Übersicht
Name: Jeremia Borchard
Alter: 42
Geburtsort: Tonteich, Kryta
Eltern: Albrecht Borchard und Elisa Borchard (geb.
Geschwister: Clara Borchard (knapp 4 Jahre jünger)
andere wichtige Familienmitglieder: Tante Aurelia Vannicar (reich verheiratet)
Zugehörigkeit: Grenthklerus
Familie Borchard - Ordnung, Gerechtigkeit und Güte
Albrecht Borchard war ein Mann der Ordnung. Genau wie sein Vater zuvor stand auch Albrecht Borchard im Dienste der Krone. Er war ein Schreiber im Justizdienst, bekannt für seine ruhige Stimme und seine Unbestechlichkeit. Die Familie Borchard hatte keinen mächtigen Stammbaum nachzuweisen, aber einen angesehenen. Dieser zeichnete sich nicht durch Reichtum, oder politisches Bestreben aus, sondern durch Bildung, Pflichtgefühl und Verlässlichkeit.
Albrecht glaubte an Struktur, Recht und Verantwortung - weniger an große Emotionen. Zu Jeremia hatte er eine stille Beziehung. Kein Lob, selten Kritik, aber ein tiefes, unausgesprochenes Vertrauen in seinen Sohn. Er zog ihn streng, aber gerecht, wortkarg aber stets aufmerksam und tief gläubig auf. Albrecht erkannte früh da sein Sohn anders war. Ruhiger als die spielenden Nachbarskinder, beobachtender. Und vielleicht, aber auch nur vielleicht eben näher an den Dingen die man nicht sah und lieber nicht aussprach.
Elisa Borchard war das Herz der Familie. Sie war Heilerin und oft in den ärmeren Vierteln Götterfels unterwegs. Sie brachte Leben zur Welt, pflegte Kranke und hielt die Hand eines Sterbenden. Ihr Glaube war weich, sanft, gutmütig und manchmal fast leise rebellisch gegen die Härte mit der die Welt nach ihr und ihrer Familie schlug. Von ihr lernte Jeremia Mitgefühl, Geduld, sich Zeit nehmen für augenscheinlich unwichtige Dinge und seine Fähigkeit zuzuhören. Sie war es auch, die ihn als Kind mitnahm zu ihren Patienten, den Kranken, zu den Sterbenden.
Nicht, um ihn zu prüfen, sondern um ihm zu zeigen das der Tod nichts ist, vor dem weglaufen muss... oder es könnte.
Clara ist jünger als Jeremia. Es sind nicht viele Jahre aber ihre Unterscheidung ist dennoch gewaltig. Ihre Eltern sagen immer das sie das genau Gegenteil von ihrem Bruder ist. Wo Jeremia ruhig ist, ist sie lebendig. Wo er akzeptiert, zweifelt sie. Wo er glaubt, lehnt sie ab. Sie glaubt nicht mehr an den Schutz der Götter, oder ihren Nutzen für die Menschheit.
Nicht aus Trotz – sondern aus gelebter Enttäuschung. Sie hat zu viel Leid gesehen, ohne Antworten zu bekommen. Trotz Jeremias Entscheidung Priester zu werden flocht sich über die Jahre ein starkes Band zwischen den Geschwistern. Für Clara war er immer Beschützer, Heiliger, Zuhörer, Vorleser, der Bessere.
Grenth - Gültige Gerechtigkeit
Für Jeremia ist der Glaube an Grenth keine Leitlinie auf der blinder Gehorsam der einzige Weg ist. Glaube heißt für ihn, das Unvermeidliche nicht zu leugnen. Der Tod ist kein Feind, sondern Teil der allumfassenden Ordnung. Er glaubt nicht daran, dass Grenth jedes Ereignis lenkt. Er glaubt daran, dass ein größeres Gleichgewicht existiert. Auch erwartet er keine göttliche Rettung. Besonders Elona hat ihn geleert das Glaube nicht vor Verantwortung entbindet. "Ich bete nicht damit, damit es jemanden gibt der für mich handelt. Sondern das ich dem was kommt standhalten kann." Er weiß das viele glauben um Trost zu finden. Er glaubt um Wahrheit tragen zu können. Für Jeremia bedeutet sein Glaube an Grenth und die Lehren des Gleichmachers sich der Vergänglichkeit bewusst zu sein, dennoch zu lieben, zu handeln und auch zu hoffen. Ebenfalls sieht er den Zweifel als überaus wichtigen Bestandteil seines Glaubens. Ein Glaube, ohne jeglichen Zweifel ist für ihn kein Glaube, sondern Gewohnheit. Jeremia fühlt seinen Glauben tief und wahrhaftig, weil er geprüft wurde, durch Krieg, Verlust, Schmerz und vor allem durch göttliches Schweigen.
Zitate
"Alles was lebt, schuldet am Ende Respekt."
"Ich bin kein Richter. Ich bin nur ein Begleiter."
"Hass ist laut. Der Tod ist leise."
"Das Gleichgewicht verlangt Opfer. Niemals jedoch Gleichgültigkeit."
"Du wirst gesehen. Du wirst erinnert."
"Grenth muss nicht laut urteilen. Sein Urteil ist endgültig."
"Ich hoffe ihr bereut noch eure Entscheidung, bevor die Stille euch ereilt."
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