Briefkasten der Rurikhalle

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    • Briefkasten der Rurikhalle



      Ein geschmiedeter Briefkasten tut seinen Dienst am Seiteneingang der Rurikhalle. Dort kann man jegliche Schreiben einwerfen, die den amtierenden Rurikrat erreichen sollen. Ebenso wenn man eine Anfrage oder Nachfrage an den Rurik-Salon oder den Rurik-Palas hat, hier wird aber erbeten dies erkenntlich zu machen am Umschlag.

      Ein unteres Fach lässt sich an einem Knauf öffnen, so man ein Paket abgeben muss und keiner der Pagen anwesend ist. Da dort auch der Eingang zur Ministerialwache ist und die ihren Dienst an eigener Pforte erbringen, wird auch kein Langfinger Freude daran haben, dort etwas entwenden zu wollen.

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    • Am Nachmittag dieses ersten Tages der Woche, wird ein Umschlag mit dem grünen Wachssiegel der Brücke in den Briefkasten der Rurikhalle geworfen. Er ist an die derzeit amtierenden Patrone der Halle adressiert.


      Brückenschreiben

      Sehr geehrte Mitglieder des Rurikrats,

      im Zuge der aktuellen Geschehnisse und vor dem Hintergrund der persönlichen Einstellung der Prinzessin Leandra De Cerro, wird die Brennerei Wolsey ihre Whiskylieferung an die Rurikhalle mit sofortiger Wirkung einstellen. Die Brücke unterstützt keine Betriebe, die sich gegen die Gemeinschaft der Völker stellt, oder aber sich anderweitig herablassend der Bevölkerung gegenüber präsentiert und sieht sich dahingehend außer Stande die Rurikhalle, die bereits in der Vergangenheit mehrfach bewiesen hat, dass sie nicht länger eine Institution ist, die sich ihrer Verantwortung dem Volk gegenüber bewusst ist, weiterhin mit guten und gern gesehenen Gütern ihrer Produktion zu beliefern. Vor diesem Hintergrund kündigt die Brennerei Wolsey, deren Verwaltung nach dem Tod des Barons, möge er in Grenths Reich Frieden finden, in die Hände der Brücke gelegt wurde, jegliche Geschäftsbeziehungen mit der Rurikhalle auf. Es werden keine weiteren Lieferungen stattfinden. Eventuell bereits im Voraus bezahlte Beträge werden selbstverständlich noch im Laufe dieser Woche zurück überwiesen.

      Auch unser Kundenkreis, Prinzessin De Cerro, ist sehr exklusiv.

      Ehre den guten Göttern.

      Hochachtungsvoll

      Levi Iorga
      Vorsitzender von "Die Brücke"

    • Die Brücke erhält postwendend ein Antwortschreiben, addressiert an Levi Iorga, mit dem Siegel der Rurikhalle:

      Schreiben an die Brücke
      Geschätzter Herr Iorga,

      wir nehmen diese Entscheidung der Wolsey-Brennerei mit Bedauern, aber auch mit Unverständnis zur Kenntnis. Über Jahre verlief diese Kooperation anstandslos und wir haben das Wolsey-Whiskey-Sortiment auch bei der letzten großen Umstellung nicht abgeändert, aus Respekt gegenüber dem verstorbenen ehemaligen Besitzer der Brennerei und Rurikpatron, Baron Wolsey. Wir glauben nicht dass diese Entscheidung wirklich in seinem Sinne ist.
      Die gegen Prinzessin de Cerro und die Rurikhalle vorgebrachten Vorwürfe können wir nicht nachvollziehen und bestreiten diese entschieden. Prinzessin de Cerro setzt sich als Ratsherrin für Inneres täglich für alle Bürger Krytas ein und hat als Patronin der Rurikhalle maßgeblich an vielen Benefizveranstaltungen mitgewirkt, von denen unter anderem auch die Brücke profitiert hat. Nach unserer persönlichen Einschätzung hat sich die wohltätige Arbeit der Rurikhalle eher gemehrt als vermindert.
      Sollte die Entscheidung der Wolsey-Brennerei unter der Leitung der Brücke bestand haben, so müssen wir auch darum bitten von weiteren Kooperationsanfragen von Seiten der Brücke abzusehen. Die Rurikhalle wird dann für wohltätige Zwecke mit anderen Hilfsorganisationen zusammenarbeiten und die Brücke nicht mehr berücksichtigen. Was Euch persönlich betrifft, ist es wohl das Beste, angesichts der Abneigung die Ihr für beide Patroninnen hegt, wenn Ihr die Rurikhalle nicht weiter frequentiert.

      Ehre den Göttern,
      der Rurikrat
    • Es dauert etwa einen Tag, bis ein weiteres Schreiben von der Brücke die Rurikhalle erreicht. Wieder ist es mit dem hellgrünen Siegelwachs, der charakteristisch für die Organisation ist, verschlossen und ebenso ist ein weiteres Mal der Rurikrat als Adressat angegeben.

      Brückenschreiben

      Sehr geehrte Mitglieder des Rurikrats,

      ich vermag nicht zu sagen ob Baron Wolsey meine Entscheidung gut heißen würde oder nicht. Er legte die Zukunft seiner Brauerei einst in die Hände eines Freundes und damit auch in dessen Verantwortlichkeit und es ist heute nicht zu sagen in welcher Weise er sich vor dem aktuellen Hintergrund entschieden hätte. Im Bezug auf die Brücke aber vermag ich offen zu sagen, dass das Wohlergehen der Bevölkerung und die Stärkung der Gemeinschaft deutlich schwerer wiegen, als angestellte Spekulationen, die mehr Rücksicht auf die eventuellen Bedürfnisse eines (bedauerlicher Weise viel zu früh) Verstorbenen nehmen, als auf jene der Lebenden. Ab davon ist mir sehr wohl bewusst in welcher Weise Prinzessin De Cerro sich für das Wohl der Bürger unserer wundervollen Stadt einsetzt. Ebenso aber sind mir ihre Ichbezogenheit und ihr steter Drang sich zu jeder Zeit ohne Rücksicht auf Verluste in den Mittelpunkt zu stellen mehr als bekannt. Es mag ihre Art sein sich den Lohn für ihr Handeln einzufordern, die der Brücke ist es nicht und ich distanziere mich entschieden von einem solch ausgeprägten Drang der persönlichen Profilierung vor dem Leid anderer. Die Prinzessin und damit einher leider auch die Rurikhalle haben in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie nur mehr wenig Wert auf Hilfsleistungen legen, die nicht darauf abzielen den eigenen Namen hoch zu halten. In diesem Zuge wurden Anfragen der Brücke mehrfach abgeschmettert oder schlichtweg ignoriert. Die Brücke arbeitete einst in enger Kooperation mit der Rurikhalle zusammen. Diese Kooperation wurde aber ohne persönliche oder schriftliche Absprache einfach aufgelöst, die Hilfsleistungen eingestellt und damit nicht nur die Organisation, sondern all jene, die auf sie angewiesen sind und/oder von ihr profitieren, vor den Kopf gestoßen.

      Ich muss sicherlich nicht daran erinnern, dass nach diesem Bruch, der von Seiten des Rurikrats ohne ersichtlichen Grund vorgenommen wurde, keine weiteren Anfragen von Seiten der Brücke mehr eingingen. Es wird hier vom Andenken an den Baron Jeremy Wolsey gesprochen und das vor dem Hintergrund, dass man einen großen Teil dieses Andenkens mit Füßen trat, in eben jenem Augenblick, als man beschloss die Kooperation mit der Brücke zu brechen. Denn nicht nur waren die Grafen Di Saverio bekennende Förderer und Vertreter der Organisation, sondern ebenso der Baron, unter dessen Führung die Halle sich auch weiterhin an die Hilfsverträge hielt, die sie einst mit der Brücke schloss.

      Es ist weder nötig mir noch weitere Wohltaten der Prinzessin De Cerro vor Augen zu führen, noch von jenen der Rurikhalle zu berichten, denn ich habe wahrlich genug gesehen, um keinen Zweifel an der von mir getroffenen Entscheidung aufkommen zu lassen. Dass der Rurikrat offenbar der Ansicht ist, dass die Auflösung der Whiskylieferungen mit der persönlichen Abneigung meiner Person ihm gegenüber zu tun hat, unterstreicht für mich nur ein weiteres Mal den derzeit dort herrschenden Charakter. Gemachte Äußerungen und Verhalten, zuzüglich des bereits oben beschriebenen, haben letztendlich zu dem nun getroffenen Entschluss geführt. Selbstverständlich nehme ich die Entscheidung des Rats aber klaglos an und werde mich, so wie ich es schon, bis auf eine einzige Ausnahme, die letzten Monate über getan habe, der Halle fern halten.

      Die Brücke war und ist nicht Sprungbrett für eine Person, sondern eine Bewegung, die für Gleichberechtigung und gegenseitige Wertschätzung steht. Klassendenken und das Erheben über andere hinaus, einzig und alleine aufgrund Rang und Namens werden von ihr weder gefördert, noch unterstützt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen stellvertretend für die Organisation weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Wir sehen und erkennen Hilfsleistungen, aber wir heißen nicht jedes Mittel zum Zweck gut. Sollte der Rat darüber hinaus noch immer nicht verstehen oder nachvollziehen können, wie es zu alledem kommen konnte, stehe ich selbstverständlich zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

      Ehre den guten Göttern.

      Hochachtungsvoll

      Levi Iorga
      Vorsitzender von "Die Brücke"


      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Levi Iorga ()

    • Erneut bringt ein Bote ein Schreiben mit dem Siegel der Rurikhalle:
      ((auch wenn es eigentlich selbstverständnlich ist, weise ich nochmal darauf hin dass dieser Briefwechsel natürlich privat ist. Wer nicht von einem der Teilnehmer eingeweiht wird, kann den Inhalt der Briefe nicht kennen))


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      Geschätzter Herr Iorga,

      vielen Dank für die näheren Ausführungen Eurer Beweggründe. Wirklich nachvollziehbar ist Eure Entscheidung für uns aber immer noch nicht. Selbstverständlich kann die Menge und Frequenz von Zuwendungen zu einer einzelnen Wohltätigkeitsorganisation variieren, so ist es wohl auch im Fall der Brücke passiert. Wie bereits gesagt, unterstützt die Rurikhalle eine ganze Reihe von Projekten und Organisationen. Unstrittig dürfte sein dass zuletzt der ehemalige Patron Baron Dorian Ashcroft ein engagierter Förderer der Brücke war und, soweit uns bekannt, auch ein persönlicher Freund von Euch. Aber auch nach seinem Ausscheiden gab es Spendenaktionen der Rurikhalle von denen die Brücke bedacht wurde. In jedem Fall können wir mit Sicherheit sagen dass es nie eine generelle Entscheidung gegen eine Zusammenarbeit mit der Brücke des aktuellen Patronats gab, vor Eurem vorwurfsvollen Schreiben. Die Häufigkeit der Unterstützung mag abgenommen haben, was kaum überraschend sein dürfte in Anbetracht der Nähe die manche ehemaligen Patrone zur Brücke hatten, aber einen bewussten `Bruch` gab es nicht. Jedenfalls nicht von unserer Seite.
      Wenn spezifische Anfragen der Brücke abgelehnt wurden, dann immer nur auf Basis der konkreten Anfrage, für die sich eben keine Unterstützung von Seiten der Rurikhalle anbot. Sollten tatsächlich Anfragen gar nicht beantwortet worden sein, kann es sich dabei lediglich um ein Missgeschick handeln. Es steckte keinesfalls Absicht dahinter. Falls auf Eurer Seite der Eindruck entstanden sein sollte, die Rurikhalle würde generell keine Zusammenarbeit mit der Brücke eingehen wollen, hätte ein persönliches Gespräch ausgereicht um dieses Missverständnis auszuräumen.
      Falls es tatsächlich Verträge geben sollte, die von der Rurikhalle derzeit nicht eingehalten werden, sendet uns bitte eine Abschrift zu, denn diese liegen uns aktuell nicht vor.
      Den Vorwurf Prinzessin de Cerro oder der Rurikhalle ginge es nur um persönliche Profilierung müssen wir erneut entschieden zurückweisen. Diese haltlose Behauptung könnten wir ebenso gut an Euch zurückgeben. Ihr könnt Euch was dies angeht gar kein Urteil erlauben, da Ihr keinesfalls das genaue Ausmaß wohltätiger Aktivitäten der Prinzessin oder der Rurikhalle kennen könnt.

      Abschließend möchten wir noch erwähnen dass es eine weitere Fehlinterpretation Eurerseits ist, wir würden einen kausalen Zusammenhang zwischen Eurer persönlichen Abneigung uns gegenüber und dieser Entscheidung unterstellen oder andeuten. Nichts dergleichen findet sich in unserem Schreiben. Wir unterstellen höchstens einen Zusammenhang zwischen Eurer persönlichen Abneigung uns gegenüber und dem Mangel an Respekt den Ihr uns als Gastgeber bei Euren Besuchen in der Rurikhalle gezeigt habt.
      Darum möchten wir aktuell auch kein persönliches Gespräch, zumindest nicht solange Ihr im Vorfeld nicht die dreisten Anschuldigungen zurücknehmt.

      Ehre den Göttern,
      der Rurikrat


      Der gleiche Bote bringt noch ein weiteres Schreiben, ohne das Siegel der Rurikhalle, dafür mit dem Siegel des Hauses Averon:

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      Herr Iorga,

      ich schreibe dies als meinen persönlichen Kommentar, er spiegelt nicht die Ansicht oder die Interessen der Rurikhalle wieder. Baron Ashcroft kann Euch zweifellos bestätigen dass ich während unserer gemeinsamen Zeit als Rurikpatrone nie dafür plädiert habe, die Zusammenarbeit mit der Brücke einzustellen. Und das trotz der Tatsache dass Ihr aus Eurer Abneigung mir gegenüber nie ein Geheimnis gemacht habt, auch nicht wenn Ihr als mein Gast in der Rurikhalle wart, wo ich Euch mit dem gleichen Respekt bedacht habe der jedem Gast zusteht.
      Natürlich wäre es ungerecht von Euch die gleiche Einhaltung der Etikette zu erwarten wie von jemandem mit adeligem Stand, aber Euer Getragen ließ mich oft vermuten dass Ihr insgeheim die Privilegien dieses Standes für Euch in Anspruch nehmen wolltet oder - noch schlimmer - diesen Privilegien ihre Existenzberechtigung absprecht. Ich weiß, Ihr wurdet lange Zeit in der Rurikhalle hofiert wie ein kleiner Prinz, von Männern eines höheren Standes als dem Euren und ich kann nur vermuten dass Ihr es als Kränkung empfindet dass dem nicht mehr so ist.
      Natürlich möchte ich Euer gesellschaftliches Engegement nicht kleinreden für das Euch Hochachtung gebührt, gerade als Bürgerlicher. Aber Ihr seid nicht der Einzige der sich für das Wohlergehen der Bevölkerung einsetzt und die Brücke ist nicht die einzige Organisation ihrer Art. Andere tun ebenso viel wie Ihr und maßen sich deswegen keine Stellung an zu der sie weder geboren noch berufen sind.
      Die Ironie dieser Sache ist, dass es zwar bedauerlich für die Rurikhalle ist mit der Brücke und der Brennerei Wolsey Partner zu verlieren - aufgrund Eurer einseitigen Entscheidung - es hingegen für mich persönlich nur als reiner Glücksfall zu werten ist, weil es bedeutet dass ich mich nicht mehr mit Eurer impertinenten und selbstherrlichen Art abgeben muss. In dieser Hinsicht gebührt Euch mein Dank.

      Damit habe ich gesagt was ich zu Euch zu sagen habe. Es steht Euch natürlich frei mir zu Antworten, ich wahre den Anstand ein weiteres Schreiben zu lesen, aber erwartet keine Antwort mehr.

      Für Euren weiteren Lebensweg wünsche ich Euch den Segen und die Einsicht der Götter,

      Cyraine Averon Ducard