitgehen lassen, auf die würden sie hören.

      Oben hab ich dann zumindest Astrid versorgt. Musste natürlich ein paar mehr Flusen heraus sammeln und desinfizieren. Beim Bein war es noch alles in Ordnung mit einem Verband. Am Bauch habe ich genäht, immerhin wird dieser sehr beansprucht. Ich hoffe sie nimmt sich die Zeit und Ruhe die ich verordnete. Die Stiche habe ich ganz sauber und klein gesetzt, es sollte wenn nur eine hauch Dünne Narbe geben, wenn nichts schief läuft.

      Später habe ich noch kurz Andra und Siina getroffen. Andra versprach mir auf Astrid zu achten, ich denke sie ist die beste Person dafür. Sie kümmert sich zwar nur schlecht um sich, aber Astrid mag sie sehr, da wird sie achtsam sein wie ein Wolf. Danach wurde es Zeit für den Schlaf denke ich.

      Ich weiß nicht, ich muss wohl noch mehr beweisen, dass ich Dinge wirklich beherrsche, aber ein wenig traurig über Mavens Verhalten bin ich schon. Ich hoffe Malvala ist nicht allzu enttäuscht von mir.

      Schlaf gut Jonathan



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      Post Scriptum... oder mehr Post Mortem...

      Logbuch des Kapitäns,

      wir schreiben den... viel zu lange nach meinem Tod und ein Kapitän bin ich leider auch nicht, aber wen interessiert das noch. Wir haben neue Gäste und sie bringen quietschende Asurabälle mit aufs Schiff, ich sterbe fast vor Vorfreude.

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      Badespaß und Knochenbruch, Tag 24

      Hallo Jonathan,

      Ich bin es wieder wer sonst. Hast schon gedacht ich vergesse dich ja? Wie könnte ich, denn heute geht es zu Lynn, ich freue mich schon so unglaublich darauf ihn und auch Xenos wiederzusehen.

      Aber zuerst zum Tag hat Malvala mir wieder Unterricht gegeben. Wir haben die Knochenbruch Lektion zu Ende geführt und ich habe gelernt wie man schient, gerade biegt, Brüche erfühlt und dann die Splitter heraussucht. Das ist schwierig besonders alle kleinen Teile zu erwischen. Malvala hat sich alle Mühe gegeben die Sache so realistisch zu machen wie möglich, aber eine richtige Situation ist natürlich anders. Irgendwann mitten drin ist auch Yvvin aufgewacht und ich erzählte ihr von meinen Plänen am Abend. Eine Weile überlegt sie, ob sie mich vielleicht begleitet, auch um Tarja nach Hause zu bringen. Der ging es schlecht wie Xenos und das musste ja nicht sein.

      Allerdings probierten wir gemeinsam noch das Bad aus. Ich fand es herrlich, aber für Yvvin war es wohl noch etwas kalt. Aber man konnte ein wenig Spaß darin haben. Meine kleine Asuraschwester ist sehr talentiert im Blätter kraulen und wird scheinbar auch gerne gekrault. Nacht etwas herumalbern haben wir uns abgetrocknet und Sachen zusammengesucht. Ich habe auch versprochen ein paar Dinge mitzubringen, die darf ich nicht vergessen.

      Süße Kärfer und saure Raupen, außerdem noch das Essen für Tork und etwas für meine Patientin und mal sehen, was es sonst noch so geben wird.

      Ruh du dich aus Jonathan, für mich wird es eine lange Nacht.
      Bis Morgen
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      Tauschrausch, Tag 25

      Lieber Jonathan,

      ich bin froh, dass wir Lynn getroffen haben, du hast ihn ja vorher nicht gekannt. Ich hoffe du findest ihn in Ordnung. Ja er darf in dir lesen, vor ihm habe ich keine Geheimnisse, aber ich hatte irgendwie gehofft er ist fröhlicher über das was darin steht. Er hat auch sicher Recht mit manchen Dingen, Malvala hat ja auch so etwas gesagt, aber nun ich muss einen Weg dadurch finden. Du hilfst mir sicher.

      Aber jetzt zurück zum Tag. Wir waren in Hoelbrak zur Fellschau. Yvvin hatte es sich wohl anders überlegt und war nicht mitgekommen. Ich hoffe es geht ihr gut und sie ist wieder sicher bei den anderen. Dafür hab ich in Löwenstein Juno getroffen, das war eine nette Überraschung. Gemeinsam sind wir auf die Fellschau gegangen und da ging es gleich heiß her.

      Tauschen hier und dort ich habe meine Sachen Heute sehr gut losbekommen. Später traf ich auch noch Syren der mit einer Abteisylvari unterwegs war. Also so etwas wie Malvala. Er schien nur ein wenig besorgt, dass ich schon wieder ohne Mejohra umher wanderte. Auch wenn ich ihm sagte, dass das total in Ordnung wäre. Aber nun es ist ihm anzurechnen, dass er sich Sorgen macht. Ich habe von ihm einen Brief für Mejohra erhalten, den werde ich ihr bringen.

      Die Ausbeute ist eigentlich sehr gut. Je ein Glas Mett und Leberwurst, eine lang Salami mit Pilzen drin, eine Flasche Pflaumenschnaps, einen hübschen Kürbis, eine Spieluhr und ich habe Astrid noch nachträglich etwas Nornbräuiges besorgt. Oh nicht zu vergessen meine Rabenfigur und den Auftrag für eine Leopardin als nächstes Tork kam spät, aber als er da war hat er sich gefreut. Nächstes Mal bringe ich ihm dann Getränke. Das wird ne Wissenschaft.

      So jetzt bin ich noch den ganzen Weg zurück gelaufen. Malvalas Zuckerkäfer und die sauren Raupen für Andra habe ich nicht vergessen und Kadra muss ich auch etwas berichten, alles in allem ein Erfolg oder?

      Gute Nacht Jonathan
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      Spiegeltrick, Tag 26

      Hallo Jonathan,

      ich fühle mich leer, so leer, dass ich fast schwerelos bin. Kennst du das Gefühl, wenn man im Wasser treibt, so in etwa, nur dass ich langsam sinke, in ein tiefes dunkles Meer. Ich sehe das zu kritisch? Warte bis ich dir erzähle was heute war.

      Ich überspringe den üblichen Sermon und komme zum Wesentlichen. Mir ist gerade nicht nach viel drum herum. Wir haben in der Höhle, der Mine Zauberspiegel gefunden die irgendwie herum zaubern. Ich habe einen von ihnen berührt und wurde dadurch an einen anderen Ort auf der Karte teleportiert. Ja dumm, ich weiß, aber ich bin froh es getan zu haben. Nach und nach folgten alle anderen die da waren bis auf Mejohra. Maven, Yvvin, Malvala und Andra. Wir sahen uns ein wenig um, so auch ich.

      Als ich am Fenster stand und dort ein paar schwebende Bilder betrachtete konnte ich weit unter mir bei einem Gerippe jemanden sehen. Erst war es nur Aufwühlen des Wassers, aber dann sicher, da war jemand im Wasser und er entfernte sich schnell. Auf meinen Ruf reagierte er nicht, aber irgendwer schien ihm Speere nachzuwerfen. Inzwischen waren die Leute hinter mir so schrecklich nervös geworden, dass sie mich auf Teufel komm raus von dort wegziehen wollten, aber dort war ich zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Dem der da beworfen wurde wollte auch keiner helfen, als entschied ich mich dazu.

      Als Andra mich wieder absetzte nahm ich Anlauf und sprang ins Wasser. Oh man hatte ich Angst, aber die Angst nicht alles getan zu haben, um ein Leben zu retten war größer. An Land konnte ich ausmachen, dass beide Leute auf normalen Füßen unterwegs waren, also keine Mordremkatzen wie ich erst fürchtete, aber wer wusste schon, ob das was da drin war nicht schlimmer sein konnte. Also betrat ich das Labyrinth. Die Anderen waren scheinbar auch recht schnell unten, nun, da es einen Anreiz gab oder so. Schon um die erste Ecke begegnete ich Andra und Malvala. Ab dann wurde alles sehr verrückt.

      Dort waren zwei Sylvari. Die eine schrecklich verrückt und verspielt und rot leuchtend und schrecklich schaurig auf ihre Art, aber einigermaßen friedlich und Freundlich zu uns. Die andere schimmerte Violett und war mehr, ich weiß nicht, blutrünstig, wie eine Katze eben. Darauf aus ihr Opfer tot zu spielen, langsam und Qualvoll. Von der Roten wurden wir zu einem Spiel um unser Fortkommen eingeladen. Dies Äußerte sich in einem Spiel, oder mehr in einer Abfolge von verwirrenden Fragen. Ein paar muss ich Richtig haben, aber es ist oft eher mit Glück einher gegangen als mit wirklichem Wissen. Aber jeder von uns hatte am Ende mehr Punkte als die Violette Sylvari, also musste sie bleiben und wir konnten gehen.

      Auf dem Rückweg fanden wir auch Mejohra wieder. Fragt sich nur was sie erlebt hatte? Wir machten uns also auf den Weg hinauf mit Ylvael unserem neuen Begleiter und als er hinaus trat wurde er auch weniger gruselig und mehr Sylvarisch. Aber ihm brannte es wohl an den Füßen und noch schneller als man ihm den Weg erklären konnte lief er davon. In die Richtung der Mordrem. Bitte Mutter mach, dass er heile zurückkehrt. Mejohra hatte sich derweil mit Malvala unterhalten und sie waren heute sogar sehr unglücklich mit mir. Sie sagten sogar, ich wäre gefährlich und natürlich zu jung. Mag beides sicher stimmen. Andra hat Mejohra auch das Geschenk gegeben, worüber sie sich zuvor gefreut hatte.

      Wahrscheinlich sollte ich nach Hause zurück, das wirkliche zu Hause. Ich denke Lynn würde sich darüber auch freuen. Mejohra sagte zwar, sie würde mit mir darüber reden, aber ich soll ihr nur Fehler aufschreiben, die Andra vor mir begangen hat. Schwer, wenn man nicht sicher sagen kann was Fehler wirklich sind, oder eher Dinge als Fehler zu bezeichne, die vielleicht einfach ein Teil von ihr sind. Ich werde mir Gedanken machen müssen, bis dahin wird hoffentlich mein Kopf leer.

      Schlaf gut Jonathan
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      Geister brennen nicht, Tag 27

      Lieber Jonathan,

      ich denke ich weiß nun, wie sich ein Verbrecher fühlt. Ich habe das Gefühl wo immer ich hingehe liegen Augen und wenn ich etwas sage gibt es stichelnde Kommentare. Hinter meinem Rücken, aber nicht direkt in meiner Abwesenheit spricht man darüber mich in den Hain zurück zu schicken. Leute von denen ich mir Verständnis erhofft hatte. Ich wünschte du könntest mir sagen, was du darüber denkst Jonathan.

      Aber gestern kehrte Ylvariel zurück. Zum Glück unversehrt. Scheinbar hatte er die Mordrem nicht gefunden und sie ihn nicht. Nach ein wenig Hin und Her zeigten Juno und ich ihm das Portal aus unserer Höhle, aber da tat sich ein Problem auf, was viele wohl hatten. Er traute Asura nicht, das wohl, weil er wegen diesen hier fest saß. Nun wer würde ihm das verübeln?

      Im weiteren Gespräch stelle sich fest, dass er Gemmi und Torkks kannte und damals eine Abmachung mit ihnen getroffen hatte. Welche genau ist noch nicht raus, aber es hatte wohl etwas damit zu tun, dass er Mordremoth's Stimme in seinem Kopf hörte. Etwas was viele Slyvari hinter sich gebracht haben, der Grund warum es die Mordremwacht gibt. Gut, dass es ihn nicht erwischt hat. Als er allerdings hörte, dass Mordremoth tot war schien er irritiert und hatte eine Menge Fragen, verständlicherweise.

      Danach nahm er mich mit vor die Tür des Gasthauses und eröffnete mir etwas Offensichtliches. Etwas was mit der Zeit wohl besser wird. Aber er wird vorerst bei uns bleiben. Nicht direkt da, weil er Zeit braucht und die anderen auch. Hab ihn auf eine Insel gebracht die ich sah als ich mit Tekki damals nach den verstreuten Teleportierten suchte. Dort hat er seine Ruhe und die anderen entspannen sich vielleicht auch.

      Ich werde ihm auf jeden Fall einmal am Tag Essen und Trinken bringen. Gibt mir einen guten Vorwand Trapp auszuleihen und auf ihm zu reiten. Außerdem kann ich mich dann mit ihm unterhalten. Nicht zu vergessen habe ich heute Leza getroffen, wie ich es schon lange vor hatte. Aber bei allem was gut ist, bei ihr laufen auch einige Dinge falsch. Sie sah aus wie zertrampelter Kohl, roch wie ein alter Komposthaufen und ihre Brille hatte sie auch verlegt. Wenn selbst ich mich hinstelle und sie ordentlich anziehe ist etwas im Argen. Aber wie erwartet erzählte sie mir nicht, ob ihr etwas fehlte. Später wollte sie noch mit mir und Minna reden, leider war ich schon mit Mejohra in einem wichtigen Gespräch.

      Einzelheiten kennst du ja, du warst dabei Jonathan, aber zusammenfassend haben wir wohl Gedanken in eine Bibliothek sortiert, um diese besser zu ordnen und einen Sinn dahinter zu finden. Was am Ende dabei heraus kam. Das, wofür mich alle gerade so verteufeln nimmt sie mir gar nicht übel. Scheinbar darf ich morgen beim Training mit machen, aber nur, wenn ich stummen Gehorsam zeige. Keine Widerworte und kein Nachfragen, einfach machen, das wird schwer, wirklich. Aber scheinbar muss ich beweisen, dass es geht.

      Oh bevor ich es vergesse, da war auch wieder ein Geisterangriff. Sie kommen jetzt auch zu uns hinauf, das ist besorgniserregend. Ich dachte sie sitzen dort unten vielleicht fest, aber vielleicht konnten sie uns auch einfach bisher nicht wahrnehme. Das ist wohl de wahrscheinlichere Erklärung. Gemeinsam mit Juno und Ylvael habe ich einen Geist bekämpft, würde ich gerne sagen, aber eigentlich habe ich nur zugesehen nachdem er mein Bein erwischt hat. Aber ich habe versucht ihn anzuzünden, immerhin sagt Avariss ja Feuer vernichtet alles. Sie hatte Unrecht, das muss ich ihr mal sagen, wenn sie gut drauf ist. Der andere Geist kämpfte Gegen Siina, Beta, Malvala und Minna. Soweit ich sehen konnte hat er Minna einen unangenehmen Schnitt am Hals verpasst, den Malvala aber versorgte und Ylvael ist an der Schulter verletzt. Hilfe wollte er aber keine.

      Das war der Tag, reichlich chaotisch mhm? Keine Sorge, morgen wird's besser.

      Süße Träume
    • Erys Gedanken zu Gestern

      Hallo liebes Tage…buch?
      Also täglich wird’s bestimmt nicht, aber ich musste mich jetzt einfach hinsetzen und meine Gedanken sortieren. Nola schreibt ja immer eifrig in ihrem Tagebuch, deshalb dachte ich mir, es würde vielleicht helfen.

      Also, wo soll ich anfangen… Gestern war… einiges. Die ganzen letzten Tage mit der Entdeckung von dem Versteck der Piraten und was noch zusätzlich so herausgefunden wurde. Ich habe mich irgendwie fehl am Platz gefühlt. Gut, ich hätte mit den anderen zu den Geistern gehen können, aber mit meinen Verteidigungsfähigkeiten? Das wäre doch nichts geworden!

      Umso glücklicher war ich dann eigentlich auch, als Andra ihre militärische Übung angekündigt hat. Toll, hab ich mir gedacht, endlich was gegen den Lagerkoller und vielleicht kann ich danach auch besser mit irgendwelchen Waffen umgehen, damit ich in gefährlichen Situationen nicht total die Last der Truppe bin. Mir war klar, dass mein nicht vorhandenes Talent für Kämpfe und alles drum rum mich vermutlich ein wenig ausbremsen würde, aber deshalb war ich ja so bereit, mich in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln. Ich kenne meine Stärken und Schwächen und ich denke, ich habe von Andras Übung einfach… etwas anderes erwartet.

      Diese „ins kalte Wasser werfen“ Technik funktioniert ja vielleicht für theoretische Gebiete, aber für den Kampf? Nochmal, ich hatte keinerlei militärische Erfahrung und so ging es nicht nur mir. Was hätte denn gegen eine bisschen längere theoretische Einführung und die Grundlagen gesprochen? Zusammenhalt der Gruppe stärken, schön und gut. Aber… Schlussendlich kam das nicht dabei raus. Zumindest nicht für mich…
      Wir sollten nun also als Gruppe vom Portal zurück zur Schenke kommen. Auf dem Weg haben Andra, Maven und zuletzt … Malvala und Avariss uns das Leben schwer gemacht. Von Anfang an war mir so, als ob es anderen auch ein bisschen zu blöd war, diese „Simulation“ durchzuspielen. Evan und Minna haben immer wieder getuschelt und hätte Druul mich nicht mit Yuno in die erste Reihe gesetzt, wäre ich auch um einiges missmutiger den anderen hinterhergelaufen.

      Habe ich da vorne also etwas gelernt? Nicht wirklich… Ich bin halt Juno hinterher, die kann das gut mit dem Auskundschaften und Schleichen und so. Um ehrlich zu sein, wollte ich so schnell es geht, wieder zurück zur Schenke, deshalb habe ich mir echt Mühe gegeben, konstruktiv zu sein. Zumindest am Anfang, denn mit Druul und Andra wollte ich nun auch keinen Streit vom Zaun brechen.
      Also, erstes Hindernis: Blockade-Mauer aus Holz (von Thoran) mit Andra oben drauf. Links herum zu eng, rechts muss man hoch klettern. Aus der Mesmer-Ecke kam noch der Vorschlag, sich von Marvin drüber heben zu lassen und dann mit Portalen alle rüber zu holen, aber es war klar, dass Andra da niemanden so einfach drüber lässt. Hier… fing es dann an…

      Evan hatte schon Recht, in dem Sinne, dass diese (doch recht unrealistische) Situation am einfachsten mit Mesmer-Magie zu lösen sei. Aber auch Druul hatte Recht, dass das den eigentlichen Sinn der Aufgabe komplett umgehen würde. Wie schon oben gesagt, ich wollte nichts zu dem Sinn dieser Übung sagen, weil ich einfach keinen Streit anfangen wollte.

      Mal und ich haben also Juno auf den Fels hochgeholfen und im Grunde war die Sache geklärt. Bis auf Marvin wären wir alle dort hoch gekommen und Andra schien auch mit uns zufrieden zu sein… Bis dann Evan und Druul komplett aneinander geraten sind. Ich war schon oben, als Druul Evan dann gepackt und ihm gedroht hat. Bei Evan hatte sich wohl einiges angestaut und er erzählte von allem Möglichen aus seiner Vergangenheit mit der Odyssee. Dass er nicht ernst genommen werde, auch nicht von Jorra oder den anderen und sich in den letzten Tagen mehr und mehr fehl am Platz gefühlt habe. Ich… hatte Mitleid mit ihm und war umso geschockter, als es dann das Camp verlassen wollte. Druul war natürlich auch seeehr einfühlsam und hat ihn noch mehr zur Schnecke gemacht…

      Diese allgemeine gereizte Stimmung ist etwas, das ich nicht ertrage. Man könnte mich als ziemlich harmoniebedürftig beschreiben und die kleinsten Dinge können mir sehr zu Herzen gehen. So auch das Debakel gestern. Druul kam dann auch zu uns hoch und ich hab mir meinen Kommentar verkniffen, denn, auch wenn ich ihn eigentlich gut leiden kann, er ist zu weit gegangen. Klar, Druul fühlt sich vermutlich für alle hier ein wenig verantwortlich und steht genauso unter Strom, da er mit verantwortlich ist für die ganze Verteidigung und unsere Sicherheit, aber jemanden, dem es offensichtlich schlecht geht, so anzufahren… Das wurde mir dann auch irgendwie zu viel.

      Obwohl Evan dann wohl doch noch von Leza gegen später überredet wurde, hatte ich ihm schon angeboten, seine Sachen aus dem Camp zu holen. Es wäre das gewesen, was ich mir auch von jemandem in dieser Situation gewünscht hätte. Aber der Mutter sei Dank, er bleibt jetzt ja doch… Hoffentlich.

      Natürlich wusste ich das zu diesem Zeitpunkt gestern noch nicht und war demnach noch mehr darauf besannt, schnell zur Schenke zurück zu kommen. Auch wenn ich meine Emotionen unterdrücken kann, irgendwann kommt auch bei mir der Punkt, an dem es mir reicht!

      Also, nichts wirklich anmerken lassen und diesmal Nola hinterher für das nächste Hindernis. Knapp zusammengefasst: Maven im Gebüsch in den Felsen gegenüber von uns. Hatte einen Heidenspaß, uns mit Netzen abzuschießen. Schlussendlich hatte man ihn mit Sylvari-Ablenkungsmanövern ala Waldtierzoo abgelenkt und Avariss und Druul haben ihn „besiegt“. Der Plan war in Ordnung, Durchführung auch und ich hab mich darauf konzentriert, einfach schnell fertig zu sein.

      Ich wollte nur noch zurück zur Schenke, Evans Zeug holen und mit ihm reden. Nichts weiter. Die Übung war nett, aber wie gesagt… nicht das was ich erwartet oder mir erhofft hatte. Besser mit meinem Dolch umgehen kann ich nicht und klar waren diese Gruppenübungen schön gemacht, aber es war auch… irgendwie nicht so hilfreich wie erwünscht.

      Aber es war dann ja doch nicht vorbei. Warum auch? Warum nicht noch einen oben drauf setzen? Mit viel Willenskraft meinerseits sind wir dann also in Zweierreihen im Gänsemarsch ganz brav in Richtung Brückenkopf und Schenke gelaufen. Aaaber nein, das wäre dann ja zu einfach gewesen.

      Auf Andas Befehl wurden dann also Malvala und Avariss, die vor mir und Juno liefen… „böse“. Sie haben sich umgedreht und haben und angegriffen. Schöner Mist war das.

      Wie genau hatte es sich Andra denn vorgestellt? Wie wir gegen zwei magiebegabte Leute anstehen sollen. Mir stand’s dann echt bis oben hin. Nola hatte wenigstens noch Motivation und hat zusammen mit Juno angefangen, Blätterkugeln auf die beiden zu werfen, aber was um alle in der Welt hätte ich tun sollen? Minna und Siina hatten Waffen, die sie aber nicht einsetzen konnten, weil ja keiner verletzt werden durfte.

      Ist eben ein bisschen doof, wenn es einen „Schaukampf“ gibt und die Gegner einen richtig mit Magie Nerven und außer Gefecht setzen können, man selbst aber keine Ahnung hat, was zu tun ist. Mal hat angefangen ihre Nekromantie auszuüben und uns einem Schwarm von Käfern auf den Hals gejagt. Der Tag konnte gar nicht besser werden. Aber gerade als Nola und ich zumindest (wenn auch ziemlich hilflos) versucht haben, Avariss „unschädlich“ zu machen, hat Mal nochmal einen draufgesetzt.

      Wenn ich davor vielleicht noch den letzten Funken an Motivation und Willen, das ganze zu Ende zu bringen gehabt hatte, war es danach damit vorbei. Sie hat irgendwas mit ihren Kräften veranstaltet, was mich durch eine Art von Portal an ihren ursprünglichen Platz und sie an meinen hinter Avariss teleportiert hatte. Es… war als ob man mich an den Blättern durch ein winziges Mauseloch in festem Granit gezogen hätte und auf der anderen Seite wieder ausgespuckt hätte. Mir war gleich danach sehr schlecht und hab mich den Rest des Abends irgendwie… zerknittert gefühlt, als ob eine Horde Dolyaks über mich drüber getrampelt wäre. Und heute hatte ich Kopfschmerzen. Warum ich darauf so heftig reagiert habe und es Mal gut ging? Ich weiß es nicht…

      Gehen. Zurück zum Camp. Das war alles, was ich danach noch wollte und mir war es egal, ob Druul nun die Übung noch offiziell beenden würde, bevor man gehen durfte. Es war als ob Mals Aktion dem ganzen einfach noch die Krone aufgesetzt hat.



      Bin ich deshalb Mal böse? Ich… denke nicht. Sie hat mir heute morgen vor mein Zelt eine Flasche mit einer entschuldigenden Nachricht und einem stärkenden Serum gelegt. Sie war wohl nur voll und ganz in ihrem Element und sie konnte ja auch nicht wissen, was sich in mir aufgestaut hatte oder wie ich reagieren würde. Es war ein ziemlich toller Trick, aber es hatte sich so… unfair angefühlt.

      Jeder hier kann irgendwas toll und kann sich gut oder zumindest besser als ich einbringen. Ich bereue es nicht, mit der Odyssee mitgegangen zu sein, aber ich muss dringend irgendetwas finden, mit dem ich aktiver mich in solchen Situationen einbringen kann. Was wenn der Angriff real gewesen wäre?

      Junos Idee mit der Steinschleuder ist eigentlich große Klasse und gerade die Munition dafür, das ist etwas, das ich mit meinen Fähigkeiten verbessern könnte. Kleine Mechanismen einbauen um verschiedene Möglichkeiten zu eröffnen? Es wäre eine Überlegung wert…
      Der Gedanke an gestern ist etwas, an das ich mich nicht gerne erinnern werde, aber ich kann jetzt auch schlecht auf jeden sauer sein, der gestern bei mir angeeckt ist. Vielleicht muss ich mich auch einfach mal ein bisschen von ein paar Konflikten fernhalten und mit mir selbst ins Reine kommen…

      So, anders weiß ich das hier (was auch immer das ist) auch nicht zu beenden, deshalb hört ich jetzt einfach auf zu schreiben…